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Kurgan

Russland, Kurgan
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"Kurgan" () ist eine Stadt im Südwesten Sibiriens in Russland und Verwaltungssitz der Oblast Kurgan.

Geografie und Bevölkerung
Kurgan liegt im Westen der Ischimebene am linken Ufer des Flusses Tobol, 1973 km östlich von Moskau, unweit der Grenze zu Kasachstan. Im Jahre 2007 zählte Kurgan rund 326.400 Einwohner. Das Stadtgebiet umfasst 390 km².

Geschichte
Dar Name der Stadt stammt von einem großen Kurgan ("Zarew Kurgan"), nicht weit von dem sich die ersten Siedler niederließen.

Die Siedlung "Zarjowo Gorodischtsche" (Царёво Городище) wurde von Timofei Neweschin, einem Bauer aus dem Landkreis Tjumen, zwischen 1659 und 1662 gegründet. Zarjowo Gorodischtsche, das später auch "Kurganskaja Sloboda" (Курганская Слобода) genannt wurde, wurde in den folgenden Jahren zur Festung ausgebaut. Es diente als Grenzposten und schützte andere russische Siedlungen vor Nomadenangriffen. Einige Male konnte Zarewo Gorodischtsche den Angriffen nicht standhalten, wurde geplündert und niedergebrannt.

Gegen Ende des 17. Jahrhunderts wurde die Siedlung 8 km flussabwärts verlegt. 1710 bestand sie aus 72 Höfen und hatte 539 Einwohner. Im Laufe der nächsten Jahrzehnte wurde die Festung ausgebaut und bestand zur Mitte des 18. Jahrhunderts aus der "Altstadt", die mit dem hölzernen Kreml umschlossen war, und der "Neustadt" mit Stadtmauer, acht Bastionen und einem Graben. Die Garnison zählte etwa tausend Soldaten und 28 Kanonen. Nach der Erschließung neuer Territorien im Süden und der Verlagerung der Verteidigungslinie verlor Zarjowo Gorodischtsche an Militärbedeutung, die Befestigungen wurden in den Sechziger Jahren des 18. Jahrhunderts abgebaut.

Am 19. Januar 1782 verlieh die Zarin Katharina II. der Siedlung Stadtrechte und einen Namen, den die Stadt bis heute trägt. Nach derselben Verordnung wurde Kurgan dem Landkreis Kurgan (уезд, Ujesd) untergestellt. In einer anderen Verordnung vom 17. März 1785 wurde das Wappen der Stadt anerkannt.

Wegen der entlegenen Lage wurde Kurgan von der Monarchie als Verbannungsort für politische Gefangene benutzt. So wohnten hier auch viele Dekabristen, darunter Wilhelm Karlowitsch Küchelbecker und Andrei Jewgenjewitsch Rosen. Nach dem blutig niedergeschlagenen Aufstand 1863/1864 in dem von Russland annektierten Teil Polens wurden 93 polnische Patrioten nach Kurgan verbannt. Im Jahr 1895 waren von insgesamt siebentausend Einwohnern der Stadt fast die Hälfte politische Verbannte.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde Kurgan ein Zentrum für Verarbeitung und Verkauf von Landwirtschaftsprodukten. Durch die Anbindung an das Eisenbahnnetz der Transsibirischen Eisenbahn im Jahr 1893 bekam Kurgan auch große Bedeutung für die Industrie. Die Stadt wuchs sehr rasant. Vor 1917 zählte sie etwa 40.000 Einwohner und bis zu 60 Unternehmen. Das Telegrafenamt wurde 1887 errichtet, das erste Kino 1910 ("Progress", existiert immer noch), Straßenbeleuchtung gibt es seit 1914.

Im Zweiten Weltkrieg wurden viele Betriebe aus dem Westen Russlands nach Osten verlegt. So bekam Kurgan weitere Betriebe, die Bevölkerung wuchs um 20.000 Menschen, 1943 wurde Kurgan der Verwaltungssitz der neu gegründeten Oblast Kurgan. In den 50ern wurden große Betriebe gebaut, die heute das Stadtbild prägen: "Kurganchimmasch" und "KAWS", das Wärmekraftwerk.


Entwicklung der Einwohnerzahl

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Politik
Wie auch in anderen russischen Städten werden das Stadtparlament (Duma) und der Bürgermeister alle vier Jahre gewählt. Anatoli Fjodorowitsch Jeltschaninow (* 1946) leitet seit 1991 die Administration der Stadt und ist seit 1996 Bürgermeister.

Städtepartnerschaften
*Appleton, USA
*Rufina, Italien

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
* Dramaturgisches Theater
* Puppentheater "Gulliver"

Museen
* Museum der Heimatkunde
* Museum der Kunst
* Dekabristenmuseum
* Museum des Dichters S. A. Wassiljew







Wirtschaft und Infrastruktur
In Kurgan sind 80 große und mittlere Unternehmen ansässig, die unter anderem folgende Produkte herstellen:
* Schützenpanzer BMP, Minitraktoren, Autoanhänger (OAO "Kurganmaschsawod")
* Kleinbusse (OAO "KAWS")
* Schlepper (OAO "Russitsch")
* Fahrzeuge für Straßenbau (OAO "KSDM")
* Bauelemente für Metallbrücken (SAO "Kurganstalmost")
* Holzbearbeitungsmaschinen (AO "SDS")
* Arzneimittel (AKO "Sintes")
* Kleidung, Schuhwerk

Verkehr
Kurgan ist ein großer Verkehrsknoten, so gibt es hier zwei Bahnhöfe und einen Flughafen, die Stadt liegt an einer der bedeutendsten Eisenbahnlinien Russlands, an der Transsibirischen Eisenbahn. Die wichtigsten Verkehrsrichtungen sind: Jekaterinburg, Tscheljabinsk, Omsk.




Bildung
* Staatliche Universität
* Internationale Universität
* Agrarakademie
* Militärinstitut der Grenzstreitkräfte

Forschungszentren
* Forschungszentrum "Wiederaufbautraumatologie und Orthopädie"
* Zentrum der Klappengastroenterologie

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt
* Jewgenija Grekowa, Opern- und Konzertsängerin
* Leonid Borissowitsch Krassin, russischer Revolutionär und Kampfgefährte Lenins
* Sergei Rublewski, russischer Weltklassespieler im Schach
* Jelena Temnikowa, Sängerin der Girlband Serebro

Persönlichkeiten, die mit Kurgan in Verbindung stehen
* Elf Jahre arbeitete in der Stadt der Maler Witali Nikolajewitsch Gorjajew (1910–1982)
* Dr. Gawriil Abramowitsch Ilisarow, Orthopäde, Gründer und langjähriger Leiter des Forschungszentrums "RNZ WTO"
* Schriftsteller Wsewolod Wjatscheslawowitsch Iwanow hat hier seine Tätigkeit begonnen
* Dr. Jakow Dawidowitsch Witebski, Gastroenterologe

Literatur
* А. Васильева "Забытый Курган", Verlag "Зауралье", Kurgan, 1997


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 15.05.2021 12:38 von den Wikipedia-Autoren.
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