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Zur Geschichte der einzelnen Klöster der Mönchsrepublik

Griechenland
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Hier lag einst das Kloster Morphonou, ein von Lateinern gegründeter Klostersitz. Im Jahre 980 n. Chr. Erschien hier ein „Leone von Benevento“ mit sechs Schülern. Ihre Anwesenheit lässt sich bis in das Jahr 990 verfolgen. 991 tritt ein Abt Johannes auf, gleichzeitig mit einem „Giovanni de Benevento“ aus dem Kloster Monte Casino. Das Lateinerkloster ist ein letztes Mal erwähnt zur Regierungszeit von Kaiser Manuel I. Komnenos im Jahre 1169. Ein undatiertes Dokument verzeichnet dann noch die Übergabe des velassenen lateinischen Klosters „Ton Molfinon“ an die Lavra. Als Monidirion (Klösterchen) findet es nochmals Erwähnung im Jahre 1330. Seitdem ist dieser Klosterberg unbewohnt. Als einziges Merkmal klösterlicher Kultur ist der Amalfitanerturm erhalten geblieben. Der einstige Hafen des Klosters ist heute umgebaut zu Wirtschaftszwecken, sprich dem Holzhandel. Ein von Geschichte umwobener Ort, der von Männern erzählt, die einstens in die Fremde zogen.

IVIRON – der Name des Klosters leitet sich von der Herkunft seines Gründers ab, der aus dem Iberien der Antike, dem heutigen Georgien stammte: Der Klostergründer Johannes Tornikios, adeliger Gefolgsmann und Feldherr am Hofe des Köigs David von Iberien hatte dem weltlichen Leben entsagt und war als Mönch, zusammen mit Johannes Iberikos und dessen Sohn Euthymios im Jahre 975 in das Kloster Megistis Lavra eingetreten.
Die Hauptikone des Klosters nahe dem Eingang, die Panaghia Portaitissa ist wie üblich legendenumwoben. Diese Ikone, die während des Ikonoklasmus (Bilderzerstörung) unter Kaiser Theophilos im 9. Jahrhundert von ihrer Besitzerin in Nicäa dem Meere anvertraut wurde, erreichte die Küste des Heiligen Berges schwimmend, wo sie der georgische Eremit Gabriel fand und sicherstellte: “Ich bin nicht hergekommen, damit ihr mich bewacht, sondern damit ich euch behüte“.

Hier ganz in der Nähe des Klosters soll Maria an Land gegangen sein und auf göttliches Geheiß den Athos für sich beansprucht haben. Ein kleines Marienkirchlein erinnert an dieses Ereignis. Bevor die jetzige Klosteranlage entstand, dürfte hier das Kloster Klementos gestanden sein. Das jetzige Kloster wurde 980 von georgischen Mönchen erbaut, deren Spuren jedoch nahezu getilgt wurden. Weiter unten am Meer stand einst ein Poseidontempel. Iviron besaß bis vor dem 1. Weltkrieg ein Lepronomikon, ein Aussätzigenheim, übernommen vom Amalfitanerkloster, als dieses verlassen wurde. Iviron zählt zu den Klöstern mit den meisten Kunstschätzen, obwohl mehrmals verheerende Brände die Anlage verwüsteten. Bei unserem Besuch stellten wir eine rege Bautätigkeit fest und in Kürze dürfte Iviron restauriert sein.

Das Marienkirchlein in der Bucht von Iviron, nahe dem mythischen Landeplatz der Panaghia am antiken Hafen von Kleonai, wo sich vor Zeiten auch das Kloster Klementos befand, ist eines der ältesten überlieferten Zeugnisse des Athos. In dieser Bucht, in Piroughia, der Ur- Kathedra Geronton, dürfte ursprünglich auch der Ältestenrat des Athos getagt haben. Diese Zeugnisse sind weitest gehend der arabischen Invasion von 830 zum Opfer gefallen. Seit 870 befindet sich dann der Sitz des Protos in der „Großen Mitte“ der Halbinsel, der“ Megali Mesi“, dem heutigen Karyes, wo schon seit Konstantins Tagen ein Kirchlein stand, auf dem Boden eines heidnischen Heiligtums.


„Ta talanta, ta talanta“ unterlegen die Mönche murmelnd, wenn das Simandron (Stundenholz) geschlagen wird. Dies geschieht in der Regel für unsere Zeitbegriffe um 4.00 morgens. Jedoch hier auf dem Athos gehen auch die Uhren anders. Mit dem Sonnenuntergang schließen sich die Pforten des Klosters. Dann ist es 12.00 Uhr. Ab 2.30 Uhr unserer Zeit beginnt für die Mönche die Nachtandacht in der Hauskapelle. Zu feierlichen Anlässen wird das große Simandron geschlagen, das im Klosterhof fest angebracht ist. Hier befindet sich auch das Sidiron, ein gebogenes und an den Enden auf geschmiedetes Flacheisen mit silbernem Klang. Während des Schlagens des Simandron umkreist der Mönch das Katholikon. Dreimal erfolgt diese Zeremonie.

Das Wort „ATHOS“ dürfte aus altionisch – attischem Dialekt stammen. Die Sage berichtet von einem thrakischen Titan, der einen gewaltigen Stein gegen den Göttervater Zeus schleuderte. Dieser Titan hieß Athos. Wie so vieles auf dem Athos liegt auch seine frühe Besiedelungsgeschichte im Dunkeln. Herodot (490 v. Chr.) spricht von den Städten Dios, Olophyxos, Akrotoon, Thyssos und Kleonae, deren Lage insgesammt als unsicher gilt. Die Sagen von den Makrobioten, den „Langlebigen“ künden zudem von der merkwürdigen Sonderstellung des Gebietes. Eine seltsame Geschichtslosigkeit umgibt den Athos, den zwar jeder kennt, von dem aber niemand etwas genaueres weiß. Für das monastische Leben sind dies die Grundlagen der Isychia, der in sich verhaltenen Ruhe. Nicht weit von hier, in Staghira wurde Aristoteles geboren und verbrachte hier seine Jugend. Mit Sicherheit kannte er den Athos, galt dieser Landstrich doch als ein Ziel der Philosophen und ihrer Schulen.
Seit frühester Zeit hat sich christliches Leben immer wieder in asketischen Lebensformen verwirklicht. Es hat damit auf Bestrebungen zurückgegriffen, die in der antiken Umwelt bestens bekannt waren. Das eigentliche Mönchtum aber, das mit der Abtrennung einzelner, zu radikaler Askese entschlossener Menschen aus dem Gemeindeverband beginnt, den so genannten Anachoreten, setzt erst im ausgehenden 3. Jhdt. ein und entfaltet sich zugleich in verschiedenen Gegenden mit christlichen Gemeinden. Der Anachoret verbringt seinen Tagesablauf mit meditativem Beten und Arbeiten. Auch andere Formen sind bekannt: Wanderasketen, Säulenheilige, Dentriten (in Bäumen hausend), Inklusen (eingemauert in einer Zelle) oder andere exzessive Lebensweisen.

Die Felswände des herabstürzenden Athosmassives bei Karoullia wurden bereits der persischen Flotte im Jahre 492 v. Chr. Zum Verhängnis. Der Heerführer Mardonios samt seinen 30 000 Mann, die gesamte Flotte zerschellte hier an messerscharfen Felsklüften. Xerxes ließ daraufhin einen Kanal weiter nördlich zwischen dem heutigen Nea Roda und Tripiti errichten. Keinesfalls wollte er noch einmal den Athos umschiffen.
Karoullia bedeutet soviel wie Flaschenzug und bezieht sich auf die einzige Versorgungsmöglichkeit der dort lebenden Eremiten. In waghalsigen, schwindel- erregenden Klippen hoch über der gurgelnden See, unnahbar, benutzten sie dieses Werkzeug.

Das Kloster Dionysiou ist eine Gründung gegen Ende des 14. Jhdt. Der Gründer, Dionysios, ein Grieche aus Korissos, der sehr jung bereits auf den Athos kam und in einer Höhle am Südabhang des Berges Antiathos lebte, scharte eine große Anzahl von Schülern um sich. Erst baute er eine Kapelle, später eine größere Kirche, beide Johannes dem Täufer geweiht. Dann begründete er das Kloster und nannte es „Nea Petra.“ Bis zum Fall von Konstantinopel (1453) wurde das Kloster von den Paläologen unterstützt. Später übernahm diese Rolle der Wojwode Radu der Walachei.
Vorhalle der Trapeza um 1540 mit 21 Episoden aus der Johannesapokalypse. Das Kompositionsschema erinnert der Fresken erinnert an Hans Holbeins Schnitten für Luthers „Neues Testament.“ Der T- förmige Grundriss der Trapeza ist mit Fresken der kretischen Schule (1548) ausgestattet.

Gott als Bildner der sichtbaren und unsichtbaren Schöpfung hat die höchste Selbstabbildung vollzogen: in der Menschwerdung des Sohnes. So ist Gott auch der erste „Ikonographos“, der erste Abbildner des Göttlichen. Aus diesem Selbstverständnis der Ikonenmalerei ergibt sich, das niemals das Bild selbst, sondern immer nur das abgebildete Urbild Gegenstand und Ziel der Verehrung und der Liebe ist. Eine Ikone ist ein „Fenster zum Himmel“. Freilich haben Gott und die Heiligen „Fenster“, in denen sie sich besonders gerne zeigen. Dazu zählen die „nicht von Menschenhand geschaffenen“ Ikonen, die Achiropiiti, die außergewöhnliche Gnaden spenden oder die „thaumaturgischen“ Ikonen, die, so die Überlieferung, Wunder zu vollbringen vermögen. Einige Ikonen werden dem Evangelisten Lukas zugeschrieben, der siebzig an der Zahl gemalt haben soll. Im Bema der Protatonkirche in Karyes thront die auf dem Athos am meisten verehrte Ikone, die AXION ESTI („Es ist würdig...“). Die Legende erzählt, dass der Erzengel Gabriel im 10. Jhdt. vor dieser Ikone den von Kosmas Majuma im 8. Jhdt. komponierten Axin esti („Es ist wahrlich würdig, Dich, oh Gottesmutter, selig zu preisen“) gesungen hat. Diese sogenannten tragbaren Ikonen sind Kultbildnisse, die auch bei Prozessionen mit getragen werden. Die Ikonen der „Ikonostase“ dagegen sind der Andacht gewidmet und schmücken die Ikonostase, der den Naos von der Bema trennt. Neueren Statistiken zufolge existieren auf dem Athos ca. 20000 Ikonen, die keineswegs wissenschaftlich untersucht sind. Die Mönche versperren aus Misstrauen und Eifersucht den Zugang und hüten, wohl auch zu recht, ihre Ikonen.
Nicht alle der Mönche auf dem Athos leben in den 20 Klöstern oder in Karyes, der Hauptstadt der Mönchsrepublik. In zahlreichen Einzelgehöften finden sich Gruppen, meist bestehend aus drei Personen, die zwar einem der Großklöster unterstehen, jedoch einen eigenen Rythmus haben. Die Tradition dieser Kellioten geht zurück auf das 4. Jhdt, in die Zeit der Wüstenväter. In Ägypten, im westlichen Nildelta zwischen Alexandrien und dem heutigen Kairo liegen die berühmten Mönchssiedlungen Nitria, Kellia und Sketis. Kellia wurde von den Anachoreten Amun und Antonios gegründet. Bei den Kellioten kann man eine Art „Formenverweigerung“ feststellen, der die Befürchtung zu Grunde liegt, die hierarchischen Strukturen der „alten Welt“ könnten sich unversehens auch des neuen Lebens bemächtigen. Die Kellioten auf dem Athos stellen heute eine Art „Bauerstand“ dar. Jedoch sind auch Malerkolonien anzutreffen. In manchen Kellien wird Weihrauch produziert

Karyes ist der geistige Mittelpunkt der Mönchshalbinsel und nachweislich seit dem 6. Jhdt Sitz eines Protos, dem Athos- Ersten. Im Megaron (l.o.) kommt die „Hiera Kinotis“, die „Heilige Gemeinschaft“ ihren Regierungsgeschäften nach. In der Protatonkirche findet sich die einzige dreischiffige Basilika auf dem Athos, deren jetzige Form aus dem 9. Jhdt. stammt. Ursprünglich errichtet auf einem uralten Kultplatz birgt sie in ihrem Inneren die ehrwürdige Ikone „Axion Estin“ (m.l.). Fresken im Portikus der Metropolitankirche stammen aus der Hand der Makedonischen Schule aus dem 14. Jhdt(m.r.).
Vom Salz des eigenen Schweißes grau verkrustet, Beine, die ihren Dienst versagen. So erreichen wir am späten Nachmittag nach einem Abstieg von über 2000 Metern die Skite Kavsokalyvia. Ihren Namen verdankt sie dem auf dem Athos hoch verehrten Mönch Maximos, der im 14.Jhdt. hier lebte. Ihm wurde der Beiname Kavsokaliwit (Hüttenverbrenner) gegeben, weil er immer, wenn sich ein Mönch in seiner Nähe niederließ, seine armselige Hütte verbrannte und sich noch tiefer in die Bergwildniß zurückzog. Heute besteht Kavsokalyvia aus ca. 40 Kalive, die sich um das 1745 geweihte Kiriakon lose gruppieren. An diesem Ort wird eine Quelle verehrt, die heil bringendes Wasser führt und als sehr belebend gilt. Beim Zustand unserer Ankunft hier, half auch das nicht mehr. Später werden wir in die Küche gebeten und der Vorsteher der Skite versorgt uns rührend mit einem Linsengericht. Die Nacht ist schlaflos – der Höhenunterschied.
Die Glocken der Skiti Kavsokalyvia im Kodonostasion (Glockenturm) an der Kirche Aghia Triada Der Name „Skiti“ leitet sich mit Sicherheit von den uralten, ebenfalls sogenannten Ansiedlungen von Mönchen in Ägypten her. Der „Askitis“ ist der Einsiedler und Klausner, das „Askitirion“ die Einsiedelei. Nur auf dem Athos lebt diese Sonderform weiter.
Zu einem Einsiedler kommen Fremde und fragen, was er aus seinem Einsiedlertum für Erfahrungen ziehe. Der Einsiedler, im Begriff, aus seiner Zisterne zu schöpfen, fördert das Wasser und bittet die Fremden alsdann, einen Blick in die Tiefe der Zisterne zu tun. Was sie dort sähen? Die Fremden blicken in die Zisterne hinab und antworten: „Nichts!“ Nach einer Weile wiederholt der Einsiedel die Frage, die Fremden blicken abermals in die Tiefe hinab, der Einsiedel fragt wieder, die Fremden sagen: „Uns selber, unsere Gesichter.“ Der Eremit sagt: „Weil ich förderte, war Unrast in der Zisterne. Jetzt ist dort Ruhe und man kann sehn, was man ist. Das ist die Erfahrung der Einsiedelei.“
Aus: Erhart Kästner, Stundentrommel vom Heiligen Berg Athos
Das Kloster Koutloumousiou wird erstmals 1169 unter diesem Namen erwähnt. Gründungsgeschichten dafür gibt es dagegen wie Finger an der Hand. Eine der beliebten Legenden lässt einen Seldschuken, einen islamischen Erzfeind, der zum Christentum übergetreten ist, das Kloster gründen. Mag der Glaube an Zeichen und Wunder dafür Sorge getragen haben, das dieser Name denn beibehalten wurde. „Kutlu“ heißt im Türkischen schlicht „gesegnet.“ Das der „Verklärung Christi“ geweihte Katholikon wurde 1540 von dem Hegumenen Maximos auf den Resten der Vorgängerkirche erbaut und mit Fresken der kretischen Schule ausgeschmückt. Durch eine Vielzahl von Bränden, wurde Koutoumousiou immer wieder in Schutt und Asche gelegt. Der letzte verheerende Brand fand 1980 statt. Damals wurde der komplette Südflügel des Klosters zerstört. Heute ist dieses Gebäude wieder rekonstruiert, das Simandron hängt an gewohnter Stelle.

Russische Mönche gründeten gegen Ende des 10. Jhdt. bereits ein Kloster auf dem Athos. In der ersten Hälfte des 12. Jhdt. wurde dieses Kloster aus unbekannten Gründen verlassen. Dieses Kloster wurde wegen seiner Zimmermannstätigkeit „Xylourgous“ genannt. Heute ist diese Skite unter dem Namen „Bogoroditsa“ bekannt. Was genau zwischen dem 12. und 14. Jhdt. geschah ist nicht dokumentiert, da ein Brand, den wahrscheinlich katalanische Söldner legten, alles vernichtete. Zudem ließ die Tartareninvasion von 1237 den Zustrom russischer Mönche nahezu versiegen. Während der türkischen Besatzung wurde das Kloster von den Wojwoden der Walachei unterstützt. Während der russisch- türkischen Kriege musste Panteleimonos seine Tore schließen (1584). Das Kloster wurde nach verschiedenen Wechselfällen 1626 unter die Rechtsprechung des Protos zu Karyes gestellt. 1725 lebten in dem Kloster zwei russische und zwei bulgarische Mönche. 1765 verließen die Mönche das Kloster und bauten ein neues Kloster am Meer – das „Rossikon“. 1875 war die Zahl russischer Mönche so groß, das mit dem Archimandriten Makarios erstmals ein russischer Hegumen gewählt wurde. Ab 1917 sinkt die Zahl der Mönche rapide ab wegen der Schließung der sowjetischen Grenzen. Erst seit 1989 beginnt wieder ein normales Mönchsleben in Panteleimonos zu funktionieren.

Eines der ältesten und legendenumwobensten Klöster auf dem Athos ist Xeropotamou, was wörtlich „trockener Fluß“ heißt. Man stößt auch in der Nähe auf ein ausgetrocknetes Flussbett und deshalb hieß das Kloster auch früher „Großes Kloster von Chimaros (so der Name des Flusses).“ Man nannte die Anlage auch das „Steinerne Kloster, was darauf hindeutet, das alle übrigen Klöster wohl ursprünglich eher Holzbauten waren. Xeropotamou liegt vielleicht auf den Resten des alten Apollonia. Der Überlieferung nach gründete Prinzessin Pulcheria, die Schwester des Kaiser Theodosios II. (408 – 450) Xeropotamou. Pulcheria übte auch später auf ihren Gemahl, Kaiser Markian (450- 457) großen Einfluß aus. Unter dessen Egide fand auch das Konzil von Chalzedon (451) statt, mit dem die erste Spaltung der Kirche sich abzeichnet und die im 3. Konzil von Konstantinopel (680) endgültig sanktioniert wird. Die Monophysiten, um die es ging leben heute noch in Form der äthiopisch- orthodoxen, der koptischen und der armenischen Kirche weiter. Mag sein, das dieser Zwist zu einer Fluchtbewegung führte, von dem der Athos sich nährte. Beweise dafür wird man nicht finden.

Vatopediou besitzt wie fast alle alten Klöster auf dem Athos einen reichen Legendenfundus, wobei man darauf verweisen muss, das auch das Leben Christi ursprünglich nur mündlich überliefert wurde. Es soll das älteste Kloster sein, das in der Nähe der antiken Stadt Dion noch zu Konstantins Zeiten errichtet worden sein soll. Fest steht, die jetzige Form des Klosters geht auf das 10. Jhdt. zurück. Hier lebte Maximos Trivolis, der großen Anteil an der Entwicklung der Orthodoxie in Serbien und Russland bewirkte. Vatopediou wurde von den Katalanen zerstört, so das keine Dokumente vor dem 14. Jhdt. vorhanden sind.

Zougraphou

Bereits an der Wende vom 9. zum 10. Jahrhundert tauchen auf dem Athos die ersten Bulgaren auf. Wann das Kloster erbaut wurde ist nicht sicher. Um 1200 wird es als Kloster der Bulgaren benannt. Während der Unionsbestrebungen unter Johannes Vekkos fielen dessen Anhänger 1276 sechsundzwanzig Ordensleute in die Hände, die bei lebendigem Leib in dem Turm verbrannt wurden, in den sie sich zu ihrem Schutz zurückgezogen hatten. ( In der Nordwestecke des Klosters wurde 1873 ein Antiunionistisches Denkmal zu Ehren dieser 26 Ordensleute errichtet ). Daraus mag ersehen werden, wie langatmig Geschichte auf dem Athos gehandhabt wird. Zougraphou wurde einige Jahre später von den Katalanen überfallen und ausgeplündert, anschließend in Brand gesteckt. Unter der Herrschaft der Paäologenkaiser Andronikos II. bis Johannes V. konnte das Kloster wieder instand gesetzt werden. Zur Zeit der türkischen Besatzung verfiel das Kloster immer mehr und war nahezu verlassen. Erst ab 1502 bevölkerte sich das Kloster wieder langsam. Die jetzigen Bauten stammen aus dem 18. und 19. Jahrhundert. In der Kapelle „Maria Heimholung“ (Kimissis ti Theotoku) ist eine wundertätige Ikone vom Akathistos- Typ aufbewahrt, die auf serbisch Khairovo (Gottesmutter des Grußes) genannt wird. Sie soll einen Einsiedler vor den Unionisten gewarnt haben, der zum Kloster eilte, worauf die meisten Mönche sich in den Wäldern verbargen. Nicht aber eine Gruppe von 26 Mönchen, die samt der Ikone sich im Turm verschanzten. Sie wurden alle verbrannt im Turm, die Ikone jedoch blieb unverletzt.
Es gibt keine andere Klostergeschichte auf dem Berg Athos, die so verworren und schwer fassbar wäre, wie die des Bulgarenklosters Zographou. Dieses Schicksal teilt das Kloster mit der Geschichte des bulgarischen Volkes, das in Europa auch weitgehend unbekannt ist.

XENOPHONTOS: Die Gründung des Klosters ist, wie sollte es auf dem Athos auch anders sein im Dunkel der Geschichte. Das Jahr 520 wird genannt, doch die Aktenlage ist dann doch nicht eindeutig, was wiederum nichts beweist, kennt man die Wirren der Geschichte um den Athos. Zuletzt gefährdete 1978 ein starkes Erdbeben den Bestand des Klosters und nur mühsam konnten die Gebäude gestützt werden.

Zeit ist nie genug, hier auf dem Athos. Und so viel man erfassen möchte, so viele Fragen, die unbeantwortet bleiben, machen die Auseinandersetzung mit diesem uralten, sich immer erneuernden Kulturboden nicht leichter. Ich bleibe Zaungast. Ich versuche, eine Position zu finden, nicht zu verstehen. Der Athos – heute ein Teil der Europäischen Union – mit seiner ungeheuren Vielfalt der Kulturentwicklung, fußend auf einem Völkergemisch über ein gutes Jahrtausend hinweg, gehört zur Entwicklung des Abendlandes, ist ein Träger abendländischer Entwicklung. Darüber hinaus mag die Tradition des Athos für die Zukunft ebenfalls einen Brückenkopf darstellen, mit seiner Geistigkeit an der weiteren Entwicklung dieses europäischen Gedankens der Gemeinsamkeit zu arbeiten. Auch in Hinblick auf die Nachbarkulturen

Sollten sie zum Thema mehr erfahren wollen:
http://www.dinnes.net/projekte/athos/Ubersicht%20Athos%2001-08.htm

Hier haben sie auch die Möglichkeit Prof. Manfred G. Dinnes als Maler kennen zu lernen


Dieser Artikel ist Teil der Tour "Athos - Der Heilige Berg"
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