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(Wochenendzusammenfassung 1045 - mit Äußerungen Steinmeier im 3. und 4. Absatz)

Deutschland
14.01.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Lernende Maschinen, Roboter, künstliche Intelligenz: Viele Arbeitsplätze schwinden, aber der Bedarf an neuen Dienstleistungen wächst. Eine Chance für das Handwerk.

Genf (dpa) - Im Zeitalter der Digitalisierung in der industriellen Massenproduktion kann eine Rückbesinnung auf das Handwerk den Arbeitsmarkt nachhaltig beleben. Zu diesem Schluss kommt Irmgard Nübler von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). «Man kann eine steigende Nachfrage nach maßgeschneiderten und individualisierten Gütern und Dienstleistungen sehen», sagte die Volkswirtin der Deutschen Presse-Agentur.

Deutschland, die Schweiz und Österreich seien dafür gut aufgestellt. «Die Weiterentwicklung des traditionellen Lehrlingssystems in ein modernes duales System mit Ausbildung in Betrieb und Berufsschule hat maßgeblich dazu beigetragen, das Handwerk hier mehr als in anderen Ländern zu erhalten», sagte Nübler.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) forderte eine bessere Bezahlung und mehr Wertschätzung für Handwerker ein. «Das Handwerk ist das Rückgrat unseres starken Mittelstands, der Arbeit und Wohlstand sichert», sagte Steinmeier am Samstag bei einer Meisterfeier in Frankfurt. Um den Fachkräftemangel zu beseitigen, müsse die Berufsorientierung verbessert werden, und zwar schon in der Schule. «Aber vor allem brauchen wir eine ordentliche Bezahlung, sowohl in der Ausbildung als auch beim Einstieg - und das nicht zuletzt dank Tarifbindung.»

70 Prozent aller jungen Leute sagten, das Handwerk sei wichtig für Deutschland, zitierte Steinmeier aus einer Studie. Aber weniger als die Hälfte sähen hier für sich einen attraktiven Arbeitgeber. Das müsse sich ändern: «Das Handwerk muss attraktiv bleiben für junge Leute, die sich heute in der Schule oder nach dem Abschluss fragen, welchen Weg sie einschlagen sollen.»

Nübler betonte, die Menschen wollten weniger Industrienahrung und Massenkleidung. Als Beispiel nannte sie die Zunahme von Mikrobrauereien, während der Bierkonsum insgesamt rückläufig sei. In einer alternden Gesellschaft werde auch die Nachfrage nach maßgeschneiderten Produkten im Gesundheitsbereich rapide steigen, etwa in der Orthopädie, Zahntechnik und Pflege.

«Man muss sich das natürlich auch leisten können», sagte Nübler. Deshalb sei eine Umverteilung wichtig, damit die Kaufkraft für solche Produkte entstehe, etwa durch steigende Löhne der unteren und mittleren Einkommensschichten. «Wir brauchen mehr soziale Gleichheit», forderte Nübler. Zudem könnten Einnahmen aus mehr Steuern auf höhere Einkommen gezielt zur Förderung von Start-ups im Handwerk und von kreativen Kleinunternehmern verwendet werden.

Hier werde die Digitalisierung selbst einen wichtigen Beitrag leisten, ist Nübler überzeugt: Auch das Handwerk und Kleinunternehmer machten sich neue Technologien zunutze, um individuelle Lösungen zu niedrigeren Preisen anbieten zu können. In der Schweiz setzten Möbelbauer etwa Miniroboter (collaborative robots) ein, um den Preis individuell angefertigter Stücke deutlich zu drücken.

Nübler hält Warnungen vor einer «Zukunft ohne Arbeit» für falsch. Veränderungen in der Gesellschaft durch neue Technologien habe es immer gegeben, und sie brächten immer auch neue Ansprüche hervor, die Arbeitsplätze schafften. «Dieser Wandel wird nur gelingen, wenn die hohen Produktivitätsgewinne, die mit den neuen Technologien erzielt werden, sich nicht in den den Händen weniger konzentrieren, sondern mit den Arbeitern, Konsumenten, kreativen Unternehmern und Handwerkern geteilt werden.»

 

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