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Was geschah auf der Nautilus? Dänischer U-Boot-Kapitän verhaftet

Europa
13.08.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Dänen-Krimi um ein versunkenes U-Boot: Kapitän und Designer Peter Madsen, genannt Raketen-Madsen, soll dort eine schwedische Journalistin getötet haben. Er streitet das ab, eine Leiche wurde bis Sonntag nicht gefunden.

Kopenhagen (dpa) - Der in Dänemark als privater U-Boot- und Raketenbauer bekannte Ingenieur und Tüftler Peter Madsen ist nach dem Verschwinden einer schwedischen Journalistin verhaftet worden. Die Staatsanwaltschaft in Kopenhagen wirft dem 46-Jährigen vor, die Reporterin Kim Wall (30) am Donnerstagabend getötet zu haben. Von der jungen Frau fehlte bis zum Sonntag jede Spur. Am Samstagabend verhängte ein Gericht gegen Madsen wegen Vorwurfs der fahrlässigen Tötung 24 Tage Untersuchungshaft, wie die Nachrichtenagentur Ritzau meldete. Madsen selbst weist alle Anschuldigungen zurück.

Madsen ist stolzer Besitzer der «UC3 Nautilus», eines von ihm selbst entworfenen fast 18 Meter langen U-Bootes. Wall wurde zuletzt gesehen, als sie mit ihm am Donnerstag in Kopenhagen an Bord ging. Sie wollte anscheinend eine Geschichte über den Self-Made-Bootsbauer schreiben. Madsen sagte, er habe die Frau auf einer Insel im Kopenhagener Hafengebiet abgesetzt.

Die Nautilus sank dann, Madsen wurde nach Angaben der Polizei von einem privaten Schiff gerettet und an Land gebracht. Der Mann gilt in der dänischen Technik- und Gründerszene als schillernde Figur. Vor der Nautilus hatte er schon zwei kleinere U-Boote mitgebaut. Er entwirft außerdem Raketen, weshalb ihn dänische Medien auch «Raketen-Madsen» nennen. Er und seine Mitstreiter testeten 2011 und 2012 schon unbemannte Raketen vor Bornholm. Anscheinend hatte Madsen einen privaten bemannten Flug ins All im Sinn.

Die nach dem sagenhaften Unterseeboot des Kapitäns Nemo aus den Romanen von Jules Verne benannte Nautilus ist 17,76 Meter lang, zwei Meter breit und hat eine Wasserverdrängung von 37 Tonnen. Sie kann laut Madsens Website mindestens 100 Meter tief tauchen. Es war bis Sonntag zunächst noch unklar, weshalb sie in der Nacht zum Freitag havarierte. «Ich war auf einer Probefahrt und habe ein paar Dinge an dem U-Boot getestet. Dann ist etwas mit einem Ballasttank schiefgegangen», wurde Madsen zitiert.

Am Samstag wurde sie aus sieben Metern Wassertiefe in der Køge Bugt südlich der Hauptstadt gehoben und in den Hafen gebracht. Am Sonntagfrüh wurde zunächst das Wasser abgelassen. Dann gingen Techniker mit Schutzkleidung und Gasmasken an Bord und durchsuchten es. «Kein Mensch wurde an Bord gefunden, nicht lebend und nicht tot», sagte Polizeisprecher Jens Moller Jensen anschließend. Es gebe Anzeichen, dass die Nautilus absichtlich versenkt wurde, sagte er weiter, ohne ins Detail zu gehen.

Walls Familie sagte am Samstag, sie hoffe, die Reporterin werde «sicher und wohlauf» gefunden. «Mit großer Bestürzung haben wir die Nachricht erhalten, das Kim vermisst wird», teilte die Familie in einer in dänischen und schwedischen Medien veröffentlichten Erklärung mit. Polizeisprecher Moller Jensen sagte: «Wir hoffen, sie lebend zu finden, sind aber auch darauf vorbereitet, dass das nicht der Fall sein wird.»

 

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