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Warnung vor Flüchtlingskrise

Griechenland
12.10.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Lesbos-Bürgermeister warnt vor neuer Flüchtlingskrise
Die griechischen Inseln im Osten der Ägäis könnten bald eine neue Flüchtlingskrise erleben. «Die Lage in den Registrierzentren (Hotspots) ist unerträglich», sagte der Bürgermeister der Insel Lesbos, Spyros Galinos, der Deutschen Presse-Agentur am Donnerstag. Zuvor hatte er in einem Brief an den griechischen Parlamentspräsidenten gewarnt: «Wir laufen Gefahr, die (Flüchtlings-) Krise der Sommermonate 2015 wieder zu erleben.» Der Brief wurde am Donnerstag in der griechischen Presse veröffentlicht.
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Athen (dpa) - Wie Galinos der dpa weiter sagte, hängt das Problem damit zusammen, dass die Aufnahme- und Registrierzentren restlos überfüllt sind. Die Migranten müssten Monate lang auf die Bearbeitung ihrer Asylanträge warten. Und immer kämen neue dazu. Die Lager müssten deswegen dringend entlastet werden. Flüchtlinge müssen zum Festland gebracht werden, hieß es.
Flüchtlinge aus Afghanistan und Pakistan protestieren am 05.04.2016 im Auffanglager «Moria»a auf der griechischen Insel Lesbos gegen Abschiebungen. Die Balkanroute ist unterdessen für Migranten weitgehend geschlossen. In Griechenland sitzen viele fest.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks (UNHCR) haben im Juli, August und September dieses Jahres 27 Prozent mehr Menschen aus der Türkei nach Griechenland übergesetzt (10 714) als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (8447).

Der große Flüchtlingszustrom des Jahres 2015, wo täglich Tausende Menschen aus der Türkei zu den griechischen Ostägäisinseln übersetzten, konnte nach Inkrafttreten eines EU-Türkei-Flüchtlingspaktes im April 2016 gedämpft werden. Dieser Pakt sieht unter anderem vor, dass die EU alle Migranten zurückschicken kann, die illegal über die Türkei nach Griechenland kommen und kein Asyl erhalten. 

 

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