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Von Luxus verwöhnt

Europa
Von obx-news   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Einmal wie Sissi auf der Donau kreuzen
Das einst dem Adelsgeschlecht wie Kaiser Karl dem Großen vorbehaltene Erlebnis, von Luxus verwöhnt durch eine der schönsten Flusslandschaften Europas zu gleiten, gönnen sich mittlerweile immer mehr Gäste. Allein in Passau gingen 2007 200.000 Flusskreuzfahrt-Teilnehmer vor Anker. In diesem Jahr werden es noch mehr sein, schätzen die Veranstalter.
Passau/Regensburg (obx). Es wird immer enger auf der schönen, blauen Donau, denn nicht nur die Zahl der Frachtschiffe, sondern auch die der Kreuzfahrer nimmt kontinuierlich zu. An der Passagierschiffländen in Regensburg und in Passau parken heute zahllose luxuriöse, bis zu 100 Meter lange Flusskreuzfahrtschiffe mit deutschen, schweizerischen, russischen, österreichischen, holländischen und ungarischen Flaggen – mittlerweile regelmäßig in Zweierreihen. Weit mehr als eine halbe Million Passagiere, schätzt Margit Reischl von der Donauschifffahrtgesellschaft im niederbayerischen Passau werden sich auch in diesem Jahr wieder das Vergnügen einer Flusskreuzfahrt auf der Donau zu Preisen von bis zu 1500 Euro pro Woche leisten. Bei einigen Veranstaltern sind in diesem Jahr auch Schnäppchen ab etwa 250 Euro für eine fünftägige Flusserlebnis-Reise im Angebot.

Zum Drehkreuz der Schiffstouristen aus ganz Europa hat sich die niederbayerische Drei-Flüsse-Stadt Passau entwickelt. Knapp 214.000 Gäste gingen dort 2008 von Bord – ein neues Rekordergebnis in der Geschichte des Passauer Hafens. Binnen nur 15 Jahren hat sich die Zahl der Kreuzfahrer in Passau mehr als verzehnfacht – für die neunziger Jahre weisen die Statistiken Gästezahlen von lediglich 15.000 pro Jahr auf. Parallel zur Passagierzahl hat sich die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die an der Passauer Schiffslände vor Anker gingen oder sich von dort auf die majestätische Flussreise machten, im selben Zeitraum von 16 auf 106 mehr als versiebenfacht. Das ist auch der Grund, warum in Passau langsam die Plätze knapp werden: Die mehr als 100 Schiffe müssen sich in diesem Jahr 29 Liegeplätze teilen. Die ganz großen Kreuzfahrtschiffe werden inzwischen vor den Toren Passaus in Lindau abgefertigt. Die beliebteste Strecke ist die Route Passau-Budapest mit ihren einmaligen Landschaftsjuwelen an der niederbayerischen und oberösterreichischen Donau, den Stadterlebnissen in Passau, Linz, Wien und Budapest und den Weinbergen in der Wachau und am ungarischen Donauknie.

Die Dreiflüsse-Stadt Passau ist ein beliebtes Reiseziel.
Auch in diesem Jahr soll der Gästerekord von 2009 auf der europäischen „Autobahn der Flussreisen“ nochmals übertroffen werden, hofft auch ein Sprecher des Passau Tourismus e.V. Die Zeichen dafür stehen – trotz Wirtschaftskrise – gut. Eines von Deutschlands größten Kreuzfahrt-Veranstaltern A-Rosa wird in diesem Jahr sogar zusätzliche Schiffe auf der Donau fahren lassen, um die große Nachfrage zu befriedigen. So werden sich beispielsweise die „River Cloud“ und die „Premicon Queen“ nach dem Saisonauftakt in Belgien und den Niederlanden auf die Reise nach Passau machen.

Zum neuen Boom der Donau sollen auch exklusive Ausflugsmöglichkeiten zu Wasser und entlang der Ufer in Ostbayern beitragen. So lässt ein neues Kristallschiff, das zwischen Passau und Oberösterreich auf der Donau verkehrt, „Sissi-Romantik“ pur lebendig werden. Auch Fahrten durch die berühmten Donau-Strudel unter der Steinernen Brücke in Regensburg und den Donaudurchbruch beim Kloster Weltenburg bei Kelheim in Niederbayern gehören zu den absoluten Ausflugshighlights auf dem Fluss. „Die Donau steht weiterhin für K & K – für eine einzigartige Mischung aus Kultur und Komfort“, sagt Ulrike Eberl-Walter vom Tourismusverband Ostbayern.

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