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Ventspils

Lettland, Ventspils
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"Ventspils" (deutsch "Windau", 1795–1918 /Windawa) ist eine an der Ostsee gelegene Hafenstadt in der nordkurischen Landschaft Wynda/Venta in Lettland.

Geografie
Ventspils liegt in Kurland nördlich von Liepāja (deutsch: "Libau") an der Mündung des Flusses Venta (deutsch: "Windau") in die Ostsee, etwa 190 km westlich der lettischen Hauptstadt Riga und hat 43.806 Einwohner (2006).

Geschichte
Ventspils wurde vom Schwertbrüderorden im 13. Jahrhundert gegründet, war Sitz einer 1291 gegründeten Kommende des Deutschen Ordens, und gehörte im Mittelalter der Hanse an. 1341 erhielt Ventspils Stadtrechte. Als Teil Kurlands entwickelte sich Ventspils zu einem Zentrum des Schiffbaus. 44 Kriegsschiffe und 79 Handelsschiffe wurden gebaut, von Ventspils aus startete eine Flotte, um Gambia und Tobago zu kolonialisieren. Metall-, bernstein- und holzverarbeitende Betriebe waren die Treiber der Stadtentwicklung.

Während des Polnisch-Schwedischen Krieges wurde Ventspils zerstört und 1711 fielen die meisten der verbliebenen Einwohner Seuchen zum Opfer. Später zum polnisch-litauischen Reich gehörend, kam die Stadt mit der dritten polnischen Teilung 1795 unter russische Herrschaft. Erst 1850 wurden der Schiffbau und Handel wieder wichtig. Der Hafen wurd 1890 modernisiert und per Eisenbahn mit Moskau verbunden. Er entwickelte sich zu einem der profitabelsten Häfen Russlands mit einem Profit von 130 Millionen Rubel im Jahr 1913. Die Einwohnerzahl wuchs stetig und lag 1913 bei 29.000.

Während der deutschen Besatzung von 1915-1919 halbierte sich die Bevölkerung nahezu, jedoch kamen viele Einwohner während der ersten Republik Lettlands (1918-1940) zurück. 1939 installierte die Rote Armee einen Stützpunkt in Ventspils. Unter sowjetischer Herrschaft wurde eine Öl-Pipeline nach Ventspils errichtet und die Stadt wurde zum größten Hafen der UDSSR für Rohöl-Export.

2004 war Ventpils Gastgeber der multinationalen Marineoperation "Baltic Operations XXXIII" (BALTOPS). Teilnehmer waren die USA, UK, Polen, Schweden, Russland, Lettland, Dänermark, Finnland und Norwegen.

Wirtschaft
Hafenausfahrt
Hafenpromenade
Die Stadt hat einen eisfreien Hafen und ist wichtigster Umschlagsort für russisches Öl und Kohle an der Ostsee. In der Stadt wurde mit Unterstützung der Europäischen Union der Business Inkubator Ventspils geschaffen, ein Technologie- und Innovationszentrum zur regionalen Förderung von Unternehmensneugründungen im Hochtechnologiebereich.

Verkehr
Die Reederei Scandlines betreibt zwei Fährverbindungen nach Rostock (D) und Nynäshamn (S). Die Sommer-Verbindung zur estnischen Insel Saaremaa wurde für das Jahr 2009 sistiert. (englisch).

Mit Riga und weiteren lettischen Städten ist Ventspils durch Fernbuslinien verbunden. Seit Sommer 2008 besteht wieder eine Eisenbahnverbindung nach Riga, für die ein modernisierter DR1A-Triebwagen verwendet wird. Seit dem 19. Oktober 2009 wird die Strecke bis auf einige Feiertage nur noch am Freitag & Sonntag (Riga-Ventspils) und Samstag & Montag (Ventspils-Riga) im Personenverkehr bedient.

Der 1975 eröffnete Internationale Flughafen Ventspils ist einer der drei namhaften Flughäfen Lettlands (neben denen von Riga und Liepaja). 2008 bediente Air Baltic die Flugstrecke Riga – Ventspils – Riga zweimal täglich.

Bildungswesen
An der 1997 gegründeten Hochschule Ventspils ("Ventspils Augstskola") waren im akademischen Jahr 2007/2008 ca. 800 Studierende immatrikuliert. Seit 2007 nimmt die Hochschule am europaweiten Erasmus-Austauschprogramm teil. Die engsten Kontakte bestehen mit deutschen, norwegischen und dänischen Hochschulen.
Die Hochschule verfügt über Fakultäten für Wirtschaft, IT und Übersetzung.

Politik
Bürgermeister von Ventspils ist seit 1988 Aivars Lembergs. In seiner Amtszeit verbesserte sich die ökologische und ökonomische Situation der Stadt wesentlich.
Lembergs führte 1991 eine kostenlose Armenspeisung, die Ventspili Molcaits, ein und reduzierte die Arbeitslosigkeit durch die Einführung von kommunal subventionierten Arbeitsplätzen.

2003 wurde Lembergs mit 76,4 % zum vierten Mal wiedergewählt. Sein Gegenkandidat Karlis Haubalts von der Partei "Neue Zeit" unterlag mit 22 % deutlich.

Bei der letzten Wahl am 16. März 2008 gewann Lembergs knapp mit 51 %. Seine Gegner waren Herberts Ucels (23 %), Karlis Haubalts (14 %) und Martins Szèfers (6%). Als wahlentscheidend stuften Beobachter Lembergs Ankündigung, die kommunale Müllhalde zu privatisieren, ein.

Ventspils gilt heute als eine der saubersten und reichsten Städte des Landes, weshalb Lembergs den Spitznamen "Engel von Ventspils" trägt. Allerdings sind die Quellen des Geldregens und seines persönlichen Reichtums unklar. Seit 2006 laufen Untersuchungen wegen Bestechlichkeit, Geldwäsche und Amtsmissbrauch gegen ihn, am 14. März 2007 wurde er vorübergehend inhaftiert. Am 10. Juli wurde er gegen Zahlung einer Kaution auf freien Fuss gesetzt, steht aber weiter unter Hausarrest.

Sehenswertes
Ordensburg in Ventspils
Nikolauskirche

Sehenswert sind die gut restaurierte Altstadt sowie der Ostseestrand.

Das im Jahre 1290 erstmals erwähnte Schloss des Livländischen Schwertbrüder-Ordens wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet und ist heute das älteste existierende Bauwerk in Ventspils. Nach seiner Restaurierung beherbergt es seit September 2001 das erstmals 1928 an anderer Stelle eröffnete Museum von Ventspils. Zu der Einrichtung gehört auch ein Open-Air-Museum an der Ostseeküste, das sich der Darstellung aller Aspekte des Lebens der lettischen und livischen Fischer und Bauern widmet.

30 km nordöstlich befindet sich das Ventspils International Radio Astronomy Center (VIRAC).

Sport
Ventspils besitzt mit dem Olympiazentrum ein national bedeutsames Sportzentrum, zu ihm gehört unter anderem eine moderne Eissporthalle, die seit ihrer Errichtung 2004 zum Zentrum des Lettischen Shorttracks geworden ist. In Januar 2008 fanden hier die Europameisterschaften statt.

Der Fußball-Club FK Ventspils gehört zu den lettischen Spitzenvereinen und schafft es regelmäßig in die europäischen Wettbewerbe. Der 1997 gegründete Verein gewann in der Saison 2006 erstmals die lettische Meisterschaft. Noch erfolgreicher ist der Basketball-Verein BK Ventspils, der bereits achtmal lettischer Meister wurde und regelmäßig an Wettbewerben auf europäischer Ebene wie dem ULEB Cup teilnimmt.

Ventspils war im Juni 2004 Austragungsort der Weltmeisterschaft im Gummistiefelweitwurf.

Partnerstädte
*Lorient (Frankreich) seit 1974
*Stralsund (Deutschland) seit 1987
*Västervik (Schweden)

Söhne und Töchter der Stadt
*Gatis Gūts (* 1976) – Bobfahrer
*Ingus Janevics (* 1986) – Geher
*Ģirts Valdis Kristovskis (* 1962) – Politiker
*Sandis Prūsis (* 1965) – Bobfahrer
*Normunds Pūpols (* 1984) – Hochspringer
*Ēriks Rags (* 1975) – Sperrwerfer
*Jānis Stībelis (* 1976) – Sänger
*Imants Ramiņš (* 1943) – Komponist
*Baiba Rivža (* 1949) – Politikerin
*Gundars Vētra (* 1967) – Basketballspieler


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.10.2017 07:53 von den Wikipedia-Autoren.
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