Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
ITS | Jahn | Tjaereborg




Hotelsuche in 
 

Trauer nach dem Terroranschlag

Schweden
09.04.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Todesopfer von Stockholm identifiziert - Terrorverdacht gegen Usbeken
Der Täter von Stockholm scheint gefasst. Laut Polizei hat er Sympathien für die Terrormiliz IS geäußert. Trotzdem sind nach dem Lkw-Anschlag noch viele Fragen offen. Am Sonntag wollen Tausende Menschen dem Terror in der schwedischen Hauptstadt trotzen.
Galerie
Stockholm (dpa) - Der nach dem Lkw-Anschlag in Stockholm festgenommene Mann hat den schwedischen Behörden zufolge Sympathien für «extreme Organisationen» gezeigt, darunter die Terrormiliz Islamischer Staat (IS). Das sagte ein Polizeisprecher am Sonntag in der schwedischen Hauptstadt. Die Ermittler vermuten, dass der 39-jährige Usbeke am Freitag einen Lkw in einer Einkaufsstraße in eine Menschenmenge gesteuert hatte. «Die Beweislage hat sich verstärkt, und die Ermittlungen laufen sehr gut», sagte Jan Evensson von der Stockholmer Polizei.

Bei dem mutmaßlichen Terroranschlag in der belebten Drottninggatan waren vier Menschen getötet worden, 15 wurden verletzt. Zwei der Toten stammten den Behörden zufolge aus Schweden, die anderen beiden aus Großbritannien und Belgien. Geschlecht und Alter der Opfer gab die Polizei aus Rücksicht auf die Angehörigen nicht bekannt.

Am Sonntagnachmittag wollten sich Stockholmer auf einem zentralen Platz versammeln, um der Opfer zu gedenken und zu zeigen, dass sie keine Angst vor Terror haben. Der Anschlag war nach London und St. Petersburg der dritte in Europa innerhalb von drei Wochen.

Die Polizei sucht weiter nach möglichen Helfern des mutmaßlichen Attentäters. «Ungefähr fünf» Personen halte man derzeit fest, sagte Evensson. Etwa 500 Menschen seien befragt worden. «Wir haben viele Kontrollen durchgeführt und Wohnungen in Stockholm durchsucht», sagte er. Medienberichte über eine zweite Festnahme am Sonntagmorgen bestätigte die Staatsanwaltschaft auf Anfrage nicht.

Der Verdächtige war am Samstag zum ersten Mal verhört worden. Ob er sich dabei zu seinem Motiv geäußert habe, wollte die Polizei nicht kommentieren. Den Ermittlern zufolge beantragte er 2014 eine Aufenthaltsgenehmigung in Schweden. Im Juni 2016 entschied die Migrationsbehörde demnach, ihn auszuweisen. Da er das Land nicht verlassen habe, sei er gesucht worden, sagte ein Polizeisprecher.

Die Ermittler untersuchten außerdem einen verdächtigen Gegenstand, der auf dem Fahrersitz des Lastwagens gefunden worden war. Medien hatten spekuliert, es könnte sich um eine Bombe handeln. Das bestätigte die Polizei bei der Pressekonferenz nicht.

Am späten Samstagabend hatte die Polizei die Absperrungen um den Tatort entfernt. Ganz in der Nähe wollten sich Menschen am Sonntagnachmittag versammeln. Zu der «Liebes-Kundgebung» meldeten sich auf Facebook rund zehntausend Menschen an. Für 14.53 Uhr, der Uhrzeit des Anschlags am Freitag, war eine Schweigeminute geplant. Am Montag soll es außerdem eine landesweite Schweigeminute geben.

Schwedens König Carl XVI. Gustaf hatte den Lkw-Anschlag am Wochenende als «verachtenswürdig» verurteilt. Doch ihm gebe Hoffnung, «dass all diejenigen unter uns, die helfen wollen, viel zahlreicher sind als diejenigen, die uns schaden wollen», sagte der Monarch vor dem Königspalast in der Hauptstadt. Carl Gustaf und seine Frau, Königin Silvia, hatten nach dem Anschlag eine Brasilien-Reise abgebrochen und waren nach Schweden zurückgekehrt.

Die schwedische Polizei will nach der Tat weiter verstärkt Präsenz zeigen. «Ungefähr 100 Polizisten aus dem ganzen Land sind zur Unterstützung nach Stockholm beordert worden», sagte ein Sprecher. Zehn Tage lang sollen außerdem alle Ausreisenden an den Grenzen kontrolliert werden. Man könne noch nicht ausschließen, dass mehrere Menschen an der Tat beteiligt gewesen seien, hatte Reichspolizeichef Dan Eliasson am Samstag gesagt. «Wir haben eine enge Zusammenarbeit mit Europol und Interpol.»

Der Präsident des Bundeskriminalamtes (BKA), Holger Münch, sieht auch Deutschland mit einer vielschichtigen Gefahrenlage konfrontiert. «Sicherlich stellen die Personen, die sich hier im Stillen radikalisieren und zur Begehung ihrer Tat auf Gegenstände des täglichen Gebrauchs wie Messer oder Äxte zurückgreifen, die Sicherheitsbehörden vor die größten Herausforderungen», sagte Münch der «Bild am Sonntag». «Denn in diesen Fällen gibt es mitunter keine Anhaltspunkte, durch die wir auf sie aufmerksam werden.»

Die internationale Solidarität mit dem Land war am Wochenende groß. So wurde etwa das finnische Außenministerium in Helsinki in der Nacht zum Sonntag in den schwedischen Nationalfarben blau und gelb angestrahlt.

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Flensburg (dpa) - Die SG Flensburg-Handewitt hat das Viertelfinale der Handball-Champions League erreicht. Der Bundesligist gewann am Mittwochabend das Achtelfinal-Rückspiel gegen den schwedischen Meister IFK Kristianstad mit 27:24 (13:9). Vier Tage
Kopenhagen (dpa) - Der wegen Mordes angeklagte dänische Erfinder Peter Madsen hat nach eigener Aussage nach dem Tod der Journalistin Kim Wall auf seinem U-Boot über Suizid nachgedacht. Er habe seiner Frau eine Abschieds-SMS geschrieben, sagte der
Für die deutschen WM-Gegner läuft es nicht rund. Auch Russland überzeugt noch nicht. Zudem gibt sorgen die Fans des Gastgebers für Ärger.Berlin (dpa) - Deutschlands Gruppengegner bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer suchen noch ihre
Für die deutschen WM-Gegner läuft es nicht rund. Auch Russland überzeugt noch nicht. Zudem gibt sorgen die Fans des Gastgebers für Ärger.Berlin (dpa) - Deutschlands Gruppengegner bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer suchen noch ihre
Für die deutschen WM-Gegner läuft es nicht rund. Auch Russland überzeugt noch nicht. Zudem gibt sorgen die Fans des Gastgebers für Ärger.Berlin (dpa) - Deutschlands Gruppengegner bei der Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer suchen noch ihre
Kopenhagen (dpa) - Der wegen Mordes angeklagte dänische Erfinder Peter Madsen hat nach Aussage eines Bekannten davon geträumt, das perfekte Verbrechen zu begehen. Er habe sich einen großen Polizeieinsatz zu Wasser, zu Land und in der Luft
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
In Schweden findet jeder genau die Erholung, die er sucht: Familien kommen im Ferienhaus zur Ruhe, das mit seinem tiefen Karmesinrot an Astrid Lindgrens Bullerbü-Welt erinnert. In Stockholm wird ein Paar auf der Suche nach exquisiten
Kaum ein Land ist in der Lage, soviel für jeden einzelnen Menschen zu bieten: Kindheitserinnerungen, einst gestreut von Astrid Lindgren, werden in Schweden zur Realität; Naturliebhaber atmen die grenzenlose Freiheit von Wäldern, Wiesen, Bergen und
Wer die Schauplätze dieser Geschichten zum ersten Mal besucht, ist oft überrascht, dass die darin beschriebene Idylle tatsächlich existiert. Als Erwachsene können Sie sich hier – auf den Spuren Ihrer Kindheitserinnerungen – in aller
; für die schwedische Gemeinde Halmstad siehe Halmstad (Gemeinde).}}"Halmstad" ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Hallands län und der historischen Provinz Halland. Sie liegt auf halbem Weg zwischen Malmö und Göteborg an der Mündung des
Historischer Wasserturm von 1911 im Stadtpark (Höhe 58 m)TrelleborgenPalmen in Hafennähe"Trelleborg" (Standardschwedisch: ; städtischer Dialekt: ) ist eine Stadt in der schwedischen Provinz Skåne län und der historischen Provinz Schonen. Die
"Uppsala" ist eine Großstadt in der schwedischen Provinz Uppsala län und der historischen Provinz Uppland. Uppsala ist Residenzstadt der Provinz und Hauptort der gleichnamigen Gemeinde.Die Stadt ist an der Bevölkerung gemessen nach Stockholm,
Wetter

Stockholm


(19.06.2018 06:35)

13 / 21 °C


20.06.2018
12 / 20 °C
21.06.2018
12 / 18 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum