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St. Gallen

Schweiz, St. Gallen
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"St. Gallen" (fr. "St-Gall", it. "San Gallo", rät. "Sogn Gagl") ist eine politische Gemeinde und der namensgebende Hauptort des Kantons St. Gallen in der östlichen Schweiz. St. Gallen zählt 74.879 Einwohner (Januar 2008) und ist mit rund 700 Meter über dem Meeresspiegel eine der höher gelegenen Städte der Schweiz.

Die Stadt St. Gallen liegt an der Steinach, einem Fluss, der in den Bodensee mündet. Sie wurde im 7. Jahrhundert gegründet und gilt heute als das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Ostschweiz. Sie liegt an den Hauptverkehrsachsen St. Margrethen–Rorschach–St. Gallen–Winterthur–Zürich und Romanshorn–St. Gallen–Rapperswil–Luzern und gilt als Tor ins Appenzellerland. Touristisch interessant ist die Stadt aufgrund der Stiftskirche und der Stiftsbibliothek, von der Unesco in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.

Geografie
St. Gallen besteht neben der alten Stadtgemeinde (bis 1798 freie Reichsstadt und Republik St. Gallen) aus den ursprünglichen Dörfern und Weilern Bruggen, Hafnersberg, Heiligkreuz, Kräzern, Krontal, Lachen, Neudorf, Notkersegg, Riethüsli, Rotmonten, St. Fiden, St. Georgen, Sittertal, Tablat und Winkeln. Sie gehörten zu den Gemeinden Straubenzell und Tablat und wurden 1918 in die Stadt eingemeindet (→Stadtverschmelzung).

Die Stadt liegt zwischen zwei parallel verlaufenden Hügeln, dem Rosenberg im Norden und dem Freudenberg im Süden. Das Tal, das auf einer Ost-Westachse liegt, wird im Westen durch die tiefe Sitterschlucht begrenzt, im Osten fliesst die Steinach aus der Stadt heraus Richtung Bodensee. Historisch liegt die Stadt an der Steinach, da Gallus an diesem Fluss seine Klause gebaut hat. Ausser in der Mühlenenschlucht und ganz im Osten der Stadt ist vom Gewässer allerdings nichts mehr zu sehen, weil es in einem Kanal unterhalb der Stadt verläuft. Vom Freudenberg, der mit den Drei Weieren ein beliebtes Naherholungsgebiet ist, kann man bei günstiger Sicht den kompletten Bodensee, den Thurgau sowie den Süden Deutschlands sehen.

Wegen der speziellen Topografie der Stadt wird St. Gallen auch die Stadt der Tausend Treppen genannt, da viele Treppen den Freuden- als auch Rosenberg hinauf führen. Die Stadt wird auch mit "Die Stadt im Grünen Ring" bezeichnet, da auf den Hügeln vor der Stadt noch heute ausgedehnte Waldflächen als Naherholungsgebiete dienen.

Die Stadt liegt an der wichtigen Ost-West-Verkehrsachse von München, Lindau, Bregenz und Rorschach nach St. Gallen und weiter nach Winterthur und Zürich. Eine weitere wichtige Verbindung führt von Friedrichshafen über Romanshorn (Fähre) nach St. Gallen und weiter in die Linthebene und bis nach Luzern. Das Siedlungsgebiet der Stadt erstreckt sich hauptsächlich entlang dieser Hauptverkehrsachsen von Ost nach West. Die Stadt gilt auch als Tor zum Appenzellerland.

Geologie
St. Gallen befindet sich im Gebiet der flachen mittelländischen Molasse. Grosse Teile der Stadt befinden sich auf unstabilem Torfboden mit grossem Grundwasseranteil. Viele Gebäude in der Innenstadt (darunter der Hauptbahnhof und die Hauptpost) wurden deshalb auf Pfählen aus Eichenholz gebaut.

Die Hügelketten südwestlich der Stadt gehören zu den Ausläufern des Alpsteins. Die sogenannte aufgerichtete Molasse ist durch deutliche Bergkämme charakterisiert. Die Hügel Richtung Nordosten gehören jedoch zum Bodenseebecken, sie bilden als Flachliegende Molasse Hochflächen aus. Wo hartes Gestein freiliegt (etwa im Sittertobel), besteht dieses vorwiegend aus Nagelfluh, Sandstein oder Mergel.

Klima
St. Gallen liegt in der gemässigten Klimazone mit vorherrschend wechselhaftem Westwindwetter. Da die Hügel der Stadt die ersten Erhebungen für Wolkenformationen aus West bis Nordost sind, kommt es oft zu tagelangem Stauregen oder Schneefall. Die Wolken stauen sich an den Voralpen, besonders dem Alpstein, und es kommt zu Niederschlag. Bei Nord- oder Nordostwind herrscht in der Gallusstadt Bisenlage, es wird also sehr kalt. Dies ist meist mit Hochnebel verbunden, da sich die kalten, feuchten Luftmassen am Boden festsetzen, während in höheren Regionen schönes Wetter herrscht (→Temperaturinversion). Die grosse Wassermasse des Bodensees unterstützt noch zusätzlich die Bildung von Nebel, besonders im Herbst und Winter (→Bodenseeklima).

Im Sommer prägen häufige und langanhaltende Niederschläge das Wetter, insbesondere auch starke Abendgewitter. Bei Hochnebellage, die besonders im Herbst oft vorkommt, kann die Stadt mehr oder weniger betroffen sein. Aufgrund ihrer hohen Lage gibt es Tage, an denen sie gerade oberhalb der Nebelschicht zu liegen kommt, an anderen Tagen löst sich diese im Laufe des Tages auf, manchmal bleibt es auch tagelang grau. Bei Südföhn ist es hingegen sonnig und warm. Mit Föhnunterstützung kann die Temperatur 10 °C und mehr in wenigen Stunden steigen, obwohl die Stadt nicht im Haupteinflussgebiet des Südwindes liegt. Im Winter fällt der Niederschlag als Schnee, der in Schattenlagen bis in den April hinein liegen bleiben kann.

Die Durchschnittstemperatur liegt bei 7.4 °C, die mittlere Temperatur im Juli liegt bei 16°, jene im Januar bei -1,8°. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 1250 mm, wobei der grösste Teil im Sommer fällt.

Stadtgliederung
Die Stadt teilt sich heute in drei Stadtkreise ("West", "Centrum" sowie "Ost") auf, welche wiederum in Quartiergruppen und Quartiere unterteilt sind.



Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an das Gebiet der Stadt St. Gallen: Gossau im Westen, Gaiserwald und Wittenbach im Norden, im Osten Mörschwil, Untereggen und Eggersriet. Im Süden grenzt die Stadt an den Kanton Appenzell Ausserrhoden mit den Gemeinden Herisau, Stein, Teufen und Speicher.

Geschichte
"siehe: Geschichte der Stadt St. Gallen"

Bevölkerung

{| class="wikitable float-right"
|colspan="5" align="center" | "Staatsangehörigkeit von Ausländern Ende 2006"
|-
| Total || align=right | 18505 || align=right | 100 %
|-
| Ehemaliges Jugoslawien || align=right | 6199 || align=right | 33 %
|-
| Deutschland || align=right | 3208 || align=right | 17 %
|-
| Italien || align=right | 2839 || align=right | 15 %
|-
| Asien / Nahost || align=right | 1327 || align=right | 7 %
|-
| Übriges Europa || align=right | 1099 || align=right | 6 %
|-
| Türkei || align=right | 934 || align=right | 5 %
|-
| Österreich || align=right | 808 || align=right | 4 %
|-
| Portugal || align=right | 716 || align=right | 4 %
|-
| Spanien || align=right | 662 || align=right | 4 %
|-
| Amerika || align=right | 376 || align=right | 2 %
|-
| Afrika || align=right | 322 || align=right | 2 %
|-
| Übrige/Staatenlos || align=right | 15 || align=right |
Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 06.04.2020 23:16 von den Wikipedia-Autoren.
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