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Sremska Mitrovica

Serbien, Sremska Mitrovica
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; für die serbische Gemeinde siehe (Gemeinde).}}

Kirche des hl. Demetrius, ehemals hl. Stefan.
"Sremska Mitrovica" (; deutsch veraltet "Syrmisch-Mitrowitz" oder "Mitrowitz", kroatisch "Srijemska Mitrovica", ungarisch "Szávaszentdemeter") ist eine serbische Stadt in der Vojvodina am nördlichen Ufer des Flusses Save, die auf dem Siedlungsgebiet der antiken byzantinischen Stadt Sirmium liegt.

Heute hat Sremska Mitrovica etwa 39.000 Einwohner und hat durch seine Papierfabrik, seinen Hafen mit Schiffswerft, sowie eines der größten Gefängnisse Serbiens regionale Bedeutung.

Sremska Mitrovica ist Hauptort des Opština Sremska Mitrovica und des Okrug Srems.

Geschichte
Römische Kaiser
Zehn römische Kaiser wurden in der Stadt und der Umgebung geboren:
* Herennius Etruscus (227–251)
* Hostilian (230?–251)
* Decius Traian (249–251)
* Claudius II. (268–270)
* Quintillus (270)
* Aurelian (270–75)
* Probus (276–82)
* Maximianus Herculius (285–310)
* Constantius II. (337–61)
* Gratian (367–83)

Der letzte Kaiser des vereinigten Reiches Theodosius I. (378–95) wurde in Sirmium gekrönt. Die römischen Usurpatoren Ingenuus und Regalianus erklärten sich in der Stadt (260) zu Kaisern und viele andere Römische Regenten verbrachten einige Zeit in Sirmium, darunter Marcus Aurelius.

Antikes Sirmium
* Siehe Sirmium
Die Antike Periode endet mit der Eroberung Sirmiums durch die Awaren 582 und ist auch wichtige Zäsur der Geschichte der Südosteuropas, da mit den Awaren die slawische Landnahme erfolgte.

Mittelalter
Im Mittelalter war die Stadt lange Zeit zwischen Byzanz und Ungarn umkämpft. Method von Saloniki hatte im 9. Jahrhundert seinen Sitz als Erzbischof von Pannonien und Großmähren in Sirmium/Sremska Mitrovica. Um 1180 kommt Sremska Mitrovica endgültig unter ungarische Herrschaft. Der geläufige mittelalterliche Name der Stadt war "Civitas Sancti Demetrii", die Stadt des hl. Demetrius, der im ungarischen "Szávaszentdemeter" heute noch besteht. Im 13. Jahrhundert werden erstmals Serben schriftlich erwähnt, ungarische Franziskaner berichten von Schismatikern und ihrem serbischen Patriarchen, die in der Stadt und im südlichen Syrmien anzutreffen sind. Aus der Stadt des hl. Demetrius entwickelte sich die serbische Bezeichnung "Dimitrovica" und letztlich "Mitrovica". Das Präfix "Sremska" stammt aus den 1930-ern, um die Stadt mit Kosovska Mitrovica zu unterscheiden.

1526 erobern die Osmanen die Stadt. Während der osmanischen Herrschaft hieß die Stadt "Şeher-Mitrovica" und "Dimitrofçe". Unter den Osmanen hatte die Stadt eine muslimische Bevölkerungsmehrheit.

Kaisertum Österreich
1688 wurde Sremska Mitrovica, zu deutsch "Mitrowitz", vom Kaiserreich Österreich im Zuge der Türkenkriege erobert. Endgültig unter österreichische Herrschaft kam die Stadt 1718 mit dem Frieden von Passarowitz. Nach dem Frieden von Belgrad 1739 befand sich Sremska Mitrovica als Grenzstadt zum osmanischen Reich, wurde als solche der Militärgrenze angegliedert und gehörte dem Petrovaradiner Regiment an. 1848/1850–1860 war es Teil der Woiwodenschaft Serbien, danach kehrten die Verhältnisse von vor 1848 zurück. 1881 wurde die Militärgrenze aufgelöst und die Stadt mitsamt dem südlichen Syrmien, das zum Petrovaradiner Regiment gehörte, Kroatien-Slawonien angegliedert. Hingegen bekam Sremska Mitrovica den Status einer königlichen Freistadt, um der serbischen und deutschen Bevölkerungsgruppe entgegenzukommen, welche die Auflösung der Militärgrenze nicht begrüßte. 1918 kam Sremska Mitrovica nach dem Ende des Ersten Weltkrieges und mit dem Zerfall Österreich-Ungarns zum neu gegründeten südslawischen Staat, dem Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen.

20. Jahrhundert
Ab 1918 gehörte Sremska Mitrovica zum "Königreichs der Serben, Kroaten und Slowenen", dass sich 1929 in das Königreich Jugoslawien umbenennen sollte. Die Stadt wurde 1929 Teil der neu gebildeten Banschaften Jugoslawiens, der Banschaft Donau. Nach dem Angriff des Deutschen Reiches auf das Königreich Jugoslawien und der Kapitulation Jugoslawiens 1941 wurde die Banschaft Donau aufgelöst. Sremska Mitrovica wurde dem faschistischen Kroatien zugeschlagen und in "Hrvatska Mitrovica" umbenannt. Die Stadt wurde am 1. November 1944 von jugoslawischen und sowjetischen Truppen befreit. 1945 wurde die Autonome Provinz Vojvodina innerhalb der Republik Serbien gebildet, Sremska Mitrovica wurde Teil der Vojvodina.

Demografische Entwicklung der Stadt
Nach den osmanischen Katastern hatte Sremska Mitrovica für die Jahre 1566-1569 592 muslimische und 30 christliche Haushalte. Für das Jahr 1572 waren es 598 muslimische und 18 christliche Haushalte.

Im Kaiserreich Österreich werden für das Jahr 1756 809 Einwohner gezählt, davon 514 orthodoxen und 219 römisch-katholischen Glaubens. Die Bevölkerungszählung von 1910 ergibt für die Stadt eine Einwohnerzahl von 12.909 Einwohnern, davon 4878 Serben, 3915 Kroaten und 2341 Deutsche.

Gemäß der Volkszählung im Königreich Jugoslawien aus dem Jahr 1931 hatte die Stadt 18.839 Einwohner, davon 10.429 mit serbokroatischer, 1753 mit deutscher und 945 mit ungarischer Muttersprache. 632 sprachen eine sonstige slawische Muttersprache. Nach der Volkszählung im kommunistischen Jugoslawien aus dem Jahr 1948 lebten in der Stadt nach dem Exodus der Jugoslawiendeutschen u. a. 6777 Serben, 3933 Kroaten, 864 Russinen und Ukrainer und 835 Ungarn. Für das Jahr 1991 ergibt sich eine Einwohnerzahl von 38.834 Einwohnern, davon 26.943 Serben, 4836 Jugoslawen, 3162 Kroaten, 732 Russinen und 617 Ungarn.

Die letzte aktuelle Volkszählung, durchgeführt 2002, ergibt eine Einwohnerzahl von 39.084 Einwohnern, davon 31.127 Serben, 2.130 Kroaten, 961 Jugoslawen, 620 Ruthenen und 524 Ungarn.

Söhne und Töchter der Stadt
* Ilarion Ruvarac (1832-1905), serbischer Historiker
* Branislav Ivanović (* 1984), serbischer Fußballspieler
* Mara Švel-Garmišek (1900–1975), kroatische Schriftstellerin
* Robert Frangeš Mihanović (1872–1940), kroatischer Bildhauer

Galerie

Datei:Smitrovica.JPG
Datei:Sremska Mitrovica Center 1.JPG
Datei:Sremska Mitrovica - Historic part of town with New orthodox church.JPG
Datei:The view to New Orthodox Church and neighborhood.jpg



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