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Sotschi

Russland, Sotschi
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Logo für die Bewerbung zu den Olympischen Spielen 2014
Klimadiagramm (1961–1990)
Blick auf Sotschi vom Schwarzen Meer aus
Der Seehafen von Sotschi

"Sotschi" ( (), ) ist eine Stadt am Schwarzen Meer in Russland. Sie liegt in der Region Krasnodar nahe der Grenze zu Georgien und hat rund 331.100 Einwohner (Stand 2007). Sotschi ist einer der beliebtesten Bade- und Kurorte Russlands. Die Stadt ist der vorgesehene Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014.

Geographie
Sotschi erstreckt sich über 145 Kilometer entlang der nordöstlichen Küste des Schwarzen Meeres. Nordwestliche Grenze ist der Fluss "Schepsi" wenige Kilometer südlich von Tuapse, südöstliche der Fluss "Psou", welcher auch die Grenze Russlands zur von Georgien abtrünnigen Republik Abchasien bildet.

Mit einer Bevölkerungsdichte von nur 94 Einwohnern je Quadratkilometer ist Sotschi eine der am dünnsten besiedelten Städte der Welt. Dieser statistische Wert ist jedoch irreführend, da zum Stadtgebiet von Sotschi auch weite unbewohnte Berggebiete zählen.

Bereits die erste Bergkette des Kaukasus in Küstennähe mit den Kämmen "Alek", "Bytcha", "Mamaiski", "Soloniki" und "Tjupjutschch" erreicht Höhen um und ist für das im Winter milde Klima verantwortlich. Die Berge des Kaukasus-Hauptkammes, 25 bis 40 Kilometer von der Küste, sind hier über 3.000 Meter hoch (Zachwoa, ).

Auf dem Territorium der Stadt Sotschi erreichen mehrere Bergflüsse, welche die erste Bergkette durchschneiden, das Schwarze Meer. Von Norden nach Süden sind dies "Psesuapse", "Schache", "Sotschi" und Msymta.

Klima
Das Klima der Küstenzone Sotschis ist subtropisch mit langen, heißen Sommern, warmem Herbst und kurzen, milden Wintern. Ursache ist die geschützte Lage durch die nahe an das Meer herantretenden Kämme des Kaukasus, welche allerdings auch relativen Niederschlagsreichtum bedingen.

Die Jahresmitteltemperatur beträgt etwa 14 °C. Kälteste Monate sind Januar und Februar mit etwa 6 °C, wärmste Monate Juli und August mit etwa 23 °C. Die geringste je gemessene Temperatur betrug −13,4 °C (25. Januar 1892), die höchste 39,0 °C (28. Juli 1981). Im Januar wurden aber auch schon 21,2 °C gemessen (22. Januar 1948), während die Temperaturen im Juli/ August noch nie unter 10 °C gefallen sind.Berechnung aus Daten der Meteorologischen Station Sotschi 1881–1995, 34 m. ü. M.; nach

Die durchschnittliche Wassertemperatur des Schwarzen Meeres beträgt im August 24,1 °C.

Die durchschnittliche jährliche Niederschlagsmenge liegt über 1.600 mm (zum Vergleich Berlin: 581 mm). Ein Großteil davon fällt in den Wintermonaten mit einem Maximum von etwa 190 mm im Dezember und Januar. Das sommerliche Minimum im Mai bis Juni von immerhin noch 90 bis 100 mm geht gewöhnlich in Starkregen an nur wenigen Tagen nieder.

In den Gebirgslagen der Stadt sind insbesondere die Wintertemperaturen niedriger, so im knapp 600 Meter hoch gelegenen Krasnaja Poljana (übersetzt "Rote Waldwiese"), wo die olympischen Skiwettbewerbe 2014 ausgetragen werden, um durchschnittlich 5 bis 6 °C. Damit beträgt sie um 0 °C, in den Hochlagen entsprechend weniger. Eine geschlossene Schneedecke stellt sich im unteren Teil der Pisten gewöhnlich Mitte Januar ein und erreicht im März Höhen von 2 Metern und mehr. Im höher gelegenen Bereich erstreckt sich die Skisaison von November bis Anfang Juni.ebd.

Stadtgliederung
Die Stadt ist in vier Stadtrajons gegliedert: Lasarewski, Zentralny, Chostinski, Adlerski (Reihenfolge von Nordwesten nach Südosten).

Dazu kommen die Siedlung städtischen Typs Krasnaja Poljana (zum Rajon Adlerski) mit 3.873 Einwohnern und insgesamt 78 ebenfalls von der Stadt verwaltete dörfliche Siedlungen, größtenteils in den Tälern des bergigen Hinterlandes, mit zusammen 65.531 Einwohnern. Damit beträgt die Gesamtbevölkerungszahl der administrativen Einheit "Stadt Sotschi" 398.885 (alles 2006).


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Verkehr
Der Hauptbahnhof von Sotschi
Im Stadtteil Adler, nahe der Mündung der Msymta in das Schwarze Meer, liegt der internationale Flughafen Sotschi (IATA-Code AER), den 2006 1,35 Millionen Passagiere nutzten. Bis zu den Olympischen Winterspielen 2014 soll er auf eine Kapazität von vier Millionen Passagieren pro Jahr ausgebaut werden.

Entlang der Schwarzmeerküste führt durch Sotschi eine zweigleisige, elektrifizierte Eisenbahnstrecke mit Schnellzugstationen in allen großen Ortsteilen bis Adler. Es besteht eine Direktverbindung nach Moskau, Sankt Petersburg und in viele russische Städte bis nach Sibirien.

Der Abschnitt Tuapse–Adler wurde 1929 eröffnet, die Weiterführung nach Sochumi in Abchasien, wo Anschluss an das Transkaukasische Netz geschaffen wurde, 1944/45. Über diese Strecke kann auch heute Abchasien erreicht werden, allerdings ist die Weiterführung von Sochumi nach Georgien seit dem abchasischen Bürgerkrieg Anfang der 1990er Jahre zerstört und außer Betrieb. Die Elektrifizierung erfolgte von 1956 bis 1958. Verlief die Verbindung nach Zentralrussland anfangs über Tuapse–Armawir, so wurde sie 1978 mit Eröffnung einer neuen Direktverbindung (mit einem drei Kilometer langen Tunnel) unter dem Kaukasushauptkamm zwischen Krasnodar und Tuapse erheblich verkürzt.

Der innerstädtische Verkehr wird mit Omnibussen und Vorortzügen (Elektritschkas) bewältigt. Außerdem gibt es eine Standseilbahn und mehrere Sesselbahnen (z. B. beim "Botanischen Garten"). Bis zu den Olympischen Winterspielen 2014 ist ein umfassender Ausbau des innerstädtischen ÖPNV-Angebots geplant, unter anderem ist der Bau einer Stadtbahn im Gespräch.

Geschichte

Vom 6. bis 15. Jahrhundert gehörte das Gebiet den Königen von Georgien, die dort ein Dutzend Kirchen erbauten. Im Ortsteil Loo steht die Ruine einer byzantinischen Basilika aus dem 11. Jahrhundert. Ab dem 15. Jahrhundert wurde die Küste vom Osmanischen Reich kontrolliert. Nach dem Russisch-Türkischen Krieg 1828–1829 wurde es 1829 mit dem Frieden von Adrianopel vertraglich an Russland abgetreten.

Sotschi wurde 1838 als Fort und Siedlung "Alexandrija" () gegründet. In dieser Zeit entstanden auch weitere Befestigungsanlagen, die später die Kerne heutiger Stadtteile bildeten, so das "Fort des Heiligen Geistes" ("Fort Swjatowo Ducha", 1837, heute Adler), "Lasarewski" und "Golowinski" (1839, heute Lasarewskoje und Golowinka). 1839 erfolgte die Umbenennung des Forts Alexandrija in "Nawaginskoje", nach dem Namen des dort stationierten Regimentes.

Im Krimkrieg wurde das Fort vorübergehend aufgegeben, 1864 jedoch unter dem Namen "Dachowski-Posten" ("Post Dachowski", wieder nach dem dort stationierten Regiment) wieder errichtet. Später verlor der Posten seine militärische Bedeutung und 1874 erfolgte die erneute Umbenennung in "Dachowski Possad". 1896 erhielt die Siedlung ihren heutigen, von der ubychischen Bezeichnung des durch den Ort fließenden Flüsschens, "Soatschsche", abgeleiteten Namen (bzw. von der adygeischen Version "Schatscha").

Die auf dem Territorium der heutigen Stadt Sotschi siedelnden kaukasischen Völker (Sadsen um das heutige Adler, Ubychen um Sotschi-Zentrum und Golowinka, Schapsugen um Lasarewskoje) wurden im Verlaufe des 19. Jahrhundert von den zuwandernden Russen größtenteils verdrängt.

Anfang des 20. Jahrhunderts begann Sotschis Entwicklung zu einem Bade- und Kurort der russischen Oberschicht. 1902 begann die Nutzung der Sulfid-Chlorid-Natrium-Heilquellen von Mazesta. 1909 eröffnete der Kurort "Kaukasische Riviera" mit zunächst zwei Hotels.

1917 erhielt Sotschi das Stadtrecht.

Nach der russischen Oktoberrevolution, am 29. Juni 1918, besetzten die georgische Armee und abchasische Freiwillige die Stadt Adler, am 6. Juli stand Sotschi unter georgischer Kontrolle.
Im Jahre 1919 am 26.Januar griffen die Freiwilligen und Soldaten der Armee von Denikin Sotschi an.
Großbritannien, das die Souveränität Georgiens garantierte, griff nicht ein. Nach mehreren Kämpfen verließ die georgische Armee Sotschi, die georgische Bevölkerung der Stadt war schutzlos und wurde von den Russen vertrieben. (russisch)

Die Stadt entwickelte sich in der Sowjetunion zu einem der populärsten Badeorte. Josef Stalin ließ in der Umgebung eine seiner Datschen errichten. Der russische Staat unterhält mit "Botscharow Rutschei" auch heute eine Präsidentenresidenz bei Sotschi, in der das Staatsoberhaupt auch ranghohe Gäste empfängt.

Seit 1937 gehört Sotschi zur Region Krasnodar.

Im Zweiten Weltkrieg dienten die Sanatorien und Erholungsheime der Stadt als Lazarette. Hier wurden über 500.000 verwundete Soldaten der Roten Armee behandelt.

Am 10. Februar 1961 wurden zwei benachbarte Rajons, Lasarewskoje und Adler, eingemeindet, womit das heute existierende und manchmal "Groß-Sotschi (Bolschoi Sotschi)" genannte administrative Gebilde entstand.

Gegenwart
Sotschi liegt in einer eindrucksvollen Landschaft am Fuß des Kaukasus. Vom Strand aus sind die schneebedeckten Gipfel zu sehen. Neben Sand- und Kiesstränden lockt die Stadt mit einer subtropischen Vegetation, Heilquellen, unzähligen Parks, Denkmälern und einer extravaganten stalinistischen Architektur. Dies alles führt dazu, dass nach einer Krise in den 1990er Jahren heute wieder über vier Millionen Touristen jährlich die Stadt besuchen.

Sotschi ist auch Konferenzstadt ("siehe:" Dagomys) und richtet im Sommer das Filmfestival "Kinotawr" aus.

Die Stadt ist bisher für ihre Sommersporteinrichtungen bekannt. Die dortige Tennisschule hat die Spieler Maria Scharapowa und Jewgeni Kafelnikow hervorgebracht. Sotschi und der nahe gelegene Ort Krasnaja Poljana sind als Austragungsort der Olympischen Winterspiele 2014 vorgesehen. Im Zuge der Bauarbeiten wurden tausende Bürger zwangsenteignet und umgesiedelt.

In den Bergen östlich der Stadt liegt das "Kaukasische Biosphären-Reservat", welches einen Teil des von der UNESCO 1999 auf die Liste des Weltnaturerbes gesetzten Gebietes "Westlicher Kaukasus" darstellt. Wegen der Bauvorhaben für die Olympischen Spiele werden Beeinträchtigungen befürchtet, allerdings liegt der weitaus größte Teil des etwa 2.800 km² großen (mehr als das Saarland) Reservates auf der nordöstlichen, Sotschi abgewandten Seite des Gebirges. (russisch) (russisch)

Seit 2002 ist Sotschi Veranstaltungsort des "Internationalen Investitionsforums", das unter der Schirmherrschaft der Russischen Regierung stattfindet und die Beschaffung von Investitionen und Aufträgen für die russische Wirtschaft zum Ziel hat. An dem Forum "Sotschi 2007" nahmen rund 10.000 Interessenten aus 40 Ländern teil.

Städtepartnerschaften
*Cheltenham, Vereinigtes Königreich (seit 1959)
*Menton, Frankreich (seit 1966)
*Rimini, Italien (seit 1977)
*Espoo, Finnland (seit 1989)
*Long Beach, USA (seit 1990)
*Trabzon, Türkei (seit 1991)
*Pärnu, Estland (seit 1994)
*Weihai, China (seit 1996)

Städtefreundschaften
*Wilhelmshaven, Deutschland (seit 1998)

Söhne und Töchter der Stadt
*Andre Geim, Physiker
*Jewgeni Kafelnikow, Tennisspieler
*Boris Nemzow, Politiker
*Mordechai Spiegler, ehemaliger Fußballspieler

Quellenangaben



Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 18.08.2018 06:11 von den Wikipedia-Autoren.
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