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Sloweniens Top 15

Slowenien
Von Jürgen Herda   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Adelsberger Grotte bis Škofja Loka
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1) Ljubljana/Laibach: Habsburger Grandesse prägen Sloweniens Hauptstadt (280 000 EW) am Fluss Ljubljanica, über die sich drei sehenswerte historische Brücken spannen. Die Franziskanerkirche (17. Jh.), der barockisierte romanische Dom St. Nikolaus, der Erzbischöfliche Palast und das Priesterseminar, das Rathaus mit dem Uhrenturm (18. Jh.), das Rokokopalais Gruber sowie das Jugendstilkaufhaus Centromerkur machen den Charme der Altstadt aus, die von der Burg aus dem 16. Jahrhundert, Ljubljanskigrad, überragt wird. Slowenische Esskultur vom Feinsten für die gut gefüllte Börse, ein gemütliches rustikales Interieur und Freskos an den Decken garantiert das Špajza, Gornji trg 28, Tel. +386 (0)425 20 29. Gutes mitteleuropäisches Preisniveau (DZ/Suite 77-204 Euro) erreicht das nahe und schmucke Antiq Hotel, Gornj trg 3, www.antiqhotel.si, in der Fußgängerzone. Das auf historisch getrimmte Haus schießt manchmal etwas übers Ziel hinaus und erreicht einen hohen Kitschfaktor.

2) Bled: Die barocke Wallfahrtskirche Maria im See in einem engen Tal der Karawanken ist Wahrzeichen dieser Postkartenidylle. Der traditionsreichste Kurort Sloweniens lädt zu einem Bade im wohltemperierten Nass des Blejsko jezero, des Bleder Sees. Den schönsten Blick über dieses Natur-Kulturidyll bietet die Terrasse der Burg von Bled. Ab 129 Euro inklusive Gourmet-Dinner für Zwei kann der Gast in der Villa Bled, der früheren Sommerresidenz Josip Broz Titos, absteigen (www.vila-bled.com).

3) Škofja Loka:
Gleich zwei Burgen, die romanische Krancelj und die neuere Loški grad mit Stadtmuseum, dominieren den pittoresken Altstadtkern mit beträchtlichen Resten einer Stadtmauer südlich von Kranj. Das Städtchen (22 800 EW) mit der charakteristischen mittelalterlichen Kapuzinerbrücke über der Sora, der barockisierten Nonnenkirche und einem dreistöckigen Stadtpalast mit spätgotischen und Renaissance Elementen, dem Homan-Haus, trägt kurioserweise einen Mohren im Stadtwappen. Nach einer Legende soll einst ein schwarzer Begleiter Bischof Abraham im Wald vor einem Bären gerettet haben. 2009 veranstaltete die Stadt unter dem Motto „Venusweg“ ein Mittelalterfest mit vielen Führungen – man darf auf eine Fortsetzung hoffen.

4) Adelsberger Grotte: Das zweistöckige Grottenlabyrinth ist eine der eindrucksvollsten Tropfsteinhöhlen Europas (www.postojna-cave.com), in deren eindrucksvollem „Konzertsaal“ auch Konzerte veranstaltet werden. Auf fünf zugänglichen Kilometern kann man den oberen Teil in einer Höhlenbahn erkunden. In der Tiefe rauscht der Fluss Pivka. Empfehlenswert ist das Museum für Höhlenkunde im Rathaus des nahen Postojna.

5) Lipica:
Pferdenarren hören es gleich am Klang des Namens – im Ortsteil Lipica der Gemeinde Sežana an der italienischen Grenze wurden einst jene weißen Vierbeiner gezüchtet, die als Lippizaner durch die Wiener Hofreitschule galoppierten. Nun, die Pferdezucht mit Gestüt, Hippodrom und Reithalle ist nachwievor in Betrieb, nur nach Wien wird nicht mehr geliefert.

6) Triglav Nationalpark:
Seinen Namen hat der 84 805 Quadratmeter große Nationalpark vom höchsten Gipfel der Julischen Alpen, dem 2368 Meter hohen Triglav. Seen, Schluchten und Wasserfälle charakterisieren die Gebirgslandschaft, in der sich neben wandernden und kletternden Naturfreunden auch Steinböcke, Mufflons, Murmeltiere, ja sogar Bären und Steinadler wohlfühlen (www.tnp.si/nationalpark). Übernachtungsmöglichkeiten hält unter anderem das Trenta-Haus bereit: Na Logu in Trenta, SI-5232 Soča, Tel./Fax +386 (0)53 88 93 30, E-Mail: dom-tnp.trenta@tnp.gov.si

7) Piran: Das malerische Städtchen (17 500 EW) im äußersten Südwesten Sloweniens ruht auf einer Landzunge der Adria. Als besonders schmuck herausgeputzt zeigt sich der Tartiniplatz am ehemaligen Hafen. Wahrzeichen ist das Wehrkirchlein Sankt Clementa. Einen Bonuspunkt für Originalität hat sich der dem venezianischen Markusturm nachempfundene Turm der Georgs-Kathedrale verdient, auf dessen Spitze sich der Patron mit Schwert im Winde dreht.

8) Škocjanske jame:
In Jahrmillionen hat sich die Reka bei der Ortschaft Škocjanim Herzen des slowenischen Karstes einen unterirdischen Weg gebahnt und dabei ein Naturkunstwerk geschaffen, das die UNESCO als Weltnaturerbe in seine Liste aufgenommen hat. Die Tropfsteinhöhlen von St. Kanzian stehen der Adelsberger Grotte in puncto Bizarrität in nichts nach (www.park-skocjanske-jame.si/ger/touristische_besichtigungen.shtml). Hübsche, private Übernachtungsmöglichkeit im Park: Sobe Pr Vncki, Matavun 10, 215 Divača, Tel: +386 (0) 57 63 30 73.

9) Kostanjevica: Rund um das schlossartige Zisterzienserkloster mit schönem barocken Arkadenhof (nach 2. Weltkrieg rekonstruiert), auf den Wiesen und im Ort Kostanjevica an der Krka stehen Skulpturen aus Eichenholz der Sammlung Forma Viva. Bildhauer aus der ganzen Welt tragen seit 1961 mit ihren Werken für die internationalen Bildhauertreffen zur Ausbreitung der 100 Skulpturen umfassenden Sammlung bei.

10) Ptuj: Das Städtchen (23 957 EW) liegt malerisch am Ufer der Drau, in der sich an Sonnentagen auch das hochgelegene Schloss aus dem 14. Jahrhundert sowie das barockisierte Minoriten- (13. Jh.) und ehemalige Dominikanerkloster spiegeln. Herausragendes Kulturdenkmal des Ortes in der historischen Region Untersteiermark (Štajerska) ist ein römisches Orpheusdenkmal. Kultur erleben und kuren kann man in den Appartements der Terme ab 66 Euro im Doppelzimmer (www.terme-ptuj.si).

11) Ptujska Gora:
Der Ort rühmt sich der Perle der slowenischen Gotik – der Kirche der hl. Schutzmantelmaria. 2010 feiert der Ort 600-jähriges Bestehen. Die Wallfahrtskirche an der Dravinja wird nicht von ungefähr jedes Jahr von 60 000 Pilgern besucht. Neben der prachtvoll vergoldeten, namenspendenden Schutzmantelmaria von 1400 verleihen der Altar von Cilli und ein Lorettoaltar dem Interieur besonderen Glanz. Ptujska Gora ist ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Radfahrer, die die herrliche Aussicht auf das Draufeld und die Weinberge von Haloze genießen.

12) Maribor:
Die zweitgrößte Stadt Sloweniens (116 769 EW) trägt 2012 zu Recht den Titel der Europäischen Kulturhauptstadt. Die Kulturszene der Stadt hat die verschlafene Schöne an der Drau umgeben von Weinbergen und den grünen Hügeln des Pohorje-Gebirges wachgeküsst. Den Rest besorgt der ausgezeichnete Tropfen aus dieser gottverwöhnten Weinregion: Im „Haus der Alten Rebe“, die das Guinnessbuch als Europas älteste noch Trauben tragende Rebe feiert, lässt sich ein beschwingter Stadtrundgang gut an. Weinverkostungen gibt’s auch im Weinbaumuseum oder in einer modernen Vinothek. Zu den kulturellen Highlights zählen die Domkirche mit Aussichtsturm, die Synagoge, die Burg mit Regionalmuseum, das Slowenische Nationaltheater und die Kunstgalerie. Übernachtung in der hübschen Vila Pekre, Lackova 158, Telefon +386 (0) 699 45 19 20 66, ab 55 Euro im DZ.

13) Sladka Gora:
Die gotische Wallfahrtskirche der Muttergottes umgeben malerisch die Weinberge von Sladka Gora. Die Kirche mit fünf goldenen Barockaltären und dem bekannten Ölgemälde Čibejs mit Maria, Heiliger Dreifaltigkeit und den Heiligen zählt zu den bedeutendsten Kulturdenkmälern Sloweniens.

14) Štanjel:
Am Fuße eines Hügels im nordöstlichen Teil des Karstplateaus dominieren das (zum Teil) wiederaufgebaute Barockschloss von Štanjel und die spätgotische St.-Danielskirche das Ortsbild. Kurioser Höhepunkt der Stadtbesichtigung ist der so genannte Ferrari-Garten, die Architekt Max Fabiani für den Triester Arzt Enrico Ferrari in den 1920er Jahren als Parklandschaft mit venezianischen Brücken angelegt hat. Er entstand als Vollendung einer aus dem Mittelalter stammenden Häuserzeile. Im renovierten ehemaligen Wohnhaus des Malers und Graphikers Lojze Spacal ist dessen Kunstsammlung ausgestellt. Nette Übernachtungsmöglichkeit: Appartement Stanarjevi, Štanjel 29, +386 (0) 57 69 10 07.

15) Jeruzalem: Ein irdisches Paradies darf man in dieser Kleinstadt an der slowenischen Weinstraße erwarten, die einen phantastischen Blick über die traubenschweren Reben an den umgebenden Hügeln freigibt. Die Wallfahrstkirche der Schmerzensreichen Muttergottes steht nicht nur jenen offen, die sich zu maßlos am berauschenden Nektar der Natur ergötzt haben. Wer dann noch sein schweres Haupt fürstlich betten möchte, kann sich für teures Geld ein Doppelzimmer im Schloss Jeruzalem reservieren (130-170 Euro).

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