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Ísland sé bara ánægð

Frankreich, Saint-Étienne
14.06.2016
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Portugal rennt 93 Minuten vergeblich an: 1:1 gegen Island für selbsternannten EM-Favoriten
Keine Frage, die Portugiesen kombinieren gefällig, geben den Ball kaum her, brillieren mit einer Schussquote von 37:3 – aber je länger das Spiel dauert, desto mehr wechseln neutrale Zuschauer die Seiten. Leidenschaftlich kämpfende Wikinger – Stichwort 500-Tausend-Euro Mann Birkir Már Saevarsson gegen 110-Millionen-Diva Cristiano Ronaldo – nach vorne getrommelt von begeisterten Isländischen Fans, fressen Gras und zeigen Nerven aus Eisbeton.
Galerie
Island flippt aus: Birkir Bjarnason trifft zum 1:1.
Trauriger Cristiano Ronaldo.

Saint-Étienne (dpa/jrh) – „Uns fehlte einfach das Glück“, meint Portugals einsamer Torschütze Nani mit hängenden Schultern. „Island ist physisch eine sehr starke Mannschaft, wir haben dennoch das Spiel kontrolliert. Unterm Strich bleibt eine gute Leistung.“ Die wilden Kerle von der Geysir-Insel konnten es selbst kaum fassen: „Unglaublich, wir hatten einen Plan und der ist aufgegangen“, schnappt der bärtige Wikinger Aron Gunnarsson nach Luft. „Portugal war sehr stark, aber nach dem 1:1 haben sie irgendwie nachgelassen.“

„Alles andere als der EM-Titel, ist eine Enttäuschung“
Trotz großer Überlegenheit kam der selbst ernannte Titelanwärter am Dienstagabend zum Vorrunden-Auftakt nicht über ein blamables 1:1 (1:0) gegen die spielerisch limitierten, aber enorm agilen EM-Debütanten hinaus. Portugals Trainer Fernando Santos blamierte sich mit dem maßlos arroganten Satz nach Kräften: „Alles andere als der EM-Titel, ist eine Enttäuschung“.

Dabei lief für den dominierenden Favoriten vor 38 742 Zuschauern in Saint-Étienne zunächst alles nach Plan. Nani brachte Portugal in der 31. Minute mit dem 600. Endrundentor der EM-Geschichte verdient in Führung. Birkir Bjarnason gelang jedoch fünf Minuten nach der Pause der umjubelte Ausgleich und verdarb Ronaldo & Co. damit die Laune. Seit 2008 warten die Iberer damit weiter auf einen siegreichen Turniereinstand.

Ronaldo mit Rekord ohne Wert
Ronaldo hatte daher nur beim Anpfiff etwas zu feiern: Mit dem 127. Länderspieleinsatz schloss er zu Portugals Rekord-Nationalspieler Luis Figo auf. Die Isländer dachten aber gar nicht daran, dem Superstar vom Champions-League-Sieger Real Madrid den Roten Teppich auszurollen. Mit harten, aber keineswegs unfairen Attacken nahmen sie Portugals Topmann weitgehend aus dem Spiel.
Portugals Cristiano Ronaldo kommt wieder mal in der Nationalmannschaft nicht richtig auf die Beine.

Der EM-Neuling verlegte sich zwar vorwiegend auf die Defensive, schaltete Hin und Wieder aber auch den Vorwärtsgang ein. Die erste Chance des Spiels bot sich dem Ex-Hoffenheimer Gylfi Sigurdsson, der in der 3. Minute an Portugal-Keeper Rui Patricio scheiterte.

Nanis frühes Glück

Mit zunehmender Dauer übernahm der Favorit jedoch die Kontrolle auf dem Rasen. Bei einem Kopfball von Nani (21.) konnte Hannes Thor Halldorsson seinen Kasten mit etwas Glück noch sauber halten, zehn Minuten später zielte der kleine Angreifer von Fenerbahce Istanbul auf Vorarbeit von André Gomes dann besser.

Dabei war Nani erst kurzfristig für Ronaldos etatmäßigen Sturmpartner Ricardo Quaresma, der nach Oberschenkelproblemen nicht hundertprozentig fit wurde und zunächst nur auf der Bank saß, in die Startformation gerückt.

Glückloser Ronaldo

Die Führung für gut kombinierende Portugiesen war zu diesem Zeitpunkt überfällig, denn Island agierte nach dem verheißungsvollen Beginn viel zu passiv. Zudem waren die Nordlichter nicht gedankenschnell genug, um mithalten zu können.
Portugals Trainer Fernando Santos muss das 1:1 erstmal sacken lassen. "Alles andere als der EM-Titel, ist eine Enttäuschung", sagte er vorher ganz bescheiden.
Mit dem knappen Rückstand zur Pause waren sie noch gut bedient, denn vor dem Nani-Tor hätte auch Ronaldo treffen können. Seinen Versuch parierte Halldorsson mit einem Reflex.

In seinem 15. EM-Endrundenspiel – nur Hollands Edwin van der Sar und Lilian Thuram aus Frankreich (beide 16) stehen in der Bestenliste noch vor ihm – blieb Ronaldo auch nach dem Wechsel im Abschluss glücklos. Fünf Minuten vor dem Ende vergab er per Kopf den Sieg.

Ein Tor aus dem Eismeer

Zuvor hatten die Isländer wie aus dem Nichts zugeschlagen. Bjarnason, der in der Schweiz beim FC Basel sein Geld verdient, verwandelte eine Flanke von Johann Berg Gudmundsson per Direktabnahme zum ebenso überraschenden wie umjubelten Ausgleich. Portugals Abwehr befand sich im Tiefschlaf.

Trainer Fernando Santos reagierte und brachte den Neu-Bayern Renato Sanches und eine Viertelstunde vor Schluss doch noch Quaresma. Die beste Chance zur erneuten Führung bot sich aber wieder Nani, dessen Kopfball das Ziel knapp verfehlte. Auf der Gegenseite rettete Patricio bei einem Schuss des Augsburgers Alfred Finnbogason (86.) zumindest einen Punkt.

 

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