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Sieg gegen angeschlagenen Cilic: Achter Federer-Triumph in Wimbledon

Europa
16.07.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Zum elften Mal stand Roger Federer im Wimbledon-Finale, für Marin Cilic war es eine Premiere. Gegen die Dominanz des Schweizers hat der von Blasen am Fuß beeinträchtigte Kroate keine Chance.

London (dpa) - Roger Federer hat sich 14 Jahre nach seiner Titelpremiere erneut zum Wimbledon-Champion gekrönt und sich mit seinem achten Triumph auf dem Heiligen Rasen als alleiniger Rekordhalter endgültig in der Tennis-Geschichte verewigt. 6:3, 6:1, 6:4 gewann der 35 Jahre alte Schweizer am Sonntag das Endspiel gegen den von Blasen am Fuß gehandicapten Kroaten Marin Cilic.

Mit seinem Erfolg in nur 1:41 Stunden schrieb Federer ein weiteres Kapitel in seiner Karriere der Superlative. Er überflügelte die siebenmaligen Turniersieger William Renshaw und Pete Sampras, sicherte sich Grand-Slam-Titel Nummer 19 und ist jetzt der älteste Wimbledon-Gewinner in der Historie des Profitennis.

«In Wimbledon Geschichte zu schreiben, macht mich glücklich. Ich liebe dieses Turnier, bei dem all meine Träume als Spieler wahr geworden sind», hatte Federer vor dem achten Duell mit Cilic gesagt. Einen Tag nach der Wimbledon-Siegpremiere der Spanierin Garbiñe Muguruza durften in der Royal Box neben reichlich Tennis-Prominenz auch Prinz William und Herzogin Kate, die britische Premierministerin Theresa May, die Schweizer Bundespräsidentin Doris Leuthard oder Fürst Albert II. von Monaco die Federer-Festspiele bestaunen.

Nur bis zum 2:2 im ersten Satz sahen sie ein ausgeglichenes Match. Der Weltranglisten-Sechste Cilic peitschte immer wieder seine Vorhand in die Ecken und ließ Federer laufen. Der Schweizer wirkte zumindest zu Beginn leicht angespannt. Als er seinen ersten Spielball zum 1:1 hatte, unterlief ihm ein Doppelfehler. Beim Stand von 1:2 wehrte Federer einen Breakball ab, feierte den Punktgewinn zum 2:2 mit einem lauten «Komm jetzt» und riss die Zuschauer wenig später mit einem spektakulären Ballwechsel mit Netzangriff erstmals von den Sitzen.

Im Gegensatz zum verregneten Vortag, als Muguruza unter dem geschlossenen Dach des Centre Courts die fünfmalige Wimbledonsiegerin Venus Williams mit einem 7:5, 6:0 deklassierte, schob sich während des Herren-Finals immer mal wieder die Sonne durch die Wolken. Zum 3:2 nahm Federer seinem 1,98 Meter großen Gegenüber den Aufschlag ab und sicherte sich nach 36 Minuten den ersten Satz.

Zu Beginn des zweiten Durchgangs verdunkelte sich plötzlich die Stimmung bei Cilic. Er verlor sein Service zum 0:2 und musste sich beim Stand von 0:3 behandeln lassen. Der 28-Jährige vergrub sein Gesicht im Handtuch und kämpfte erfolglos gegen die Tränen an. «Du kannst dich nicht verstecken, alle schauen dir zu», sagte der dreimalige Wimbledonsieger Boris Becker als TV-Experte für die BBC.

Als die Zuschauer schon eine Aufgabe befürchteten, kam Cilic aber wieder auf den Platz zurück und versuchte sich zu wehren. Doch der US-Open-Sieger von 2014 wirkte merklich geschwächt und angeschlagen. Nur 25 Minuten dauerte Durchgang zwei. Wieder kam medizinisches Fachpersonal auf den Platz und verband mehrere Blasen am linken Fuß.

War Federer ohne Satzverlust durch seine 19. Wimbledon-Teilnahme gerauscht, musste Cilic im Viertelfinale gegen Gilles Muller fünf Sätze lang kämpfen und im Halbfinale gegen Sam Querrey vier. Ohne die Blessuren hätte er vielleicht Federer wie im Viertelfinale des vergangenen Jahres heftigere Gegenwehr leisten können. 2016 siegte Federer erst nach einem 0:2-Satzrückstand und der Abwehr dreier Matchbälle. Diesmal aber ließ Federer keinen Zweifel aufkommen, dass er diesen achten Titel so sehr wollte wie kaum einen anderen zuvor. Erst als zweiter Spieler nach dem großen Schweden Björn Borg 1976 gewann er ohne Satzverlust Wimbledon.

Nach seinem Coup bei den Australian Open und den Erfolgen in Indian Wells und Miami hatte Federer eine freiwillige zehnwöchige Auszeit genommen und auf die komplette Sandplatz-Saison mit den French Open als Höhepunkt verzichtet. Für Wimbledon wollte er unbedingt auf dem Zenit seines Könnens sein. Und das war er vom ersten Match an gegen den Ukrainer Alexander Dolgopolow über die dritte Runde gegen Mischa Zverev bis hin zu seinem elften Endspiel an der Church Road.

Von der Behandlungspause ließ sich Federer nicht beeinflussen oder gar irritieren. Er spielte einfach hochkonzentriert und fokussiert weiter. Im dritten Satz glückte ihm die Vorentscheidung mit einem Break zum 4:3 und verwandelte seinen zweiten Matchball, der erste Wimbledon-Titel seit 2012 und der achte nach 2003, 2004, 2005, 2006, 2007, 2009 und 2012.

 

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