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Sewerodwinsk

Russland, Sewerodwinsk
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Satellitenbild von Sewerodwinsk
Das Korelski-Kloster Anfang des 20. Jahrhundert
Eingang des Nikolo-Korelski-Klosters (1691) in Kolomenskoje in Moskau
Sewmasch-Werft
Lomonossow-Straße
Korabelow-Platz
"Sewerodwinsk" (; bis 1938 "Sudostroi" / Судострой; 1938–57 "Molotowsk" / Молотовск) ist eine russische Stadt mit etwa 191.400 Einwohnern (2008) am Weißen Meer. Sie ist vor allem für ihre Schiffswerften bekannt.

Geografie
Geografische Lage
Sewerodwinsk ist die zweitgrößte Stadt in der Oblast Archangelsk. Es liegt am Mündungsdelta der Nördlichen Dwina am Weißen Meer, etwa 35 km westlich von Archangelsk und 650 km nördlich von Moskau.

Klima
Sewerodwinsk besitzt ein subarktisches maritimes Klima. Dieses ist durch lange, kalte Winter und kurze kühle Sommer charakterisiert. Die Jahresdurchschnittstemperatur beträgt 1 Grad Celsius. Im Winter betragen die Temperaturen meist zwischen –18 und +1 Grad Celsius, können aber auch bis auf –40 Grad Celsius fallen. Im Sommer liegen die Temperaturen meist zwischen 8 bis 21 Grad Celsius.
Durchschnittlich fallen im Jahr etwa 580 mm Niederschlag. Der meiste Niederschlag fällt im August (68 mm), der wenigste Niederschlag im Februar und März (28 mm).http://pogoda.ru.net/climate/22550.htm Klimadiagramm des nahegelegenen Archangelsk

Bevölkerungsentwicklung

Die folgende Übersicht zeigt die Entwicklung der Einwohnerzahlen von Sewerodwinsk.

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Geschichte
Ursprünge
Die erste Erwähnung einer Siedlung im Gebiet des heutigen Sewerodwinsk geht auf das Jahr 1419 zurück. In diesem Jahr wurde das dortige Nikolo-Korelski Klosters ("Николо-Корельский монастырь") von norwegischen Seefahrern niedergebrannt. http://www.towns.ru/other/nikkor.html Russische Seite über das Kloster

Im Mai 1553 entsandte die englische "Company of Merchant Adventurers" drei Schiffe unter der Leitung von Admiral Sir Hugh Willoughby und seinem Navigator Richard Chancellor, um eine Nordostpassage durch das Nordpolarmeer zu finden. Auf diese Weise sollte eine neue Handelsroute nach China erschlossen werden. Durch einen Sturm wurden die Schiffe getrennt und Chancellor ging mit seinem Schiff am 24. August 1553 in der Nikolski-Mündung der Nördlichen Dwina unweit des Klosters vor Anker. Chancellor wurde von Iwan dem Schrecklichen empfangen und es wurden im Folgenden Handelsbeziehungen zwischen England und Russland geknüpft.

Von 1553–1584 entstand in dem Gebiet mit dem Sankt Nikolas Hafen, der erste russische Handelshafen. Dieser war lange Zeit einer der wichtigsten Handelspunkte Russlands, verlor aber mit dem Ausbau des Archangelsker Hafens später an Bedeutung. http://www.towns.ru/other/nikkor.html Russische Seite über das Kloster http://www.ru-sever.narod.ru/history2.htm Geschichte der Stadt (auf Englisch)

Heutige Stadt
Der Bau der heutigen Stadt begann im Jahr 1936 auf ein Dekret Stalins. Das Ziel Stalins war es, eine Schiffswerft für die Nordmeerflotte zu errichten, die diese unabhängig von den Schiffswerften der baltischen Flotte machen sollte. Im Juni 1936 erreichten die ersten Erbauer der Stadt das Gebiet, nahe dem Nikolo-Korelski Kloster, mittels des Schiffes "Ivan Kaljaev". Das Gebiet in dem die Siedlung entstand erhielt den Namen Sudostroi. Nach Fertigstellung einer Eisenbahnlinie im November 1936 begann der Bau der Schiffswerft.
Wie auch in vielen anderen Regionen Nordrusslands und Sibiriens, wurde auch hier der Bau vorwiegend mit Hilfe tausender Häftlinge des Gulags bewerkstelligt. Für den Bau der Stadt und der Schiffswerft wurden vor allem die etwa 30.000 Insassen des nahegelegenen Gulags "Jagrinski-ITL" herangezogen.http://www.gulag.memorial.de/lager.php5?lag=473
Man nimmt an, dass beim Bau der Stadt zwischen 1936 und 1953 etwa 25000 Häftlinge starben.

Am 11. August 1938 wurde Sudostroi zu Ehren Wjatscheslaw Molotows in Molotowsk umbenannt und bekam den Stadtstatus. Am 21. Dezember 1939 wurde die Schiffswerft № 402 (heutige "Sewmasch") in Betrieb genommen.http://www.sevmash.ru/?id=2435&lg=ru (russisch)

Während des Zweiten Weltkrieges war Molotowsk Nachschubhafen für die alliierten Flotten, welche gemäß Leih- und Pachtgesetz auf diesem Wege die Rote Armee versorgten. Ein Großteil der Transporte, deren Ziel eigentlich der Hafen von Archangelsk war, wurde in Wirklichkeit in Molotowsk entladen. Auf diesem Wege gelangten mehr als die Hälfte der Güter, die für die Archangelsker Region bestimmt waren, über Molotowsk in die Sowjetunion.http://www.globalsecurity.org/military/world/russia/severodvinsk.htm

Am 12.September 1957 erfolgte die Umbenennung der Stadt in Sewerodwinsk. Der Name leitet sich von der Lage der Stadt an der Nördlichen Dwina (Северная Двина; transkribiert "Sewernaja Dwina") ab.http://www.severodvinsk.info/ Offizielle Seite der Stadthttp://www.mojgorod.ru/arhangel_obl/severdvinsk/index.html

Von 1954 bis 1957 wurde in der "Sewmasch"-Werft das erste sowjetische Atom-U-Boot, die Leninski Komsomol (К-3) gebaut. Es war das erste U-Boot der November-Klasse. In den darauf folgenden Jahren wurden hier viele weitere U-Boot Typen, bis hin zur Typhoon-Klasse gebaut, unter anderem auch die später gesunkene K-219. Bis heute ist Sewerodwinsk, mit 128 fertiggestellten Atom-U-Booten, Zentrum des russischen Atom-U-Bootbaus.

Im Jahr 2007 begann in Sewerodwinsk der Bau des weltweit ersten schwimmenden Kernkraftwerkes. Es sollen im Kernkraftwerk Akademik Lomonossow auf einer schwimmenden Plattform zwei KLT-Reaktoren mit einer Nettoleistung von insgesamt 60 Megawatt zum Einsatz kommen.http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,421436,00.html Die Fertigstellung soll im Jahr 2010 erfolgen. Im Jahr 2009 wurde der Bau des Kernkraftwerkes schließlich in die geschlossene Stadt Wiljutschinsk auf der Halbinsel Kamtschatka verlegt.

Wirtschaft
Die Wirtschaft stützt sich vor allem auf die Schiffbauindustrie. Die "Sewmasch" (Северное машиностроительное предприятие) ist mit rund 25.000 Beschäftigten Hauptarbeitgeber und größte russische Werft. Sie dient vor allem dem Bau und der Instandhaltung von Schiffen, U-Booten und Atom-U-Booten, sowie dem Bau von Meeresbohrplattformen. http://www.sevmash.ru/

Daneben gibt es noch eine zweite Werft, die "Swjosdotschka" (Звёздочка, zu deutsch „Sternchen“). In dieser werden neben dem Schiffbau ebenfalls ausgediente Atom-U-Boote verwertet.

Weitere wichtige Industriezweige sind der Maschinenbau, die Metallverarbeitung, die Holzverarbeitung sowie die Nahrungsmittelindustrie.

Städtepartnerschaften

* 25px Tiraspol (Moldawien)
* 25px Brjansk (Russland)
* 25px Masyr (Weißrussland)
* 25px Sumy (Ukraine)
* 25px Portsmouth (New Hampshire) (USA)

Persönlichkeiten
*Marina Nikolajewna Prusakowa (* 17. Juli 1941), Witwe Lee Harvey Oswalds, des mutmaßlichen Attentäters auf US-Präsident John F. Kennedy

Quellen

=
Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 18.04.2021 14:19 von den Wikipedia-Autoren.
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