Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt


Center Parcs - der Familienkurzurlaub im Internet!


Hotelsuche in 
 

Schröders möglicher Posten bei russischem Ölkonzern sorgt für Kritik

Deutschland
13.08.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Seit Jahren arbeitet Altkanzler Schröder für das russische Gaspipeline-Konsortium Nord Stream. Nun könnte der SPD-Politiker noch einen weiteren Job in Moskau bekommen.

Moskau (dpa) - Ein möglicher Posten für Ex-Kanzler Gerhard Schröder im Vorstand des größten russischen Ölkonzern Rosneft hat für Kritik gesorgt. Der Europaabgeordnete Reinhard Bütikofer (Grüne) bezeichnete das Verhalten des SPD-Politikers als schamlos. «Er erniedrigt sich endgültig zu einem bezahlten Diener der Politik Putins», sagte er den Zeitungen der Funke-Mediengruppe am Sonntag. Der ukrainische Botschafter in Berlin, Andrej Melnyk, bezeichnete es als moralisch verwerflich, «dass ein ehemaliger Bundeskanzler und führendes SPD-Mitglied vom Kremlchef instrumentalisiert wird».

Das Engagement wäre ein «absolut falsches Signal», das die Bemühungen der internationalen Gemeinschaft sowie der Bundesregierung «total untergraben würde», sagte der Botschafter den Zeitungen der «Funke Mediengruppe». Deutschland vermittelt im Konflikt im Osten der Ukraine.

Schröder, der seit Jahren eine freundschaftliche Beziehung mit Kremlchef Wladimir Putin pflegt, könnte Ende September in der Position eines unabhängigen Direktors in den Vorstand des teilstaatlichen Unternehmens gewählt werden. Es gebe insgesamt sieben Kandidaten, darunter auch der 73-Jährige, hieß es in einem Dekret des russischen Regierungschefs Dmitri Medwedew am Freitagabend. Das Dokument wurde auf der Homepage der Regierung veröffentlicht. Auf der Liste stehen auch Energieminister Alexander Nowak sowie Rosneft-Chef Igor Setschin.

Russischen Medienberichten zufolge soll die Wahl am 29. September stattfinden. Zudem soll der Vorstand demnach von neun auf elf Mitglieder vergrößert werden. Schröder ist seit 2005 Vorsitzender des Aktionärsausschusses beim Betreiber der Ostsee-Gas-Pipeline Nord Stream, die durch die Ostsee nach Deutschland führt.

Das Ölunternehmen Rosneft steht nach der russischen Annexion der ukrainischen Halbinsel der Krim 2014 auf der Sanktionsliste der EU. Die Strafmaßnahmen verbieten es, dem Unternehmen mit Sitz in Moskau Spezialtechnik und Dienstleistungen zur Ölförderung zu liefern. Zudem dürfen europäische Banken keine Geldgeschäfte von mehr als 30 Tagen Laufzeit mit Rosneft machen. Rosneft war mit einer Klage gegen die Sanktionen gescheitert. Der Europäische Gerichtshof hatte die Maßnahmen ebenfalls für rechtmäßig erklärt.

«Sollte es Rosnefts neue Strategie sein, nach dem Scheitern seiner juristischen Mittel gegen die EU-Sanktionen auf Schröders Kontakte zu setzen, um sich der Sanktionen zu entledigen, so wäre dies höchst problematisch und eine Staatsaffäre», sagte Ulrich Delius von der Gesellschaft für Bedrohte Völker.

Im Mai hatte Rosneft-Chef Setschin bekannt gegeben, in den kommenden fünf Jahren rund 600 Millionen Euro in Deutschland zu investieren. Es gehe dabei um die Modernisierung von Raffinerien.

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Schwarzach am Main (dpa) - Zu kalt, zu wenige Blüten, zu wenig Honig: Der kalte April mit seinen frostigen Nächten hat auch bei den Imkern Spuren hinterlassen. «Vor allem in Franken ist die Sommerblüten-Ernte deutlich unter dem Durchschnitt»,
Berlin (dpa) - Der «Kanzlerkandidat» der Spaßtruppe «Die Partei», Serdar Somuncu (49), sieht sein politisches Engagement vor der Bundestagswahl als ernste Sache. «Ernster kann man das nicht meinen», sagte der Comedian («Heute Show») dem
Es ist angerichtet. Nach 90 Tagen Sommerpause eröffnen der FC Bayern und Bayer Leverkusen die 55. Bundesligasaison. In München kam es für die Auftaktgegner des deutschen Serienmeisters zuletzt recht dicke.München (dpa) - Alles wie gehabt? Zum
Knapp zwei Wochen vor der EM steht für die deutschen Basketballer beim Supercup eine wichtige Standortbestimmung an. Dabei steigen die NBA-Profis Dennis Schröder und Daniel Theis in die Vorbereitung ein. Die Gegner sind stark.Hamburg (dpa) - Beim
New York (dpa) - Die Deutsche Bank hat mit Klägern in einem US-Rechtsstreit um angebliche Preisabsprachen am Anleihemarkt einen millionenschweren Vergleich ausgehandelt. Sollte der zuständige Richter der vorläufigen Einigung zustimmen, würde das
Brüssel (dpa) - Der Skandal um mit Fipronil belastete Eier wird offizielles Thema beim nächsten EU-Agrarministertreffen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur hat die estnische Ratspräsidentschaft die Tagesordnung für die Beratungen am
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Repression, Exil oder eine Festnahme schüchtern die russische Aktivistin Ljudmila Alexejewa nicht ein. Als Grande Dame der Menschenrechte scheut sie auch nicht die Kritik an der Staatsführung. Und sie ist sicher: Die Jugend-Proteste werden ihre
Berlin (dpa) - Baustellen bei der Bahn sollen die Fahrpläne künftig weniger durcheinander bringen. Dazu hat im Konzern ein neues «Lagezentrum Bau» die Arbeit aufgenommen, wie Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla in Berlin sagte. «Es hat die
Gütersloh (dpa) - Patienten mit Rückenschmerzen kommen immer häufiger auf den OP-Tisch. Das zeigt eine am Montag veröffentlichte Studie der Bertelsmann-Stiftung, die auf Zahlen des Statistischen Bundesamts und eigenen Berechnungen beruht. 2015
Athen (dpa) - Aus Protest gegen weitere geplante Sparmaßnahmen sind die Seeleute der griechischen Küstenschifffahrt am Dienstag in einen 48-stündigen Streik getreten. Zudem gab es im Radio- und Fernsehen keine Nachrichten. Die griechischen
Paris (dpa) - Sie haben völlig konträre Ansichten zu EU und Globalisierung: Die Programme der französischen Präsidentschaftsfinalisten Emmanuel Macron und Marine Le Pen unterscheiden sich stark. Ein Vergleich:EINWANDERUNGLe Pen: Die
Den deutschen Spielbanken geht es gut. Sie werden von ihren Gästen gut und gerne besucht. Eine Zeit lang wurde befürchtet, dass Spielbanken durch die wachsende Beliebtheit von Online-Casinos aussterben würden, doch das scheint nicht der Fall zu
Wetter

Berlin


(18.08.2017 09:04)

16 / 26 °C


19.08.2017
13 / 22 °C
20.08.2017
13 / 22 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum