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Schachty

Russland, Schachty
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"Schachty" () ist eine Großstadt im südlichen Russland in der Oblast Rostow. Sie hatte im Jahre 2007 etwa 245.900 Einwohner.

Geographie
Die Stadt liegt an den südöstlichen Ausläufern des zur Osteuropäischen Ebene gehörenden Donezrückens, auf etwa 100 Metern Höhe. Nach der Gebietshauptstadt Rostow am Don sowie der Großstadt Taganrog ist Schachty gemessen an der Bevölkerungszahl der drittgrößte Ort der Oblast Rostow.

Die Entfernung nach Rostow beträgt rund 75 km in südwestliche Richtung. Die beiden nächstgelegenen Städte sind Krasny Sulin (23 km nordwestlich von Schachty) und Nowoschachtinsk (25 km westlich).

Geschichte
Die Kohlebergwerke in Schachty
Die Entstehung der Stadt ist eng mit der Förderung der Steinkohle in dieser Region verbunden. Anfang des 19. Jahrhunderts entstand in der Nähe der heutigen Stadt das erste Kohlebergwerk, und um 1850 gab es hier bereits 57 erschlossene Lagerstätten, darunter eine namens "Gruschewski", um die herum sich später eine Bergarbeitersiedlung zu bilden begann. Als offizielles Gründungsjahr von Schachty gilt das Jahr 1867, als bei der Gruschewski-Lagerstätte offiziell die Ortschaft "Gornoje Gruschewskoje" (Горное Грушевское), die spätere Stadt Schachty, anerkannt wurde. 1883 erhielt die Siedlung Stadtrechte; bereits zwei Jahre zuvor wurde sie in Gedenken an den ermordeten Zaren Alexander II. in "Alexandrowsk-Gruschewski" (Александровск-Грушевский) umbenannt. Gegen Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts war der Ort eines der wichtigsten Kohlenförderungszentren Südrusslands.

1920 wurde Alexandrowsk-Gruschewski offiziell in Schachty (zu deutsch: Stollen, Bergwerksschächte) umbenannt. Bis 1925 gehörte Schachty verwaltungstechnisch zur Ukrainischen SSR, bis es in die Oblast Rostow der RSFSR eingegliedert wurde. Wie die Nachbarstadt Nowoschachtinsk war Schachty auch zu Zeiten der Sowjetunion vom Kohleabbau geprägt.

1928 fanden hier die ersten stalinistischen Schauprozesse statt, und während des Zweiten Weltkrieges geriet die Stadt im Juli 1942 für mehrere Monate unter deutsche Besatzung, was dem Ort erhebliche Zerstörungen und zivile Opfer brachte. In der Nachkriegszeit konnte Schachty jedoch wiederaufgebaut werden, wobei auch eine Reihe neuer Industriebetriebe entstand.

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager "182" für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.Maschke, Erich (Hrsg.): "Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges." Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977. Es wurde 1954 aufgelöst.

Wirtschaft
War zu Sowjetzeiten die Kohleförderung der dominierende Wirtschaftszweig in Schachty und anderen Städten des Donezbeckens, wurden während der russischen Wirtschaftskrise der 1990er-Jahre die meisten Bergwerke stillgelegt, wodurch die Stadt verarmte. Heute gibt es in Schachty insgesamt rund 3500 Unternehmen, darunter Betriebe der Metallurgie, der Baustoff- und der Keramikherstellung sowie der Leicht- und der Nahrungsmittelindustrie.

Verkehr
Schachty liegt an der russischen Fernstraße M 4, von der hier die M 19 abzweigt, die nach Donezk in der Ukraine führt. In der Stadt gibt es einen Bahnhof mit Verbindungen unter anderem nach Rostow. Der innerstädtische Nahverkehr besteht ausschließlich aus Bussen und Linientaxis; die einst vorhandenen Netze aus Straßenbahn- und Trolleybus-Linien wurden mittlerweile aufgelöst.

Städtepartnerschaften
Schachty unterhält seit 1989 eine Städtepartnerschaft mit der nordrhein-westfälischen Großstadt Gelsenkirchen.

Weiterführende Bildungseinrichtungen
*Hochschulinstitut Schachty der Südrussischen Staatlichen Technischen Universität

Personen
Söhne und Töchter der Stadt
*Ljudmila Kondratjewa (* 1958), Leichtathletin
*Marina Logwinenko (* 1961), Sportschützin
*Wladimir Lotarew (1914–1994), Konstrukteur von Strahltriebwerken
*Andrei Silnow (* 1984), Leichtathlet

Weitere bekannte Persönlichkeiten
*Timofei Prochorow (1894–2004), Eremit; arbeitete in Schachty während des Zweiten Weltkrieges
*Andrei Tschikatilo (1936–1994), Serienmörder; wohnte ab Mitte der 1970er Jahre mit seiner Familie in Schachty und arbeitete als Lehrer und Angestellter, in Schachty beging er seinen ersten Mord


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 18.04.2021 13:41 von den Wikipedia-Autoren.
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