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Ärzte-Helfer verlassen Jemen

Frankreich
19.08.2016
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Einsatzchefin von Ärzte ohne Grenzen: Lage im Jemen ist schrecklich
Ärzte ohne Grenzen sieht sich nicht mehr in der Lage, im Norden des Jemen zu arbeiten. Die Hilfsorganisation hat nach Bombardierungen viele Fragen an die saudisch-geführte Militärkoalition.
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Paris (dpa) - Nach dem tödlichen Luftangriff auf ein Krankenhaus im Jemen bringt die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) ihr Personal aus dem umkämpften Norden des Landes in Sicherheit. Die Chefin der MSF-Einsätze, Isabelle Defourny, äußerte sich am Freitag in Paris in einem Interview zu den Hintergründen.
Isabelle Defourny ("Ärzte ohne Grenzen") im Februar 2016.


Wie beurteilen Sie die Lage?

Die Situation im Jemen ist schrecklich. Das Gesundheitssystem ist zerstört. Der Zugang zu medizinischer Behandlung ist äußerst schwierig. Die Lebenshaltungskosten sind sehr hoch. Die Tatsache, dass wir gehen werden, wird den Zugang zu medizinischer Behandlung weiter verringern.

Wie wollen Sie im Norden des Landes weitermachen?

Wir werden dem jemenitischen Personal der Krankenhäuser Medikamente liefern, falls sie (die jemenitischen Mitarbeiter) bereit sind, die medizinischen Einrichtungen weiter funktionieren zu lassen. Wir haben einen Punkt erreicht, wo wir nicht mehr sehen, wie wir die humanitäre Hilfe in diesen bombardierten Regionen weiterführen können.

Das saudisch-geführte Militärbündnis will MSF treffen, um eine gemeinsame Lösung zu finden. Was sagen Sie dazu?

Abs Krankenhaus in Hajjah in Nordwest-Jemen nach einem Luftangriff am Nachmittag des 15. August, 3.45 Uhr Ortszeit, mindestens 14 Menschen wurden getötet, darunter ein Mitarbeiter von MSF.
Wir haben die saudische Koalition zwei Mal getroffen, im Februar und im Juli. Sie haben uns Zusicherungen gegeben. Wir haben ihnen GPS-Daten unserer Krankenhäuser gegeben. Wir haben die Identifizierung unserer medizinischen Einrichtungen diskutiert. Wir haben alle Reisen angemeldet, als sich unsere Teams sich in Bewegung setzten.

Wo ist das Problem?

Es gibt eine richtige Diskussion, ein Verfahren. Sie haben beim letzten Mal im Juli Zusicherungen gegeben, das war alles glaubhaft und ernsthaft. Und heute sprechen sie nach den Bombardierungen von Fehlern. Die Frage des Vertrauens, das ist eine Frage von Leben und Tod.

Wie geht es weiter?

Wir unterbrechen den Dialog mit der saudischen Koalition nicht, wir sind bereit, mit ihnen zu sprechen. Wir haben ihnen mehrere präzise Fragen zu stellen. Wir haben keine Ahnung, worin die Fehler (bei den Bombardierungen) bestehen. Wir hören nicht endgültig auf. Wir unterbrechen unsere Aktivitäten.

 

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