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Russische Justiz nimmt Radikalen wegen «Matilda»-Drohungen in Haft

Russland
24.09.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Lange war unklar, ob der umstrittene russische Kinofilm «Matilda» überhaupt gezeigt werden kann. Nun hat es den Anschein, als stellten sich die Behörden in Moskau immer mehr hinter den Historienstreifen mit einem Deutschen in der Hauptrolle.

Moskau (dpa) - In der Kontroverse um den russischen Kinofilm «Matilda» ziehen die russischen Behörden die Zügel an. Nach Drohungen gegen Kinobetreiber nahm die Polizei einen ultraorthodoxen Verdächtigen bis 22. November in Untersuchungshaft, wie eine Sprecherin des Innenministeriums am Samstag mitteilte. Alexander Kalinin, Chef der weitgehend unbekannten radikalen Gruppe «Christlicher Staat», wird Nötigung vorgeworfen. Im Fall einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Gefängnis.

Wie die Agentur Ria Nowosti berichtete, waren bei der Festnahme Drohbotschaften und brennbare Flüssigkeit gefunden worden. Durch die Untersuchungshaft solle eine Flucht verhindert werden, hieß es. Kalinin bestreitet die Vorwürfe. Er war bereits Mitte der Woche zusammen mit drei weiteren Verdächtigen in Gewahrsam genommen worden.

Die Männer gaben Berichten zufolge zu, an einem Brandanschlag beteiligt gewesen zu sein. Mitte September waren Autos vor dem Büro des Anwalts von Regisseur Alexej Utschitel in Flammen aufgegangen.

Der von Hardlinern angefeindete Film erzählt von der Beziehung zwischen dem russischen Thronfolger Nikolaus II. mit der polnischen Tänzerin Matilda Kschessinskaja. Kritiker verurteilen den Historienstreifen mit dem deutschen Schauspieler Lars Eidinger in der Hauptrolle als Sakrileg, weil der 1918 ermordete Zar von der russisch-orthodoxen Kirche heilig gesprochen worden ist.

Der Film soll am 26. Oktober anlaufen. Kinoketten hatten erklärt, ihn aus Sicherheitsgründen nicht zeigen zu wollen. Mit den Festnahmen und einer überraschend deutlichen Stellungnahme von Kulturminister Wladimir Medinski machen sich die Behörden nun stark für den Film.

Regisseur Utschitel begrüßte dies. «Ich hoffe, dass dies die Kinos und die Filmverleiher beruhigt», sagte er. Der Pianist Denis Mazujew kritisierte die Vorbehalte gegen den Film. «Wie kann man ein Verbot eines Films verlangen, den man noch gar nicht gesehen hat? Ich will «Matilda» unbedingt sehen und mir eine eigene Meinung bilden», sagte er der Agentur Tass.

Kulturminister Medinski hatte vor wenigen Tagen gesagt, die Proteste von Monarchisten und konservativen Christen diskreditierten die staatliche Kulturpolitik wie die Kirche. Mehrere Filmverleiher hätten sich an ihn gewandt mit der Bitte, die Sicherheit rund um die Aufführungen zu gewährleisten. «Ich bin sicher, dass sich die Lage bald beruhigt», sagte er.

 

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