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Robin Campillo: «Aids ist ein Teil meines Lebens»

Frankreich
23.11.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
In «120 BPM» setzt sich Regisseur Robin Campillo mit Aids auseinander. Einen Film darüber wollte er schon lange drehen.

Paris (dpa) - Das Drama «120 BPM» des Franzosen Robin Campillo ist gleichzeitig eine Geschichte über die Aids-Aktivistengruppe «Act Up» in Paris und über die Liebe zweier Männer. Vor der Realisierung des Dramas, im Original «120 battements par minute» (120 Schläge pro Minute), hatte Campillo Respekt, denn er wollte die Überlebenden der Krankheit nicht enttäuschen, wie er in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur sagte. Sein Werk erhielt in Cannes bei den Filmfestspielen den Großen Preis der Jury.

Frage: Was hat Sie zu diesem Film bewegt?

Antwort: Das ist ein sehr persönlicher Film. Ich wollte schon seit langem einen Film über Aids drehen, denn die Epidemie, an der Millionen von Menschen gestorben und erkrankt sind, ist Teil meines Lebens, so wie das Kino. Beide wollte ich zusammenbringen.

Frage: Wie ist das zu verstehen?

Antwort: Ich war selber Mitglied der Aids-Aktivistengruppe «Act Up». Ich bin 1992/1993 eingetreten, weil ich gegen meine Angst vor der Krankheit kämpfen wollte, weil ich die Öffentlichkeit aufklären wollte. Die Gesellschaft wurde in den 90er-Jahren völlig im Ungewissen gelassen.

Frage: Welche Erfahrung hatten Sie mit der Krankheit?

Antwort: Ich hatte einen an Aids erkrankten Freund, der im Sterben lag.

Frage: Warum haben Sie den Film erst jetzt gedreht?

Antwort: Weil ich mich erst jetzt dazu in der Lage gefühlt habe. Ich habe in «Les Revenants» und «Eastern Boys - Endstation Paris» das Thema bereits angeschnitten. Ich brauchte sie als Vorläufer. Ich hatte Angst den Film zu drehen, denn ich wollte mit meiner Geschichte den Überlebenden dieses Dramas gerecht werden und dem Kampf der «Act Up»-Mitglieder.

ZUR PERSON: Robin Campillo wurde am 16. August 1962 in Marokko geboren. Im Jahr 1983 begann er, in Paris Film zu studieren. 2009 gewann er für «Die Klasse» den französischen Filmpreis «César» für das beste adaptierte Drehbuch. Mit dem Zombiefilm «Les Revenants» feierte er seine erste Regiearbeit. International bekannt wurde Campillo 2013 mit «Eastern Boys - Endstation Paris».

 

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