Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Reinach BL

Schweiz, Reinach
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  


"Reinach (BL)" ist eine politische Gemeinde im Bezirk Arlesheim des Kantons Basel-Landschaft in der Schweiz. Die nach Allschwil zweitgrösste Gemeinde des Kantons Basel-Landschaft liegt auf 303 m ü.M.

Lage
"Reinach" liegt am Südfuss des Bruderholz im Birstal und hat eine kurze Grenzverbindung mit der Stadt Basel. Die Ostgrenze der Gemeinde bildet der Fluss Birs mit seinem dichten Auenwald und der Reinacher Heide. Diese Heide ist ein Vogelparadies und man findet hier viele botanische Raritäten. Nachbargemeinden sind Arlesheim, Münchenstein, Bottmingen, Oberwil, Therwil, Aesch, sowie die Stadt Basel und Dornach im Kanton Solothurn. Die Fläche des Gemeindegebiets beträgt 700 Hektaren, davon sind 29 % Landwirtschaftsfläche, 17 % Wald, 53 % Siedlungen und 1 % unproduktive Fläche.

Wappen
Blasonierung: Gespalten; vorne in Silber ein roter Baselstab (Bischofsstab), hinten in Blau drei pfahlweise gestellte goldene Kugeln. Die drei Kugeln sind die Attribute des Kirchenpatrons St. Nikolaus. Mit den Farben Silber und Blau betont der gespaltene Schild die Zugehörigkeit zum bischöflichen Amt Birseck; der rote Stab (ohne Krabben) erinnert überdies an das Bistum Basel.

Geschichte
Die ältesten archäologischen Funde (Gräber und Werkzeuge) gehen in die mittlere Steinzeit zurück. Im Ortsbebiet wurden in den Jahren 2002 bis 2005 Funde von etwa 7.000 bis 800 v. Chr. gemacht, die Bronzezeit (1800 - 800 v. Chr.) ist etwas spärlicher vertreten, aber Keramiken, ein Scherbenteppich vom Mausacker, Gräber und Schmuckstücke beweisen, dass Reinach auch in dieser Zeit besiedelt war. Auch aus der Latènezeit (800 - 100 v. Chr.) fand man Gräber und aus der Römerzeit (ab 100 v. Chr.) Brandgräber, Münzen, Tafelgeschirr, Glasgefässe und vieles mehr. Eine stark stilisierte und verwitterte hallstattzeitliche Grabstele aus Sundgauer Molasse wurde 1973 in der Hubackerstraße gefunden.

Die erste schriftliche Überlieferung in welcher Reinach als "Rinacho" erwähnt wird stammt aus der Regierungszeit von Ludwig Garewart, welcher 1164-1176 Bischof von Basel war. Im Jahr 1194 war vermerkt, dass Reinach zum Kloster Beinwil gehörte.

Beim grossen Basler Erdbeben im Jahr 1356 wurde ein Grossteil des Dorfes zerstört. 1373 geriet das Bistum Basel in Schulden und Reinach wurde an die Herren Hannemann und Ulrich von Ramstein verpfändet.
Erdbebenkreuz in Reinach
Als 1501 Basel der Eidgenossenschaft beitrat, blieb Reinach ein Teil des Bistum Basel. Die Reinacher mussten bis 1511 nach Pfeffingen zur Kirche gehen und erhielten erst dann ihre eigene Pfarrei mit Dorfkirche. Ab 1525 war Reinach reformiert, kehrte aber 1595, unter dem Basler Bischof Christoph Blarer von Wartensee, wieder zum alten Glauben zurück.

Reinach wurde zum wirtschaftlichen Zentrum, zum Sitz der Amtsschaffnerei und besass das Frucht- und Salzmagazin der beiden Vogteien Birseck und Pfeffingen.

In Folge der Französischen Revolution floh 1792 der Bischof von Basel, und das Birseck wurde von französischen Truppen besetzt. Unter französischer Herrschaft wurde "Reinach" dann für kurze Zeit Kantonshauptort des Département du Mont Terrible. Im Jahr 1800 wurde die Zahl der Départemente reduziert, und das Dorf wurde nun von der Hauptstadt Colmar aus regiert. Erst mit dem Wiener Kongress von 1815, der das Birseck dem Kanton Basel und der Schweizerischen Eidgenossenschaft zusprach, wurde sein Schicksal enger mit jenem der Schweiz verknüpft.

Während der Basler Kantonstrennung, der Auseinandersetzung zwischen der Stadt und der Landschaft, verhielten sich die Reinacher stadttreu, wurden dann aber 1833, mit dem übrigen Birseck, Teil des neuen Kantons Basel-Landschaft.

Mit seinen etwas mehr als 1200 Einwohnern war "Reinach" auch noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein reines Bauerndorf. Der grosse Rebberg, der heute beinahe vollständig überbaut ist, gehörte zum Ortsbild.

Noch bis in die 1930er Jahre bot sich das heutige zentrale Schulgelände der Gemeinde mit dem Bachmatten-, dem Lochacker- und dem Weiermattschulhaus als weite offene Flur dar. Es war - wie der Name andeutet - sumpfig und teilweise sogar mit Schilf bestanden, so dass sich auch Störche wohl fühlten.

Den Beginn der stürmischen Reinacher Bevölkerungsentwicklung brachte eigentlich das Jahr 1907, das der abseits der damaligen Jurabahn liegenden Gemeinde mit der Eröffnung der Trambahn Basel-Aesch erstmals Schienenanschluss an die nahegelegene Rheinstadt verschaffte. Reinachs Einwohnern boten sich jetzt einerseits die grossen Vorteile der näher gerückten Stadt mit ihren vielfältigen Erwerbsmöglichkeiten und dem reichen kulturellen Angebot, andererseits lockten aber auch ländliche Wohnruhe und grosse Baulandreserven immer mehr Neuzuzüger ins Birsecker Dorf. Mit der Motorisierung beschleunigte sich der Wandel vom Bauerndorf zur Pendler- und Agglomerationsortschaft noch mehr, so hatte 1950 das Dorf 3"475 Einwohner und in den folgegenden drei Jahrzehnten verfünffachte sich die Bevölkerung bis auf über 18"000.

Bevölkerung
34 % der Bevölkerung sind römisch-katholisch, 30 % reformiert. Der Ausländeranteil beträgt 17.6 %.

Wirtschaft
Reinach gehört zum Wirtschaftsraum Nordwestschweiz und zur Agglomeration Basel. Daher haben sich in den letzten Jahren viele bekannten Firmen in dieser Stadt niedergelassen. Besonders die beiden grosszügigen Industriezonen "Kägen" und "Schönmatt" bieten Raum dafür. Ein Vorteil bietet auch der Anschluss an die Talstrasse H18 (Autostrasse) welche ihrerseits Reinach mit Basel, dem Rest der Schweiz, Italien, Deutschland und Frankreich verbindet.

Im Abstand von vier Jahren führen die Reinacher Gewerbe-, Industrie- und Dienstleistungsbetriebe die "AGIR" ("Ausstellung des Gewerbes und der Industrie Reinach") durch. Initiiert wurde diese KMU-Messe 1980 von Willi Baader (damaliger Präsident des Gewerbe- und Industrievereines Reinach) und Willy Goettin. 1982 wurde sie mit 70 Firmen zum ersten mal durchgeführt. 2002 waren 130 Unternehmen vertreten. Die letzte AGIR fand 2007 statt.

Politik
Gemeindepräsident ist Urs Hintermann. Partnerstadt von Reinach ist Ostfildern (Deutschland).

Verkehr
Reichnach im Dreiländereck
ÖV
Reinach wird mit dem öffentlichen Nahverkehr gut erschlossen. So durchquert die BLT-Tramlinie 11 die Stadt und stellt damit eine Verbindung mit Aesch, und über Münchenstein mit dem Bahnhof Basel SBB sicher.

In Ost-Westlicher Richtung durchquert die Buslinie 64 die Stadt und verbindet sie mit dem Bahnhof Dornach-Arlesheim an der S-Bahnlinie 3 und andererseits mit Therwil/Biel-Benken.

Das Gewerbegebiet Kägen wird seit dem 11. Dezember 2006 mit der Buslinie 62 erschlossen. Die Linie verkehrt ab Dornach Bahnhof zum südlichen Rand des Gewerbegebiets und weiter bis Reinach Dorf.

Strasse
Mit der Hochleistungsstrasse H18 (ehemals J18) ist Reinach an das schweizerische Nationalstrassennetz (A2) angeschlossen und besitzt mit den beiden Anschlüssen "Reinach Nord" und "Reinach Süd" eine direkte Verbindung.

Sehenswürdigkeiten
Denkmal des Gefechtes am Bruderholz von 1499
* Bruderholzdenkmal von 1959 zur Erinnerung an das Gefecht am Bruderholz im Schwabenkrieg von 1499
* Wegkreuz am Dorfausgang gegen Aesch, welches von Niklaus Kury (1737-1803) erstellt wurde
* Heimatmuseum in der Kirchgasse 9
* Aussichtspunkt Rebberg mit einer Panoramatafel
* Evangelisch-Reformierte Kirche des Architekten Ernst Gisel


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.06.2019 07:24 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Das einzige, was Obelix zur Schweiz einfiel: "Flach und nass". Asterix-Fans wissen, warum das so ist. Der große Dicke mit der Streifenhose hat die Schweiz einfach verschlafen. Auch wenn wir heute wissen, dass die Schweiz alles andere als
Wir starten erst mal in Thusis und folgen brav den Schildern via mala oder via spluga. Er scheint hier in der Schweiz gut ausgeschildert. So gehen wir eine alte Straße entlang bis wir an deren Ende nach fast einer Stunde auf einer vielbefahrenen
Schams heißt auf Rätoromanisch Val Schons und ist ein Abschnitt des Hinterrheintals im Schweizer Kanton Graubünden. Das Schams bildet laut wikipedia die mittlere der drei Talkammern entlang des Hinterrheins. Vom Rheinwald wird es durch die
Die via mala: ein Mythos, der die Phantasie so anregt, dass er einigen Literaten als Romanvorlage diente. Schon zweimal verfilmt wurde der wohl berühmteste via mala Roman von John Knittel, aus dem Jahr 1934. Der Titel via mala verweist dabei
Gourmets entdecken bei den „Käsetagen Toggenburg“ in der Ostschweizer Ferienregion Delikatessen und Raritäten wie den „Bloderchäs“, den Urahn aller Käsesorten. Auf der dreitägigen Veranstaltung zeigen regionale Käser,
"Lancy" ist eine politische Gemeinde des Kantons Genf in der Schweiz.Mit rund 27"000 Einwohnern ist Lancy die drittgrösste Stadt des Kantons. Lancy befindet sich südlich der Rhône und besteht aus den beiden Stadtteilen "Grand-Lancy" und
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Die syrische Regierung hat überraschend zunächst keinen Vertreter zu der seit Wochen geplanten neuen Runde der Syrien-Friedensgespräche nach Genf geschickt. Das berichtete der UN-Vermittler Staffan de Mistura am Montag dem Sicherheitsrat in New
Die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission des Fußball-Weltverbands FIFA hat drei Funktionäre wegen Bestechung und Korruption lebenslang gesperrt. Dabei handelt es sich um Richard Lai, den Ex-Präsidenten des Fußballverbandes der Pazifikinsel
Streit ums liebe Geld: Tennis-Legende Boris Becker (49) will neu durchstarten. «Ich sehe meine aktuelle Situation als große Chance, mit meiner Vergangenheit aufzuräumen und meine Zukunft neu zu gestalten. Das bin ich meiner Familie schuldig»,
Nach langen Verletzungspausen werden die Tennisstars Novak Djokovic und Stan Wawrinka am Jahresende zurückkehren. Die auf Rang sieben abgerutschte ehemalige Nummer eins der Weltrangliste aus Serbien und der Schweizer Wawrinka, derzeit auf Platz
Ein 17-Jähriger hat am Sonntagabend im Osten der Schweiz mehrere Menschen mit einer Axt angegriffen und verletzt. Der Jugendliche hatte zunächst im Zentrum von Flums im Kanton St. Gallen mehrere Personen attackiert und wollte dann mit einem
Im Schweizer Saastal im Kanton Wallis droht ein Gletscherabbruch. Deshalb mussten am Samstagabend etwa 150 Menschen in Saas-Grund ihre Häuser verlassen. Geologen hatten an der Zunge des Triftgletschers in den vergangenen Wochen stärkere Bewegungen
Wetter

Bern


(17.06.2019 07:24)

-2 / 1 °C


18.06.2019
-3 / 0 °C
19.06.2019
-4 / 0 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

...
Voller Durchblick mit ...

Auferstanden aus Rouen ...
Unsere kleine Tour de ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum