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Rathaus für Schwärmer

Deutschland
Von Jürgen Herda   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Ragnar Östbergs Stadshuset war ein Jahrhundertwende-Mamutprojekt
Das Stadshuset, das Rathaus, an der Südostspitze der Insel Kungsholmen strahlt nicht gerade skandinavisches Understatement aus.
Galerie
Die "Königin des Mälarensees" in der Goldenen Halle wurde bei der Eröffnung als Medusa verunglimpft.

Architekt Ragnar Östberg legte zwischen 1911 und 1923 seine ganze nationalromantische Verve in die Planung des Stadtparlaments (Hantverkargatan 1, www.stockholm.se/stadshuset) – war aber auch berüchtigt für spontane Änderungen, wenn er etwa feststellte, dass sich die geplante Dachöffnung nach dem Vorbild des Pantheons bei den schwedischen Klimaverhältnissen eher kontraproduktiv auf die Gesprächsatmosphäre niederschlagen würde.
Italienische Renaissance-Arkaden in der Lobby: Hier findet auch das Nobel-Bankett statt.

Vergoldete Mosaiksteine
Auch bei der Höhe des ursprünglich mit 105 Höhenmetern geplanten Turms ließ sich der Patriot nicht lumpen. Bei einer Dienstreise nach Kopenhagen stellte er fest, dass der dortige Rathausturm ebenfalls diese Höhe erreicht, und ließ nach seiner Rückkehr einen Meter draufsatteln. Alle Erwartungen übertrifft freilich die Goldene Halle, die mit 18 Millionen vergoldeten Mosaiksteinen ausgestattet ist – immerhin zehn Kilo des Edelmetalls hängen an den Wänden.

Freilich unterliefen den Handwerkern und dem jungen schwedischen Künstler, den Östberg angeheuert hatte, bei diesem gewaltigen Werk und angesichts finanzieller und zeitlicher Nöte einige Schönheitsfehler: So fehlt dem Stadtpatron St. Erik der Kopf. Und bei der Eröffnung am Neujahrstag 1923 gerät die Enthüllung des monumentalen Mosaiks der Königin des Mälarensees zum Skandal – sie sei hässlich wie Medusa und überhaupt sei der Saal gänzlich unschwedisch. Heute freut sich ganz Stockholm, dass sich die Kritiker mit ihrer Forderung, das Jugendstil-Bildnis zu entfernen, nicht durchsetzen konnten.
Der König als Kuckucksuhr-Reiter.

Die Verleihung der Nobelpreise

Nachdem jedes Jahr im Dezember die Nobelpreisträger ihre Auszeichnungen im Konzerthaus erhalten haben, pilgern ebenfalls jedes Jahr an die 1300 Gäste in die 1500 Quadratmeter große Halle des Stadshuset – jedem Gast stehen an seinem Tischplatz 60 Zentimeter zu, den Preisträgern und der königlichen Familie, die diesen einer italienische Piazza nachempfundenen Saal über die Ehrentreppe von Goldenen Saal darüber betritt, immerhin 80 Zentimeter.

Neben jedem Preisträger sitzt ein Mitglied des Königshauses. Dabei erklingen Töne der wohl am kompliziertesten zu spielenden Orgeln Europas – die Melodie folgt mit Verspätung, der Organist spielt taub. Als wir uns auf dem Mälarensee langsam entfernen, bleiben die drei Kronen auf dem Turm des Stadshuset noch lange in Sichtweite – wahrscheinlich symbolisieren sie das skandinavische Dreigestirn Schweden, Dänemark und Norwegen.
Dieser Artikel ist Teil der Tour "Tour de Elch"
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