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Ragusa

Italien, Ragusa
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"Ragusa" ist eine Stadt auf der italienischen Insel Sizilien und die Provinzhauptstadt der Provinz Ragusa. Sie ist eine der spätbarocken Städte des Val di Noto, die 2002 von der Unesco zum UNESCO-Welterbe erklärt worden sind.


Lage und Daten
Ragusa liegt in den Monti Iblei auf einer Höhe von 520 m über NN und ist 92 km von Syrakus und 248 km von Palermo entfernt. Die Stadt belegt eine Fläche von 442,37 km². Hier leben 72.419 EinwohnerISTAT, Stand am 31. Mai 2007.

Ragusa befindet sich an der Bahnstrecke Modica - Licata. Es gibt zwei Bahnhöfe: Ragusa und Ragusa Ibla. Die Fahrzeit nach Modica beträgt 30 Minuten, nach Licata 1 Stunde und 45 Minuten.

Die Ortsteile von Ragusa sind Ariazza, Bellocozzo San Giacomo, Bocampello, Calafato, Carnesala Gargallo, Castellana, Castiglione, Cava Giumente, Cilone, Conservatore, Costa, Cutalia, Donnafugata, Fargione, Gaddimeli II, Galerme, Gallina, Gelso, Genisi, Gisolfo, Granatello, Imperatore, Magnì, Maltempo, Marchesa Monte Margi, Marina di Ragusa, Menta, Mistretta, Monsovile, Montesano, Nunziata, Palazzello, Palazzola, Pendente, Piombo, Ponte di Modica, Pozzi, Pozzillo, Punta Braccetto, Puntarazzi, Salinella, Salomone, Santa Barbara, Sant"Antonino, Serra Garofalo, Soprano, Torre del Mastro, Trebastoni und Tresauro.

Die Nachbargemeinden sind Chiaramonte Gulfi, Comiso, Giarratana, Modica, Monterosso Almo, Rosolini (SR), Santa Croce Camerina, Scicli und Vittoria.

Geschichte
Die Gegend war bereits im 3. Jahrtausend v. Chr. besiedelt und wurde bis zum Anfang des 18. Jahrhunderts v. Chr. von den Sikulern bewohnt, die die Siedlung namens "Hybla" wahrscheinlich gründeten. Im 6. Jahrhundert v. Chr. eroberten die Griechen, anschließend die Karthager den Ort. Nach der Eroberung Siziliens durch die Römer wuchs die Stadt zu einem regionalen Zentrum unter dem Namen "Hybla Heraia" heran.

Ab dem 4. Jahrhundert regierten die Byzantiner. Im August 848 wurde die Stadt von den Arabern geplündert und zerstört, nachdem laut Ibn al-Athir die Bewohner mit den Arabern Frieden geschlossen und ihnen die Stadt überlassen hatten. Im Jahr 868 eroberten die Araber die Stadt endgültig. Während des Mittelalters herrschten nacheinander Normannen, Staufer und Aragonesen.

1693 wurde die Stadt von einem Erdbeben fast vollständig zerstört und ihre Vergangenheit, arabische und mittelalterliche Spuren inbegriffen, vernichtet. Im Rahmen des Wiederaufbaus entstanden zwei Stadtteile, einer auf dem Gebiet der ursprünglichen Stadt und einer auf einem etwas höher gelegenen Felsplateau im Westen.

1927 wurde Ragusa die Provinzhauptstadt der gleichnamigen Provinz Ragusa.

Wirtschaft
1838 wurden in der Umgebung von Ragusa Asphaltvorkommen entdeckt, in der Mitte des 20. Jahrhunderts Erdölvorkommen. Wichtige Zweige der Wirtschaft sind die Gewinnung von Asphalt, die Verarbeitung von Erdöl, die Landwirtschaft und die Produktion des Ragusano, einer für die Region typischen Käsesorte. Auch der Tourismus spielt zunehmend eine Rolle. Hierzu trägt der Ortsteil "Marina di Ragusa" bei, der 25 km südwestlich am Meer liegt und sich zu einem belebten Ferienort entwickelt hat.

Sehenswürdigkeiten
Ragusa Ibla

Der Stadtkern besteht aus zwei Teilen, die durch eine Schlucht getrennt sind. Im Osten liegt an der Stelle der alten Stadt die Unterstadt Ragusa Ibla mit prächtigen Bauten im Stil des sizilianischen Barocks aus dem 18. Jahrhundert. Hier befindet sich ein großer Teil barocker Kirchen und Paläste.

Auf einer Anhöhe im Westen liegt die ebenfalls im 18. Jahrhundert eher nüchtern und geometrisch angelegte Oberstadt Ragusa Superiore. Hier lebt der größere Teil der Stadtbewohner. Neben den Verwaltungsgebäuden der Stadt steht hier die Kathedrale San Giovanni.

Verbunden sind die beiden Stadtteile über drei Brücken. Die älteste Brücke, "Ponte dei Cappuccini" oder auch "Ponte Vecchio" stammt aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Sie ist 114 m lang und führt in 40 m Höhe über einen alten Steinbruch.

Außerhalb

Etwa 20 km südwestlich von Ragusa liegt das Castello di Donnafugata, eine Palastanlage aus dem 19. Jahrhundert mit einer gleichnamigen, international bekannten Weinkellerei.

25 km südlich von Ragusa befindet sich der Ortsteil Marina di Ragusa, der auf Grund seiner weitläufigen Sandstrände beliebtes Ausflugsziel der Ragusani ist.

Bilder


Bild:Ragusa Ibla2.jpg|Kirche San Giorgio in Ragusa Ibla
Bild:Ragusa Ibla San Giuseppe.jpg|Kirche San Giuseppe in Ragusa Ibla
Bild:Ragusa-Chiesa-Anime-Purgatorio.JPG|Kirche Anime del Purgatorio in Ragusa Ibla
Bild:Ragusa Nova Cathédrale.jpg|Kathedrale San Giovanni in Ragusa Superiore


Veranstaltungen

* Schutzpatron von Ragusa Ibla ist San Giorgio, dem zu Ehren jedes Jahr am 23. April ein Fest veranstaltet wird.
* In Ragusa Superiore wird San Giovanni als Schutzpatron verehrt. Mit den jährlichen Feierlichkeiten vom 27. bis zum 29. August wird auch die Johannisbroternte in der Region eingeleitet.
* Verleihung des Dichterpreises "Città di Ragusa"

Literatur

* Eva Gründel, Heinz Tomek, "Sizilien", DuMont Buchverlag, Köln, 5. Auflage 2001, ISBN 3-7701-3476-1


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 26.02.2021 20:22 von den Wikipedia-Autoren.
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