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Rätselhafte Serie von Bombendrohungen in russischen Städten

Russland
13.09.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Moskau (dpa) - Russische Großstädte werden seit Tagen von einer Serie Bombendrohungen in Atem gehalten. Am Mittwoch gingen in der Hauptstadt Moskau etwa 20 anonyme Drohanrufe ein. «20 Gebäude sind evakuiert worden, etwa 10 000 Menschen sind nach draußen gebracht worden», sagte ein Behördenvertreter der Agentur Tass. Mehrere Einkaufszentren, drei Bahnhöfe und eine medizinische Hochschule würden auf Sprengsätze durchsucht.

In den sibirischen Städten Irkutsk und Tschita mussten nach Medienberichten ebenfalls Tausende Menschen Einkaufszentren, Schulen und andere öffentliche Gebäude verlassen. Ähnliche Evakuierungen habe es seit Sonntag auch in Kaliningrad, Archangelsk, Rjasan, Omsk, Wladiwostok und anderen Städten gegeben.

Bomben seien nirgendwo gefunden worden, der Hintergrund der Drohungen sei unklar. In Brjansk und Tscheljabinsk wurde örtlichen Medien gesagt, es gehe um eine Übung der Sicherheitsbehörden. Eine offizielle Bestätigung gab es aber nicht. Andere Vermutungen in der Presse gingen in Richtung eines Hackerangriffs. Das kremltreue Boulevardblatt «Komsomolskaja Prawda» sah angebliche ukrainische Cyberkrieger am Werk.

 

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