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Prozess wegen Anschlags auf Israelis in Bulgarien begonnen

Israel
17.01.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Sofia (dpa) - Fünfeinhalb Jahre nach dem tödlichen Anschlag auf eine israelische Reisegruppe hat in Bulgarien ein Prozess gegen mutmaßliche Helfer des Selbstmordattentäters begonnen. Ein Australier und ein Kanadier libanesischer Herkunft wurden am Mittwoch in Sofia in Abwesenheit angeklagt, am 18. Juli 2012 bei dem Attentat am Flughafen der Schwarzmeerstadt Burgas Beihilfe geleistet zu haben. Dabei wurden fünf Israelis und ihr bulgarischer Busfahrer getötet.

Augenzeugen erinnerten sich während der Verhandlung des Gerichts für schwere Verbrechen, dass am Flughafenparkplatz in Burgas nach der Explosion Chaos und Panik herrschten, berichtete das Staatsradio. Dabei kam auch der 23 Jahre alte Selbstmordattentäter ums Leben, der die französische und libanesische Staatsangehörigkeit hatte.

Keiner der Augenzeugen sagte aus, den Selbstmordattentäter oder seine Helfer gesehen zu haben, berichtete das Staatsradio weiter. Die beiden Angeklagten konnten damals Bulgarien ungehindert verlassen. Sie werden noch immer über Interpol gesucht. Es gebe keinen Fortschritt bei der Fahndung, sagte der zuständige Staatsanwalt.

Bei der Explosion in dem bulgarischen Reisebus wurden 38 Israelis verletzt. Angehörige der Opfer fordern von den Angeklagten eine Entschädigung von insgesamt 217 Millionen Lewa (etwa 111 Mio Euro).

 

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