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Pinsk

Weißrussland, Pinsk
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"Pinsk" (weißrussisch , russisch , polnisch "Pińsk") ist eine Stadt im Südwesten der Republik Weißrussland mit 131.000 Einwohnern, inmitten der Palessjesümpfe, nahe der Grenze zur Ukraine. Die Stadt besitzt eine sehenswerte barocke Altstadt.

Nahe der Stadt mündet der Dnepr-Bug-Kanal in den Prypjat.

Geschichte

Pinsk erscheint in den Chroniken erstmals 1097 als Pinesk, eine Stadt im Besitz der Fürsten von Turow, deren Hauptresidenz es wurde. Das Fürstentum Turow-Pinsk wurde 1319 von Litauen erobert.

1569–1793 gehörte die Stadt zu Polen-Litauen. Nach der zweiten Teilung Polens (1793) kam sie unter die Herrschaft des russischen Zaren als Teil des Bezirks Minsk. 1920 wurde Pinsk wieder Polen angegliedert und war 1939–1941 unter sowjetischer, 1941–1944 unter deutscher Okkupation. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges 1945 wurde Pinsk der Weißrussischen SSR angeschlossen und damit Teil der Sowjetunion. Seit 1991/92, nach Auflösung der Sowjetunion, ist die Stadt Teil von Weißrussland.

Söhne und Töchter der Stadt
* Nikolay Borchev, Sänger (Bariton)
* Ryszard Kapuściński, polnischer Reporter, Journalist und Autor
* Witali Kutusow, weißrussischer Fußballspieler
* Sławomir Rawicz, polnischer Autor
* Jossyf Tukalskyj-Neljubowytsch, ukrainischer Geistlicher und Politiker
* Matusz Butrymowicz, Richter
* Golda Meir (1898–1978), israelische Ministerpräsidentin, geboren in Kiew, lebte in Pinsk in 1903–1906
* Adam Naruszewicz (1733–1796), polnischer Dichter, Historiker, Bischof
* Chaim Weizmann (1874–1952), erster israelischer Präsident, geboren in Motal", erzogen im Gymnasium in Pinsk
* Karol Wyrwicz (1717–1793), Historiker

Literatur
* Werner Müller (Hg.): "Aus dem Feuer gerissen. Die Geschichte des Pjotr Ruwinowitsch Rabzewitsch aus Pińsk." Dittrich Verlag, Köln 2001. ISBN 3920862309


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 23.02.2020 22:22 von den Wikipedia-Autoren.
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