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Pforzheim

Deutschland, Pforzheim
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"Pforzheim" ist eine Großstadt im Nordwesten Baden-Württembergs und liegt am Nordrand des Schwarzwalds. Weltbekannt ist Pforzheim für die lange dominante Schmuck- und Uhrenindustrie, worauf sich der Beiname "Goldstadt" beziehungsweise "Gold-, Schmuck- und Uhrenstadt" bezieht. Größere Städte in der Nähe sind Karlsruhe, etwa 25 km nordwestlich und Stuttgart, rund 37 km südöstlich.

Pforzheim war einst badische Residenzstadt. Heute ist sie Stadtkreis und zugleich Sitz der Verwaltung des Enzkreises, von dem das Stadtgebiet fast vollständig umschlossen ist. Sie ist ferner das Oberzentrum der Region Nordschwarzwald und damit eines von 14 Oberzentren, die der baden-württembergische Landesentwicklungsplan 2002 ausweist. Pforzheim ist nach der Einwohnerzahl die achtgrößte Stadt Baden-Württembergs.

Geographie
Blick auf die Pforzheimer Innenstadt
Naturräumlich gesehen befindet sich Pforzheim im Überschneidungsbereich von Schwarzwald im Süden, Kraichgauer Hügelland im Norden, Pfinzgau im Westen und Heckengäu im Osten. Das Stadtzentrum liegt in einer Weitung des Enztales am Zusammenfluss von Würm, Nagold und Enz. Die Außenbezirke und Eingemeindungen ziehen sich auch auf die südlich und nördlich anschließenden Hochebenen von Schwarzwald und Kraichgau. Ihrer Geographie wegen nennt man die Stadt auch Drei-Täler-Stadt oder Pforte zum Schwarzwald. Die geographische Lage führte einerseits zu einer frühen Besiedelung durch die Römer, die unterhalb des Zusammenflusses der drei Flüsse eine Furt für ihre Heerstraße Straßburg-Ettlingen-Cannstatt bauten, sowie andererseits zur späteren Entwicklung Pforzheims zu einem Zentrum der Flößerei, da Holz aus dem Schwarzwald über Neckar und Rhein unter anderem nach Holland zum Schiffsbau transportiert wurde.

Raumplanung
Pforzheim gehört mit dem Umland zum "Verdichtungsraum Karlsruhe/Pforzheim", zu dem die Stadt Karlsruhe, einige Gemeinden des Landkreises Karlsruhe (vor allem die Großen Kreisstädte Bruchsal, Ettlingen, Stutensee und Rheinstetten) sowie Pforzheim, der nordwestliche Teil des Enzkreises, die Stadt Mühlacker und die Gemeinde Niefern-Öschelbronn im nordöstlichen Enzkreis gehören. Das Oberzentrum Pforzheim übernimmt für die Städte und Gemeinden Birkenfeld, Eisingen, Engelsbrand, Friolzheim, Heimsheim, Ispringen, Kämpfelbach, Keltern, Kieselbronn, Königsbach-Stein, Mönsheim, Neuenbürg, Neuhausen, Neulingen, Niefern-Öschelbronn, Ölbronn-Dürrn, Remchingen, Straubenhardt, Tiefenbronn, Wiernsheim, Wimsheim und Wurmberg auch die Aufgaben des Mittelzentrums.

Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Pforzheim. Sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt und liegen alle mit Ausnahme von Unterreichenbach, das zum Landkreis Calw gehört, im Enzkreis:

Ispringen, Neulingen, Kieselbronn, Niefern-Öschelbronn, Wurmberg, Wimsheim, Friolzheim, Tiefenbronn, Neuhausen (Enzkreis), Unterreichenbach, Engelsbrand, Neuenbürg, Birkenfeld (Württemberg), Keltern und Kämpfelbach

Stadtgliederung
Die Stadt Pforzheim ist in 16 Stadtteile gegliedert. Die durch die jüngste Gebietsreform der 1970er-Jahre eingegliederten Gemeinden Büchenbronn, Eutingen an der Enz, Hohenwart, Huchenfeld und Würm haben - im Unterschied zu den früher eingemeindeten Dörfern Brötzingen und Dillweißenstein - gemäß § 8 ff der Hauptsatzung der Stadt Pforzheim als Vertretung ihrer Ortschaft einen Ortschaftsrat und eine Ortschaftsverwaltung. Dillweißenstein war kurz vor der Eingemeindung nach Pforzheim aus den Dörfern Dillstein und Weißenstein gebildet worden. Die moderne Stadtgliederung entspricht nur teilweise den früheren Gemeindegrenzen:

;Wappen der Ortsteile

Bild:Wappen PF-Broetzingen.png|Brötzingen
Bild:Wappen PF-Buechenbronn.png|Büchenbronn
Bild:Wappen Dillstein.png|Dillstein
Bild:Wappen PF-Eutingen.png|Eutingen an der Enz
Bild:Wappen PF-Hohenwart.png|Hohenwart
Bild:Wappen PF-Huchenfeld.png|Huchenfeld
Bild:Wappen PF-Wuerm.png|Würm
Bild:Wappen PF-Weissenstein.png|Weißenstein


Geschichte
Frühgeschichte
Die Stadt geht auf eine römische Siedlung an einer Enz-Furt zurück (um 90 n. Chr.), der Name vermutlich auf lateinisch "portus" = Hafen.

Pforzheim – Portus, freie Nachbildung der ehemaligen römischen Furt durch die Enz

Die erste Urkunde, der römische Leugenstein von Friolzheim von 90 n. Chr., weist auf die römische Siedlung "portus" hin. Die Siedlung lag an der römischen Heerstraße zwischen Oberrhein- und Neckargebiet gerade dort, wo die Fernhandels- und Heerstraße die Enz, kurz nach der Vereinigung mit der Nagold, in einer Furt überquerte. Wohl schon zu dieser Zeit etablierte sich die Flößerei in der römischen Siedlung, da die Enz ab "Portus" durch den Zufluss von Nagold und Würm schiffbar wird. Über eine zu vermutende Hafenanlage an der Enz ist nichts weiter bekannt. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist der lateinische Name unvollständig überliefert und hatte weitere Bestandteile. Ein weit verbreiteter, auf Philipp Melanchthon zurückgehender Irrtum ist, dass der Name Pforzheim von "porta" = Tor (zum Schwarzwald) kommt.

Im 3. Jahrhundert angefangene römische Großbauten lassen den Schluss zu, dass die kleine Handwerkersiedlung zu einem Verwaltungszentrum, etwa einem Civitas-Hauptort, ausgebaut werden sollte. 259 und 260 eroberten Franken und Alamannen die rechtsrheinischen Gebiete des römischen Reichs. Die Siedlung "Portus" wurde dem Erdboden gleich gemacht. Die Überlieferung über die Siedlung brach vorerst ab.

Im 6. und 7. Jahrhundert weisen Reihengräberfunde ebenso wie der Ortsname Pforzheim auf die Kontinuität der Siedlung hin. Über die römische Siedlung wuchs später die "Alte Stadt" von Pforzheim. Ein Zeugnis unter anderem für diese Zeit ist die Grabungsanlage am Kappelhof im Untergeschoss des Caritas-Gebäudes.

1067 bis 1500
Johannes-Reuchlin-Statue am Schlossberg
1067 wurde Pforzheim in einer Urkunde Kaiser Heinrichs IV. zum ersten Mal erwähnt, um 1080 erhält die Siedlung das Marktrecht. Beurkundete Besuche Pforzheims durch Kaiser Heinrich IV. waren in den Jahren 1067 und 1074. 1100 war dem Codex des Klosters Hirsau zu entnehmen, dass die "Alte Stadt" von Pforzheim bereits vor 1100 Marktrecht besaß und sich im Besitz des Klosters Hirsau befand. Im 12. Jahrhundert war die "Alte Stadt" klösterlich-kirchlich geprägt mit einer Nikolauskapelle (Schutzpatron der Flößer und Schiffer), im Schutz einer frühen Martinskirche, und bekam Konkurrenz von einem neuen Siedlungskern ("Neustadt"), unterhalb eines 800 m flussaufwärts gelegenen Burgbergs mit einer Michaelskapelle (heutiger Schlossberg mit Schlosskirche). Die "Neustadt" wuchs schnell.

1220 wählten die badischen Markgrafen Pforzheim zur Residenz. Der Schwerpunkt verschob sich zugunsten der "Neustadt"; die "Alte Stadt" verlor an Bedeutung. 1240 wird ein Pforzheimer "Bürgermeister" erstmals urkundlich erwähnt. 1447 wurde mit der "Pforzheimer Fürstenhochzeit" die Hochzeit des badischen Markgrafen Karl I. mit Katharina von Österreich, der Schwester Kaiser Friedrichs III., mit großem Prunk gefeiert.

In der zweiten Hälfte des 15. und im 16. Jahrhundert entwickelte sich die Pforzheimer Lateinschule zu einer der bedeutendsten Gelehrtenschulen Süddeutschlands. Ihre Lehrer und Schüler spielten eine wichtige und herausragende Rolle in der Ausbreitung des Humanismus und der Reformation. Zu den bekanntesten Schülern gehörten Philipp Melanchthon und der in Pforzheim geborene Humanist Johannes Reuchlin. Er ist heute Namensgeber für das 1961 eingeweihte Kulturzentrum Reuchlinhaus, zu dem auch ein internationales Schmuckmuseum gehört, sowie für das Reuchlin-Gymnasium. Außerdem wurde der Reuchlinpreis nach dem Gelehrten benannt. Die Auszeichnung wurde 1955 anlässlich der Feier des 500. Geburtstags von Johannes Reuchlin erstmalig verliehen.

1500 bis 1680
1501 erließ Markgraf Christoph I. die "Ordnung der flötzer oder schiffer zu Pfortzheim". Zu den ältesten Gewerben in Pforzheim zählt die Flößerei. Die über Enz, Nagold und Würm geflößten Einzelstämme und Kleinflöße aus dem Schwarzwald (die langen und geraden Tannen waren als Baumaterial ideal) wurden in der Pforzheimer Au zu Großflößen für die untere Enz und die Wasserlinie Neckar/Rhein umgebunden. Jedem Floßfahrer der vergangenen Jahrhunderte waren die Flößer-Stationen Weißenstein, Dillstein und Pforzheim feste Begriffe. Pforzheim besaß zu dieser Zeit auch eine Zollstation, an der Flößer für die Beschiffung der Wasserwege eine Gebühr entrichten mussten.

1535 bis 1565 wurde die Stadt bei der Erbteilung der badischen Lande Residenz des badischen Markgrafen Ernst I. Danach wurde die Residenz nach Durlach verlegt, weshalb man von der "Linie Baden-Durlach" spricht. Die Stadt blieb aber Sitz eines badischen Amtes. 1618, zu Beginn des Dreißigjährigen Krieges, hatte Pforzheim etwa 2500 bis 3000 Einwohner und war damit mit Abstand die größte unter den Städten der Markgrafen von Baden. Zu diesem Zeitpunkt hatte Pforzheim schon deutlich Bedeutung gegenüber früherer Zeit eingebüßt, zum Teil, weil im 15. Jahrhundert viele Oberschichtfamilien (Patrizier) die Stadt verließen.

Merian-Stich, Pforzheim 1643
1645, gegen Ende des Dreißigjährigen Krieges, brannten bayerische Truppen die "Alte Stadt" nieder. Sie wurde ohne Befestigungsanlagen wieder aufgebaut. Damit war der Status eines dorfähnlichen Weilers besiegelt, und sie verschwand bis auf ein paar Randnotizen aus der Geschichtsschreibung. Die "Neustadt" bestand weiter. Im 13.–15. Jahrhundert kam Pforzheim durch die tatkräftige Förderung der badischen Markgrafen, die die Stadt als den wichtigsten Stützpunkt ihrer Hausmacht betrachteten, und die günstige Lage am Kreuzungspunkt großer Handelsstraßen zu einer wirtschaftlichen Blüte. Holzhandel und Flößerei, Gerberei, Tuch- und Zeugmacherei trugen neben dem Handwerk zum Reichtum der Stadt bei. Drei Orden ließen sich in der Stadt nieder. Die letzten Jahrzehnte dieser Blütezeit, in denen die politische und wirtschaftliche Vormachtstellung zu wanken begann, sind in geistiger Hinsicht Höhepunkte der Stadtgeschichte.


Bild:Ernst Baden.jpg|Markgraf Ernst I. (Baden)
Bild:Karl II Baden.jpeg|Markgraf Karl II. (Baden)


1680 bis 1830
Von 1689 bis 1697 richtete der Pfälzische Erbfolgekrieg in Südwestdeutschland große Zerstörungen an. Pforzheim wurde von französischen Truppen, die König Ludwig XIV. unterstanden, insgesamt dreimal geplündert und niedergebrannt. Brigadier Comte Ezéchiel de Mélac war für die Besetzung der Stadt im Oktober 1688, die verheerende Niederbrennung der Stadt im Januar 1689, den Artilleriebeschuss und zweite Niederbrennung im August 1689 verantwortlich. Weitere Zerstörungen standen unter dem Befehl von Marschall Joseph de Montclarund Marschall Duc de Lorge. Des Weiteren war Duc de Villeroy für den Artilleriebeschuss der Stadt und die Plünderung August 1691 verantwortlich. Unter General Chamilly wurde die Stadt im September 1692 erneut besetzt und geplündert. Die Fürstengruft in der Schlosskirche wurde dabei verwüstet.

Kurfürst Karl Friedrich von Baden
1718 wurde das Pforzheimer Waisenhaus (Landeswaisenhaus) im Gebäude des ehemaligen Dominikanerinnenklosters eröffnet. Dieses "Waisen-, Toll-, Kranken-, Zucht- und Arbeitshaus" wurde später zur Keimzelle der noch heute existierenden Schmuck- und Uhrenindustrie.

1767 erfolgte die Gründung der Schmuck- und Uhrenindustrie in Pforzheim durch den Markgrafen Karl-Friedrich. Mit Unterstützung eines Unternehmers aus der Schweiz wurde zur Beschäftigung der Waisenkinder im Waisenhaus eine Uhrenfabrik eingerichtet. Einige Zeit später kam die Fertigung von Schmuckwaren noch hinzu. Das Unternehmen entwickelte sich rasch, bald wurde in alle Welt exportiert, wenngleich die Uhrenproduktion schon bald verschwand und erst ab 1920 mit der Fertigung von Armbanduhren eine Renaissance erlebte. Um 1800 galt Pforzheim mit 900 Fabriken als "erste Fabrikstadt Badens" und bedeutendstes Zentrum der Bijouteriefabrikation in der Welt. Viele der 26.000 Beschäftigten kamen aus dem Umland und waren somit Pendler. Diese wurden "Rassler" genannt. 1809 wurde das badische "Amt Pforzheim" in ein "Stadtamt" sowie ein "Erstes und ein Zweites Landamt" aufgeteilt. Die beiden letzt genannten wurden jedoch 1813 wieder zum Landamt Pforzheim vereinigt. 1819 wurden Stadt- und Landamt Pforzheim zum Oberamt Pforzheim vereinigt, das 1864 in das "Bezirksamt Pforzheim" überführt wird.

1830 bis 1918
1836 entwickelte Ferdinand Oechsle in der Stadt die Mostwaage, mit der noch heute das Mostgewicht des frisch gepressten Traubensafts in Grad Oechsle gemessen wird. Von 1861 bis 1863 erfolgte durch den Bau der Bahnstrecke Karlsruhe–Mühlacker die Anbindung Pforzheims an das Eisenbahnnetz. 1868 und 1874 wurden mit dem Bau der Enztalbahn und der Nagoldtalbahn auch die zwei großen, in Pforzheim einmündenden Schwarzwaldtäler an die Eisenbahn angeschlossen. Das leitete das Ende der Flößerei ein. 1888 war Pforzheim Ziel der ersten Überlandfahrt mit einem Automobil, die Bertha Benz ohne Wissen ihres Mannes Carl Benz mit ihren beiden Söhnen von Mannheim aus unternahm. Seit 2008 erinnert die Bertha Benz Memorial Route an diese Pioniertat. Seit dem 19. Jahrhundert waren jüdische Familien in der Stadt ansässig. Sie legten 1878 einen Jüdischen Friedhof an, der 1940 von den NS-Machthabern zerstört wurde. Im Jahr 1893 errichtete die Jüdische Gemeinde eine Synagoge."Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation. Band I." Bonn 1995, Seite 68f., ISBN 3-89331-208-0. Im 19. Jahrhundert bildeten die Textil-, Metall- und Schmuckwaren-Fabriken in Pforzheim das industrielle Zentrum des Großherzogtums Baden.
Benz Patent-Motorwagen Nr. 1"/erste Automobilfahrt der Welt von Mannheim nach Pforzheim"

1918 bis 1945
1938 wurde am Morgen des 10. November nach der "Reichspogromnacht" auch die Pforzheimer Synagoge geschändet und schwer beschädigt. Die Kosten für den Abriss musste die jüdische Gemeinde tragen. 1939 wurde Pforzheim Sitz des aus dem Bezirksamt Pforzheim hervorgegangenen Landkreises Pforzheim. Die Stadt selbst wurde kreisfrei. Am 22. Oktober 1940 erfolgte die Deportation von 186 in Pforzheim verbliebenen Juden. Nur wenige überlebten, fast keiner kehrte nach dem Ende der Naziherrschaft in die Stadt zurück. 1944 arbeiteten in 101 Betrieben 18.622 Arbeitskräfte. Am 29. Mai 1942 fand in Pforzheim ein Treffen unter Leitung des Staatssekretärs Friedrich Langfried vom Reichswirtschaftsministerium statt, dessen Aufgabe es war, mehr Arbeiter aus dem zivilen Bereich der Rüstungsproduktion zuzuführen. Ende 1944 arbeiteten mindestens 10.000 Arbeiter für die Rüstungsindustrie.

Die Pforzheimer Industrie war auch maßgeblich an der Entwicklung technologischer Neuerungen wie dem X-Strahl-Verfahren zur besseren Zielerfassung (entwickelt von G. Schaub Apparaturenbau-GmbH, eingesetzt unter anderem in Coventry) beteiligt. In manchen Bereichen der Bordfunkgeräte kamen bis zu 50 % der Teile aus Pforzheim. Um die steigende Nachfrage befriedigen zu können, griffen die Pforzheimer Unternehmen auch auf Zwangsarbeiter zurück, wie auf zwangsdeportierte Arbeiter aus den Vogesen (ab Herbst 1944), internierte italienische Kriegsgefangene (ab 1943/44) und Zwangsarbeiter aus der Ukraine und Russland. Auch die Anforderung von KZ-Häftlingen ist bekannt. Am Stadtrand befand sich außerdem eine Fabrik zur Herstellung von Flakgranaten. Zudem kam der Stadt eine wichtige Schlüsselfunktion beim Schienentransport der militärischen Verbände zu. Sollte die Nord-Süd-Linie im Rheintal ausfallen, so wäre Pforzheim, das auf der Ausweichroute über den Schwarzwald lag und Anschluss an die Ost-West-Linien gewährte, ein wichtiger Umschlagplatz für die Versorgung der südlichen Ostfront und der Westfront gewesen. Jedoch führte die Britische Royal Air Force Pforzheim ursprünglich lediglich als in der Zielhierachie niederrangiges Ausweichziel auf.

Am 23. Februar 1945 wurde die Stadt beim Luftangriff auf Pforzheim von 379 britischen Bombern fast völlig zerstört. Innerhalb von 22 Minuten fanden 17.600 Menschen den Tod. von Christian Groh (Stadtarchiv Pforzheim) Die Bomben und der Feuersturm, der sich in der eng bebauten Altstadt entwickelte, töteten fast ein Drittel der anwesenden Bevölkerung. Gemessen an den Opferzahlen war es nach den Bombardierungen von Hamburg und Dresden der drittstärkste Angriff alliierter Bomber während des Zweiten Weltkriegs. 98 % des Stadtzentrums wurden zerstört. Pforzheim gehörte damit zu den am stärksten zerstörten Städten während des Kriegs. Insgesamt war dieser Angriff der konzentrierteste und „erfolgreichste“ der Alliierten. Sein Ziel war (wie anderswo) auch die Demoralisierung der Bevölkerung; vielleicht spielte auch die feinmechanischen Industrie eine Rolle, die während der Kriegsjahre weitgehend auf die Produktion von Zündern umgestellt hatte. Da die Betriebe teilweise jedoch ausgelagert worden waren, galt der Angriff möglicherweise auch direkt der Altstadt, die mit ihren Fachwerkhäusern als schnell brennendes Ziel ausgewählt wurde.

Seit 1945
Von 1945 bis 1948 stand Pforzheim (nach anfänglicher französischer Besatzung) unter US-amerikanischer Militärverwaltung und war Teil des neuen Landes Württemberg-Baden. In diesen und den folgenden Jahren wuchs die Bevölkerung durch den Zuzug von Vertriebenen, Flüchtlingen, Aussiedlern und Immigranten wieder an. Das heutige Stadtbild ist durch die Architektur der 1950er Jahre geprägt. Typische Beispiele für den Baustil dieser Jahre sind der Hauptbahnhof, das Amtsgericht und das Reuchlinhaus.

Reuchlins Wappen
1955 stiftete die Stadt Pforzheim den nach dem Pforzheimer Humanisten Johannes Reuchlin benannten Reuchlin-Preis für hervorragende deutschsprachige Arbeiten auf dem Gebiet der Geisteswissenschaften. Am 10. Juli 1968 wurde die Stadt und ihre Umgebung von einem Tornado mit der Stärke F4 nach der Fujita-Skala heimgesucht. Zwei Menschen starben, über 200 wurden verletzt, 2.300 Häuser wurden beschädigt.

Bei der Kreisreform zum 1. Januar 1973 ging der Landkreis Pforzheim im neu gebildeten Enzkreis auf, dessen Sitz die Stadt Pforzheim wurde. Sie selbst blieb aber kreisfrei. Pforzheim wurde ferner Sitz der neu gebildeten Region Nordschwarzwald. Am 1. Januar 1975 überschritt die Einwohnerzahl durch die Eingemeindung von Huchenfeld die Grenze von 100.000, wodurch Pforzheim zur Großstadt wurde. 1983 fanden in Pforzheim die Heimattage Baden-Württemberg statt, 1992 war die Stadt Gastgeber der Landesgartenschau Baden-Württemberg. Ende des 20. Jahrhunderts verschwand die Schmuck- und Uhrenindustrie in großen Teilen aus Pforzheim und wanderte nach Fernost aus.

Seit der Jahrhundertwende begann für die Stadt ein neuer Aufschwung. Es wurden zahlreiche Stadtteile saniert. So wurde z. B. der Haidach, früher ein tristes Plattenbaugebiet, zum zweitteuersten Viertel von Pforzheim. Auch die Oststadt wurde saniert. Die Gewerbegebiete "Wilferdinger Höhe", "Hohenäcker" und "Brötzinger Tal" sind in den letzten Jahren um 20 bis 50 Prozent gewachsen.

In die überregionalen Schlagzeilen schaffte es Pforzheim Ende 2009 nach Bekanntwerden verschiedener Derivate-Geschäfte, die der Stadt im schlimmsten Falle einen Verlust von 77 Millionen Euro bescheren.

Eingemeindungen
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Pforzheim eingegliedert wurden:



Einwohnerentwicklung
1881 hatte Pforzheim 25.000 Einwohner, bis 1902 verdoppelte sich diese Zahl auf 50.000. Im Verlauf des Zweiten Weltkrieges verlor die Stadt etwa die Hälfte ihrer Bewohner. Erst 1960 erreichte die Bevölkerungszahl mit rund 80.000 wieder den Vorkriegsstand. Am 1. Januar 1975 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Pforzheim durch die Eingemeindung von Huchenfeld die Grenze von 100.000, was sie zur Großstadt machte.

2004 betrug der Anteil der nichtdeutschen Einwohner an der Gesamtbevölkerung nach Angaben der Stadtverwaltung 17,1 Prozent (20.335 Personen). Die meisten Ausländer kamen aus der Türkei (5.912), Italien (3.920), dem ehemaligen Jugoslawien (3.378) und aus der GUS (1.129). Ende September 2005 lebten in Pforzheim nach Fortschreibung des Statistischen Landesamtes Baden-Württemberg 119.014 Menschen mit Hauptwohnsitz.

Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1833 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter beziehungsweise der Stadtverwaltung selbst. Die Angaben beziehen sich ab 1843 auf die "Ortsanwesende Bevölkerung", ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die "Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung". Vor 1843 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.

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¹ Volkszählungsergebnis

Religionen
Pforzheim, Schloss- und Stiftskirche St. Michael, Grablege der badischen Markgrafen
Nachdem Markgraf Karl II. von Baden 1556 in der Markgrafschaft Baden, dessen Residenz Pforzheim seinerzeit noch war, die Reformation einführte, war Pforzheim über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Spätestens seit dem 19. Jahrhundert zogen auch wieder Katholiken nach Pforzheim, sie gehören zum Dekanat Pforzheim der Erzdiözese Freiburg. Heute hält sich der Anteil der evangelischen und katholischen Mitbürger ungefähr das Gleichgewicht. Die evangelischen Christen gehören zum Dekanat Pforzheim-Stadt der Evangelischen Landeskirche in Baden. Ferner gibt es in Pforzheim eine große Anzahl an Freikirchen, wie z. B. Evangelisch-methodistische Kirche, Baptisten, Heilsarmee, Siebenten-Tags-Adventisten etc..

Außerdem sind in Pforzheim eine Israelitische und eine Islamische Gemeinde vertreten. Die von 1990 bis 1992 erbaute Fatih-Moschee war die erste Moschee in Baden-Württemberg.

Politik
(Ober-)Bürgermeister
An der Spitze der Stadtverwaltung stand zunächst der vom Stadtherrn ernannte Schultheiß. Später bestand ein Rat mit einem Bürgermeister an der Spitze, der seit 1849 den Titel "Oberbürgermeister" führt. Die Amtszeiten der Bürgermeister bis 1750 sind nicht bekannt. Es werden in den Geschichtsquellen lediglich die Namen der Bürgermeister erwähnt.


Gemeinderat
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 ergab folgende Sitzverteilung:


Wappen
Die Blasonierung des Wappens der Stadt Pforzheim lautet: „Gespalten; vorn in Gold ein roter Schrägbalken, hinten dreimal geteilt von Rot, Silber, Blau und Gold.“

1256 wurde das erste Siegel angefertigt, das nur den Schrägbalkenschild der Herrschaft enthält. Seit Ende des 15. Jahrhundert trat an seine Stelle das heute fast unverändert geführte Wappen in Siegeln und zahlreichen außersphragistischen Wiedergaben. Die vordere Schildhälfte weist den Schrägbalken von Baden auf, auf den sich wohl auch in den hinteren die Farben Rot und Gold beziehen. Die Bedeutung von Silber und Blau ist umstritten; naheliegend ist die Meinung, es handle sich um die dem wittelsbachschen Rautenwappen der Kurpfalz entlehnten Farben, da die Stadt von 1463 bis 1750 der pfälzischen Lehnshoheit unterstand.Klemens Stadler: "Deutsche Wappen. Band VIII: Baden-Württemberg Seite 85". Mit Zeichnungen von Max Reinhart. Angelsachsen-Verlag Bremen, 1971.

Der Schrägbalken ist schon seit dem 13. Jahrhundert nachweisbar als Symbol der Stadtherren von Pforzheim, das später auch das Landeswappen von Baden wurde, doch ist die Bedeutung bis heute unklar. Ab 1489 ist das Wappen in seiner ganzen Form nachweisbar, dessen Bedeutung ebenfalls nicht nachgewiesen werden konnte. Die heutige Tingierung ist aber erst seit 1853 gebräuchlich, zuvor war die Farbgebung eine andere.

Flagge
Die Stadtflagge ist weiß-blau.

Städtepartnerschaften
Pforzheim unterhält mit folgenden Städten eine Städtepartnerschaft:
* 25px Gernika-Lumo, Autonome Gemeinschaft Baskenland in Spanien, seit 1989
* 25px Saint-Maur-des-Fossés in Frankreich, seit 1989
* 25px Vicenza in Italien, seit 1991
* 25px Tschenstochau in Polen, seit 24. August 2007, nachdem seit 2000 ein Freundschaftsabkommen bestand
* 25px Irkutsk in Russland, seit 18. September 2007, nachdem seit beinahe 20 Jahren freundschaftliche Beziehungen bestanden
* 25px Nevşehir in der Türkei, seit 6. Dezember 2007, nachdem seit 2000 ein Freundschaftsabkommen bestand
* 25px Komitat Győr-Moson-Sopron in Ungarn, seit 2007
* 25px Osijek in Kroatien, seit 29. Juni 2008, nachdem seit 1994 ein Freundschaftsabkommen bestand

Wirtschaft und Infrastruktur
Sparkassen-Turm der "Sparkasse Pforzheim/Calw" im Zentrum der Pforzheimer Innenstadt
Pforzheim ist eines der Oberzentren in Baden-Württemberg und verfügt über eine der höchsten Industriedichten des Landes. Auf 1000 Einwohner kommen 593 Erwerbstätige.Stand 2004 / Quelle: In: Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: "Statistisches Monatsheft Baden-Württemberg 1/2007". Seite 15 – abgerufen am 28. März 2009 Das Bruttoinlandsprodukt liegt bei rund vier Milliarden Euro bzw. 56.756 Euro pro Erwerbstätigem. Die Stadt besitzt vier große Gewerbegebiete: die Wilferdinger Höhe, das Brötzinger Tal, das Altgefäll und die Hohenäcker.

Die Wirtschaft ist nur noch teilweise auf die Herstellung von Uhren und Schmuck ausgerichtet. 75 Prozent des deutschen Schmucks kommen aus Pforzheim. Viele Arbeitsplätze werden aber durch die Bereiche Metallverarbeitung, Elektronik und Elektrotechnik gestellt. Der Versandhandel (Bader Versand, Versandhaus Klingel, Wenz) nimmt mit seinen Millionenumsätzen eine führende Position in Deutschland ein. In Pforzheim gibt es etwa 68.100 Erwerbstätige.Stand 2006 / Quelle: – abgerufen am 28. März 2009 Die Arbeitslosenquote lag im Juni 2008 bei 7,0 Prozent. Stuttgart 2008 – abgerufen am 28. März 2008 Die Kaufkraft pro Einwohner liegt bei 19.400 Euro. – abgerufen am 28. März 2008

Verkehr
Straßenverkehr
Nördlich von Pforzheim verläuft die Bundesautobahn 8 von Karlsruhe nach Stuttgart), von welcher die Stadt über vier Ausfahrten zu erreichen ist. Die vierte Ausfahrt "Pforzheim Süd" wurde 2008 fertig gestellt. Die südlichen Stadtteile Dillweißenstein, Büchenbronn und Huchenfeld lassen sich damit einfacher erreichen. Durch die Stadt selbst führen die B 10 und die B 294. Ferner beginnt hier die B 463 in Richtung Nagold. Der Internationale Flughafen Stuttgart ist in etwa 35 Autominuten erreichbar.

Ein Ende 2009 vorgestellter Verkehrsentwicklungsplan soll die vom Auto- und Durchgangsverkehr geprägte Stadt durch eine neue Ost-West-Achse entlang der Eisenbahntrasse entlasten.

Schienenverkehr
"Pforzheim Hauptbahnhof" liegt an der Bahnlinie Karlsruhe-Stuttgart. Auf dieser verkehrt zweistündlich ein Intercity-Zug der Linie Karlsruhe–Stuttgart–Nürnberg, sowie einmal täglich ein EN (EuroNight) zwischen Straßburg und Wien (Orient-Express). Letzterer führt auch Kurswagen mit dem Laufweg Frankfurt am Main–Budapest. Ferner führen zwei Eisenbahnlinien in den Schwarzwald nach Bad Wildbad (Enztalbahn) und nach Nagold (Nagoldtalbahn) und weiter nach Horb am Neckar.

Daneben ist Pforzheim auch an das Stadtbahnnetz von Karlsruhe angeschlossen. Pforzheim wird bedient von der Linie "S 5" von Bietigheim-Bissingen nach Wörth am Rhein und von der Linie "S 6" über die Enztalbahn nach Bad Wildbad. Beide Linien werden von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft betrieben.

Zwischen 1900 und 1968 wurde der Nahverkehr maßgeblich durch die Straßen- und Kleinbahn Pforzheim bedient. Zwischen Pforzheim und Ittersbach verkehrte eine Kleinbahn, die zuvor (seit 1900) zur BLEAG (Badische-Lokaleisenbahn-Aktiengesellschaft) gehört hatte. Diese Bahnstrecke soll in den nächsten Jahren wieder in Betrieb genommen werden. Auf einer neuen Trasse werden dann moderne Stadtbahnzüge verkehren.

Busverkehr
Die Stadt besitzt zahlreiche Busbahnhöfe, u. a. auch am Leopoldplatz, dem Hauptgeschäftszentrum der Stadt, hier fahren täglich rund 600 Busse ab. Den sonstigen öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet bedienen Busse der teilprivatisierten SVP Stadtverkehr Pforzheim GmbH & Co. KG (SVP) und verschiedene andere Verkehrsunternehmen. Sie alle fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Verkehrsverbundes Pforzheim-Enzkreis.

Der Ende 2009 vorgestellte Verkehrsentwicklungsplan sind die Zusammenfassung aller Busbahnhöfe südöstlich des Hauptbahnhofs vor.

Medien
In Pforzheim erscheinen als Tageszeitungen die "Pforzheimer Zeitung" und der "Pforzheimer Kurier", eine Regionalausgabe der Badischen Neuesten Nachrichten (BNN), die in Karlsruhe ihre Hauptredaktion hat. Der zuständige private Bereichssender ist Hit-Radio Antenne 1 auf 107,0 MHz, der ein Regionalstudio in der Stadt unterhält. Der private Lokalsender für Pforzheim ist "Die neue Welle" auf 91,4 MHz.

Gerichte und Behörden
Pforzheim verfügt über ein Amtsgericht, das zum Landgerichts- und OLG-Bezirk Karlsruhe gehört. Außerdem beherbergt die Stadt ein Arbeitsgericht und mehrere Notariate.

Pforzheim ist auch Sitz des Regionalverbands Nordschwarzwald, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald, deren Kammerbezirk die Region Nordschwarzwald umfasst, einer Agentur für Arbeit, eines Finanzamts und eines Zollamts.

Die Stadt ist ferner Sitz des Kirchenbezirks Pforzheim der Evangelischen Landeskirche in Baden und des Dekanats Pforzheim des Erzbistums Freiburg.

Die Stadt Pforzheim betreibt als Träger die örtliche Feuerwehrleitstelle für die Stadt und den Enzkreis, welcher sich hierbei finanziell beteiligt. Die Rettungsleitstelle liegt beim Deutschen Roten Kreuz als Träger.

Bildung
Die ehemalige Fachhochschule Pforzheim ist nun die "Hochschule Pforzheim – Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft" mit etwa 4.600 Studierenden. Die Hochschule entstand 1992 durch Zusammenschluss der 1877 gegründeten ehemaligen "Herzoglichen Kunstgewerbeschule und Fachschule für die Metallindustrie" mit der 1963 gegründeten ehemaligen "Staatlichen Höheren Wirtschaftsfachschule". Die Bereiche Gestaltung und Technik/Wirtschaft haben getrennte Standorte. Die Hochschule legt Wert auf Internationalität: Sie ist unter anderem Mitglied im NIBES-Verbund und pflegt zum Beispiel regelmäßigen akademischen Austausch mit der Josip-Juraj-Strossmayer-Universität Osijek in Kroatien. Es gibt zahlreiche Masterstudiengänge an der Pforzheim Graduate School, die zur Hochschule Pforzheim dazugehört.

Des Weiteren besteht die Goldschmiede- und Uhrmacherschule. Diese Schule ist die einzige ihrer Art in Europa, dadurch wird sie auch von vielen ausländischen Schülern besucht.

Pforzheim hat auch ein Staatliches Seminar für Didaktik und Lehrerbildung (Grund- und Hauptschulen).

Das Staatliche Schulamt Pforzheim ist zurzeit noch in den Gebäuden des Landratsamts untergebracht. Die Behörde ist untere Schulaufsichtsbehörde für alle Grund-, Haupt-, Sonder- und Realschulen im Bereich der Stadt Pforzheim, des Enzkreises und des Kreis Calw. Amtsleiterin ist Frau Schulamtsdirektorin Renate Süß.

Das Abitur kann auf dem Reuchlin-Gymnasium, dem Kepler-Gymnasium, dem Hebel-Gymnasium, dem Theodor-Heuss-Gymnasium, dem Hilda-Gymnasium, dem Schiller-Gymnasium (privates Ganztagesgymnasium), der Fritz-Erler-Schule (wirtschaftswissenschaftliches Gymnasium), der Heinrich-Wieland-Schule (technisches Gymnasium), der Johanna-Wittum-Schule (Ernährungswissenschaftliches Gymnasium/Biotechnologisches Gymnasium) und auf der Goetheschule (Waldorfschule) abgelegt werden.

Neben den allgemeinbildenden Schulen gibt es in Pforzheim auch eine Reihe von Sonderschulen: Die Pestalozzi- und die Bohrainschule sind Förderschulen, wobei die Bohrainschule von Schülerinnen und Schülern aus dem Pforzheimer Stadtgebiet und die Pestalozzischule von Schülerinnen und Schülern aus benachbarten Gemeinden des Enzkreises besucht wird. Schülerinnen und Schüler mit einer geistigen Behinderung besuchen die Gustav-Heinemann-Schule. Die örtliche Schule für Sprachbehinderte ist die Schule am Schlosspark. Daneben ist die Raphael-Schule in Pforzheim-Eutingen eine private, an der Anthroposophie orientierte Schule mit den Zweigen Schule für Erziehungshilfe und Förderschule.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater
* Theater Pforzheim (Dreispartenhaus mit Oper, Operette, Musical, Schauspiel, Ballett und Junge Bühne)
* Kulturhaus Osterfeld
* Figurentheater Raphael Mürle/Marionettenbühne Mottenkäfig

Orchester
* Badische Philharmonie Pforzheim (Stadttheater Pforzheim); Leitung: Markus Huber
* Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim – Das Orchester wurde 1950 von Friedrich Tilegant gegründet. Es wirkte unter anderem bei der Uraufführung eines Werks von Boris Blacher mit. Der Leiter des Orchesters ist Sebastian Tewinkel.

Museen
Stadtbibliothek Pforzheim
* Archäologischer Schauplatz Kappelhof – Römische und mittelalterliche Ausgrabungen
* Bäuerliches Museum Eutingen
* DDR-Museum „Gegen das Vergessen“
* Haus der Landsmannschaften
* Städtische Galerie Pforzheim
* Reuchlinhaus
* Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
* Stadtmuseum Pforzheim (Stadtgeschichte)
* Technisches Museum der Pforzheimer Schmuck- und Uhrenindustrie
* Bahnhof Weißenstein – Eisenbahngeschichte im Raum Pforzheim
* Römischer Gutshof im Kanzlerwald
* Edelsteinausstellung Witwe Schütt
* Schmuckwelten Pforzheim Einkaufs- und Erlebniszentrum für Schmuck und Uhren mit Mineralienmuseum
* Museum Johannes Reuchlin

Kulturelle Einrichtungen
Das CongressCentrum am Waisenhausplatz
* CongressCentrum Pforzheim (CCP)
* Stadtbibliothek
* Kupferdächle (Jugendkulturtreff)
* Club de Amigos
* Kappelhof Römischer Gutshof
* Haus der Jugend (1950 von den Amerikanern erbaute Villa. Jetzt ein Jugendkulturtreff des SJR)

Bauwerke
Stadtkirche und Stadttheater am Waisenhausplatz
Parkhotel am Zusammenfluss von Enz und Nagold
* Altes und Neues Rathaus am Marktplatz
* Archivbau
* Industriehaus mit Schmuckwelten
* Sparkassenturm, ein 75 Meter hohes Bürohochhaus in der Innenstadt
* Reuchlinhaus mit Schmuckmuseum
* Bogenbrücke in Dillweißenstein
* Burgruinen
** Burg Hoheneck, Pforzheim-Dillweißenstein
** Burgruine Kräheneck, Pforzheim-Dillweißenstein, siehe Weißenstein (Adelsgeschlecht)
** Burgruine Liebeneck, Pforzheim-Würm
** Schlossruine Pforzheim
** Burgruine Rabeneck (Weißenstein, Dillweißenstein), Pforzheim-Dillweißenstein
* Kirchen:
** Schloss- und Stiftskirche St. Michael, das Wahrzeichen der Stadt
** Altstadtkirche St. Martin (evangelisch)
** Auferstehungskirche (evangelisch)
** Barfüßerkirche (katholisch)
** Christuskirche Brötzingen (evangelisch)
** St.-Antonius-Kirche (katholisch)
** Evangelische Stadtkirche mit 82 Meter hohem Turm
** Herz-Jesu-Kirche (katholisch)
** Matthäuskirche, ein Bau von Egon Eiermann, Vorgänger der berühmten Neuen Berliner Gedächtniskirche (evangelisch)
** St.-Franziskus-Kirche (katholisch)
* Leitgastturm
* Seehaus
* Alte Kelter Brötzingen
* Hachelturm
* Kupferhammer
* Büchenbronner Aussichtsturm
* Schlössle-Galerie (Einkaufszentrum)
* Villa Becker
* Alter Wasserturm am Reuchlin-Gymnasium auf der Rodplatte
* Buckenbergkaserne

Sonstige Sehenswürdigkeiten
Mahnmal auf dem Wallberg
* Hauptfriedhof
* Städtischer Friedhof "Auf der Schanz" mit 40 Gräbern und einem Mahnmal mit den Namen der "Euthanasie"-Morde bei der Aktion T4 sowie ein Urnenfeld und Grabplatten mit den Namen von ermordeten KZ-Häftlingen aus elf Ländern
* "Brötzinger" Friedhof mit den Grabstätten und einer Gedenktafel für 32 Frauen, Kinder und Männer, die im Zweiten Weltkrieg nach Deutschland verschleppt und Opfer von Zwangsarbeit wurden
* Gedenktafel am Standort des alten Jüdischen Friedhofs an der "Eutinger Straße" zur Erinnerung an den Guten Ort sowie an über 200 jüdische Einwohner, die in der NS-Zeit Opfer der Shoa wurden
* Gedenkstein mit Bronzetafel aus dem Jahre 1981 gegenüber dem "Siloah-Krankenhaus" in der "Kuppenheimstraße" am Wallberg zur Erinnerung an den jüdischen Arzt Dr. Rudolf Kuppenheim und seine Frau Lily, die 1940 in den Freitod gingen, um der Deportation in das Camp de Gurs zu entkommen
* Gedenkstein von 1967 in der "Zerrennerstraße" am Standort der ehemaligen Synagoge zur Erinnerung an den Novemberpogrom 1938
* Auf den Trümmerberg "Wallberg" wurden nach der Zerstörung der Stadt am 23. Februar 1945 die Trümmerreste gekarrt. Auf dem Gipfel erinnert das 2005 zum 60. Jahrestag neu errichtete "Mahnmal Wallberg" an die Geschichte der Stadt.
* Das Stadion "Brötzinger Tal" ist das Fußball-Stadion des 1. FC Pforzheim von 1896, das 1913 eröffnet wurde.
* Skulpturenweg Seehaus Pforzheim. Im Waldgebiet Hagenschiess stellen zur Zeit 14 Künstler ihre Werke aus. Der Skulpturenweg ist als sich ständig weiterentwickelnde Dauerausstellung konzipiert. Pro Jahr kommen etwa zwei bis drei neue Objekte hinzu, andere Werke werden wieder abgebaut oder ersetzt.
* Enzauenpark
* Wildpark mit Hochseilgarten
* Bertha Benz Denkmal von René Dantes vor dem CongressCentrum Pforzheim, sowie direkt davor die Bertha Benz Memorial Route, von Mannheim nach Pforzheim und zurück, die an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Regelmäßige Veranstaltungen
* Januar: Rudolf Reinacher Turnier – Internationales AH-Fußball-Hallenturnier des 1. FC Pforzheim (ältestes Hallenturnier der Welt)
* Januar: Der „Goldstadtpokal“, großes internationales Tanzturnier, ausgerichtet vom „Schwarz-Weiss-Club-Pforzheim“
* Februar: Faschingsumzug in Dillweißenstein
* Mai: Internationales Pfingstturnier des VfR Pforzheim
* Mai: S&G Goldstadt-Cup – Internationales Reitturnier
* Juni: Oldtimertreffen für historische Straßenfahrzeuge, ausgerichtet vom Verein "Historischer Nahverkehr Pforzheim e. V."
* Juni: "Pforzemer Mess"
* Juni: Goldstadtpokal des Vereins für deutsche Schäferhunde Pforzheim-Sedan
* Juli: Pforzheimer Goldschmiedemarkt
* Juli: Pforzheimer Linux-Infotag (fand das letzte mal 2006 statt)
* Juli: "Gruschtelmarkt" (Flohmarkt)
* Juli: Internationales Pforzheimer Musik- & Theaterfestival
* Juli: "Marktplatzfescht" zweijährig (war eines der größten „Umsonst-und-draußen“ Feste in Süddeutschland, fand das letzte mal 2005 statt)
* August: "Oechsle-Fest"
* September: "Brötzinger Samstag"
* September: "Motorradtreffen des MSC Bänkle e. V. 1981 Pforzheim"
* November: Weihnachtsbastelmarkt
* November: Goldstadt Schwimm Meeting
* November/Dezember: Weihnachtsmarkt in der Innenstadt

Persönlichkeiten
Ehrenbürger
"(kleine Auswahl)"
* 1939 Alfons Kern, Architekt und Historiker
* 1965 Dr. Johann Peter Brandenburg, deutscher Politiker (FDP/DVP), MdL, Oberbürgermeister
* 1985 Dr. Willi Weigelt, deutscher Politiker (SPD), Oberbürgermeister
* 1991 Richard Ziegler, Maler
* 1995 Dr. Walter Witzenmann, Unternehmer, Kulturförderer und Stadtrat
* 1998 Prof. Rolf Schweizer, Kirchenmusikdirektor

Söhne und Töchter der Stadt

* 1455, 29. Januar, Johannes Reuchlin, † 30. Juni 1522 in Stuttgart; Humanist und Philosoph
* 1490, Johann Schwebel, † 19. Mai 1540 in Zweibrücken, Reformator
* 1559, 20. Juni, Dorothea Ursula, † 1583 in Nürnberg, Herzogin von Württemberg, geb. Prinzessin von Baden-Durlach
* 1653, 5. Februar; Johann Heinrich May der Ältere † 3. September 1719 in Gießen; lutherischer Theologe, Philologe und Historiker
* 1798, 21. Oktober, Karl Heinrich Baumgärtner, † 11. Dezember 1886 in Baden-Baden, Pathologe
* 1802, 11. Januar, Christian Friedrich Wilhelm Roller, † 4. Januar 1878 in Achern, Psychiater
* 1807, 1. Februar, Carl von Neubronn, † 28. November 1885 in Karlsruhe, Oberamtmann, Abgeordneter
* 1840, 5. September, Ludwig Auerbach, † 22. Juli 1882 in Seelbach (Schutter), Schwarzwalddichter
* 1849, 3. Mai, Bertha Benz, geb. Ringer, † 5. Mai 1944 in Ladenburg, Ehefrau von Carl Benz
* 1866, 31. Januar, Emil Strauß, † 10. August 1960 in Freiburg im Breisgau, deutscher Dichter
* 1871, 26. Oktober, Carl Wilhelm ab 1890 Guillermo Kahlo, † 14. April 1941 Mexiko-Stadt, bedeutender Fotograf in Mexiko, Vater von Frida Kahlo
* 1872, 30. Oktober, Prof. Adolf Sautter, † 6. März 1956, Bildhauer an der Pforzheimer Kunstgewerbeschule; nach ihm ist die Adolf-Sautter-Straße benannt
Heinrich Otto Wieland, Nobelpreisträger für Chemie 1927
* 1877, Prof. Dr. Heinrich Otto Wieland, † 1957; Nobelpreisträger für Chemie 1927
* 1878, 7. März, Maximilian Karl Josef Salm, genannt Emil Salm, † 14. Februar 1938, Bildhauer vieler Plastiken in Pforzheim
* 1881, 5. August, Emil Bizer, † 9. März 1957 in Badenweiler, Maler
* 1891, 4. September, Fritz Todt, † 8. Februar 1942 in Rastenburg (Ostpreußen), SA-Gruppenführer und ab 1940 Reichsminister für Bewaffnung und Munition
* 1898, Hellmut Maneval, Fußballspieler, † 1967
* 1899, 18. Dezember, Karl Abt, † Dezember 1985, Maler
* 1905, Johann Peter Brandenburg, † 1977, Politiker der FDP/DVP und Oberbürgermeister von Pforzheim
* 1905, 15. August, Laura Perls, † 13. Juli 1990, Psychoanalytikerin und Mitbegründerin der Gestalttherapie
* 1908, 23. Mai, Walter Witzenmann; † 15. August 2004 in Pforzheim, Unternehmer, Kommunalpolitiker
* 1911, 13. Juni, Werner Streib, † 15. Juni 1986, Offizier, hochdekorierter Nachtjägerpilot des Zweiten Weltkriegs
* 1911, 9. November, Karl Gengenbach, † 25. Januar 1944, Jurist, SS-Standartenführer, Oberster SD-Führer in den Niederlanden
* 1913, 1. Januar, Hans Lutz Merkle, † 22. September 2000, Vorstandsvorsitzender Robert Bosch GmbH
* 1920, 14. Oktober, Gisela Bär, † 8. September 1991, Bildhauerin
* 1922, 9. August, Klaus Nonnenmann, † 11. Dezember 1993, Schriftsteller
* 1923, 21. Februar, Hans Blickensdörfer, † 27. Dezember 1997 in Hochdorf (bei Plochingen), Sportjournalist und Schriftsteller
* 1928, 13. Februar, Wolf-Dieter Kohler, † 1985, Kunst- und Glasmaler
* 1930, 9. März, Fritz Rau, Konzert- und Tourneeveranstalter
* 1933, 21. März, Karl-Eugen Rehfuess, Bodenkundler und Forstwissenschaftler
* 1937, 2. März, Tilmann Ernst Vetter, Gelehrter: Buddhologie, Indische Philosophie; Universitätsprofessor in Leiden, Niederlande seit 1975, Dharmakirti-Spezialist
* 1939, 8. Juli, Hans Volle, ehemals Landrat des Landkreis Tuttlingen
* 1940, 3. Juni, Werner Hudelmaier, 1989 bis 2005 Landrat des Kreises Rastatt
* 1941, 28. Oktober, Jochen Hasenmayer, Höhlentaucher
* 1942, 21. Februar, Joachim Becker, Rechtsanwalt, von 1985 bis 2001 Oberbürgermeister von Pforzheim
* 1942, Rudolf Theilmann, Kunsthistoriker und Schlagzeuger
* 1943, 6. Juni, Klaus Mangold, ehemaliger Aufsichtsratschef von Toll Collect
* 1944, 15. Februar, Eberhard Bauer, deutscher Psychologe und Parapsychologe
* 1947, 24. August, Bernd Kielburger, Politiker (SPD), Landtagsabgeordneter
* 1948, 30. Mai, Dieter Kosslick, Leiter der Berlinale
* 1952, 13. Januar, Klaus Rapp, Politiker (REP), Landtagsabgeordneter
* 1953, 26. März, René Weller, ehemaliger Boxweltmeister und Schauspieler, derzeit Dichter
Peter Bofinger, Wirtschaftsweiser
* 1954, 18. September, Peter Bofinger, deutscher Wirtschaftswissenschaftler
* 1954, 25. November, Johannes Buchter, Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), Landtagsabgeordneter
* 1960, 25. Oktober, Jörg Schmidt Oberbürgermeister von Radolfzell am Bodensee
* 1957, Jürgen Elsässer, Journalist
* 1961, 13. April, Uwe Hübner, Hörfunk- und Fernsehmoderator („ZDF-Hitparade“ u. a.)
* 1962, 13. Januar, Markus Bott, Boxer
* 1962, 11. Juli, Alexander Künzler, Amateurboxer
* 1962, 20. August, Gert Hager, Oberbürgermeister Pforzheims
* 1964, Siegbert Rampe, deutscher Cembalist, Organist und Pianist
* 1964, 30. Mai, Cornelia Petzold-Schick, Politikerin, Oberbürgermeisterin von Bruchsal
* 1966, 4. April, Stefan Mappus, 2004 bis 2005 Umwelt- und Verkehrsminister von Baden-Württemberg, seit 2005 Fraktionsvorsitzender der CDU Baden-Württemberg
* 1967, 10. April, Sonja Ruf, deutsche Schriftstellerin
* 1971 Sascha Vetter, Deutscher Meister und Weltmeister 1998 im Ju-Jutsu
* 1971, 1. August, Jay Alexander, Sänger (Duo Marshall & Alexander)
* 1979, Michael Baral, deutscher Schauspieler
* 1977, 3. Mai, Nicola Thost, 1998 Olympiasiegerin Snowboard Halfpipe
* 1983, 13. Oktober, Alexander Stolz, Fußball-Profi
* 1985, 23. Juni, Kaya Marie Möller, Schauspielerin
* 1991, 17. Januar, Sebastian Bogner, Schachspieler

Literatur
* Hans-Peter Becht, Hans-Jürgen Kremer (Bearb.): "Die "Chronik der Stadt Pforzheim" 1891–1939", Verlag Regionalkultur, ISBN 3-929366-41-X.
* Hans-Peter Becht: " Pforzheim in der frühen Neuzeit – Beiträge zur Stadtgeschichte des 16. bis 18. Jahrhunderts, ISBN 3-7995-6045-9.
* Robert Künzig, Karl Ehmann: "Pforzheim", Neuenbürger Verlagsdruckerei, 1956.
* Kurt Schwab: Straßen- und Kleinbahn in Pforzheim, Nordhorn 1997, ISBN 3-927587-64-8.
*


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