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Novi Pazar

Serbien, Novi Pazar
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Novi Pazar
"Novi Pazar" (; türkisch: "Yeni Pazar") ist eine Gemeinde und Universitätsstadt im südwestlichen Serbien im Bezirk Raška. Sie liegt in der historischen Region Sandschak von Novi Pazar.

Geographie
Novi Pazar liegt im Südwesten von Serbien, 290 km südlich von Belgrad, nur wenige Kilometer von der Grenze zum Kosovo entfernt.
Die Stadt selbst ist von Bergen umgeben und liegt in einem Talkessel auf knapp 500 m Höhe. Durch die Stadt fließt der kleine Fluss Raška.

Bevölkerung
Die Gemeinde Novi Pazar mit der Stadt zählt nach der Volkszählung 2002 85.996 Einwohner, 76,28 % Bosniaken, 20,47 % Serben, 1,86 % slawische Muslime, 0,16 % Jugoslawen, 0,15 %, Albaner, 0,13 % Montenegriner.

Geschichte

Novi Pazar in der Abenddämmerung
Der Name Novi Pazar leitet sich von Basar ab und bedeutet "neuer Basar". Früher hieß Novi Pazar Yeni Pazar (Yeni = Neu). Novi Pazar liegt unweit der Ruinen von Stari Ras. Die Region um die Burg Ras bildete gemeinsam mit dem Kosovo das mittelalterliche serbische Staatsgebilde Raška, worauf auch die Überreste zahlreicher Kirchen, Klöster und Bäder aus dieser Zeit hindeuten.

1460 gründete Ghazi Isa Beg, der osmanische Verwalter Sarajevos, in der Nähe des alten "Trgovište" (slav. Marktplatz), welches von den Türken "Eski Pazar", Alter Basar, genannt wurde, einen neuen Marktplatz (Yeni Pazar), aus welchem sich der Ort fortentwickelte. Wegen seiner günstigen Verkehrslage und ergiebiger Erzvorkommen war Novi Pazar vom 15. bis Ende des 17. Jahrhunderts eine blühende Handelsstadt mit einer großen ragusanischen Kolonie. Evliya Çelebi zählte anlässlich seines Besuchs der Stadt im Jahr 1660 (mit einem gewissen Maß an Übertreibung) 40-50 Mahallen, 23 Moscheen, 11 Mesdjids, 5 Medresen, 2 Tekkes usw. Im Zuge der österreichisch-türkischen Kriege verwüsteten österreichischen Truppen und serbische Aufständische die Stadt zwei Mal, in den Jahren 1689 und 1737. Infolge der kriegerischen Ereignisse, aber auch aufgrund von Pestepidemien, verlor der Ort im 18. und 19. Jahrhundert an Bedeutung. Lokale Beys etablierten eine von der osmanischen Zentralverwaltung unabhängige Willkürherrschaft, lediglich einige muslimische Muhadjirs aus Serbien und Montenegro wurden angesiedelt.

Infolge der Bestimmungen des Berliner Kongresses okkupierten österreichisch-ungarische Truppen 1878 den westlichen Teil des Sandschaks von Novi Pazar (die sogenannte "Region um den Lim"), welcher jedoch aus ottomanischer Sicht nach den Tanzimat-Reformen einen Teil des Vilayets Kosovo bildete. Nach der Bosnische Annexionskrise im Jahr 1908 gab Österreich-Ungarn seinen Anspruch auf den Sandschak auf, und das Gebiet kehrte auch de facto unter die osmanische Souveränität zurück. Im ersten Balkankrieg wurde die Region 1912 von Serbien erobert und 1918 in den Staat Jugoslawien eingebracht. Nach 1912 wanderten viele Muslime aus der Region in die Türkei aus. 1836 hatte der Ort 7.000 Einwohner, im Jahr 1913 13.433, 1968 23.000 Einwohner. Im Zweiten Weltkrieg wurde der vormalige Sandschak von Novi Pazar von italienischen Truppen okkupiert und dem faschistischen Protektorat Großalbanien angeschlossen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Gebiet zum Territorium der sozialistischen Republik Serbien.

Heute ist Novi Pazar das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum der Region Sandschak und der in Serbien lebenden Muslime, von denen sich manche „muslimische Serben“, andere als „Sandjaklis“ und wieder andere als „Bosniaken“ verstehen.

Sehenswürdigkeiten
Blick von der Brücke über die Raška im Zentrum der Stadt auf die Altstadt und die Festung
Die Stadtansicht ist geprägt von zahlreichen Minaretten, darunter denen der Moscheen Arap Džamija, Altunalem und Bor. In der Umgebung von Novi Pazar befinden sich einige serbische Klöster und Kirchen aus dem Mittelalter wie das Kloster Sopoćani oder die Petrova crkva (Peterskirche) aus dem 9. Jahrhundert. Die Peterskirche ist mit etwa 1.200 Jahren die älteste erhaltene Kirche Serbiens. Das Kloster Sopoćani und die Petrova crkva wurden 1979 in die die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes aufgenommen.

Persönlichkeiten
*Emina Jahović, Sängerin
*Elma Sinanović, Sängerin
*Adem Ljajić, Fußballspieler
*Muamer Zukorlić, Obermufti der Islamischen Gemeinschaft des Sandschak
*Enad Licina, Boxer
*Sinan Gudzević (* 1953), Schriftsteller

Quellen

* A. Popovic: "Yeni Bazar". In: Encyclopaedia of Islam, Bd. XI, Leiden, Brill 2002, S. 321-322.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 22.01.2020 00:19 von den Wikipedia-Autoren.
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