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Nikea (Attika)

Griechenland, Nikea
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"Nikea" ( , , nach seinem früheren Namen auch als "Kokkinia" bekannt) ist eine griechische Stadt im attischen Präfekturbezirk Piräus.

Geografie
Nikea ist 4 km nördlich von Piräus zwischen Keratsini und Korydallos am Fuße des Berges Egaleo gelegen.

Es ist eine westliche Vorstadt von Athen und Piräus, mit denen es siedlungsmäßig zusammengewachsen ist. Die Stadt hat 95798 Einwohner (2001) und erstreckt sich mit ihrem regelmäßigem Straßennetz über fast 7 km². Sie steht damit auf der Liste der größten Städte in Griechenland an neunter Stelle.

Geschichte
Bis in das 20. Jh. hinein war die hügelige Gegend im Wesentlichen landwirtschaftlich geprägt. Nach der Kleinasiatischen Katastrophe 1922 wurde dann das am Fuß der Egaleo-Berge gelegene Gebiet für die in den Großraum Athen strömenden Flüchtlinge als Vorstadtsiedlung Athens erschlossen und bebaut. Nikea gilt als zweitgrößte Flüchtlingsstadt in Griechenland.

Bis 1940 hieß der Ort "Kokkinia", angeblich weil er ein Zentrum der Kommunisten war (nach dem griechischen Wort "kokkinos" = rot). Tatsächlich dürfte die Bezeichnung jedoch auf die vor der Bebauung vorhandenen mit Mohnblumen übersäten Felder zurückgehen.

Die Razzia am 17. August 1944
Am Donnerstag, den 17. August 1944 geschah in Nikea ein Kriegsverbrechen der deutschen Besatzungstruppen, das heute noch in Griechenland allgemein bekannt ist als "Blocco (Razzia) von Kokkinia" (). Alle Männer eines Viertels, das von Tausenden deutscher Soldaten, unterstützt von griechischen Kollaborateuren, abgeriegelt wurde, mussten sich auf dem Platz Osias Xenis hinknien; über 100 Männer, die von Denunzianten angezeigt worden waren, wurden an die Mauer einer kleinen Fabrik gestellt und sofort erschossen. Adonis Flountzis: Chaidari, Athen 1977, S. 537 ff. und S. 749.

7.000 Menschen wurden verhaftet und in das KZ Chaidari gebracht, 1.200 von ihnen nach wenigen Tagen in Güterzügen nach Deutschland deportiert, wo sie als Zwangsarbeiter eingesetzt wurden. Ein Teil von ihnen wurde nach Biblis gebracht, um dort einen Militärflugplatz zu bauen.

Stadtbild
Im Südwesten Nikeas entstand ein Industriegebiet; ein Gelände, das bis dahin für den Bergbau genutzt wurde, wurde in den 1960er Jahren in einen Park umgewandelt. Hier entstand die Olympic Hall, die bei den Olympischen Spielen 2004 Austragungsort der Wettkämpfe im Gewichtheben war.

Die Stadt wird von zwei großen Boulevards geprägt, der Grigori-Lambraki-Straße und der Petrou-Ralli-Straße.

An Sehenswürdigkeiten sind das Klimakia-Museum, das Platon-Sportzentrum und das Proodeftiki-Stadion zu nennen.
Nikea verfügt über zwei Krankenhäuser sowie über eine Reihe von Grund- und Oberschulen. Es ist die Heimatstadt der Volleyball-Mannschaft Nikaia Piräus und der Fußball-Mannschaft des Zweitligisten Ionikos Nikea.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 23.01.2020 03:40 von den Wikipedia-Autoren.
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