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Neue französische Regierung dämpft Hoffnungen von Atom-Gegnern

Frankreich
18.05.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Paris (dpa) - Die neue französische Regierung dämpft Hoffnungen auf eine beschleunigte Energiewende. Der Atomanteil an der Energieproduktion solle mit einem «verantwortlichen Zeitplan» vermindert werden, sagte Regierungssprecher Christophe Castaner am Donnerstag in Paris nach der ersten Kabinettssitzung.

Die Berufung des populären Umweltaktivisten und Filmemachers Nicolas Hulot hatte Erwartungen geschürt, wonach ein Kurswechsel in der Energiepolitik anstehen könnte. «Ein Minister stellt keine Bedingungen, weder an den Premierminister, noch an den Staatspräsidenten», resümierte Castaner, der auch Staatssekretär ist. Hulot war Sondergesandter des früheren Präsidenten François Hollande zur Vorbereitung der Pariser Klimakonferenz im Dezember 2015 gewesen.

Castaner machte deutlich, dass Hollandes Nachfolger Emmanuel Macron das seit langem beschlossene Energiewende-Gesetz in die Tat umsetzen will. Das Ziel lautet dabei, der Atomkraft am Strommix bis 2025 auf 50 Prozent zu reduzieren. Frankreich erzeugt rund drei Viertel seines Stroms aus Atomkraft. Erneuerbare Energien steuern nach früheren Angaben nur etwa 16,5 Prozent bei, in Deutschland ist es fast doppelt so viel.

 

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