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Neapel

Italien, Neapel
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Panorama Neapels (mit dem Hafen von Mergellina im Vorder- und dem Vesuv im Hintergrund)

"Neapel" (italienisch: "Napoli" ; neapolitanisch: "Napule"; von griechisch "nea polis" = neue Stadt) ist nach Rom und Mailand die bevölkerungsreichste Stadt Italiens. Sie ist die Hauptstadt der Region Kampanien und der Provinz Neapel. Das administrativ zur Stadt Neapel gehörende Gebiet hat etwa 1 Million Einwohner (zuzüglich einer hohen Dunkelziffer an nicht amtlich registrierten Personen), zusammen mit den Vororten weist sie als Agglomeration über 4,4 Millionen Einwohner auf.

Geographie und Klima


Klimadiagramm von Neapel
Neapel liegt am nördlichen Rande des Golfs von Neapel, eines Supervulkans mit einem Durchmesser von über 30 Kilometern, der zur Bruchzone auf der tyrrhenischen Seite des Apennin gehört. Die Stadt befindet sich auf etwa halbem Wege zwischen zwei peripheren und aktiven vulkanischen Gebieten dieses Supervulkans, dem Monte Somma/Vesuv und den "Campi Flegrei" (Phlegräischen Feldern).

Wetterbestimmend für die Stadt ist das mediterrane Klima mit milden und regenreichen Wintern sowie heißen und trockenen Sommern, wobei die gröbste Sommerhitze durch die begünstigte Lage am Meer abgemildert wird.

So sehr die vulkanischen und tektonischen Aktivitäten dieser Region den Menschen auch immer wieder bedrohten, so sehr sorgten sie auf der anderen Seite mit der Entstehung von Thermalquellen und der Bildung überaus fruchtbarer Böden in Verbindung mit dem wachstumsfördernden Klima für optimale Siedlungsvoraussetzungen, wodurch die Gegend am Golf von Neapel seit alters her zu den dichtbesiedeltsten Gebieten Italiens gehört.

Stadtgliederung und Demografie
Neapel besteht aus insgesamt 31 Stadtteilen, die sich in Anpassung an die topographischen Gegebenheiten um den Golf schmiegen. Der Übergang zu den angrenzenden, unabhängigen Kommunen der Agglomeration ist fließend. Auffällig ist, dass Neapel keine einzelne Stadtmitte besitzt, sondern mehrere kleinere Zentren. Diese werden von verschiedenen größeren Plätzen beherrscht, wie der "Piazza Garibaldi" am Zentralbahnhof, der "Piazza Cavour" am Nordrand der Altstadt, der "Piazza Dante" im nordwestlichen Altstadtbereich, der "Piazza Municipio" im Bereich des Fährhafens und der "Piazza Mercato" am Frachthafen.

Die Bevölkerungsstruktur der Stadt unterscheidet sich in einigen Punkten deutlich von der Struktur anderer italienischer, insbesondere norditalienischer Städte. So wurden im Jahr 2004 nur rund 40.000 in der gesamten Region offiziell ansässige Migranten gezählt, was einem Bevölkerungsanteil von nur etwa einem Prozent entspricht. Viele davon sind osteuropäische Gastarbeiter, eine verschwindend kleine Anzahl besteht aus Chinesen, Arabern und Afrikanern. Und anders als die mittel- und norditalienischen Städte hat die neapolitanische Bevölkerung einen relativ jungen Altersdurchschnitt. Knapp 19 % aller Neapolitaner sind jünger als 15 Jahre, die 15- bis 64-jährigen machen annähernd 68 % der Bevölkerung aus und der Anteil der über 64-jährigen liegt bei gut 13 %. Das obwohl seit ungefähr einem Vierteljahrhundert kontinuierlich gerade zahlreiche junge Menschen auf der Suche nach Arbeit und besseren Lebensperspektiven der Stadt den Rücken kehren.

"Entwicklung der Einwohnerzahlen" "(in Tausend)"

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Geschichte
Neapel kann auf eine lange und bewegte, in wesentlichen Teilen aber auch von Fremdherrschaft und Unterdrückung geprägte Geschichte zurückblicken. In den Gebäuden und Museen, aber auch in den kulturellen Eigenheiten der Stadt sind bis heute Spuren aus fast allen Perioden dieser langen Entwicklung zu finden.

Antike
Neapel wurde vermutlich von Einwohnern der bereits um 750 v. Chr. entstandenen griechischen Kolonie Kyme begründet. Von Kyme (Cumae) aus wurde einige Kilometer entfernt eine weitere Stadt gebildet: "Parthenope" auf dem heute inmitten Neapels liegenden Hügels "Pizzofalcone". Aus dieser Niederlassung Parthenope ging vor 500 v. Chr., wohl durch Erweiterung der "Alten Stadt" (griech. "Paläopolis") am Fuße des Berges schließlich die "Neue Stadt" (griech. "Neapolis") Neapel hervor.

Münzporträt des Lucius Cornelius Sulla
Schon bald zählte die junge Gründung zu den prosperierendsten Städten der Magna Graecia. Ein mit dem expandierenden Rom 326 v. Chr. geschlossener Bündnisvertrag trug zu einer langen relativen Unabhängigkeit bei. Aber in den römischen Bürgerkriegen (88-82 v. Chr.) stand Neapel auf der falschen Seite und wurde in der Folge unter Sulla als abhängige Provinzstadt dem römischen Imperium einverleibt.

In der Römischen Kaiserzeit spielte Neapel dann eine eher durchschnittliche Rolle. Spektakuläre Bauvorhaben der damaligen Oberklasse wurden zwar in der Region (Pompeji, Herculaneum, Capri, Misenum, Puteoli, Baiae), nicht jedoch in der Stadt Neapolis selbst durchgeführt, die gleichwohl am Wohlstand der gesamten "Campania felix" partizipierte. Von den Bauten aus dieser Phase ist archäologisch wenig erhalten. In dieser Zeit wurde auch die griechische Bevölkerung Neapels mehr und mehr durch Italiker ergänzt und schließlich, spätestens bis zur Mitte des 3. Jahrhunderts, ethnisch und kulturell vollständig absorbiert. Latein setzte sich vollständig gegen das Griechische durch.

Katakomben (1877)
Wie auch die Christen in der Hauptstadt des Imperiums war die frühchristliche Gemeinde Neapels sporadischen Verfolgungen ausgesetzt. Wie in Rom zogen sich die frühen Christen auch in Neapel in Katakomben zurück, die der Gemeinde als Begräbnisstätte und Ort des Totengedenkens (nicht aber als Zufluchtsorte, wie man früher meinte) dienten. Dieser Zustand änderte sich endgültig erst, als der junge Glaube nach dem Toleranzedikt von Mailand von der verfolgten Religion zum Staatskult avancierte. Die Katakomben sind bis auf den heutigen Tag erhalten und können besichtigt werden.

Die letzten anderthalb Jahrhunderte der Existenz des (west-)römischen Imperiums waren in Neapel wie im gesamten Reich von einer gewissen Agonie geprägt. Der letzte weströmische Kaiser Romulus Augustulus wurde 476 abgesetzt und vermutlich in der Nähe von Neapel quasi in Rente geschickt. Die in Neapel gerne kolportierte Geschichte, er habe seine letzten Jahre eingekerkert in einem Vorgängerbauwerk des Castel dell’Ovo fristen müssen, kann allerdings wahrscheinlich ins Reich der Legenden verwiesen werden Zum Ende des .

Nach 476 beherrschte zunächst der Heerführer Odoaker Italien, 493 etablierte Theoderich der Große dann die ostgotische Herrschaft. Seit 535 eroberten dann die Oströmer unter dem Feldherrn Belisar im Auftrag des Kaisers Justinian im Zuge der Renovatio imperii - dem Versuch, das römische Imperium wiederherzustellen - vorübergehend ganz Italien. Neapel, dessen Einwohner sich mehrheitlich auf die Seite der Ostgoten stellten, fiel nach hartem Kampf, als Belisars Männer durch die Aquaedukte in die Stadt eindrangen. Mit der oströmischen Herrschaft ging eine wieder größere Verbreitung der griechischen Sprache in Süditalien und auf Sizilien einher (bis ins 11. Jahrhundert).

Mittelalter

Als bald nach Justinians Tod 568 die Langobarden in Italien einfielen und damit den Beginn des Mittelalter einläuteten, gelang es den Oströmern bzw. Byzantinern dennoch lange Zeit, ihren Einfluss in Neapel zu behaupten. Erst im Zusammenhang mit dem Ikonoklasmus des 8. Jahrhunderts wechselte die Stadt die Fronten und näherte sich der mit den Langobarden verbündeten Römisch-Katholischen Kirche an. In der Folge gewann das bereits im 7. Jahrhundert entstandene neapolitanische Herzogtum eine gewisse Autonomie Zur Geschichte des Herzogtums Neapel in der .

In einem eher regionalen Konflikt (mit Benevent) riefen die Herzöge von Neapel um 835 die sizilianischen Araber aufs Festland. Das Bündnis währte ein halbes Jahrhundert, und Neapel wurde so zu einer Ausgangsbasis für die Ausbreitung des Islam in Italien und seiner für den sensiblen Beobachter bis heute im Süden des Landes wahrnehmbaren kulturellen Einflüsse.
Insgesamt waren die letzten anderthalb Jahrhunderte des ersten Jahrtausends für die Stadt von anhaltendem Wohlstand geprägt, gemeinsam mit den Flotten der zeitweise verbündeten Seerepublik Amalfi und des Herzogtums Gaeta beherrschte Neapel noch vor den Venezianern und Genuesen den Seehandel im Mittelmeer.

Im Jahr 1137 fiel Neapel dann nach zähem Widerstand in die Hand der Normannen und wurde Bestandteil des normannischen Königreichs Sizilien. Die Normannen verstanden es, durch eine geschickte Innenpolitik die unterschiedlichen, oströmisch-byzantinischen, arabischen und westlichen Wurzeln der Region zu einem einzigartigen und eigenständigen kulturellen Konglomerat zu verschmelzen.

Konradin von Hohenstaufen
Die Normannenherrschaft dauerte 165 Jahre. 1194 traten die Staufer unter Heinrich VI. an ihre Stelle, indem sie eine dynastische Schwäche der Normannen ausnutzten und sich in einem kurzem Feldzug Süditaliens bemächtigten. Heinrichs Sohn und Nachfolger Friedrich II. gründete 1224 mit der Universität Neapel, die heute seinen Namen trägt, die erste staatliche Hochschule Europas.

Die staufische Herrschaft in Neapel überdauerte Friedrichs Tod (1250) nicht lange. Karl I. von Anjou eroberte das so genannte „Königreich beider Sizilien“ als Lehensnehmer des Papstes nach seiner Krönung in Rom 1266. Nach erbitterten Auseinandersetzungen mit den staufischen Erben wurde Konradin, der letzte männliche Staufer, 1268 in Neapel enthauptet.

Nachdem in Folge der sizilianischen Vesper 1282 die Insel Sizilien für die Anjou verloren gegangen war, konzentrierten sie sich ganz auf ihre festländischen Besitzungen und machten Neapel zur Residenz ihres Königreiches. Auch wenn ihre bis 1442 andauernde Herrschaft innenpolitisch von brutaler Unterdrückung geprägt war, sorgten sie für eine wirtschaftliche und kulturelle Blütezeit der Stadt und ergriffen grundlegende städtebauliche Maßnahmen zu ihrer Modernisierung. Neapel wurde in dieser Epoche neben Florenz zum tonangebenden Zentrum auf den Gebieten der Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst und Architektur in Italien und Europa. Zahlreiche unter den Anjou errichteten Bauwerke zeugen noch heute von der ökonomischen Prosperität und dem kulturellen Glanz der Stadt in dieser Zeit.

Neuzeit
Kgr. Aragón
* Siehe auch Hauptartikel Königreich Neapel.

1442 besiegte der aragonesische König Alfonso den letzten Herrscher der Anjou. Unter den Aragonesen wurden die ökonomischen Verbindungen Neapels zur iberischen Halbinsel intensiviert, die Wirtschaft insgesamt gefördert und die Stadt zu einem Zentrum der italienischen Renaissance. Zu Beginn des 16. Jahrhunderts schließlich, nach einer nur kurzen Episode französischer Herrschaft, wurden Stadt und Königreich Neapel als Provinz dem spanisch-habsburgischen Weltreich angegliedert. Damit begann die Ära der spanischen Vizekönige von Neapel, unter denen die Stadt den Tiefpunkt ihrer wirtschaftlichen und politischen Entwicklung erreichen sollte.

Vizekönig Pedro Álvarez de Toledo
Innerhalb von nur 100 Jahren war die Bevölkerung der Stadt von rund 40.000 im Jahre 1450 auf etwa 210.000 im Jahre 1550 angewachsen und Neapel war, noch vor Venedig (160.000 Einwohner) und Mailand (70.000 Einwohner) zur größten Stadt Italiens und nach Paris zur zweitgrößten Metropole in Europa geworden. Einem der wenigen fähigen Vizekönige, Pedro Álvarez de Toledo, gelang es in seiner Amtszeit zwischen 1532 und 1553, dieses demographischen Problems noch einigermaßen Herr zu werden, indem er entsprechende städtebauliche Maßnahmen durchführte. So ließ er vorhandene Bausubstanz aufstocken und ein neues Stadtviertel ("quartiere spagnolo", spanisches Viertel) westlich der nach ihm benannten "Via Toledo" errichten. Realisiert werden konnten diese Maßnahmen aber nur durch eine harte Steuer- und repressive Innenpolitik. So war es auch de Toledo, der die Inquisition in Neapel einführte Zu .

Im Übrigen war die Zeit der Vizekönige von einer zunehmenden Verschärfung der Klassengegensätze geprägt. Das Hauptaugenmerk der spanischen Krone lag auf dem iberischen Kernland und den Kolonien. Die wenigen Investitionen, die in der Stadt getätigt wurden, kamen nur den Besitzenden, dem städtischen Adel, dem Klerus und den spanischen Beamten zugute, während die einfache Bevölkerung zunehmend verelendete. Nirgendwo im westlichen Europa dieser Zeit waren die sozialen Unterschiede größer ausgeprägt als in Neapel.

Nachdem es schon zur Zeit de Toledos 1547 zu einer ersten Revolte und in der Folge immer mal wieder zu Unruhen gekommen war, entluden sich die sozialen Spannungen schließlich im Masaniello-Aufstand von 1647, der zu einer ersten kurzlebigen neapolitanischen Republik 1647/48 führte.
Aufgrund der Machtverhältnisse war die spanische Herrschaft naturgemäß bald wieder hergestellt, und nach einer weiteren kleineren Rebellion 1649 ergaben sich die Neapolitaner in ihr Schicksal. Zu alledem wurde die Stadt 1656 auch noch von der verheerenden "Großen Pest" heimgesucht, der rund die Hälfte der 300.000 Einwohner zum Opfer fiel. Massengräber reichten nicht mehr aus, die Opfer wurden in großen "Fegefeuern" verbrannt. Die spanischen Habsburger wurden 1707 durch die österreichischen Habsburger abgelöst, für die Neapolitaner änderte sich dadurch nur wenig.

Karl VII. von Neapel (= Karl III. von Spanien)
Eine deutliche Verbesserung der Verhältnisse trat erst ein, als die Bourbonen, die infolge des spanischen Erbfolgekrieges 1712 den spanischen Thron erworben hatten, 1735 auch Süditalien von den Österreichern übernahmen. Unter Karl VII., der das neu formierte Königreich beider Sizilien von 1735 bis 1759 regierte und anschließend von 1759 bis 1788 als Karl III. in Spanien herrschte, wurde eine wirksame Reformpolitik eingeleitet. Karl VII., ein Vertreter der Aufklärung, säuberte die Reihen der korrupten und dekadenten Adeligen und kirchlichen Würdenträger, nahm bauliche Veränderungen im Stadtbild vor und förderte das kulturelle Leben. Sein Sohn und Nachfolger Ferdinand IV. (mit Unterbrechungen 1759-1825) blieb allerdings deutlich hinter dem Format seines Vaters zurück, so dass sich die Stadt bald wieder den alten Verhältnissen annäherte, bevor die von Frankreich ausgehenden Ereignisse Europa und damit auch Neapel erschüttern sollten.

Anfang 1799 zogen französische Revolutionstruppen unter dem General Jean-Étienne Championnet in Neapel ein, der König war schon zuvor nach Palermo geflohen. Neapolitanische Patrioten proklamierten daraufhin die Parthenopäische Republik, die jedoch bei großen Teilen der ungebildeten Bevölkerung auf nur wenig Gegenliebe stieß. Durch deren Widerstand und das Eingreifen der Engländer unter Horatio Nelson endete das republikanische Experiment schon im selben Jahre wieder. Der Bourbone kehrte nach Neapel zurück und gegen die Republikaner folgten grausame Verfolgungen, denen fast die gesamte intellektuelle Elite Neapels zum Opfer fiel.

Im Winter 1805/06 wurde Ferdinand IV. von Napoléon Bonaparte entmachtet, der zunächst seinen Bruder Joseph (1806–1808) und danach seinen Schwager Joachim Murat (1808–1815) als Könige von Neapel einsetzte. Insbesondere letzterer leitete umfangreiche Sozialreformen ein und gelangte so bei der einheimischen Bevölkerung schnell zu großer Beliebtheit.

Mit dem Untergang Napoléons kam jedoch auch bald das Ende dieser Episode. Ferdinand kehrte nach Neapel zurück und führte eine konsequente Restaurationspolitik durch, die auch die letzten Spuren französischer Reformbemühungen beseitigte. Die Neapolitaner jedoch, die kurzzeitig in den Genuss der Reformen gekommen waren und nun die restaurative Politik der Bourbonen erleiden mussten, begannen sich mit den aus Norditalien kommenden Ideen des Risorgimento zur Schaffung eines unabhängigen Italiens anzufreunden.

Neapel als Bestandteil des italienischen Staates
Giuseppe Garibaldi
Am 7. September 1860 zog Giuseppe Garibaldi nach der Eroberung Süditaliens unter dem Jubel der Bevölkerung in Neapel ein und am 21. Oktober 1860 stimmten die Neapolitaner in einem Plebiszit mit überwältigender Mehrheit für den Anschluss an das Königreich Italien. Franz II, der letzte Bourbonenherrscher war aus der Stadt in die Festung Gaeta geflüchtet, gab am 13. Februar 1861 seine Kapitulation bekannt und wurde für abgesetzt erklärt. Am 17. März 1861 wurde das Vereinigte Königreich Italien als konstitutionelle Monarchie offiziell proklamiert.

Viele Neapolitaner identifizierten sich allerdings nur in sehr geringem Umfang mit dem neuen italienischen Staat. Staatsgewalt - gleich, durch wen sie ausgeübt wurde - war für viele Süditaliener im wesentlichen ein Synonym für Unterdrückung und Fremdherrschaft. Der Süden, das ehemalige Königreich Beider Sizilien, war gegenüber den ehemaligen norditalienischen Staaten - im wesentlichen aufgrund jahrhundertelanger Misswirtschaft der Herrscher - wirtschaftlich deutlich unterentwickelt. Viele Entwicklungsprojekte und Förderungsmaßnahmen der neuen Zentralregierung kamen überwiegend dem Norden des Landes zugute, während der Süden eher vernachlässigt und durch eine ungerechte und harte Steuerpolitik wirtschaftlich stark belastet wurde. Notwendige Reformen, um die während der Bourbonenherrschaft etablierten Probleme zu beseitigen (z. B. eine Landreform), unterblieben. Die Regierung hatte lediglich eine formelle, politische Einigung des Landes erreicht, scheiterte aber an der Aufgabe, das Land auch innerlich zu einigen. Die Rückständigkeit des Südens wurde in gewisser Weise zementiert. Der Norden prosperierte in den ersten Jahrzehnten nach der Gründung des Königreiches wirtschaftlich zunehmend und fand bald Anschluss an die führenden europäischen Industrienationen, während der Süden in Armut und Agonie verharrte. Hier liegt eine der Ursachen für die Entstehung des bis heute wirksamen Nord-Süd-Gefälles in Italien. Auch Neapel entwickelte sich so zu einer typischen Großstadt des Mezzogiorno, geprägt von Armut, Kriminalität, Schattenwirtschaft und mafiösen Strukturen, die bis in die höchsten politischen und wirtschaftlichen Machtzentren reichen.

1884 wurde Neapel infolge der katastrophalen infrastrukturellen und hygienischen Verhältnisse Opfer einer verheerenden Choleraepidemie. Von Rom aus 1885 eingeleitete Notstandsmaßnahmen zur Sanierung der Elendsquartiere blieben Makulatur. Eine zu Beginn des 20. Jahrhunderts mit quasi planwirtschaftlichen Methoden begonnene Industrialisierung war bedingt durch Fehlplanung, fehlende Infrastruktur und in dunklen Quellen versickernde Gelder fast zwangsläufig zum Scheitern verurteilt und führte zu keiner Verbesserung der ökonomischen Situation. Vor diesem Hintergrund kam es zu den ersten großen Auswanderungswellen nach Norditalien, Argentinien und vor allem in die USA.

Kaum verwunderlich, dass der Faschismus in dieser Situation in Süditalien deutlich mehr Anhänger fand als im Norden des Landes. 1922, kurz vor dem Marsch auf Rom, fand in Neapel ein großer Faschistenkongress statt. Nach der Machtergreifung Mussolinis wurden die süditalienischen Probleme erst einmal durch die imperialen Bestrebungen der Faschisten und später durch den Zweiten Weltkrieg überlagert, kaschiert und in den Hintergrund gedrängt. Während des Zweiten Weltkriegs war die Stadt wiederholt das Ziel heftiger alliierter Bombenangriffe Zur . Bei diesen insgesamt 105 Angriffen gab es etwa 1000 Ziviltote, obwohl die Bevölkerung Schutz in dem unterirdischen Zisternen-System von Neapel suchte. Auch viele kunsthistorisch wertvolle Gebäude, darunter eine Reihe von Kirchen, wurden vernichtet oder schwer beschädigt. Nach der Absetzung und Verhaftung Mussolinis am 25. Juli 1943 wurde Neapel von Wehrmachtstruppen besetzt und die Neapolitaner waren für kurze Zeit dem deutschen Terrorregime ausgesetzt Materialien zur Resistenza unter der deutschen Besatzung auf der Seite .. In zähen Partisanenkämpfen der Resistenza gelang es der Stadt aber, sich aus eigener Kraft noch vor dem Eintreffen der Alliierten am 1. Oktober 1943 selbst zu befreien und die Besatzer aus der Stadt zu vertreiben.

Die anschließende amerikanische Besatzung sorgte für eine kurze Periode des relativen Wohlstands der Stadt. Die Bedürfnisse der GI und die reichlich vorhandenen Dollarmengen waren der ideale Nährboden für die Schattenwirtschaft Neapels. Die Camorra erstarkte wieder. Beim Volksentscheid von 1946 über die künftige Staatsform stimmten die Einwohner Neapels im Gegensatz zur Mehrheit des Landes für die Beibehaltung der Monarchie. Bei der folgenden Konstituierung der italienischen Republik wurde mit Enrico de Nicola ein Neapolitaner zu deren erstem Präsidenten gewählt.

In den ersten Jahrzehnten der jungen Republik änderte sich für die Neapolitaner nichts Wesentliches an den prekären Verhältnissen in der Stadt. Dies führte zu weiteren großen Auswanderungswellen. Allein zwischen 1950 und 1970 verließen rund 800.000 Menschen die Stadt und die Provinz. Wieder waren Norditalien und die USA, zusätzlich aber auch die Bundesrepublik Deutschland als aufblühendes Wirtschaftswunderland die bevorzugten Ziele der Emigranten.

Die Regierung in Rom leitete zwar über die zum Aufbau des Südens gegründete "Cassa per il Mezzogiorno" ("Kasse für den Süden") Milliarden an Subventionen in die Region, Milliardenbeträge an Fördergeldern versickerten aber auch in dunklen Kanälen oder wurden durch neuerliche Fehlplanungen, welche die bestehenden ökonomischen und infrastrukturellen Bedingungen ignorierten, buchstäblich verschleudert. Neapel erlebte in den ersten viereinhalb Jahrzehnten seiner Nachkriegsgeschichte eine für das Europa der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beispiellose Verquickung von Wirtschaft, Politik und Camorra und der Name der Stadt wurde zum Synonym für Korruption, Bauspekulation und illegale Bereicherung. Protagonist dieser Politik war in Neapel insbesondere in den fünfziger Jahren der langjährige Bürgermeister der Stadt, Achille Lauro. Schon durch zweifelhafte Methoden in den Besitz eines Flotten- und Finanzimperiums gelangt, nutzte er die Bürgermeisterposition vorrangig zum weiteren Ausbau seiner wirtschaftlichen und politischen Macht. Gleichwohl war er als typischer Populist, der eine ausgeprägte Panem-et-Circenes-Politik betrieb, bei der Bevölkerung sehr beliebt.

Auch die Zwangsabsetzung Lauros per Dekret der römischen Zentralregierung änderte nichts Grundlegendes an den neapolitanischen Zuständen. Seine Nachfolger Liste der neapolitanische Bürgermeister von 1900 bis 1997 auf der Seite waren fast ausschließlich von ähnlichem Schlag, ob es sich nun um Christdemokraten oder Sozialisten handelte.
Neapels Bürgermeisterin Rosa Russo Iervolino mit ihrem Vorgänger Antonio Bassolino
Erst im Rahmen des gesamtitalienischen Erneuerungsprozesses ab 1992 änderten sich auch die Verhältnisse in Neapel und die Ära der korrupten Kommunalpolitiker wurde beendet. 1993 wurde Antonio Bassolino vom Mitte-Links-Bündnis L"Ulivo gegen Alessandra Mussolini ("Alternativa Sociale") zum Bürgermeister gewählt. In seiner bis zum Jahr 2001 währenden Amtszeit erlebte die Stadt einen schnellen und nie für möglich gehaltenen Aufschwung. Die Korruption wurde systematisch bekämpft, der Einfluss der Camorra zumindest eingedämmt. Restaurierungsarbeiten am Stadtbild und Sanierungsmaßnahmen wurden eingeleitet. 1994 war Neapel Tagungsort des G7-Gipfels, 1995 wurde das "centro storico" (Altstadt) von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Bei seiner Wiederwahl 1997 erhielt Bassolino 73 % der Stimmen, im Jahre 2000 wurde er auch Präsident der Region Kampanien. Seit 2001 setzt seine Parteifreundin und Nachfolgerin Rosa Russo Iervolino die von ihm begonnene Kommunalpolitik fort. In der letzten Zeit begannen sich die Probleme Neapels aber wieder zu verschärfen.

Siehe auch
* Königreich beider Sizilien und Königreich Neapel
* Liste der Herrscher von Neapel
* Liste der Erzbischöfe von Neapel
* Geschichte Italiens

Kultur und Sehenswürdigkeiten
Gebäude
1995 wurde die gesamte Altstadt ("centro storico") von Neapel zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Entsprechend hoch ist die Zahl der als sehenswert geltenden Baulichkeiten.

Burgen und Paläste
Castel dell’Ovo
* "Castel dell’Ovo". Hafenburg des 9. Jahrhunderts auf einem dem Stadtteil Santa Lucia vorgelagerten Felsen. Errichtet auf wesentlich älteren Fundamenten, mit Sicherheit auf denen einer Kirche aus dem 5. Jahrhundert, möglicherweise auf denen einer Villa des Lucull. In der heutigen Gestalt aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Östlich der Burg entstanden durch künstliche Geländegewinnung ein kleines, heute fast ausschließlich von Restaurants genutztes Siedlungsgebiet und der Yachthafen "Porto Santa Lucia".
Castel Nuovo
* "Castel Nuovo". Unter Karl I. von Anjou im 13. Jahrhundert angelegte Stadtburg, im 15. Jahrhundert komplett umgestaltet. In der "Sala dei Baroni" (Saal der Barone) trat bis ins Jahr 2006 der Stadtrat Neapels zusammen, im Westflügel der Burg ist das "Museo Civico" (Museum zur Stadtgeschichte Neapels) untergebracht.
* "Castel Sant"Elmo". Festung aus dem 14. Jahrhundert auf dem Vomero mit schöner Aussicht über die Stadt und den Golf. Beherbergt heute verschiedene Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen, unter anderem die Kunsthistorische Bibliothek ("Biblioteca di Storia dell"Arte").
Palazzo Reale
* "Palazzo Reale". Ehemaliger Palast der Vizekönige aus dem frühen 17. Jahrhundert an der "Piazza del Plebiscito", heute Nationalbibliothek und Museum. Die "Nationalbibliothek" verfügt über einen Buchbestand von zwei Millionen Bänden, hinzu kommen 20.000 Manuskripte, über 8.000 Zeitschriften, 4.500 Inkunabeln und 1.800 Papyri. Als Anbau des "Palazzo Reale" entstand im 18. Jahrhundert das "Teatro San Carlo", älter als die Mailänder Scala und seinerzeit das größte Opernhaus der Welt, das zahlreiche Uraufführungen (Rossini, Donizetti u. a.) erlebte.

Ferner:
* Castel Capuano (Ursprung 12., rezente Gestalt 19. Jahrhundert)
* Castel Carmine (16. Jahrhundert)
* Monte di Pietà (16. Jahrhundert)
* Palazzo Carafa Santangelo (15. Jahrhundert)
* Palazzo Como (15. Jahrhundert)
* Palazzo dello Spagnolo (1748)
* Palazzo Filomarino (14. Jh., erheblich verändert im 16. Jh.)
* Palazzo Sanfelice (1728)
* Palazzo Serra di Cassano (18. Jahrhundert)
* Villa La Floridiana (19. Jahrhundert)
* Villa Pignatelli (19. Jahrhundert)

Kirchen und Klöster
* "Duomo San Gennaro". Religiöses Zentrum der Stadt und Kirche ihres Schutzheiligen. Errichtet Ende des 13. Jahrhunderts über einer älteren Kirche, von der noch das Baptisterium aus dem 5. Jahrhundert als Bestandteil des Domes erhalten ist. Prachtvoll ausgestattete "Capella del Tesoro di San Gennaro" mit den Reliquien, Ort des „Blutwunders“.
* "Santa Chiara". Kloster und Kirche aus dem 14. Jahrhundert mit Königsgräbern, sehenswertem Kreuzgang, Klarissinnenchor und Museum. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg am 4. August 1943 während eines Angriffs von 400 US-Bombern auf die Stadt zerstört. Durch Spenden der Bevölkerung von Neapel konnte sie wiederaufgebaut werden, im ursprünglichen Stil der provenzalischen Gotik. Beliebte Hochzeitskirche der Neapolitaner.
* "San Gregorio Armeno". Klosterkirche der Benediktinerinnen aus dem 16. Jahrhundert über älteren Kirchenbauten, deren Ursprünge bis ins 8. Jahrhundert zurückreichen.
* "San Lorenzo Maggiore". Prachtvolle Klosterkirche der Franziskaner aus dem 13. Jahrhundert mit barocken Umbauten des 18. Jahrhunderts. Bodenmosaiken eines frühchristlichen Vorgängerbaus, der Laurentiuskirche aus dem 6. Jahrhundert, sind erhalten. Darunter noch Ausgrabungen eines Marktplatzes aus griechisch-römischer Zeit.
* "Gesù Nuovo". Jesuitenkirche aus dem 16. Jahrhundert in einem Palazzo mit Diamantquaderfassade des 15. Jahrhunderts. Hinter der nüchternen und abweisenden Fassade entfaltet sich die barocke Pracht der Innenausstattung.
San Francesco di Paola
* "San Francesco di Paola". Klassizistische Kirche, erbaut in Anlehnung an das Pantheon und die Kolonnaden des Petersplatz in Rom. An der "Piazza del Plebiscito" gegenüber dem Palazzo Reale gelegen.
* "Certosa di San Martino". Auf dem Vomero gelegenes Kartäuserkloster aus dem 14. Jahrhundert, das im 17. Jahrhundert vollständig im Stile des Barock umgestaltet wurde. Reiche Ausstattung mit Barockgemälden im Inneren, von draußen hat man eine prachtvolle Aussicht auf Neapel und den Golf. Angegliedert ist das "Museo Nazionale di San Martino", ein kulturhistorisches Museum.
* "Cappella Sansevero". Barockkirchlein mit zahlreichen Marmorskulpturen. Privatkapelle des Raimondo di Sangro (1710–1771), eines adeligen Erfinders und Alchemisten. Von diesem stammen zwei etwas makabere Exponate im Keller der Kirche, die konservierten Leichname eines Mannes und einer schwangeren Frau. Erhalten sind die Skelette und die vollständigen, durch eine unbekannte Chemikalie, die den beiden wohl in lebendigem Zustand injiziert worden war, kristallisierten Blutgefäße.
Zahlreiche weitere Kirchen und Klöster im gesamten Stadtgebiet Siehe auch die Auflistungen neapolitanischer Kirchen auf den Seiten und ..

Sonstiges
Galleria Umberto I.
Fresco in einem Grab in den Catacombe di San Gennaro
Das Archäologische Museum
* "Galleria Umberto I". Eine der weltweit ersten großen Einkaufspassagen, die Ende des 19. Jahrhunderts nach dem Vorbild der Mailänder "Galleria Vittorio Emanuele II" errichtet wurde.
* "Spaccanapoli". Zu deutsch etwa: „Neapelspalte“, Oberbegriff eines dem römischen "decumanus inferior" entsprechenden, schnurgerade die Altstadt teilenden Straßenzuges mit verschiedenen Straßennamen. An der Spaccanapoli befinden sich zahlreiche historische Gebäude und Plätze.
* "Quartiere Spagnolo". Im Schachbrettmuster angelegtes neapolitanisches Altstadtviertel des 16. Jahrhunderts. Heute Wohngebiet ärmerer Bevölkerungsschichten.
* "Cimitero delle Fontanelle". Alter Friedhof mit Beinhaus.
* "Cimitero degli Inglesi", Friedhof der Engländer (f. Nichtkatholiken)
* "Funicolare". Insgesamt vier Standseilbahn verbinden die tiefergelegenen Stadtteile mit den höhergelegenen und sind nicht nur Verkehrsmittel, sondern gleichzeitig auch Touristenattraktion. Die Funicolare wurden durch das 1880 anlässlich der Einweihung der Standseilbahn auf den Vesuv komponierte Lied "Funiculì, Funiculà" (Text: Peppino Turco, Musik: Luigi Denza) weltbekannt.
* "Catacombe di San Gennaro". Ausgedehnte, zweistöckige Friedhofsanlage im Hügel von Capodimonte, benannt nach dem Märtyrer San Gennaro, der nach seiner Hinrichtung in Pozzuoli im Jahre 304 hier seine erste Ruhestätte fand. Die in den Fels gehauenen Gräber sind reich mit Fresken und Mosaiken aus dem 5. bis 9. Jahrhundert dekoriert. Ferner weitere Katakomben, wie die "Catacombe di San Gaudioso" sowie historische Wasserversorgungssysteme, wie der "Acquedotto del Carmignano". Fast die gesamte Altstadt ist auf diese Art und Weise von einem verzweigten System aus Höhlen Gängen und Kavernen unterminiert, die bis in etwa 40 m Tiefe hinabreichen. Hier suchte die Bevölkerung auch Schutz vor den alliierten Bombenangriffen im Zweiten Weltkrieg.
* "Villa Floridiana". Neoklassizistische ehemalige Sommerresidenz mit Gartenanlage, erbaut von Antonio Niccolini. Beherbergt heute das Museo nazionale della ceramica Duca di Martina.
* "Centro Direzionale". 1994 von dem japanischen Architekten Kenzo Tange erbautes, postmodernes Verwaltungszentrum, das als größtes europäisches seiner Art gilt.

Museen
Erotisches Relief im archäologischen Museum
* "Museo Archeologico Nazionale". Eines der weltweit bedeutendsten archäologischen Museen. Zahlreiche Funde aus Pompeji und Herculaneum, darunter viele Großplastiken und Mosaiken, unter anderem die berühmte, aus anderthalb Millionen Mosaiksteinen bestehende Darstellung der Alexanderschlacht. Enthält auch das "Gabinetto Segreto" ("Geheimkabinett"), ein ehemals nicht der Öffentlichkeit zugänglicher Raum mit einer Sammlung erotischer Kunst der Antike.
* "Museo Nazionale di Capodimonte" im von den Bourbonen errichteten "Palazzo Reale di Capodimonte" mit angegliedertem Schlosspark. Große Gemäldegalerie mit Werken des 13. bis 20. Jahrhunderts. Unter anderem Werke von Tizian, Masaccio, Vasari, Bellini, Raffael, Botticelli, Caravaggio, El Greco und Pieter Brueghel dem Älteren.
* "Musei di Antropologia, Mineralogia e Zoologia dell"Unversità Federico II". Insgesamt acht recht umfangreiche und öffentlich zugängliche Lehrsammlungen der Universität.
* "Museo d’Arte Contemporanea Donna Regina", Museum für zeitgenössische Kunst.
Sowie weitere Museen im Stadtgebiet und in der Agglomeration um Neapel Siehe auch .

Musik
Enrico Caruso
In der italienischen und europäischen Musik hat die Stadt Neapel über Jahrhunderte hinweg eine wichtige Rolle gespielt. Im 17. Jahrhundert brachte Neapel mit der Neapolitanischen Schule eine eigene Opern-Stilrichtung hervor, die auf Traditionen früher neapolitanischer Konservatorien des beginnenden 16. Jahrhunderts zurückgriff und besonders durch die hier ausgebildeten Kastrati die Geschichte der europäischen Oper nachhaltig beeinflusst hat. Der bis heute auch international populärste Opernsänger der Stadt dürfte wohl Enrico Caruso (1873–1921) sein. Das Teatro San Carlo ist eins der bedeutendsten Opernhäuser Italiens.

Wird heutzutage jedoch von neapolitanischer Musik gesprochen, ist zumeist die Rede von der "Canzone Napoletana", der neapolitanischen Volksmusik, die im 19. Jahrhundert ihren Anfang nahm und maßgeblichen Einfluss auf die italienische Populärmusik ausübte und diese noch immer beeinflusst. Die "Canzone Napoletana" entstand aus der Verschmelzung früherer, teilweise bis ins Mittelalter zurückreichender, regionaler Folkloretraditionen mit klassischen Elementen. Dominierende Instrumente der sehr ausdrucksvollen Musik sind Gitarre und Mandoline, der Gesang erfolgt zumeist in neapoletanischem Dialekt. Der Ausdruck der Empfindungen umfasst das gesamte menschliche Erlebensspektrum, wobei melancholische Stimmungslagen überwiegen.

Weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt wurden unter anderem die Stücke "O Sole Mio", "Funicolì funiculà" und "Don Raffae". Zu den bedeutenden Protagonisten der "Musica Napoletana" gehören Roberto Murolo (1912–2003), Edoardo Bennato (*1949) und Pino Daniele (*1955). Letzterer entwickelt in seinem Werk die neapolitanische Volksmusik erfolgreich weiter, indem er sie mit Stilelementen des Blues und des Jazz fusioniert. Eine weitere Sonderstellung nimmt die Band Almamegretta ein, die neapolitanische Volksmusik mit Reggae sowie arabischen Klängen verschmilzt.
Auf dem "Festival della Canzone Napoletana", das erstmals zwischen 1952 bis 1970 stattfand und dann 1998 wiederbelebt wurde, werden alljährlich die besten Interpreten neapolitanischer Musik prämiert.

Universitäten und Hochschulen
In Neapel gibt es neun Hochschulen:

Die "Università degli Studi di Napoli Federico II" ist die wichtigste und älteste Universität der Stadt. Sie wurde 1224 von Friedrich II. als dritte Universität Italiens nach Bologna und Padua gegründet.

Außerdem existieren
* "Seconda Università degli Studi di Napoli" (gegründet 1989)
* "Università degli studi di Napoli L"Orientale" (I.U.O. – "Istituto Universitario Orientale", gegründet im Jahr 700), eine wichtige europäische Studieneinrichtung für Philologie und Linguistik außereuropäischer Sprachen.
* "L"Università degli Studi di Napoli Parthenope" (I.U.N. – "Istituto Universitario Navale", gegründet 1920).
* "Università degli Studi Suor Orsola Benincasa".
Zudem ist Neapel Sitz der "Pontificia Facoltà Teologica dell"Italia Meridionale" (theologische Hochschule) sowie der Kunsthochschule "Accademia di Belle Arti" und des Musikkonservatoriums "Conservatorio di Musica San Pietro a Majella" und der "Università Telematica Pegaso".

Esskultur
links


Vielen Besuchern der Stadt erscheint die neapolitanische Küche als Verkörperung der italienischen Küche schlechthin, was wenig verwundert, basiert sie doch in einem Maße wie kaum eine andere Regionalküche des Landes auf den drei Säulen Pizza, Pasta und Pomodori. Die Pizza soll in der Stadt erfunden worden sein. Neapel hat die Kunst des Pizzabackens zur Perfektion entwickelt und mit der Pizza Napoletana und der Pizza Margherita zwei Klassiker unter den Pizzen kreiert. Auch die älteste Pizzeria Italiens, die "Antica Pizzeria Port"Alba" von 1830 befindet sich in der Stadt.

Als typischste Nudelsorte Neapels gelten die "Maccheroni", aber auch "Spaghetti", "Penne" und "Vermicelli" sollen hier ihren Ursprung haben. In Neapel wurde die Nudelmaschine erfunden, hier nahm die industrielle Nudelfertigung ihren Anfang und von Neapel aus trat die italienische Pasta, wie die Pizza, ihren Siegeszug um die Welt an.

Zur Vollendung gerieten Pizza und Pasta durch die Einführung der "Pomodori" aus der Neuen Welt. Wieder waren es Neapolitaner, die der unter südlicher Sonne an den Hängen des Vesuvs und in den fruchtbaren Ebenen Kampaniens vorzüglich gedeihenden Frucht zum Durchbruch in der "Cucina Italiana" verhalfen und zu den Pionieren der industriellen Tomatenverarbeitung gehörten.

Bedingt durch die Lage am Golf bilden Fische und Meeresfrüchte naturgemäße Bestandteile der neapolitanischen Küche, wenngleich sie ob ihres Preises nie die typische "cucina povera", die Küche der kleinen Leute, dominieren konnten, sondern in erster Linie einen relativ kostspieligen Gaumengenuss der gehobenen Küche darstellen.

Sport
Maradona-Altar in Neapel
* Neapel ist die Heimat des Traditions-Fußballvereins SSC Neapel, der in der Stadt tief verwurzelt ist und von den Neapolitanern leidenschaftlich und bedingungslos unterstützt wird. Die „Hellblauen“ ("Azzurri") tragen ihre Heimspiele im "Stadio San Paolo" (knapp 80.000 Plätze) im Stadtteil "Fuorigrotta" (nahe der "Campi Flegrei", der Phlegräischen Felder, gelegen) aus. Mit der Hilfe Diego Armando Maradonas feierte der Verein in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre die größten Erfolge, wurde zwei Mal italienischer Meister (1987 und 1990), gewann den italienischen Pokal (1987), den Superpokal und den UEFA-Cup (1989). Noch heute genießt der Argentinier Maradona in der Stadt eine geradezu kultische Verehrung. 2004 gingen die "Azzurri" in Konkurs und wurden zunächst in der Serie C1 (dritte italienische Fußball-Liga) als "Napoli Soccer" neu aufgestellt. Der Aufstieg in die Serie B gelang in der Saison 2005/2006 und anschließend 2006/2007 der Durchmarsch in die Serie A. 2006 konnten die Rechte am ursprünglichen Namen zurück erworben werden.

* Zu den weltweit bekanntesten und derzeit auch erfolgreichsten Wasserball-Vereinen zählt der Klub CN Posillipo. Die Neapolitaner gewannen 1996, 1997 und 2005 mit der Champions-League bzw. der EuroLeague jeweils die höchste Krone im europäischen Vereinswasserball.

Politik und Verwaltung
Stadtrat und Bürgermeister
Nachdem die neapolitanische Kommunalpolitik jahrzehntelang von Parteien des rechten Spektrums und der rechten Mitte dominiert worden war, gibt es seit Anfang der 90er Jahre im "Consiglio comunale" (Stadtrat) und bei den Bürgermeisterwahlen regelmäßig Mehrheiten für die Parteien des Mitte-Links-Bündnisses. "Sindaco" (Bürgermeister) der Stadt ist seit 2001 Rosa Russo Iervolino vom Partito Democratico. Bei ihrer ersten Kandidatur mit 52,1 % der abgegebenen Stimmen gewählt, wurde sie 2006 mit 57 % der Wählerstimmen im Amt bestätigt.

Verwaltungsgliederung
Politisch sind die insgesamt 31 Stadtteile der Stadt in zehn Verwaltungsbezirken zusammengefasst:
Die Lage der zehn neapolitanischen Verwaltungsbezirke
* 1 : Chiaia, Posillipo und San Ferdinando
* 2 : Avvocata, Montecalvario, San Giuseppe, Porto, Mercato und Pendino
* 3 : Stella und San Carlo all"Arena
* 4 : San Lorenzo, Vicaria und Poggioreale-Zona Industriale
* 5 : Arenella and Vomero
* 6 : Barra, Ponticelli und S.Giovanni a Teduccio
* 7 : Miano, S.Pietro a Patierno und Secondigliano
* 8 : Chiaiano, Piscinola-Marianella und Scampia
* 9 : Pianura und Soccavo
* 10 : Bagnoli und Fuorigrotta

Städtepartnerschaften
Neapel unterhält mit folgenden Städten Partnerschaften:

* Flagge von Japan Kagoshima (Japan)
* Flagge von Ascherbaidschan Baku (Aserbaidschan)
* Flagge der Palästinensischen Autonomiegebiete Nablus (Palästinensische Autonomiegebiete)
* Flaggen von Brasilien Salvador da Bahia (Brasilien)
* Flagge von Bosnien und Herzegowina Sarajevo (Bosnien und Herzegowina)
* Flagge von Indien Kolkata (Indien)

Wirtschaft
Die Wirtschaftskraft Neapels ist in Relation zu der Gesamtitaliens sehr schwach. Im nationalen Vergleich belegte die Provinz im Jahr 2005 nur den 92. Platz von landesweit insgesamt 103 Provinzen Laut " der "Camera di Commercio di Napoli"..

Die Wirtschaft wird in erster Linie durch Kleinunternehmen geprägt. So wurden im Jahr 2001 in der Provinz Neapel von 138.000 Unternehmen 595.000 Arbeitnehmer beschäftigt. 2005 registrierte die neapolitanische Handelskammer 264.956 Gesellschaften. Von diesen Unternehmen beschäftigten lediglich 52 mehr als 200 Arbeitnehmer und bei nur 12 fanden mehr als 500 abhängig Beschäftigte Arbeit. Über die Hälfte (54 %) der Unternehmen hatten weniger als 20 Beschäftigte auf der Webpräsenz der neapolitanischen Handelskammer . Dort auch weiteres statistisches Material..

Die Beschäftigung selbst verteilt sich in der Provinz wie folgt auf die einzelnen Sektoren
:
* 30,7 % Öffentliche Dienste und Verwaltung
* 18,0 % Produktion
* 14,0 % Handel
* 9,5 % Baugewerbe
* 8,2 % Transportwesen
* 7,4 % Bank-, Finanz- und Immobilienwesen
* 5,1 % Landwirtschaft
* 3,7 % Hotellerie
* 3,4 % Sonstiges

Camorra
Die Arbeitslosenquote ist extrem hoch und fluktuiert zwischen 20 und 30 %. Exakte Zahlen sind, wie für alle neapolitanischen Wirtschaftsdaten, nur schwer zu bestimmen, da ein großer Teil durch die von der Camorra dominierte Schattenwirtschaft (Schwarzhandel, Schmuggel) kompensiert wird. Die Schattenwirtschaft insgesamt ist eine der bedeutendsten ökonomischen Kräfte der Stadt und die Camorra gilt inoffiziell als der größte Arbeitgeber Neapels.

Verschiedene Familien sind in diesem Zusammenhang in letzter Zeit wieder verstärkt in Bandenkriege mit vielen Todesopfern involviert gewesen.Birgit Schönau: , Die Zeit Nr. 36/2007 vom 30. August 2007 Neapel und seine nähere Umgebung haben – nicht zuletzt auch durch die Camorra, die daran verdient – große Probleme mit der Entsorgung von Müll und Sondermüll sowie der vermutlich unter anderem daraus resultierenden Verseuchung des Bodens.Eva Kallinger: , „Focus“ online

Verkehr
Fernverkehr
Auf dem Land-, Luft- und Wasserweg ist Neapel hervorragend an die Fernverkehrssyteme angebunden.
Die Stadt ist von einem dichten Autobahnnetz umgeben, an das Schienennetz der Gruppo FS angeschlossen, verfügt mit dem Aeroporto di Napoli-Capodichino über einen internationalen Flughafen und einen großen Seehafen.

Über ein dichtes Netz von Zubringern hat Neapel unmittelbaren Anschluss an die Autobahnen. Die A1/E 45, die "Autostrada del Sole" („Autobahn der Sonne“), führt in nordnordwestliche Richtung über Rom und Florenz bis nach Mailand und zu den weiteren Wirtschaftszentren Norditaliens. Ihre Verlängerung in südsüdöstlicher Richtung verläuft als A3 / E 45 bis Reggio Calabria. Nach Osten hin schließlich, bis zur Adriaküste, gelangt man über die A16, die "Autostrade dei due Mari" („Autobahn der beiden Meere“). Daneben gibt es auch noch einige Verbindungen über Fernstraßen, die "strade statali" („Staatsstraßen“).
Seit circa drei Jahren wird die A3 bis Kalabrien dreispurig ausgebaut, aufgrund der Gebirgslage ein äußerst langwieriges Unterfangen, wovon besonders Neapel betroffen ist. Auf allen Autobahnen ist eine Maut zu zahlen.

Mit gleich mehreren Bahnhöfen ist Neapel an das Schienennetz der Ferrovie dello Stato, der italienischen Eisenbahnen, angeschlossen. Der bedeutendste Bahnhof für den Fernverkehr ist die Stazione Napoli Centrale in einem der Stadtzentren, unweit der Piazza Garibaldi. Hier besteht Anschluss an die große Nord-Süd-Fernstrecke längs der tyrrhenischen Küste, die von Reggio di Calabria kommend über Neapel, Rom und Florenz die Metropolen der Poebene erreicht. Eine weitere Fernverbindungsstrecke durchquert die Apenninenhalbinsel über Benevent und Foggia und schließt an die adriatischen IC- und ETR-Linien an.

Der Porto di Napoli Offizielle Webseite der mit Statistiken des Passagier- und Frachtaufkommens., der Hafen Neapels, ist neben seiner Bedeutung für den regionalen Passagier- und Frachtverkehr einer der größeren Seehäfen Italiens für den internationalen Verkehr. Neben seiner Funktion als Hafen für Container- und konventionelle Fracht deckt er über ein großes Kreuzfahrtterminal auch den internationalen Passagierverkehr ab. Regelmäßige Fährverbindungen führen zudem nach Tunesien, Korsika, Sardinien, Sizilien und zu den Äolischen Inseln.

Mit dem Flughafen Capodichino, dem wichtigsten Verkehrsflughafen Süditaliens, ist Neapel an die internationalen Luftverkehrswege angeschlossen. Die großen italienischen Luftfahrt-Drehkreuze Rom und Mailand sowie andere italienische Flughäfen werden – zum Teil mehrmals täglich – von Neapel aus angeflogen. Darüber hinaus bestehen regelmäßige innereuropäische und seit einigen Jahren auch interkontinentale Verbindungen.

Öffentlicher Personennahverkehr
ÖV-Netz in der Innenstadt (ohne Busse, Stand 1998!)
ÖV-Netz im Vorortebereich (ohne Busse, Stand 1998!)
Neapel besitzt ein extrem differenziertes öffentliches Nahverkehrssystem. Neben einem zur Zeit im Ausbau befindlichen, aus mehreren Linien verschiedener Betreiber bestehenden U-Bahn-System, gibt es ein Straßenbahn- sowie ein Busnetz, welche sich weit an der Küste entlang strecken. Von 2006 bis voraussichtlich 2008 werden die Straßenbahnen durch zusätzliche Busse ersetzt, da durch große innerstädtische Infrastrukturprojekte (v. a. Sanierung und Ausbau der Metro) das Straßenbahnnetz an zu vielen Stellen blockiert ist.
* "Siehe auch den Hauptartikel Metropolitana di Napoli."

Des Weiteren verbinden mehrere Standseilbahnen ("Funicolare di Montesanto", "Funicolare Centrale", "Funicolare di Chiaia" und "Funicolare di Mergellina") die unteren mit den oberen Stadtteilen.
Den Vorortverkehr tragen neben der "Ferrovia Metropolitana" (einer Art S-Bahn) die privaten Vorortbahnen der Ferrovia Circumvesuviana, der Ferrovia Circumflegrea und der Ferrovia Cumana sowie zahlreiche Vorortbuslinien. In den Häfen ("Molo Beverello" und "Porticciolo di Sannazarro (Mergellina)") schließlich fahren Fähren zu allen Inseln und verschiedenen Festlandszielen in der gesamten Golfregion.


Besonderheiten
Krippengasse San Gregorio Armeno mit gleichnamiger Kirche
* Seit Jahrhunderten ist die Stadt berühmt für die individuell gestalteten neapolitanischen "Weihnachtskrippen", deren Herstellung und Vertrieb traditionell in den Werkstätten und Läden einer eigenen Altstadtgasse ("Via San Gregorio Armeno") erfolgt. Die neapolitanischen Krippen unterscheiden sich vom nordamerikanisch-mitteleuropäischen Typus durch ihren Realismus und Detailreichtum. Nicht entrückte/verzückte Figuren beherrschen die Szenerie, sondern natürliche Darstellungen unter Einbeziehung zahlreicher detailliert wiedergegebener Alltagsszenen machen die Eigenart der neapolitanischen Weihnachtskrippe aus. Das kann bis zur karikaturhaften Gestaltung gehen. So finden sich in einzelnen figürlichen Darstellungen durchaus auch Anspielungen auf die jeweils aktuellen politischen Verhältnisse.
* In Neapel wird mit "Nnapulitano" ein spezifischer Dialekt gesprochen, der zur Gruppe der westromanischen Sprachen zählt und als „Mutterdialekt“ aller Dialekte Campaniens gilt.
* Alljährlich am ersten Maiwochenende, am 19. September und am 16. Dezember wird im Dom San Gennaro das "„Wunder“ der Blutverflüssigung" zelebriert. Hierbei geht eine als Reliquie in einer Phiole aufbewahrte Substanz, die angeblich aus dem getrockneten Blut des Heiligen Januarius bestehen soll, in den flüssigen Aggregatzustand über. Bleibt das „Wunder“ aus, bedeutet dies Unglück für die Stadt. Chemiker sind sich ziemlich sicher, dass es sich um eine thixotrope Substanz handelt, die durchaus schon von den Alchemisten des Mittelalters hätte hergestellt werden können. Die Gläubigen lässt diese naturwissenschaftliche Erklärung allerdings unbeeindruckt. Bemerkenswert bleibt, dass nach dem Ausbleiben der Blutverflüssigung es 1980 zu einem schweren Erdbeben kam und 1988 der SSC Neapel die italienische Meisterschaft knapp verfehlte. Ausführliche Darstellung und Erklärung des "Blutwunders" bei

Söhne und Töchter der Stadt
Blick über Neapel
Gasse in Neapel
Blick von der Piazza Plebiscito auf den Vesuv
Gasse in der Altstadt Neapels, Blick auf die Kuppel der Galleria Umberto I
Neapel am Abend

* Giuseppe Abbati (1836–1868), Maler
* Ferdinando Acton (1832–1891), Admiral und Marineminister
* Franco Alfano (1876–1954), Komponist und Pianist
* Alfons IV. (1299–1336), König von Aragon (1327–36)
* Alfons V. (1396–1458), König von Aragon (1416–58) und Neapel (1442–58)
* Martino Altomonte (1657–1745), Barockmaler
* Francesco Araia (1709–1770), Komponist und Kapellmeister
* Francesco Maria Avellino (1778–1850), Archäologe
* Francesco Baiano (* 1968), Fußballspieler
* Pietro Bardellino (1728–1806), Barockmaler
* Georg Basta (1550–1607), General
* Giovanni Battista Basile (um 1575–1632), Schriftsteller und Märchenautor
* Gian Lorenzo Bernini (1598–1680), Bildhauer und Architekt
* Girolamo Besozzi (1745 oder 1750-1788), Oboist und Komponist
* Carlo Blasis (1797–1878), italienischer Tänzer, Choreograf und Tanztheoretiker
* Ruggero Bonghi (1826–1895), Altphilologe, Hochschullehrer, Politiker, Schriftsteller und Journalist
* Giovanni Alfonso Borelli (1608–1679), Physiker und Astronom
* Bonifatius V., Papst (619–625)
* Bonifatius IX. (1350–1404), Papst (1389–1404)
* Giovanni Alfonso Borelli (1608–1679), Physiker und Astronom
* Marco Borriello (* 1982), Fußballspieler
* Landolfo Brancaccio († 1312), Kardinal
* Riccardo Broschi (1698–1756), Komponist
* Patrizio Buanne (* 1978), italienisch-österreichischer Bariton
* Salvatore Cammarano (1801–1852), Literat, Librettist und Regisseur
* Francesco Cangiullo (1884–1977), italienischer Dichter und Maler des Futurismus
* Pasqualino Cangiullo (1900–1975), italienischer Dichter, Journalist und Grafiker des Futurismus
* Fabio Cannavaro (* 1973), italienischer Fußballspieler
* Paolo Cannavaro (* 1981), italienischer Fußballspieler
* Carlo Caputo (1843-1908), Erzbischof, 1904-1907 Apostolischer Nuntius in Bayern
* Francesco Caracciolo (1752–1799), Admiral
* Michele Carafa (1785–1872), Opernkomponist
* Vincenzo Carafa (1585–1649), Ordensgeneral der Jesuiten
* Renato Carosone (1920–2001), Musiker
* Ferdinando Carulli (1770–1841), Komponist und Gitarrist
* Enrico Caruso (1873–1921), Opernsänger
* Scipione Cerreto (1551–1633), Komponist und Musiker
* Louis Clapisson (1808-1866), französischer Komponist
* Francesco Clemente (* 1952), Künstler
* Fabio Colonna (1567-1640), Botaniker
* Gigi D"Alessio (* 1967), napoletanischer Musiker
* Mario Merola (1934–2006), neapoletanischer Sänger
* Crescenzo D’Amore (* 1979), Radrennfahrer
* Girolamo d’Andrea (1812–1868), Kardinal
* Nino D"Angelo (* 1957), Pop- und Schlagersänger
* Salvo D’Acquisto (1920–1943), Soldat und Märtyrer
* Pino Daniele (* 1955), Jazz-/Blues-Sänger
* Luciano De Crescenzo (* 1928), Schriftsteller und Philosoph
* Eduardo De Filippo (1900–1984), Schauspieler, Dichter, Dramatiker und Drehbuchautor
* Erri De Luca (* 1950), Schriftsteller und Übersetzer
* Gian Francesco de Majo (1732–1770), Opernkomponist und Musiker
* Enrico de Nicola (1877–1959), Jurist und Politiker, erster italienischer Nachkriegspräsident
* Fabricio Dentice (um 1530-1581), Musiker und Komponist
* Scipione Dentice (1560–1633), Kirchenmusiker und Komponist
* Francesco De Pinedo (1890–1933), Flugpionier
* Roberto de Simone (* 1933), Komponist, Theatermann, Autor, Opernregisseur, Musikwissenschaftler, Mythologe und Ethnologe
* Giambattista della Porta (1535–1615), Universalgelehrter und Dramatiker
* Armando Diaz (1861–1928), General und "Marschall von Italien"
* Fulco Ruffo di Calabria (1884–1946), Jagdflieger des 1. Weltkriegs
* Paolo Di Lauro (* 1953), Camorraboss
* Antonio Di Natale (* 1977), Fußballspieler
* Harald Dohrn (1885–1945), Regimekritiker
* Achille D’Orsi (1845–1929), Bildhauer
* Aniello Falcone (1600–1665), Maler
* Andrea Falconieri (um 1585-1656), Musiker, Sänger und Komponist
* Farinelli (1705–1782), Sänger (Kastrat)
* Ferdinand II. (1469–1496), König von Neapel
* Ferdinand IV. (1751–1825), König beider Sizilien (1759–1825)
* Ciro Ferrara (* 1967), Fußballspieler
* Giuliano Figueras (* 1976), Radrennfahrer
* Maria Teresa de Filippis (* 1926), Formel-1-Rennfahrerin
* Ignazio Fiorillo (1715–1787) Komponist
* Franz I. (1777–1830), König beider Sizilien (1825–1830)
* Franz II. (1836–1894), König beider Sizilien (1859–1861)
* Vincent Gardenia (1922–1992), Schauspieler
* Ferdinand Gasse (1780-um 1840), französischer Violinist und Komponist
* Carlo Gesualdo (1566–1613), Fürst und Komponist
* Tommaso Giordani (um 1730-1806), Komponist
* Luca Giordano (1632–1705), Barockmaler
* Aldo Giuffrè (* 1924), Schauspieler
* Valeria Golino (* 1966), Schauspielerin
* Gennaro Granito Pignatelli di Belmonte (1851–1948), Kardinal
* Alberto Grimaldi (* 1925), Filmproduzent
* Nicolo Grimaldi (1673–1732), Opernsänger
* Innozenz XII. (1615–1700), Papst (1691–1700)
* Januarius, (* 305), Bischof von Neapel, Märtyrer, Heiliger
* Antonio Jasevoli (* 1963), Jazzgitarrist
* Mimmo Jodice (*1934), Fotograf
* Johanna II. (1373–1435), Königin von Neapel (1414–1435)
* Johannes XXIII. (1370–1419), Gegenpapst (1410–1415)
* Antonio Juliano (* 1943), Fußballspieler
* Luigi Lablache (1794–1858), Opernsänger
* Luisa Carlota von Neapel-Sizilien (1804–1844), Bourbonenprinzessin
* Leonardo Leo (1694–1754), Komponist des Barock
* Ruggiero Leoncavallo (1857–1919), Opern- und Operettenkomponist
* Giovanni Leone (1908–2001), Politiker und ital. Staatspräsident
* Pirro Ligorio (1514–1583), Maler, Archäologe, Architekt und Gartenarchitekt
* Goffredo Lombardo (1920–2005), Filmproduzent
* Ludwig von Neapel-Sizilien (1838–1886), Bourbonenprinz
* Francesco Mancini (1672–1737), Komponist des Barock und Kapellmeister
* Dante Maggio(1909–1992), Schauspieler
* Licia Maglietta (* 1954), Schauspielerin
* Elio Martusciello (* 1959), Komponist, Improvisationsmusiker und Multimediakünstler
* Maria Franziska von den fünf Wunden Christi, (1715-1791), Heilige und Mystikerin
* Maria Amalia von Neapel-Sizilien (1782–1866), Bourbonenprinzessin und Königin von Frankreich
* Maria Luisa von Neapel-Sizilien, (1855–1874), Bourbonenprinzessin
* Giambattista Marino, (1569–1625), Dichter
* Nicola Matteis (um 1650–1703 oder 1713), Musiker und Komponist
* Regina Mingotti (1722–1808), Opernsängerin
* Roberto Murolo (1912–2003), Napoletanischer Folkloremusiker
* Riccardo Muti (* 1941), Dirigent
* Giorgio Napolitano (*1925), Politiker, italienischer Staatspräsident seit 2006
* Antonio Nocerino (* 1985), Fußballspieler
* Pietro Domenico Paradisi (1707–1791), Komponist
* Giuseppe Patroni Griffi (1921–2005), Schriftsteller und Filmregisseur
* Philipp I. von Heinsberg (1130–1191), Erzbischof von Köln und Erzkanzler Italiens
* Giovanni Pichler (1734–1791), Gemmenschneider
* Carlo Pisacane (1818–1857), Revolutionär und Politiker
* Nicola Antonio Porpora (1686–1768), Komponist und Gesangslehrer
* Salvator Rosa (1615–1673), Barockmaler
* Massimiliano Rosolino (*1978), Schwimmer
* Francesco Rosi (* 1920), Filmregisseur
* Carlo Rossi (1775–1848), italienisch-russischer Architekt
* Gabriele Salvatores (*1950), Filmregisseur
* Jacopo Sannazaro (1458–1530), Dichter
* Roberto Saviano (* 1979), Schriftsteller und Journalist
* Domenico Scarlatti (1685–1757), Komponist des Barock
* Otto Carl Gottlieb von Schrön (1837–1917), deutscher Arzt und Epidemiologe, Ehrenbürger Neapels
* Filippo Smaldone (1848–1923), Priester, Ordensgründer und Heiliger
* Charles Piazzi Smyth (1819–1900), schottischer Astronom und Esoteriker
* Alan Sorrenti (* 1950), Sänger, Gitarrist und Songschreiber
* Paolo Sorrentino (* 1970), Drehbuchautor und Filmregisseur
* Bud Spencer (* 1929), Schauspieler
* Publius Papinius Statius (40-96), römischer Dichter
* Guglielmo Stendardo (* 1981), Fußballspieler
* Angelo Tarchi (um 1760-1814), Komponist
* Teresa Maria Cristina von Neapel-Sizilien (1822–1889), Bourbonenprinzessin und Gemahlin des Kaisers von Brasilien
* Michele Tenore (1780–1861), italienischer Botaniker
* Totò (Antonio De Curtis) (1898–1967), Schauspieler
* Massimo Troisi (1953–1994), Schauspieler, Regisseur und Autor
* Roberto Tucci (* 1921), Kardinal
* Urban VI. (1318–1389), Papst (1378–1389)
* Luigi Vanvitelli (1700–1773), Architekt
* Giambattista Vico (1668–1744), Philosoph
* Viktor Emanuel III. (1869–1947), König von Italien (1900–1946) und Kaiser von Äthiopien (1936–1941)
* Viktor Emanuel von Savoyen (* 1937), letzter potenzieller Thronfolger des italienischen Königreiches

In Capua bei Neapel starb 1495 der osmanische Prinz Cem. Seine in Neapel geborenen und bis 1600 in der Stadt lebenden Nachkommen trugen den neapolitischen Titel der Fürsten bzw. Grafen von Said.

Literatur
Über Neapel
* Giuseppe Galasso: "Napoli capitale. Identità politica e identità cittadina. Studi e ricerche 1266-1860". Neapel 1998
* Caroline Bruzelius: "The stones of Naples. Church Building in Angevin Italy 1266-1343." New Haven - London 2004
* Christoff Neumeister: "Der Golf von Neapel in der Antike. Ein literarischer Reiseführer." München 2005
* Dieter Richter: "Neapel - Biographie einer Stadt." Klaus Wagenbach, Berlin 2005, ISBN 3-8031-2509-X

Neapel in der Literatur
* Luciano De Crescenzo: "Also sprach Bellavista - Neapel, Liebe und Freiheit". Diogenes, Zürich 1988, ISBN 3-257-21670-X
* Marcello D"Orta: "In Afrika ist immer August. Sechzig Schulaufsätze neapolitanischer Kinder". Diogenes, Zürich 1993, ISBN 3-257-22632-2
* Marcello D"Orta: "Am liebsten Neapel. Streifzüge durch meine Stadt". Rotbuch, Hamburg 1999, ISBN 3-434-53033-9
* Curzio Malaparte: "Die Haut". Fischer, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-596-29275-1
* Marino Niola: "Totem und Ragù - Neapolitanische Spaziergänge". Luchterhand, München 2000, ISBN 3-630-88001-0


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 14.08.2020 04:36 von den Wikipedia-Autoren.
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