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Moskau und London haben schon mehrfach Diplomaten ausgewiesen

Russland
14.03.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Moskau/London (dpa) - In ihren gespannten Beziehungen haben London und Moskau schon mehrfach gegenseitig Diplomaten ausgewiesen. Nach dem Giftanschlag auf den Ex-Agenten Sergej Skripal verweist Großbritannien 23 russische Diplomaten des Landes. Der Rekord liegt allerdings viel höher. Eine Chronologie:

1971: Großbritannien entdeckt ein großes Spionagenetzwerk im eigenen Land und weist deshalb 105 sowjetische Diplomaten aus. Die Antwort: 18 Briten müssen Moskau verlassen.

1985: Der britische Geheimdienst organisiert die Flucht des ranghohen KGB-Agenten Oleg Gordijewski in den Westen. Deshalb müssen 25 Briten Moskau verlassen. London weist 31 sowjetische Diplomaten aus.

1989: Großbritannien und die Sowjetunion weisen unter wechselseitigen Spionagevorwürfen jeweils elf Diplomaten aus.

1996: Russland weist vier britische Diplomaten wegen Spionage aus. Vier Russen müssen London verlassen.

2007: Wieder weist jedes Land vier Diplomaten aus nach dem Giftmord mit radioaktivem Polonium an dem Ex-Agenten und Kremlkritiker Alexander Litwinenko in London 2006.

 

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