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Matera

Italien, Matera
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"Matera" ist eine Stadt in der süditalienischen Region Basilicata und Hauptstadt der Provinz Matera. Die Stadt ist Sitz eines Erzbischofs.


Geographie
Matera liegt 244 km östlich von Neapel, 63 km südlich von Bari und 69 km westlich von Tarent. Die Stadt liegt auf der karstigen Hochebene der Murge oberhalb des tief eingeschnittenen Tals des Gravina di Matera. Das Gemeindegebiet hat Anteil am Regionalpark "delle Chiese Rupestre del Materano".
Schlucht der Gravina di Matera

Die Stadtteile von Matera La Martella, Venusio, Borgo Picciano A, Borgo Picciano B wurden nach dem Zweiten Weltkrieg neu gegründet, teilweise zur Aufnahme von umgesiedelten Bewohnern der Sassi.

Die Nachbargemeinden sind Altamura (BA), Ginosa (TA), Gravina in Puglia (BA), Grottole, Laterza (TA), Miglionico, Montescaglioso, Santeramo in Colle (BA).

Verkehr
Matera ist mit den Staatsstraßen 7, Via Appia (Rom-Potenza-Tarent-Brindisi) und 99, nach Altamura, in das Fernstraßennetz eingebunden.

Matera ist Endpunkt der Bahnstrecke Bari–Matera der Ferrovie Appulo Lucane. Eine Weiterführung der Strecke bis Ferrandina, und damit eine Anbindung Richtung Neapel, ist geplant.

Geschichte
Die beiden Sassi, von denen es in der Umgebung noch mehr gibt, sind das außergewöhnliche Beispiel einer Höhlensiedlung im mediterranen Raum. Das bereits seit der Jungsteinzeit besiedelte Gebiet kann als eine der ältesten Städte der Welt gelten. Nach der griechischen, römischen, langobardischen und byzantinischen Geschichte, die Matera mit ganz Süditalien teilt, verwüsteten 938 Sarazenen den Ort. Er kam 1043 unter normannische Herrschaft, wurde Königssitz und gelangte so zu beträchtlichem Reichtum. Diese Blüte setzte sich unter den anschließenden Regimentern der Staufer und Anjou fort. Danach wurde Matera mehrere Jahrhunderte von lokalen Adeligen beherrscht, wobei es zu Rivalitäten, Machtkämpfen und Revolten kam; so wurde 1514 der neapolitanische Graf Giancarlo Tramontano bei einem Aufstand der Materaner getötet.

Während Matera bis 1663 zu Apulien bzw. der Küstenstadt Otranto gehörte, wurde es anschließend zu Lukanien bzw. der Basilicata gerechnet, wurde 1806 deren Hauptstadt, bis es nach einer Verwaltungsreform zur Hauptstadt der gleichnamigen Provinz wurde, die etwa die Hälfte der Basilicata umfasst. Mitte des 20. Jahrhunderts galt es als Kulturschande, dass in Italien Menschen immer noch in Höhlen lebten; Carlo Levis Erinnerungsbuch "Christus kam nur bis Eboli" (1944) und der gleichnamige Film von Francesco Rosi (1978) machten die katastrophalen hygienischen Zustände weltbekannt. So wurden die Bewohner in den 1950er und 1960er Jahren in neugebaute Wohnblocks umgesiedelt. Die ehemalige Handelsstadt und Lokalmetropole wurde durch die Industrialisierung des Basento-Tales zur (kleineren) Industriestadt. Da die Sassi heute eine Museumsstadt bilden, gewinnt auch der Tourismus zunehmend an Bedeutung.

Matera, die Sassi
Madonna dell’Idris

Sassi
Sehenswert sind die Höhlensiedlungen Sassi di Matera, die an den steilen Felshängen des zerklüfteten Flusstales der Gravina gelegene Altstadt Materas liegen. Die Sassi sind 1993 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurden. Von mittelalterlichen Chronisten wurden sie „Spiegel des gestirnten Himmels“ genannt, Carlo Levi vergleicht sie dagegen mit der trichterförmigen Hölle Dantes. Zu den besonderen Sehenswürdigkeiten zählen dort unter anderem die Felsenkirche "San Pietro Barisano", die "Torre Metellana", die Kirche "San Antonio Abate", die Klosteranlage "Madonna della Virtù" (10. Jh.) und "San Nicola dei Greci", die Krypta der "Madonna degli Angioli", die Kirche "San Pietro Caveoso", die Felsenkirchen "Santa Maria dell" Idris" und "San Giovanni" sowie die Felsenkirchen "Cappuccino Vecchio" und "Cappuccino Nuovo".

Bevölkerungsentwicklung

Quelle: ISTAT

Politik
Emilio Buccio (PdL) wurde im April 2008 zum Bürgermeister gewählt. Sein Mitte-Rechts-Bündnis stellt auch mit 24 von 40 Sitzen die Mehrheit im Gemeinderat.

Matera im Film
Pier Paolo Pasolini drehte die Szene der Geburt Christi in seinem "Matthäusevangelium" in den Sassi von Matera. Mel Gibson drehte den Großteil der Außenszenen seines Filmes "Die Passion Christi" in den Sassi, in der Schlucht und auf dem Hügel auf der gegenüberliegenden Seite der Materaschlucht.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 22.10.2019 11:30 von den Wikipedia-Autoren.
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