Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Mailand

Italien, Mailand
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  

"Mailand" (italienisch: "Milano"; lombardisch: "Milan" , aus gall./lat. "Mediolanum" "Ebene in der Mitte"), ist die zweitgrößte Stadt Italiens, Hauptstadt der Provinz Mailand und der Region Lombardei in Norditalien.
Innerhalb der amtlichen Stadtgrenzen hat Mailand rund 1,3 Millionen Einwohner, in der Provinz sind es ca. 4,8 und in der Metropolregion "Grande Milano" ca. 7,5 Millionen (Stand jeweils 2006).

Mailand ist das Zentrum Italiens, was Wirtschaft, Mode, Design und Massenmedien betrifft, und gilt als „moralische Hauptstadt“. Bekannt ist die Stadt u. a. für ihren gotischen Dom, ihr Opernhaus Mailänder Scala, verschiedene Kunstschätze, ihre Fußballvereine AC Mailand und Inter Mailand sowie für die bedeutendste italienische Messe.

Geographie
Via Dante und das "Castello Sforzesco"

Mailand liegt in der Poebene. Das Stadtgebiet ist von den Flüssen Olona im Westen und Lambro im Osten umgeben. Kanäle (die unter Mitwirkung von Leonardo da Vinci entworfenen "Navigli") verbinden die Stadt mit den oberitalienischen Seen und den lombardischen Flüssen und waren bis in die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts von maßgeblicher Bedeutung für die Mailänder Wirtschaft.

Klima
Klimadiagramm von Mailand
Mailand gehört zur subozeanischen Klimaprovinz Mitteleuropas. Das Klima ist subkontinental. Die Sommer sind warm, die Winter mäßig kalt und nebelreich. Mailand verzeichnet über 60 Frost- und knapp 100 Sommertage. Regen fällt zu allen Jahreszeiten, vor allem aber im Frühjahr und Herbst.

Geschichte
Der Mailänder Dom
→ "Hauptartikel: Geschichte Mailands"

Um 400 v. Chr. wurde die Gegend um Mailand durch die keltischen Insubrer besiedelt. 222 v. Chr. eroberten die Römer diese Siedlung mit dem keltischen Namen "Mediolanum".

Nach mehreren Jahrhunderten römischer Herrschaft wurde Mailand 293 von Kaiser Diokletian zur Hauptstadt des Weströmischen Reiches erklärt. 313 wurde hier das sog. Mailänder Toleranzedikt (Mailänder Konvention) verkündet, in dem die Kaiser Konstantin und Licinius den Christen die Glaubensfreiheit zusicherten. 402 wurde die Stadt von den Westgoten belagert (worauf die Kaiserresidenz nach Ravenna verlegt wurde), 50 Jahre später (452) nahmen die Hunnen die Stadt ein. 539 eroberten und zerstörten die Ostgoten Mailand im Verlauf des sog. Gotenkrieges gegen Kaiser Justinian. 569 fiel Mailand dann an die Langobarden, bis es 774 Teil des Frankenreiches wurde.

Während des Eroberungskrieges des Kaisers Friedrich I. Barbarossa gegen die lombardischen Städte wurde Mailand 1162 größtenteils zerstört.
Im 1167 gegründeten Lombardischen Städtebundes übernahm Mailand die führende Rolle. Nach der Unabhängigkeit, die den lombardischen Städten im Konstanzer Frieden 1183 zugesprochen wurde, wurde Mailand zum Herzogtum.

1395 wurde Gian Galeazzo Visconti Herzog von Mailand. 1450 fiel Mailand an das Adelsgeschlecht der Sforza, die die Stadt zu einer der führenden der italienischen Renaissance ausbauten.

1492 erhob der französische König Ludwig XII. erstmals Ansprüche auf das Herzogtum. Nach seinem Sieg über die Schweizer 1515 in der Schlacht bei Marignano wurde das Herzogtum Frankreichs König Franz I. zugesprochen.
Mailand 1621
Nach dem Sieg Karls V. über Franz I. 1525 fiel mit Norditalien auch Mailand an das Haus Habsburg. 1556 dankte Karl V. zugunsten seines Sohnes Philipp II. und seines Bruders Ferdinand von Habsburg ab, so dass die italienischen Besitzungen an die hierdurch von Philipp II. begründete spanische Linie der Habsburger übergingen.
1700 starb mit dem Tode Karls II. diese spanische Linie des Hauses Habsburg jedoch aus. Danach begann 1701 der Spanische Erbfolgekrieg mit der Besetzung aller spanischen Besitzungen durch französische Truppen unter dem französischen Thronprätendenten. 1704 wurden die Franzosen in Ramillies und Turin geschlagen und mussten Norditalien zugunsten der österreichischen Habsburger räumen. 1714 wurden im Frieden von Rastatt die Lombardei mit ihrer Hauptstadt Mailand sowie das Herzogtum Mantua dann auch formell den österreichischen Habsburgern zugesprochen.

Napoleon eroberte 1796 die Lombardei. Mailand wurde zur Hauptstadt der Cisalpinischen Republik erklärt. Nach dem Ende der Besatzung durch Napoleon wurden im Wiener Kongress 1815 Mailand und die Lombardei sowie Venetien wiederum Österreich zugesprochen.

Im Jahr 1848 kam es zum "Fünf-Tage-Aufstand" der Bevölkerung gegen die österreichische Besatzung, in dessen Zuge Feldmarschall Radetzky mit seinen Truppen aus der Stadt vertrieben wurde. Welche die Stadt aber drei Monate später wieder einnahmen. Nach der Niederlage Österreichs gegen die mit Frankreich verbündeten Truppen Sardinien-Piemonts und Frankreichs bei der Schlacht von Solferino fiel die ganze Lombardei 1859 an das Haus Sardinien-Piemont unter Viktor Emanuel II., der Keimzelle des damals entstehenden italienischen Königreichs (Risorgimento).

Nach dem Ersten Weltkrieg gründete sich 1919 der faschistische "Fascio di Combattimento" (Squadristi) in Mailand. 1922 begann Benito Mussolini von Mailand aus seinen Marsch auf Rom, mit dem die faschistische Diktatur über Italien ihren Anfang nahm.

Im Zweiten Weltkrieg erlitt die Stadt 1944 starke Zerstörungen. Im 20. Jahrhundert ist Mailand infolge der Industrialisierung sehr schnell gewachsen. Vor allem in den 50er und 60er Jahren zogen viele Millionen Italiener, insbesondere aus Süditalien, nach Mailand und dessen Hinterland. Von 1971 bis 2001 ist die Einwohnerzahl Mailands vom bisherigen Höchstwert von ca. 1.732.000 Einwohnern bis auf 1.256.000 drastisch gesunken. Dieser Rückgang erklärt sich mit dem Umzug der Einwohner ins direkte Umland, hauptsächlich aufgrund der hohen Wohnungspreise in der Stadt, aber auch mit den praktisch unverändert gebliebenen Stadtgrenzen trotz eines fast überall fließenden Übergangs in die (etwa 50) wachsenden Vorstädte. Seit 2001 verzeichnet auch Mailand selbst wieder ein leichtes Wachstum.

Kunst und Kultur

Galleria Vittorio Emanuele II

*Der Mailänder Dom ist ein Meisterwerk der italienischen Gotik. Die weitherum sichtbare goldene Madonnenstatue auf der Turmspitze, "la Madonnina", ist Thema der inoffiziellen Mailänder Hymne O mia bela Madunina.
*1492 kam Leonardo da Vinci an den Mailänder Hof. In Mailand entwarf Leonardo die Schleusen für den Ausbau des Kanalsystems (die sog. "Navigli") und schuf unzählige Skizzen und Notizen. Ein Museum direkt neben der Kirche "Santa Maria delle Grazie" birgt sein weltberühmtes Secco „Das Abendmahl“.
*Das Castello Sforzesco ist die 1300 gegründete Burg der Mailänder Herzöge.
*In der Pinacoteca di Brera sind Gemälde von Tintoretto, Caravaggio und Hayez zu besichtigen.
*Weltberühmt ist die Stadt für ihre Oper, die Mailänder Scala.
*Museo Bagatti Valsecchi ist ein Hausmuseum des 19. Jahrhunderts mit Kunstsammlungen aus der italienischen Renaissance.
*Museo Civico di Storia Naturale di Milano ist eines der größten Naturkundemuseen Italiens.
*Die Galleria Vittorio Emanuele II ist eine prunkvolle Einkaufspassage des 19. Jahrhunderts. Sie verbindet die Piazza del Duomo mit der Piazza della Scala.
*Der Cimitero Monumentale von Mailand beherbergt die Gräber berühmter Persönlichkeiten.
*Mailand wurde zum Veranstaltungsort der Weltausstellung 2015 (Expo) erkoren.

Sonstige Bauwerke

*Pirelli-Hochhaus

Wirtschaft

Die maßgebliche Börse Italiens hat ihren Sitz in Mailand.
Industrie

Mailand ist die Industriemetropole Italiens schlechthin und zählt zu den bedeutendsten Industriestandorten Europas.
Von den 200 größten Unternehmen des Landes hat rund die Hälfte ihren Sitz in Mailand. Hier finden sich die meisten Verlage, Werbeagenturen, Marktforschungsinstitute und Handelsgesellschaften des Landes. Mailand ist in den Punkten Mode (neben Paris) und Design weltweit tonangebend.
1910 wurde in Mailand der Automobilhersteller Alfa Romeo gegründet (heute Teil des Fiat-Konzerns). Ein weiteres weltbekanntes Unternehmen ist der Reifenhersteller Pirelli und der Kabelhersteller Prysmian, der im Juli 2005 die Kabelaktivitäten von Pirelli weltweit übernommen hat.
Milano Centrale, Bahnhofshalle
Milano Centrale, Kopfbahnhof
Verkehr

Mailand ist Italiens größter Verkehrsknotenpunkt. Hier kreuzen sich die Autobahnen A1 (nach Rom und Neapel), A4 (Turin–Triest), A7 (nach Genua) sowie die A8/A9 (Verbindung zur Schweiz). Sie münden allesamt in die Mailänder Ringautobahn, die sich aus den Autobahnen A50 (Westtangente), A51 (Osttangente) und A52 (Nordosttangente) zusammensetzt.

Der Eisenbahnknotenpunkt umfasst unter anderem den 1931 eröffneten monumentalen Kopfbahnhof Milano Centrale und im Osten an der Strecke nach Venedig einen großen Rangierbahnhof (Milano Smistamento). Der öffentliche Personennahverkehr wird unter anderem durch die städtische Nahverkehrsgesellschaft ATM Milano durchgeführt.

Mailand besitzt eines der größten Straßenbahnnetze Europas, siehe dazu den Beitrag Straßenbahn Mailand. Eine Kuriosität ist, dass sich in Mailand noch immer eine große Zahl von Vorkriegs-Straßenbahnwagen nach US-Bauart im Einsatz befinden. Auf den Straßen verkehren auch zahlreiche Oberleitungsbusse.

Der Schienenschnellverkehr wird mit M-S-R gekennzeichnet – diese Buchstaben stehen für die U-Bahn, die mit einem S-Bahn-Netz vergleichbaren Linee S bzw. "Passante Ferroviario" und den Regionalverkehr.

Mailand wird durch die beiden internationalen Flughäfen Malpensa und Linate (sowie auch Orio al Serio bei Bergamo) bedient. Malpensa stellt dabei ein internationales Drehkreuz dar, während der nah an der Stadt gelegene Flughafen Linate vorwiegend für den inländischen Flugverkehr genutzt wird. Der Flughafen Bergamo-Orio al Serio in nur 45 km Entfernung von Mailand wird vor allem von Billigairlines wie Ryanair angeflogen und von diesen oft mit "Mailand-Orio al Serio" bezeichnet.

Städtepartnerschaften
* Betlehem, Palästinensische Autonomiegebiete
* Birmingham, Großbritannien
* Chicago, Vereinigte Staaten
* Dakar, Senegal
* Frankfurt am Main, Deutschland
* Guadalajara, Mexiko
* Krakau, Polen
* Lyon, Frankreich
* Melbourne, Australien
* Ōsaka, Japan
* São Paulo, Brasilien
* Sankt Petersburg, Russland
* Shanghai, China
* Tel Aviv-Jaffa, Israel
* Toronto, Kanada
* Manila, Philippinen

Sport

Die Stadt ist Heimat zweier international erfolgreicher Fußball-Clubs, dem AC Mailand und Inter Mailand, die ihre Heimspiele im Giuseppe-Meazza-Stadion im Stadtviertel San Siro austragen.

Der Radsportklassiker Mailand-Sanremo ist eines der bekanntesten Eintagesrennen der Welt. Die Rad-Rundfahrt Giro d’Italia endet traditionell in Mailand.

In der Nähe der Stadt liegt die Formel-1-Rennstrecke von Monza.

Universitäten

*Wirtschaftsuniversität Luigi Bocconi
*Scuola Direzione Aziendale - Bocconi
*Katholische Universität vom Heiligen Herzen
*Universität Mailand (kurz: Statale I°)
*Universität Mailand-Bicocca (kurz: Statale II°)
*I.U.L.M.
*Politecnico di Milano
*Istituto superiore Beato Angelico
*I.S.E.F.
*Istituto Europeo di Design
*Conservatorio di Milano
*Accademia di Belle Arti di Brera
*Libera Università Vita e Salute/San Raffaele
*Libero Istituto Universitario Carlo Cattaneo
*Istituto di Moda di Burgo

Söhne und Töchter der Stadt

:siehe: Liste der Söhne und Töchter der Stadt Mailand


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 24.02.2020 18:36 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Jeder Stein strahlt Wärme, Hitze und Bedeutung: Der Sage nach wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Der aufbrausende junge Mann nahm sein Projekt so ernst, dass er den Spott seines Zwillingsbruders Remus über eine angeblich zu
Rom ist die Stadt, „mit welcher gehurt haben die Könige auf Erden. Sie sitzt mit Purpur und Scharlach über den Wassern der Völker und Sprachen – trunken vom Blut der Heiligen und Märtyrer Jesu. Ein Babylon ist die große Stadt auf sieben
Satellitenaufnahme von Rom"Rom" (italienisch/lateinisch Roma) ist die größte Stadt Italiens mit ca. 2,7 Mio. Einwohnern im Stadtgebiet sowie rund 3,3 Mio. Einwohnern als Agglomeration und liegt in der Region Latium an den Ufern des Flusses
"Mailand" (italienisch: "Milano"; lombardisch: "Milan" , aus gall./lat. "Mediolanum" "Ebene in der Mitte"), ist die zweitgrößte Stadt Italiens, Hauptstadt der Provinz Mailand und der Region Lombardei in Norditalien.Innerhalb der amtlichen
Panorama Neapels (mit dem Hafen von Mergellina im Vorder- und dem Vesuv im Hintergrund)"Neapel" (italienisch: "Napoli" ; neapolitanisch: "Napule"; von griechisch "nea polis" = neue Stadt) ist nach Rom und Mailand die bevölkerungsreichste Stadt
"Turin" (italienisch "Torino", lateinisch "Augusta Taurinorum", piemontesisch "Türin") ist eine Großstadt im Nordwesten Italiens mit 905.755 Einwohnern im Stadtgebiet (Stand am 31. August 2007)und etwa 1,7
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Die einen können vor Kraft kaum laufen, die anderen kommen gerade aus dem Wettbüro. Das Spiel eignet sich prototypisch für ein Comic von Ralph König: Testosteron-geschwängerte Luft in Gdánsk, wenn die spanischen Zwergstiere auf die letzten
1:1 für Italien und Kroatien. Tja. Beide Mannschaften in unveränderter Aufstellung. Die Zuschauerränge sind nicht voll besetzt. Die Aufstellung Italiens: Buffon - Bonucci , de Rossi , Chiellini - Pirlo - Maggio , Marchisio , T. Motta ,
Die Mächtigen fürchten ihn, belegten seine Werke teilweise mit Zensur. Dario Fo nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es darum geht, Missstände aufzudecken. Dafür erhielt der Autor und Theatermacher sogar den Nobelpreis. Aber hinter dem großen
Wann loben schon mal italienische Sportzeitungen den deutschen Fußball? Erstens ist das selten nötig, weil die Tedeschi im direkten Vergleich meist den Kürzeren ziehen. Und zweitens ist auf alle Fälle eine Verschwörung zu wittern, wenn dem mal
Der Trevi-Brunnen in Rom ist am Freitagabend in blutrotes Licht getaucht worden - als Mahnung und Erinnerung an verfolgte Christen in aller Welt. Rom (dpa) - Mit der Aktion wollte das päpstliche Hilfswerk «Kirche in Not» auf das
Die erfolgreiche, jedoch auch umstrittene Deutschrock-Band Frei.Wild aus Südtirol hat nach 15 Jahren das Ende ihrer Auftritte angekündigt. Brixen (dpa) - «Wir hören auf», teilten die vier Musiker auf ihrer Homepage mit. Konkrete
Wetter

Rom


(24.02.2020 18:36)

6 / 11 °C


25.02.2020
4 / 7 °C
26.02.2020
4 / 8 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

...
Elektronotdienst in Ha ...

Die langen Winter in S ...
Urlaub mit Diabetes: O ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum