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Machatschkala

Russland, Machatschkala
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"Machatschkala" ( , awarisch МахIачхъала (Maħačqala)) ist die Hauptstadt der russischen Teilrepublik Dagestan. 2008 hatte die Stadt 464.209 Einwohner (mit Vororten gut 550.000). Die Mehrheit der heterogenen Bevölkerung bekennt sich zum sunnitischen Islam. In Machatschkala befindet sich die größte Moschee des Nordkaukasus.

Geographie
Die Stadt liegt an der Westküste des Kaspischen Meeres im Kaukasusvorland, 2166 Kilometer südöstlich von Moskau und rund 200 km nördlich der Grenze Russlands zu Aserbaidschan. Die nächstgelegene Stadt ist Kaspijsk 16 km südöstlich von Machatschkala.

Machatschkala ist administrativ in drei Stadtrajons gegliedert: Kirowski, Leninski und Sowetski. Zur Stadt gehören außerdem die den einzelnen Stadtrajons unterstellten Siedlungen städtischen Typs Leninkent, Schamchal, Semender, Sulak (Rajon Kirowski), Nowy Kjachulai (Rajon Leninski), Alburikent, Kjachulai und Tarki (Rajon Sowetski) mit zusammen 65.963 Einwohnern und sechs Dörfer mit 20.891 Einwohnern. Die Gesamteinwohnerzahl des administrativen Gebildes "Stadt Machatschkala" beträgt somit 551.063 (Berechnung 2008).

In Machatschkala herrscht kontinentales Klima mit einer Jahresdurchschnittstemperatur von 11,6° C und einer mittleren Jahresniederschlagsmenge von 430 mm. Der kälteste Monat ist der Januar mit einer Durchschnittstemperatur von –3° C, der wärmste mit 25° C der Juli.

Geschichte
Die ersten Ortschaften an der Stelle des heutigen Machatschkala werden seit dem 7. Jahrhundert vermutet, da hier früher ein Karawanenweg in die alte Stadt Derbent verlief. Die heutige Stadt wurde jedoch erst 1844 als Fort mit dem Namen "Petrowskoje" (Петровское), in Andenken an den Persien-Feldzug Peter des Großen, gegründet. Zur gleichen Zeit wurde mit der Errichtung eines Seehafens nahe dem Ort begonnen. In den 1850er-Jahren bildete sich um die Festung und den Hafen herum eine Siedlung, die 1857 Stadtrechte erhielt und in "Port-Petrowsk" (Порт-Петровск) umbenannt wurde.

Die Markthalle von Machatschkala
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begann sich in der Stadt mit dem Bau einer Brauerei im Jahr 1876 die Industrie zu entwickeln. 1896 erhielt Port-Petrowsk mit der Verlegung der Eisenbahn zwischen Rostow am Don und Baku einen Anschluss an das russische Schienennetz. Zur Jahrhundertwende belief sich die Bevölkerungszahl der Stadt bereits auf rund 10.000 Einwohner. Die Hauptwirtschaftszweige waren damals die Textil- und Tabakindustrie, der Rohöltransport und die Fischerei.

1921 verlor die Stadt ihren bisherigen Namen und heißt seitdem "Machatschkala", wobei "kala" in den Turksprachen „Festung“ bedeutet und "Machatsch" (eine Kurzform von Mohammed) der Vorname des dagestanischen Revolutionärs Machatsch Dachadajew (1882–1918) war, zu dessen Ehren die Stadt umbenannt wurde. Wörtlich bedeutet der Name Machatschkala also so viel wie „Festung des Machatsch“. Ebenfalls wurde Machatschkala 1921 Hauptstadt der neu gebildeten Dagestanischen ASSR, die seit 1990 eine autonome Republik der Russischen Föderation ist.

In der Stadt bestand das Kriegsgefangenenlager "379" für deutsche Kriegsgefangene des Zweiten Weltkriegs.Maschke, Erich (Hrsg.): "Zur Geschichte der deutschen Kriegsgefangenen des zweiten Weltkrieges." Verlag Ernst und Werner Gieseking, Bielefeld 1962-1977.

Wirtschaft und Verkehr
Wichtigster Industriezweig sind die Erdölraffinerien, daneben gibt es Maschinenbau- und Textilfabriken. Außerdem haben zahlreiche Verwaltungs- und Bildungsinstitutionen in der Stadt ihren Sitz, darunter ein regionales Forschungszentrum der Russischen Akademie der Wissenschaften mit rund 20 Forschungsfacheinrichtungen.

Durch die Stadt verlaufen die Hauptverkehrsverbindungen von Russland nach Aserbaidschan und in den Iran, darunter die Fernstraße M29. Die Europastraße 50 endet hier. Die Stadt besitzt auch einen bedeutenden Seehafen, der als einziger russischer Hafen am Kaspischen Meer das ganze Jahr über eisfrei ist. In der Stadt gibt es einen Fernbahnhof der Nordkaukasischen Eisenbahn (mit Verbindungen auch nach Moskau, Baku, Rostow am Don und Kasan) sowie einen internationalen Flughafen. Das innerstädtische öffentliche Verkehrsnetz besteht aus mehreren Trolleybuslinien sowie Bussen, Taxis und Linientaxen.

Städtepartnerschaften
* Machatschkala ist Partnerstadt von Oldenburg und der Gemeinde Hatten im Landkreis Oldenburg. Über die Städtepartnerschaft und die Begegnungen von Studierenden und Delegationen informiert die Broschüre des Partnerschaftskomitees Hatten zum 15-jährigen Jubiläum.
* Sfax
* Spokane

Weiterführende Bildungseinrichtungen
* Staatliche Universität Dagestan
* Staatliche Technische Universität Dagestan
* Filiale der Südrussischen Staatlichen Technischen Universität

Sport
Im Fußball ist die Stadt durch den Verein Anschi Machatschkala vertreten.

Söhne und Töchter der Stadt
* Sagid Murtasalijew (* 1974), Ringer
* Wladimir Naslymow (* 1945), Säbelfechter
* Ramazan Şahin (* 1983), Ringer
* Iljas Schurpajew (1975–2008), Journalist
* Valentina Tichomirowa (* 1941), Leichtathletin


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 18.04.2021 14:37 von den Wikipedia-Autoren.
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