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Lettland in Nahsicht

Lettland
Von Maria von Stern   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Kleines Land mit alter Sprache
Lettland misst von Nord nach Süd 210 Kilometer, von West nach Ost 450. Zur Hälfte besteht das Land aus Wald. Der Großteil ist als Nationalpark geschützt, so dass sich wildlebende Tiere einander auf Klauen, Greifen und Pfoten, Fühlern und Schuppen stehen.
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Abgesehen von der 720.000 Einwohner Stadt Riga, übrigens Heimat für mehr als ein Drittel der lettischen Bevölkerung, gibt es einige, allerdings sehr viel kleinere Städte und viele Dörfer: Die dörfliche Tradition ist wie in allen baltischen Ländern hoch gehalten worden während der Zeit der Unterdrückung, erst durch den deutschen Nachbarn links, dann durch die Russen rechts.

Hansestadt an der Ostsee

Offizieller Geburtstag des Landes ist die Gründung Rigas im Jahr 1201 durch den Bremer Domherr Albert von Bekeshovede. Die deutschen Siedler, viele von ihnen Händler, führten die Siedlung bald zu Wohlstand und Reichtum. Ein knappes Jahrhundert später war die Ortschaft bereits Hansestadt, gemeinsam mit den Häfen in Ventspils und Liepāja ist Riga bis heute zentraler Umschlagplatz für die Handelslieferungen von Ost nach West und umgekehrt. Lettland exportiert hauptsächlich Holz- und Metallerzeugnisse, Maschinen, Elektrogeräte und Mineralprodukte. Größter Handelspartner sind andere EU-Länder (78 Prozent).

Eroberungen

‚Wo man verdient, da lass Dich nieder’, dachten viele, und so wechselte die Perle an der Ostsee häufiger den „Besitzer“: der Deutsche Ritterorden zankte sich mit den Kaufleuten, nach zwanzigjähriger Unabhängigkeit verleibte sich Polen 1562 die Stadt und damit das Land ein. Es folgte Schweden 1621 und 1710 das zaristische Russland. Nach dem Ersten Weltkrieg erlangte Lettland am 18. November 1918 die Unabhängigkeit – dieser Tag ist heute noch Nationalfeiertag. Gemäß dem Hiterl-Stalin-Pakt fiel Lettland der Sowjetunion zu, wurde 1941 von der Wehrmacht besetzt. Die jüdische Bevölkerung der Stadt, circa 44.000 Menschen, wurde im Ghetto von Riga zusammengepfercht, ermordet oder in Konzentrationslager deportiert, unter anderem im Rigaer Stadtteil Kaiserwald. 1944 eroberte die Rote Armee Riga zurück. Bis zum 21. August 1991 war Lettland Mitglied der UdSSR. Seit 2004 ist Lettland Mitglied der Nato und der Europäischen Union.

Staatsangehörigkeit und Sprache

Zwischen 1940 und 1990 wurden die Letten aufgrund von Zwangsumsiedlungen und Nachzug von Russen zur Minderheit im eigenen Land. Bis heute ist russisch so weit verbreitet wie lettisch, auch wenn es keine offizielle Amtssprache mehr ist. Umständlich, wenn auch logisch ist die Frage zu beantworten, wer Lette ist und wer nicht: alle vor 1940 Geborenen und jene, welche direkt von ihnen abstammen, haben einen lettischen Pass. Alle anderen müssen sich erst beweisen: Seit 1995 muss ein Sprach-, Geschichts- und Verfassungskundetest bestanden werden. 17 Prozent der Menschen, die in Lettland leben, sind keine Staatsbürger.

Lettisch gilt übrigens als eine der ältesten indoeuropäischen Sprachen und wurde kaum verändert. Weltweit sprechen 1,5 Millionen Menschen die Sprache. Innerhalb Lettlands sind Russisch und Englisch weit verbreitet, außerdem sind Deutsch, Französisch und skandinavische Sprachen zu hören. An Schulen wird außerdem Unterricht in Minderheitensprachen angeboten: Weißrussisch, Estnisch, Litauisch, Polnisch, Hebräisch, Roma und Ukrainisch.

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