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Kjustendil

Bulgarien, Kjustendil
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Kjustendil - Bulgarien - Nachbarorte: Pernik, Sofia, Samokow, Dupniza, Blagoewgrad, Raslog, Sandanski, Kočani, Kriva Palanka
"Kjustendil" (bulg.: , auch Kjüstendil oder Küstendil; früher: Pautalia, Pautalius, dann Velebusdus) ist eine Stadt in Südwestbulgarien in der Nähe der Grenze zu Mazedonien und Serbien. Kjustendil ist die Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks.

Geographie
Die Stadt liegt an den Verkehrswegen:
* Sofia - Skopje (Mazedonien)
* Niš (Serbien) - Bosilegrad - Kjustendil - Sofia, der jedoch durch eine Serbische Grenzschließung versperrt ist.
* von Dupniza nach Kjustendil verläuft ein alter Handelsweg, der über Jahrhunderte Konstantinopel mit Bos und Adriatika verbunden hat.

Geschichte
Die wechselnden Namen der Stadt waren:
* Pautalia (Paeonia) - thrakisch
* Pautania - gotisch
* Velbuzhd - slawisch
* Patelense - byzantinisch
* Konstantinova Zemja - serbisch
* Kyustendil - osmanisch

Kjustendil ist eine der ältesten Städte Bulgariens.
Im 5. - 4. Jahrhundert v. Chr. gründeten die Thraker hier wegender heilsamen Mineralquellen eine Siedlung. Im 1. Jahrhundert bauten die Römer die Stadt zu einer wichtigen Festung aus. Die Stadt hieß während der Römerzeit Pautalia. Sie lag an einer wichtigen Handelsstraße und war eine bekannter Bäderort. Im 1. und 2. Jahrhundert wuchs die Stadt zum administrativen, kulturellen und wirtschaftlichen Zentrum der Gegend. Die Bedeutung der Stadt blieb auch während der Spätantike erhalten.

Im 4. und 5. Jahrhundert wurde wegen der zunehmenden Angriffe der Barbaren eine zweite Festung errichtet - auf dem Hügel Hisarlak (Хисарлък). Diese Festung blieb auch im Mittelalter erhalten. Sie wurde im 6. Jahrhundert ausgebaut, überstand das erste und zweite Bulgarenreich und wurde von den osmanischen Eroberern im 15. Jahrhundert zerstört.

Die Festung Hisarlak hat die Form eines unregelmäßigen Vielecks (ca. 117 x 175 m). Sie erstreckte sich über eine Fläche von 2,1 ha. Sie 14 Türme (runde, dreieckige und rechteckige), 2 Tore und 5 Nebeneingänge. Das Haupttor befindet sich in der Ostwand, die in der Nähe der Hauptstraße liegt. Die Dicke der Festungsmauer schwankt stellenweise zwischen 1,60 m und 3 m.

Nach 533 hieß die Stadt Welbaschd. Zum Ende des 7. Jahrhundert wurde sie in das Ersten Bulgarische Reich eingegliedert. In einer Urkunde des byzantinischen Imperators Basileios II. aus dem Jahre 1019 wird die Stadt unter dem slawischen Namen Welbaschd (Велбъжд; Velbăžd; Wortursprung: Kamel) erwähnt.

Die Stadt wurde während der Herrschaft von Kalojan (1197-1207) in das Zweite Bulgarische Reich eingegliedert. Eng mit der Geschichte der Stadt ist die Schlacht bei Welbaschd (Велбъждската битка) zwischen den Bulgaren und Serben (unter Führung von Stefan Uroš III. Dečanski) im Jahre 1330 verbunden. Die Bulgaren verloren die Schlacht, ihr König Michail Schischman fiel am 28. Juli 1330 in der Schlacht. Nach der Schlacht geriet Bulgarien unter serbischen Einfluss. Zugleich zerfiel es in mehrere Teilreiche, um dann 1393 Teil des Osmanischen Reiches zu werden.

Ende des 14. Jahrhundert bildete sich im Südwesten der bulgarischen Gebiete das selbstständige Despotat Welbaschd unter Konstantin Dragaš, Schwiegersohn des bulgarischen Zaren Iwan Alexander. Mitte des 15. Jahrhunderts begannen die Türken die Stadt zu bevölkern. 100 Jahre später wurde die Stadt in Kjustendil umbenannt, nach dem Fürsten Konstantin Dragaš († 17. Mai 1395). Kjustendil heißt so viel wie: "Land des Constantin".

Konstantins Fürstentum war die letzte bulgarische Festung, die unter dem Ansturm der osmanischen Eroberer fiel.
Die Heiducken-Bewegung, die während der bulgarischen Wiedergeburt entstand und im 16. Jahrhundert den Kampf gegen die Türken aufnahm, war auch in der Gegend um Kjustendil aktiv. Ein wichtiges Zentrum der Aufklärungsarbeit in dieser Periode in Südwestbulgarien war das Boboschewer Kloster "Sweti dimitar" (Бобошевският манастир “Свети Димитър”)

Sehenswürdigkeiten
In der historisch gut erhaltenen Stadt bestehen heiße Mineralquellen.

Museen:
* Bildergalerie des bulgarischen Malers Wladimir Dimitrow
* Historisches Museum
* Ethnographisches Museum
* Geburtshaus Dimitar Peschews (1894-1973), Rechtsanwalt und Politiker, setzte sich während des Zweiten Weltkriegs aktiv für die bulgarischen Juden ein.
* Museumshaus von Iljo Wojwoda

Das östliche Stadttor ist gut erhalten geblieben

Auf Einsatz von Ludmila Schiwkowa wurde in den 1980er Jahren das Theater "Krum Kjuljakov" im griechischen und römischen Stil mit Marmor und Säulen gebaut.

Persönlichkeiten
* Nikola Atanassow (1886-1969), Komponist und Musikpädagoge
* Dimitar Peschew (1894-1973), Politiker

Gemeinde Kjustendil
Die Gemeinde Kjustendil hat rund 73.000 Einwohner


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.10.2019 03:03 von den Wikipedia-Autoren.
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