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Kiseljak

Bosnien-Herzegowina, Kiseljak
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Lage der Gemeinde im Kanton Zentralbosnien
Katholische Kirche in Kiseljak

"Kiseljak" ist eine Stadt und gleichnamige Verbandsgemeinde in Bosnien und Herzegowina.

Geografie
Lage
Die Stadt Kiseljak ist 35 km nordwestlich von der Hauptstadt Sarajevo, 12 km von Kreševo, 12 km von Visoko, 18 km von Fojnica und 25 km von Busovača entfernt und hat eine Ausdehnung von 165 km². Die Meereshöhe beträgt 470 m. Die Lage ist in einem Talbecken, welches von den Bergen Jasikovac, Graščica, Berberuša, Plaz und Kruševska kosa umgeben wird. Kiseljak liegt an der Lepenica, die nordwestlich der Stadt in die Fojnica, einen Nebenfluss der Bosna mündet. Die Stadt zählt zum Kanton Zentralbosnien der Föderation Bosnien und Herzegowina.

Hier sieht man die Nachbarorte angeordnet nach dem Kompass:



Demografie
Die Zahl der Einwohner liegt bei 20.710. Davon sind 19,5% unter 14 Jahren, 66,4% sind zwischen 15 und 64 Jahren alt und somit sind 14% älter als 65 Jahre.Statistisches Bundesamt Bosnien und Herzegovina: " (PDF-Datei 6 kB)", 9. September 2009

Die Volkszählung von 1991 ergab folgende Zusammensetzung:Statistisches Bundesamt Bosnien und Herzegovina: " (PDF-Datei 3 kB)", 1991
* Kroaten – 12.550 (51,93%)
* Bosniaken – 9.778 (40,46%)
* Serben – 740 (3,06%)
* Jugoslawen – 600 (2,48%)
* Andere – 496 (2,07%)


Klima
Die durchschnittliche Jahrestemperatur in Kiseljak beträgt 9,1 Grad Celsius. Der wärmste Monat ist der Juli mit einer durchschnittlichen Temperatur von 18,5 Grad Celsius, der kälteste Monat ist der Jänner mit einer durchschnittlichen Temperatur von -1,8 Grad Celsius. Die häufigsten Niederschläge werden im Juli und Oktober gemessen, was im Einklang mit dem gebirgigen Klima von Bosnien und Herzegowina ist. Kiseljak ist vom klimatischen Aspekt her eine vorteilhafte Destination für Touristen.

Geschichte
Die ältesten Spuren menschlicher Tätigkeit im Gebiet von Kiseljak reichen bis zur frühen Steinzeit zurück. Eine Siedlung in der frühen Steinzeit lag genau zwischen der katholischen Kirche und dem Hotel Dalmacija und das zweite in der Ortschaft Han-Ploća. In der Ortschaft Banbrdo und auf dem Berg Rat fand man auch menschliche Überreste, die jedoch nicht zu einer Kultur zugeordnet werden können.

Im Mittelalter gehörte das Gebiet von Kiseljak zum Bezirk Lepenica, welcher erstmals 1244 erwähnt wurde. Zur Zeit des osmanischen Reiches wurden alle Bezirke in nahija (arabisch: ناحية, türkisch: nahiye) umbenannt.

Kiseljak alleine wurde zum ersten Mal 1531 im Reisebuch des slowenischen Schriftstellers Benedikt Kuripešić erwähnt. Zu Beginn dieses Jahrhunderts hat ein gewisser Hadži-Uvejs auf dem Boden der heutigen Stadt Kiseljak eine Moschee, einen Karawanserei (Übernachtungshaus für Reisende) und ein Haus für die Wächter der Stadt, sogenannte azapi, errichtet.

In weiterer Folge besuchten Kiseljak viele Reisende, wie zum Beispiel die Franzosen Maseliere und A. Chaumette des Fosses im Jahre 1806 und 1807, die über das Mineralwasser schrieben. Sie erwähnten das Menschen sogar aus Carigrad, dem früheren Istanbul nach Kiseljak kommen. Der deutsche Geologe Ami Boué besuchte Kiseljak zum ersten Mal 1836 und nochmal 1838 und berichtete über das gutschmeckende Mineralwasser und die vielen Besucher der Stadt.
Die mittelalterlichen Funde sind auch enorm. Es wurden sehr viele Grabmäler aus dem Mittelalter gefunden. Die größte Totenstadt, die gefunden wurde, hatte über 700 solcher Grabmäler. Eine Gruppe von vier Sarkophagen wurde separat von allen anderen gefunden, in dem der bosnische Fürst Radoja Radosalić gefunden wurde. Von ihm stammt das Motiv mit dem Löwen, welches sich auf dem Wappen von Kiseljak findet. Auf dem Gebirgspass, welcher das Dorf Crkvina mit dem restlichen Gebirgsmassiv verbindet, befindet sich ein griechischer Friedhof mit 75 Grabmälern.

Im kleinen Dorf Ukućevci wurde 1908 ein Helm der Illyrer gefunden und im Dorf Bijela Voda fand man sogar Überreste einer Siedlung der Illyrer. Der Arheologe Mandić fand 1923 auf einem Feld Überreste von römischen Bauten. Im Ort Podastinja fand man 1884 wertvolles Geld aus der Dynastie des römischen Kaiser Antonio, welches zu der Zeit zwischen Septimius Severus und Gallienus verwendet wurde. Ein Teil dieses Geldes befindet sich im nationalen Museum von Bosnien und Herzegovina, ein weiterer Teil befindet sich im archäologischen Museum Zagreb und im Kloster der Franziskaner in Fojnica. In Richtung des Flusses Paroš und dem Dorf Ukućevci befindet sich eine der größten archäologischen Fundstellen in Bosnien und Herzegovina.


Kultur
Früher waren die Hauptveranstaltungen die Kulturabende der Stadt Kiseljak (Kiseljačke večeri kulture (KVEK)). Heute ist der Hauptträger der kulturellen Manifestationen die Zweigstelle vom rad Društva in Bosnien und Herzegovina, „HKD Napredak“ welcher 1990 erneuert wurde. Die Volkshochschule in Kiseljak ist beim organisieren von kulturellen Ereignissen auch aktiv. Sie ermöglicht Kinoaufführungen und organisiert die Versammlungen der Majoretten.

Die Kiseljačke mažoretkinje ist ein Verein von Majoretten, welcher seit 2000 existiert. 2004 erreichte der Verein die Bronzemedaille bei der staatlichen Meisterschaft in Tomislavgrad. In der darauffolgenden Europameisterschaft in Zagreb gewann der Verein die Bronzemedaille.


Quellwasser
Das Mineralwasser "Sarajevski Kiseljak" hat seine Quelle in Kiseljak. Es gibt auch "Tuzlenski Kiseljak", was bei Tuzla liegt.
Im Zentrum von Kiseljak liegt ein Park. Dort gibt es mehrere Brunnen mit "Zapfanlagen", wo man das Wasser trinken kann.


Sonstiges
TV KISS:
TV KISS ist ein Fernsehsender, der 1992 gegründet wurde und seine Zentrale in Kiseljak hat. Die Abdeckung erstreckt sich über den Srednjobosanski Kanton, Sarajevski Kanton und Teile vom Zenicki–Dobojski Kanton. Das ist ein Raum von ungefähr 800.000 Zuschauern.



Literatur
"Einzelnachweise"



Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 21.02.2020 14:32 von den Wikipedia-Autoren.
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