Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
     
Hotelsuche in 
 

Kallithea

Griechenland, Kallithea
Von Wikipedia - die freie Nachrichtenenzyklopädie   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  


"Kallithea" ( , "„gute Aussicht“") ist eine Großstadt im Großraum Athen. Mit 110.187 Einwohnern (2001) ist Kallithea die achtgrößte Stadt Griechenlands und nach Athen, Piräus und Peristeri die viertgrößte Stadt im Ballungsraum der Hauptstadt.

Lage

Kallithea befindet sich drei Kilometer südlich von Athens Stadtzentrum und erstreckt sich auf einer Fläche von 5 km² zwischen der Faliro-Bucht im Süden und den Philopappos- und Sikelia-Hügeln im Norden. Im Osten bildet die Syngrou-Allee die Grenze zu den Orten Nea Smyrni und Paleo Faliro, im Westen der Ilisos diejenige zu Tavros und Moschato.

Geschichte

Die Stadt befindet sich auf dem Gebiet, das in der Antike durch Athens Lange Mauern geschützt war. Hier befand sich damals eine Siedlung mit Namen Xypete, die auch in Platons Dialogen erwähnt wird. Das moderne Kallithea verdankt seinen Aufstieg vor allem den ersten Olympischen Spielen von 1896, nachdem bereits im Dezember 1884 die Pläne für den Bau der Stadt Kallithea beschlossen worden waren. Im Zentrum der Stadt entstand das Skopeftirion, ein Schießplatz, der neben dem Athener Olympia-Stadion und dem weiter südlich gelegenen Faliron Velodrom, dem heutigen Karaiskakis-Stadion, einen der drei Austragungsorte bildete.

1910 wurde in Kallithea, das an der Straßenbahnlinie von Athen nach Faliro liegt, ein erstes Straßenbahndepot erbaut. 1925 kam die Harokopio- und 1928 die Panteion-Universität hinzu. In den 1920er-Jahren siedelten sich hier zahlreiche Vertriebene aus den Griechisch-Türkischen Kriegen an und nutzten zunächst das Gelände des Schießstands als Wohnraum, ehe neue Siedlungen für sie errichtet wurden. In den 1930er-Jahren kamen weitere griechische Aussiedler hinzu, die an der östlichen Schwarzmeerküste beheimatet waren und vor Repressalien der Sowjetunion nach Griechenland flüchteten. Das auf dem Schießplatz erbaute Schulgebäude diente zur Zeit der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkriegs als Gefängnis und wurde schließlich 1966 abgerissen. Hier waren griechische Widerstandskämpfer und Opfer von Besatzung und Bürgerkrieg, wie etwa Nikos Belogiannis, inhaftiert.

In den 1990er-Jahren kam es erneut zu einer Einwanderungswelle von Griechen aus der (ehemaligen) Sowjetunion. In Tzitzifies, im Süden der Stadt, befand sich eine Trabrennbahn, die bis 2004 die einzige des ganzen Landes war; sie wurde inzwischen nach Markopoulon verlegt. Tzitzifies ist auch als Zentrum griechischer Folklore-Musik bekannt. Hier traten unter anderem Markos Vamvakaris, Vassilis Tsitsanis, Yannis Papaioannou, Marika Ninou, Sotiria Bellou, Manolis Chiotis, Mary Linda, Yorgos Zambetas, Stelios Kazantzidis, Marinella, Poly Panou und Viki Moscholiou auf. Im Jahre 2004 wurden in Kallithea erneut Spielstätten für die Olympischen Spiele errichtet.

Infrastruktur

In Kallithea befinden sich zwei Universitäten, die Harokopio- und die Panteion-Universität, sowie zahlreiche kulturelle Organisationen und Sportvereine, wie der Kallithea FC, der das Grigoris-Lambrakis-Stadion nutzt, oder Esperos.

Kallithea ist mit den Stationen Kallithea und Tavros an das Metro-Netz Athens angeschlossen. Daneben bestehen eine Reihe von Straßenbahn-, Bus- und Trolley-Bus-Linien. Die Stadt ist mit dem Auto über die Syngrou-Allee, die Poseidonos-Allee, die Kifissos-Allee bzw. die Thisseos-Allee zu erreichen.

Sehenswürdigkeiten

Neben der Agia Eleousa, einer Kirche aus spätbyzantinischer Zeit, fällt der Olympia-Komplex Faliro am Strand von Kallithea in den Blickpunkt, der vom Sport-Pavillon Faliro bis hin zum Olympia-Beach-Volleyball-Zentrum und zur Mündung des Ilisos reicht. Aus Kallithea stammt das Kallithea-Monument, ein Familiengrab aus dem 4. Jahrhundert v. Chr., das heute im Archäologischen Museum von Piräus ausgestellt ist.

Auf die Herkunft der lokalen Schwarzmeergriechen weist ein Denkmal in der Stadtmitte auf dem Davaki-Platz.


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 26.01.2020 15:22 von den Wikipedia-Autoren.
Überblick
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Das relativ kleine Griechenland zählt immerhin acht Großstädte mit mehr als 100000 Einwohnern. Neben der Kapitale Athen, sind Thessaloniki und Patras die wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren des Landes. Athen ist die Kapitale
Athen aus dem Weltall gesehenDie Stadt "Athen" ( , "Athína"; , "Athēnai") ist die Hauptstadt Griechenlands. Sie wurde vor etwa 5000 Jahren besiedelt. Athen ist die bevölkerungsreichste und flächengrößte Stadt des Landes. Hierbei wird unter
In Athen verschmelzen Vergangenheit und Zukunft wie kaum woanders auf der Welt. Die antiken Monumente bilden den klassischen Hintergrund einer modernen und trendigen Stadt. Gerade diese Kontraste machen Athen so spannend und zu einer der
"Thessaloniki" ( , auch kurz "Saloniki" , türk. "Selanik, Ladino "Salonika" oder "Selanik", bulg./maz. Солун "Solun";" im biblischen Zusammenhang verwendeter deutscher Name "Thessalonich") ist mit 363.987 Einwohnern die zweitgrößte Stadt
Das relativ kleine Griechenland zählt immerhin acht Großstädte mit mehr als 100000 Einwohnern. Neben der Kapitale Athen, sind Thessaloniki und Patras die wichtigsten wirtschaftlichen und kulturellen Zentren des Landes. Athen ist die Kapitale
"Patras" ( , "Patra", Katharevousa und , "Patre" bzw. "Patrai") ist eine der wichtigen Hafenstädte Griechenlands und Hauptstadt der Präfektur Achaia wie der Region Westgriechenland. Die Einwohnerzahl beträgt 171.616, damit ist Patras nach Athen
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Bekommt Griechenland frisches Geld? Der Dauerbrenner beschäftigte am Montag abermals die Euro-Gruppe in Luxemburg. Es ging um 2,8 Milliarden Euro aus dem laufenden dritten Hilfsprogramm für das hoch verschuldete Land. Am Ende entschieden die
Die griechischen Inseln im Osten der Ägäis könnten bald eine neue Flüchtlingskrise erleben. «Die Lage in den Registrierzentren (Hotspots) ist unerträglich», sagte der Bürgermeister der Insel Lesbos, Spyros Galinos, der Deutschen
Die Zahl der Todesopfer der Überschwemmungen in Griechenland ist am Wochenende auf 20 gestiegen. «Wir suchen noch nach mindestens zwei Vermissten», sagte ein Offizier der Küstenwache am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Seine Kollegen hatten
Wetter

Athen


(26.01.2020 15:22)

6 / 16 °C


27.01.2020
7 / 14 °C
28.01.2020
8 / 13 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Afghan Farah Governor ...
Ministry Warns Cinema ...

...
Russland muss damit re ...

Die langen Winter in S ...
Urlaub mit Diabetes: O ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum