Skiurlaub- günstig mit FeWo-direkt
Espresso der Extra-Klasse


Bundesliga-Tickets mit Garantie!


     
Hotelsuche in 
 

John Knittels „via mala“

Schweiz, Splügen
Von Siegfried Schröpf   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Alte Dörfer, wilde Bäche, dunkle Geheimnisse im Herzen der Schweiz
Die via mala: ein Mythos, der die Phantasie so anregt, dass er einigen Literaten als Romanvorlage diente. Schon zweimal verfilmt wurde der wohl berühmteste via mala Roman von John Knittel, aus dem Jahr 1934.
Galerie
Brigitte und Siegfried Schröpf, zu Fuß unterwegs auf der via mala.

Der Titel via mala verweist dabei einerseits auf den geographischen Ort des Geschehens – eine Schlucht inmitten des schweizerischen Kantons Graubünden – ist aber andererseits mehr noch eine Metapher für den „schlechten Weg“, auf dem sich die Protagonisten des Romans gleich mehrfach befinden.
Orientierung für Wanderer auf der via spluga.

Der schon von den Römern genutzte Weg wird urkundlich schon viel früher, im Jahre 1219, in einem Friedensvertrag zwischen Schams und Chiavenna erwähnt. Darin wird das sichere Geleit für Kaufleute und deren Waren von Thusis bis Splügen festgehalten.

Ein alter Weg also, den wir gehen wollen, einen mit Tradition und vielleicht auch mit Kultur. Doch auf alle Fälle ein Weg mit vielen Fragezeichen. Auf die praktischen komme ich später, die generellen tauchen schon beim ersten Satz auf: wo ist Schams? Warum damals nur bis Splügen? Gibt es danach kein sicheres Geleit mehr? Begann dahinter die welsche Wildnis, ungeordnet und wie in unseren Jugendtagen nach Freiheit duftend? Aufständisches lauernd, diffus mit dem Guerillakämpfer Garibaldi in Verbindung gebracht?
... weitere Sehenswürdigkeiten sind der geschützte Dorfkern von Splügen, der historische Saumpfad über den Splügenpass und die wildromantische Cardinello-Schlucht.

Nun, die via mala ist nur ein Teil der via spluga und die geht über den Splügenpass nach Süden, bis ins italienische Chiavenna. Und nur nach dort und von dort aus macht der Transitverkehr nach Norden Sinn. Splügen liegt irgendwie nur auf der Strecke, irgendwo mittendrin und sehr schön platziert.


Der 1891 im indischen Dhawar geborene Sohn eines Schweizers Missionars brach erst die Handelsschule ab, verdingte sich als Lehrling in einer Baumwollfabrik seines Patenonkels und arbeitete als Bankangestellter und Filmproduzent in London, ehe er sein schriftstellerisches Talent entdeckte. Knittel schrieb ausschließlich auf Englisch, u.a. „The travels of Aaron West“.

Ambivalent ist seine Positionierung zum Nationalsozialismus: 1938 besuchte er Joseph Goebbels in Berlin und wurde 1941 auf Einladung von Hans Carossa Mitglied der Europäischen Schriftstellervereinigung, 1944 jedoch setzte er sich für Freunde seiner Tochter ein, die Mitglied der Widerstandsgruppe „Weiße Rose“ waren.

John Knittel starb am 26. April 1970 im Alter von 79 Jahren an seinem Wohnsitz Maienfeld.


Dieser Artikel ist Teil der Tour "3 Tage auf der Via Mala"
Touren
 

 

Kommentare zu diesem Artikel
 
Neuer Kommentar
Name *
Email * (wird nicht öffentlich angezeigt)
Kommentar
* Pflichtangaben
 
Diesen Artikel empfehlen

Absender Empfänger Nachricht (optional)
Name
E-Mail

Name
E-Mail
   
 
 
Tipps der Redaktion aus dem Reiseportal
 
REISEPORTAL
Das einzige, was Obelix zur Schweiz einfiel: "Flach und nass". Asterix-Fans wissen, warum das so ist. Der große Dicke mit der Streifenhose hat die Schweiz einfach verschlafen. Auch wenn wir heute wissen, dass die Schweiz alles andere als
Schams heißt auf Rätoromanisch Val Schons und ist ein Abschnitt des Hinterrheintals im Schweizer Kanton Graubünden. Das Schams bildet laut wikipedia die mittlere der drei Talkammern entlang des Hinterrheins. Vom Rheinwald wird es durch die
Die via mala: ein Mythos, der die Phantasie so anregt, dass er einigen Literaten als Romanvorlage diente. Schon zweimal verfilmt wurde der wohl berühmteste via mala Roman von John Knittel, aus dem Jahr 1934. Der Titel via mala verweist dabei
Gourmets entdecken bei den „Käsetagen Toggenburg“ in der Ostschweizer Ferienregion Delikatessen und Raritäten wie den „Bloderchäs“, den Urahn aller Käsesorten. Auf der dreitägigen Veranstaltung zeigen regionale Käser,
Die Eidgenossenschaft existiert als loser Staatenbund seit dem 13. Jahrhundert. Dem Nationalmythos zufolge wurde sie Anfang August 1291 auf der Rütliwiese zur Gründung beschworen. Die Schweiz in ihrer heutigen Form als föderalistischer Bundesstaat
"Lancy" ist eine politische Gemeinde des Kantons Genf in der Schweiz.Mit rund 27"000 Einwohnern ist Lancy die drittgrösste Stadt des Kantons. Lancy befindet sich südlich der Rhône und besteht aus den beiden Stadtteilen "Grand-Lancy" und
 
Tipps der Redaktion aus dem Nachrichtenportal
 
NACHRICHTEN
Gstaad (dpa) - Die deutsche Tennisspielerin Anna Zaja hat beim WTA-Turnier in Gstaad in der Schweiz den Einzug ins Viertelfinale klar verpasst. Die 26-Jährige aus Sigmaringen verlor am Donnerstag im Achtelfinale erwartungsgemäß gegen die an Nummer
Rom (dpa) - Die italienische Finanzpolizei vermutet rund 6,7 Milliarden Euro Schwarzgeld auf Konten italienischer Kunden bei der Schweizer Bank Credit Suisse. Die Guardia di Finanza rief die Steuerbehörden im Nachbarland auf, ihnen die Namen der
Genf (dpa) - Der Kampf gegen die Immunschwächekrankheit Aids macht weitere Fortschritte. Nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) wird erstmals mehr als die Hälfte der weltweit 36,7 Millionen HIV-Infizierten mit antiretroviralen Medikamenten
Gstaad (dpa) - Die deutschen Tennisspielerinnen Carina Witthöft und Tamara Korpatsch sind beim WTA-Turnier in Gstaad in das Viertelfinale eingezogen. Die an Nummer sechs gesetzte Witthöft gewann nach schwachem Start am Mittwoch noch 2:6, 6:2, 6:2
Gstaad (dpa) - Tennisspielerin Tamara Korpatsch aus Kaltenkirchen ist beim WTA-Turnier in Gstaad in das Viertelfinale eingezogen. Die 136. der Weltrangliste setzte sich am Mittwoch mit 5:7, 6:3, 6:0 gegen die Griechin Maria Sakkari durch. Auch die
Gstaad (dpa) - Zwei weitere deutsche Tennis-Talente sind in das Achtelfinale des WTA-Turniers in Gstaad eingezogen. Tamara Korpatsch aus Kaltenkirchen behielt am Dienstag locker mit 6:3, 6:0 gegen die Schweizerin Jil Teichmann die Oberhand. Ihre
Wetter

Bern


(20.07.2017 16:29)

15 / 28 °C


21.07.2017
15 / 25 °C
22.07.2017
16 / 25 °C
powered by wetter.com
Börsenberichte

Ecken
LÄNDER
STÄDTE
EUROPA-TOUREN

Agenda - The Week Ahea ...
Agenda - The Week Ahea ...

Another Russian Activi ...
Kazakh Military, Finan ...

...
...

Russische Menschenrech ...
Spezialabteilung soll ...

Goldene Stadt an der M ...
Polyphone Power aus Fr ...

banner

banner

banner

banner

© europe online publishing house GmbH, Weiden, Germany, info@europeonline-magazine.eu | Impressum