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Europa
Von Roland Rumpf   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
England ist nicht alles, aber ohne England fehlt Great Britain der Markenkern
Jede Wette! Auf die eine oder andere Art hatte Jede und Jeder schon mal mit Ihr zu tun. Nicht unbedingt weil sie mit 244.820 Quadratkilometern die größte Insel Europas ist. Eher schon, weil sie das Mutterland der international meistgenutzten Sprache ist: Englisch.
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Was viele dazu verleitet, eben mal von England zu sprechen, wenn sie Großbritannien meinen. Vorsicht! Die größte Insel des Vereinigten Britischen Königreichs, zu dem neben Nordirland auch die Isle of Man und die Kanalinseln gehören, setzt sich zusammen aus England Und Schottland Und Wales. Hochland zieht sich von Schottland über Nordengland, Nordirland und den Norden von Wales.

Das Tiefland ist meist hügelig, besteht aus lang gestreckten Tälern, lieblichen Flusslandschaften, Mooren oder Hochmooren. Die Küsten warten mit Klippen, kleinen Buchten, Fjorden und mit Sand- und Kieselstränden auf. Obwohl die Insel mit 250 Einwohnern pro qkm nicht dünn besiedelt ist, kann man auf dem hügeligen Land ausgedehnte Spaziergänge unternehmen ohne dabei anderen auf die Füße zu treten.

Jede Menge Füße


In den Städten allerdings: jede Menge Füße. Genannt seien hier stellvertretend nur zwei Städte: die englische Metropole und Weltstadt London und die schottische Hauptstadt Edinburgh. London ist grüne Stadt und Moloch, wo der Pulsschlag der großen Welt Tag für Tag den Rhythmus vorgibt. Wo Trends gesetzt werden, Superlative zu Hause sind und rund um die Uhr das lärmige Leben brodelt. London ist ein mediales Hauptportal zu England und doch eine Welt für sich. In Edinburgh geht es wesentlich ruhiger zu. Mit seiner knappen halben Million Einwohner ist es übersichtlicher als London, wo 7,6 Millionen Menschen leben. Trotzdem lohnt Edinburgh gleich für mehrere Stadtbesuche. Der Zauber nimmt mit jedem Besuch zu, sagen die Wiederholungstäter.

Die Frage, die jedem Britannienfahrer nach der Rückkehr zuverlässig immer wieder gestellt wird lautet: Hat es viel geregnet? Ich glaube, nur Reiserückkehrern aus Assam oder dem Bergischen Land wird diese Frage häufiger gestellt. Fahren Sie mal nach Norditalien. Dort regnet es im Schnitt nicht weniger als in Großbritannien.

Aber es fällt niemandem ein danach zu fragen. Und um es gleich vorweg zu nehmen, auch das Vorurteil, „Engländer“ seien steif, kann ich nicht bestätigen. Die ureigene britische Gepflogenheit, „Bed & Breakfast“ anzubieten lässt den Reisenden dieses Vorurteil sofort vergessen und bietet eine unvergleichliche Möglichkeit Land UND Leute kennenzulernen.

Insidertipps von den Gastgebern

Immer mit dabei ist die obligatorische „Cup of Tea“. Meist gleich zur Begrüßung und manchmal auch zur Rückkehr von der Tagestour. In den meisten Zimmern stehen außerdem Tea-Facilities, die die Zubereitung eines „Pot for Two“ jederzeit möglich machen. Jede Übernachtung in einem „Bed & Breakfast“ ist ein kleines Abenteuer für sich. Wie sind die Gastgeber? Wie ist das Haus? Wir haben viele verschiedene Menschen und Häuser kennengelernt. Stets wurden wir höflich und freundlich empfangen und behandelt und erfuhren innerhalb kürzester Zeit erstaunliche Dinge über die allernächste Umgebung. Selbstredend gehört dazu auch, wo welches Bier gezapft wird und wo sich gut speisen lässt.

Das englische Essen ist mittlerweile weitaus besser als sein Ruf. Die Zeiten, als man sich mit einem kräftigen Breakfast über einen kulinarisch eher dürftigen Tag retten musste, sind vorbei. Jamie Oliver hat bestimmt seinen Teil dazu beigetragen, natürlich auch die internationale Küche, die beinahe überall anzutreffen ist. In Orten von touristischem Wert kann sich die Dichte der kulinarischen Speisetempel durchaus mit dem Rest Europas messen. In St. Ives beispielsweise, Künstlerhochburg und touristischer Magnet an der Küste Cornwalls: kleine Stadt, viele Füße und Speiselokale „all over the place“.

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