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Gewalt beim G20-Gipfel

Deutschland
06.06.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Forscher: Zersplitterter G20-Protest schwer unter Kontrolle zu halten
Es gibt nicht die eine Protestbewegung gegen den G20-Gipfel in Hamburg. Die Bandbreite, was erreicht werden soll, und mit welchen Mitteln, ist sehr groß. Das macht es für alle Seiten schwer und Gewalt wahrscheinlich - so Protestforscher Dieter Rucht.
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Berlin/Hamburg (dpa) - Die unterschiedlichsten Bündnisse und Organisationen wollen beim G20-Gipfel im Juli in Hamburg ihren Unmut laut- und bildstark zum Ausdruck bringen. Die große Mehrheit wolle friedlich demonstrieren, trotzdem werde es aller Voraussicht nach Ausschreitungen geben, sagt der Berliner Protestforscher Dieter Rucht in einem Interview der Deutschen Presse-Agentur voraus.
Der Protestforscher Dieter Rucht, aufgenommen am 30.05.2017 in Berlin.

Welchen besonderen Konfliktstoff hat dieser G20-Gipfel?
Äußerst umstrittene Figuren werden auftreten. Ich hebe mal den US-Präsidenten Donald Trump, den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan und den russischen Präsident Wladimir Putin hervor. In dieser Kombination ist es noch mal ein zusätzlicher Magnet für Leute, die sich ansonsten überlegen würden, ob sie wirklich nach Hamburg fahren sollen, was das Ganze bringen soll. Es wird also nicht nur um Politikinhalte der G20 gehen, sondern auch um Protest gegen einzelne Staatschefs, die sich durch undemokratisches Gebaren auszeichnen.

Wie die Polizei rechnen auch Sie mit Krawallen beim G20-Gipfel. Was kommt da auf Hamburg zu?
Es ist natürlich schwer vorherzusagen, was genau passieren wird. Aber ich halte es für realistisch, dass es zu Ausschreitungen kommt. Wenn ich an die Größenordnung des Protestes denke, die potenziellen Angriffspunkte - dann denke ich schon, dass die Anhänger des militanten, linksradikalen Lagers nicht zahm mitmarschieren werden. Sie wissen, dass sie mit Argumenten kaum durchkommen können. Sie wollen sichtbar sein - und das werden sie allemal durch Gewaltakte.

Es gibt eine Vielzahl von Bündnissen, die ihre Forderungen während des G20-Gipfels mit unterschiedlichsten Aktionen stellen wollen. Das alles erscheint sehr zersplittert. Für welche Schwierigkeiten sorgt das?
Das macht es für beide Seiten schwer: Die Polizei hat nicht ein kompaktes Bündnis vor Augen, das sie beobachten kann, mit dem sie sprechen kann. Aber auch die Organisatoren der Großdemonstration am 8. Juli, zu der Zehntausende Menschen aus einem sehr breiten Spektrum erwartet werden, können diese Veranstaltung nicht sicher lenken. Jeder kann sich dazu mischen - und das macht es äußerst schwierig, das unter Kontrolle zu halten. Militante Gruppen, die unter dem Stichwort «Welcome to Hell!» aufrufen, wollen laut eigener Aussage auf unberechenbare Weise blockieren, sabotieren und demontieren.

Der Hamburger Senat betont immer wieder, es sei gut, dass es einen persönlichen Dialog zwischen den G20-Staaten, zu denen Vertreter von Industrie- und Schwellenländer sowie der EU gehören, geben wird. Was stört die Gegner an diesem Format?
Wenn es um globale Verbesserungen der Lebensbedingungen geht, dann muss man sich ja schon fragen: Wo bleiben dann die armen Länder? Also die Länder, die in der Gruppe G77 zusammengeschlossen sind. Offensichtlich werden deren Interessen für nicht so wichtig erachtet, dass man ihre Vertreter an den Tisch holen würde.

 

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