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Gedenken in Bulgarien nach Anschlag auf israelische Touristen

Israel
17.07.2017
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Es war ein herrlicher Juli-Tag, als die Bombe am Flughafen von Bulgariens Touristenhochburg Burgas explodierte. Ein Selbstmordattentäter reißt 2012 fünf israelische Touristen und den bulgarischen Busfahrer mit in den Tod. Zum Jahrestag wird der Opfer gedacht.

Sofia (dpa) - Fünf Jahre nach dem Anschlag auf israelische Touristen in Bulgarien gedenken Israelis und Bulgaren an diesem Dienstag der sechs Todesopfer. Ein Selbstmordattentäter hatte am 18. Juli 2012 fünf Israelis und ihren bulgarischen Busfahrer bei einer Explosion am Flughafen-Parkplatz der Schwarzmeerstadt Burgas mit in den Tod gerissen. Mehr als 30 Israelis wurden verletzt. Israel beschuldigt die radikalislamische libanesische Hisbollah, hinter dem Anschlag zu stecken. Zum Trauerakt wurden auch Angehörige der getöteten Israelis erwartet.

Der 23 Jahre alte Attentäter hatte die französische und libanesische Staatsangehörigkeit. Der schon mehrfach verschobene Gerichtsprozess gegen zwei mutmaßliche Komplizen des Attentäters soll nun am 20. September beginnen, teilte das Gericht am Montag mit. Die Männer - ein Australier und ein Kanadier libanesischer Herkunft - werden noch über Interpol gesucht.

Der Prozess wegen Mithilfe gegen die beiden Angeklagten war aus technischen Gründen seit September 2016 immer wieder verschoben worden. Das bulgarische Gericht für schwere Verbrechen hatte Schwierigkeiten, Kontakt zu den Familien der getöteten Israelis aufzunehmen und alle Betroffenen zu benachrichtigen, dass sie sich als Nebenkläger der Anklage anschließen können.

 

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