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Frankreichs Top Ten

Deutschland
Von Jürgen Herda   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Das müssen Sie gesehen haben
Wenn Sie sich beeilen, schaffen Sie's in ein paar Tagen, dieses Programm abzuarbeiten. Aber wozu die Eile? Ein paar Anregungen für den Kurzurlaub voller Genuss, auch für diejenigen, die lieber in Gedanken reisen als in Wirklichkeit.
Galerie
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar.

Antoine de Saint-Exupéry
1) Paris: Die Ästhetik des Friedhofs Père Lachaise gefällt nicht nur Anhängern der Emo-Bewegung: Mausoleen, steinerne Engel und Rosen an den Ruhestätten von Edith Piaf, Frédéric Chopin und anderen Bekannten und Unbekannten verschönern den großen Park der toten Legenden. 70 000 Menschen pro Jahr besuchen das Grab von Jim Morrison, dem Sänger der Doors, der an einer Überdosis in Paris starb. Wer großen Gefallen findet, kann schon mal sparen: 8 000 Euro kostet hier die letzte Ruhe.
 
Straßburg bei Nacht.

2) Lyon: Hauptsitz des Fernesehsenders Euronews, Stadt der Feinschmecker (der Preis „Bocuse d‘or“ wird alle zwei Jahre vergeben), des Tanzes (ebenfalls alle zwei Jahre verwandelt das Maison de Danse die Stadt in eine große Tanzbühne), der Seidenspinnerei, der kunstvoll beleuchteten Gebäude sowie Zentrum des Widerstands gegen die Auswüchse der französischen Revolution. Wundern Sie sich nicht, wenn über eine Bergkuppe der Eiffelturm spitzt: In einer etwas gedrungeneren Version haben sie hier ihren eigenen gebaut (wie übrigens auch Prag). Auf die Fassade eines Wohnhauses in der Altstadt wurden die berühmtesten Söhne und Töchter der Stadt gemalt: Darunter der Drei-Sterne-Koch und Erfinder der Nouvelle Cuisine, Paul Bocuse, der Physiker André-Marie Ampère und Antoine de Saint-Exupéry – an dessen Seite freilich ein berühmter blonder Junge, der sich vorzugsweise mit Blumen und Füchsen befreundet.
Zitronenfestival in Menton.

3) Boulogne-sur-Mer: Caesar und Claudius starteten von hier den Eroberungsfeldzug gegen Großbritannien, Napoleon hatte es zumindest vor. Sie könnten auch schnell über den Ärmelkanal... Oder bleiben, ein Heimspiel des Fußballvereins US Boulogne ansehen, bei dem die Karriere von Franck Ribéry begann, und sich im Meeresaquarium Nausicaä überlegen, was Sie später in einem der Hafenrestaurants gern probieren würden. Und was nicht.

4) Menton: In Nizza tanzen die Karnevalspuppen, in Monaco flitzen die Silberpfeile und Ferrarihengste und in der Kleinstadt Menton, auch italienisch Mentone genannt, kullern zwei Wochen lang 145 Tonnen Zitronen und Orangen. Die „Fête de Citron“ (Zitronenfest) an der Côte d‘Azur lockte dieses Jahr vom 12. Februar bis zum 3. März. Wer vom goldgelben Trubel bei Tag und Nacht kaputt sein sollte, gesellt sich zur Statue von Don Quijotte im Jardin Rosa Fontana. Der mag sich auch keinen Millimeter mehr bewegen – genau wie Sie! Oder Sie haben noch Energie und einen Neoprenanzug zur Hand? Na dann, los zum Wellenreiten.

5) Angôuleme: Im Januar sprechen die Bewohner und Besucher der Stadt in Blasen („Fête internationale de la Bande dessinée“/Internationales Comicfestival), ganzjährig kann man dies im „Centre national de la Bande dessinée et de l"Image“. Im September versuchen Rennfahrer in tollkühnen Vorkriegskisten beim „Circuit des Remparts“ nur das Preisgeld und nicht die Zuschauer am Straßenrand mitzunehmen. Im November zelebrieren Feinschmecker das sinnliche Fest „Gastronomades“, und Kinder testen im „Ludoland“, was die Spielzeugsteller so für den Weihnachtswunschzettel anbieten.

6) Arcachon: Der Badeort 70 Kilometer von Bordeaux entfernt wartet mit der größten Düne Europas auf, der Dune de Pyla. Der weiße Sandhaufen ist 117 Meter hoch, etwa drei Kilometer lang und begehbar. Damit der 18 000 Jahre alte Hügel mindestens noch mal so lange erhalten bleibt, wurden Palisadenzäune errichtet sowie Pinien und Sträucher gepflanzt. Jährlich sieht sich über eine Million Besucher die zum Naturschutzgebiet geadelte Kuriosität an. Und manche heben total begeistert ab: Gleitschirm- und Drachenflieger finden hier optimale Bedingungen.
Störzuchtfarm Le Moulin de la Cassadotte im französischen Arcachon.

7) Mont Saint Michel: Auftraggeber der Kirche auf einem Felsen vor der Küste der Normandie war kein Geringerer als Erzengel Michael, heißt es. Gut fünfhundert Jahre lang bauten die Benediktiner an Kloster und Kirche, die nun imposant thronend Heerscharen von Touristen herbeipilgern lassen. Manche zum Beten, die meisten zum Knipsen und Schauen.

8) Rennes: Zweisprachige Schilder weisen den Weg in die schöne, mittelalterlich-rauhe Hauptstadt der Region Bretagne. Rennes auf französisch, Roazhon auf bretonisch, das dem Walisischen ähnelt. Im Alltag wird Bretonisch nur noch von ca. 120.000 Menschen benutzt, Tendenz fallend. Sie sollten sich also beeilen, wenn Sie die keltische Sprache noch live hören möchten.

9) Strasbourg: Goethe lebte in seiner Sturm und Drang Zeit zwei Jahre in der Stadt mit dem mächtigen Münster, der bis 1874 das höchste Gebäude der Welt war. Im Advent drängen sich Buden zu einem Bilderbuch-Weihnachtsmarkt, Fachwerkhäuser leuchten wie Laternen zu St. Martin. Die moderne Tram schlängelt sich durch die Stadt und hält auch bei den „Raumschiffen“ (Europäischer Gerichtshof, Parlament und Europarat), die aus Strasbourg die „Hauptstadt Europas“ gemacht haben. Jeden Monat für eine Woche sind alle Taxifahrer im Dauereinsatz, freie Hotelzimmer sind eine Rarität: In den so genannten "grünen Wochen" gibt der parlamentarische Zirkus sein einträgliches Gastspiel. Im EU-Jargon heißt Strasbourg übrigens "Stressburg" und die "one-seat-campaign" versucht seit Jahren vergeblich, dem Spuk ein Ende zu machen.
Straßburger Münster: Aus südlicher Richtung.

10) Philosophie am Kneipentresen: Der Schriftsteller Jean Marie Gourio notiert seit zwanzig Jahren kuriose, derbe und zuweilen philosophische Sprüche an französischen Kneipentresen. Ein paar Kostproben:

• „Les étoiles qui sont au-dessus de la France devraient appartenir à la France.“ –Die Sterne über Frankreich sollten zu Frankreich gehören.

• „Le cerveau, il est juste au-dessus de la bouche, pas étonnant qu"on pense qu"à bouffer.“ – Das Gehirn ist gerade über dem Mund; kein Wunder, dass wir nur ans Fressen denken.

• „Au pôle Nord, au pôle Sud, à l"équateur, l"homme s"acclimate partout, il n"y a qu"en banlieue qu"il ne s"acclimate pas.“ – Am Nordpol, Südpol, am Äquator, überall kommt der Mensch zurecht, nur in der Banlieu, da kommt er nicht zurecht.

Jean Marie Gourio, Les nouvelles brèves de comptoir, Robert Laffont 2009, 426 Seiten, 19,99 Euro.



Quelle: Youtube.com


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