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Ewig diese Stadt …

Italien, Rom
Von Maria von Stern   auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Jeder Stein strahlt Wärme, Hitze und Bedeutung: Der Sage nach wurde Rom am 21. April 753 v. Chr. von Romulus gegründet. Der aufbrausende junge Mann nahm sein Projekt so ernst, dass er den Spott seines Zwillingsbruders Remus über eine angeblich zu mickrige Stadtmauer nicht ertrug – und jenen prompt erschlug. Ist das Temperament dem Vater geschuldet, dem Kriegsgott Mars? Oder lag es an der Milch, mit der eine Wölfin die beiden gesäugt haben soll, bis zwei Hirten sie zu sich nahmen und aufzogen? De facto war die Gründung Roms wohl das Zusammenfassen bestehender Dörfer der Tiberebene zu einem größeren Ganzen. Ab urbe condita (abgekürzt a.u.c., „von der Gründung der Stadt an“) verleibte sie sich nach dem ersten Hügel, dem Palatin, sechs weitere ein: Aventin, Kapitol, Quirinal, Viminal, Esquilin und Caelius, und dehnte sich bis heute auf Gianicolo, Vaticano und Pincio aus. Bevor wir uns ins Getümmel dieser uralten und sich immer wieder neu erfindenden Stadt werfen, verschaffen wir uns einen Überblick mit dem 16 mal 17 Meter großen Gipsmodell im Museo della Civiltà Romana. Rom verliert selbst im Maßstab 1:250 nicht an Größe.
Galerie
Forum Romanum: das politische Zentrum des antiken Rom.

Im Colosseum, der so verfallen wirkenden Freilichtarena Roms, geilten sich bis zu 85.000 Zuschauer an „Brot und Spielen“ (lat. „panem et circensis“) auf. Das von 96 bis 69 v. Chr. erbaute Amphitheater ist etwa so groß wie ein Fußballfeld. Seine vier Geschosse ragen 48 Meter hoch in den Himmel. Die letzten überlieferten Spiele fanden im Jahr 523 n. Chr. statt, für knapp 600 Jahre wirkte der später von Erdbeben erschütterte Bau auf die Bewohner des römischen Reiches wie ein Magnet. Was für eine Klangkulisse! Brüllende Tiger, Löwen und Panther, die mit Aufzügen von den Käfigen der Katakomben auf das Niveau der Arena gehievt wurden, die scheppernden Rüstungen der Testosteron und Adrenalin geladenen Gladiatoren, das Johlen und Stampfen des ungeduldigen Publikums. Was für ein Spektakel, wenn stolze Barbaren um ihr Leben kämpften, wenn der Caesar, Herrscher eines Weltreiches, unentschiedene Kämpfe mit nach oben oder unten zeigendem Daumen entschied. Die vor Mordlust heißen Raubkatzen stürmten brüllend in die Arena und nahmen die Witterung auf. Seeschlachten mit den Piraten des Mittelmeers wurden nachgestellt, das Entern, das Abfackeln, Versenken. Immer wieder ein grausames, entsetzliches, fesselndes Ereignis, das keinen kalt lassen konnte, die Masse in Rage versetzte: mal johlend vor Begeisterung, wenn der Publikumsliebling oder der Außenseiter, auf den man auf dem Kapitolsplatz seine letzten Sesterzen verwettet hatte, auch wirklich gewann, dann lautstark protestierend, wenn ein Kampf (allzu) unfair geführt wurde. Übrigens: Seit 1999 erstrahlt das Colosseum immer dann für 48 Stunden hell, wenn wieder ein Land der Welt die Todesstrafe abschafft.

Die Engelsburg bei Nacht von der Engelsbrücke aus.
Gleich neben dem Colosseum ragt der einsam wirkende Konstantinbogen in den Himmel: Mit diesem dreitorigen Triumphbogen setzte Kaiser Konstantin seinem Sieg über Maxentius ein Denkmal.

Auf dem Palatin, der Keimzelle der Weltstadt, erstreckt sich das Forum Romanum, auf dem gehandelt, geschachtert und betrogen wurde, auf dem begnadete Redner wie Cicero mit entwaffnenden Kniffen Recht behielten oder selbst dann bekamen, wenn es ihnen faktisch nicht zugestanden hätte. Das Forum Romanum setzte sich aus Basiliken, Tempeln wie dem von Castor und Pollux und Geschäften zusammen, es war eine Art Flaniermeile der antiken Bürgerlichen. Der Bau der Abwasseranlage Cloaca Maxima im 6. Jhd. v. Chr. machte eine Ausweitung des regen Treibens möglich: das sumpfige Rom wurde trocken gelegt und griff vom Palatin auf die anderen sechs Hügel über. Das Forum Romanum verlor damit sein Alleinstellungsmerkmal und wurde zu einem Zentrum von vielen. Im Jahr 283 legte ein Stadtbrand alles in Schutt und Asche, erst im 18. Jhd. machten sich die Römer daran, den alten Stadtkern auszugraben.

Auf dem Capitolsplatz, der Piazza del Campidoglio, erhebt sich der Philosophenkaiser Marc Aurel stolz auf einem Pferd über das Fußvolk. Die Statue wurde im 2. Jhd. n. Chr. fertiggestellt. Umringt wird er vom Palast der Senatoren, wo heute der Bürgermeister der Stadt residiert. Gegenüber ist der Palast der Konservatoren. Die etruskische Wölfin, die den Brudermörder und Stadtgründer Romulus sowie den gemeuchelten Remus gesäugt haben soll, steht als gar nicht scheues Tier den Touristenscharen als Fotomodell zur Verfügung. Das Original ist sie nicht, aber was soll’s! Von der Statue des Kaisers Konstantin sind nur noch Reste übrig.

Auf der Piazza Venezia kreuzen sich all die Buslinien, die nach und durch Rom führen, und in ihrer Säulenhalle kommen all die Regionen Italiens zusammen, symbolisiert durch Figuren. Das zentrale Reiterstandbild ist dem Gründer der Republik Italien gewidmet, Vittorio Emanuele II..

Kaiser Hadrian führte in Rom Regie, als die Verteidigung wichtiger wurde als die Eroberung. Er sorgte für den Hadrianswall, der lange Zeit im Norden das Reich vor einem Einfall der Briten schützte und der bis in heutige Zeit noch steht. In Rom ließ er das Castello St. Angelo, die Engelsburg, errichten, die zwar als Mausoleum geplant, schließlich aber als päpstliches Gefängnis und als Verteidigungsburg genutzt wurde. Durch einen ca. 800 Meter langen Gang konnten sich die Päpste aus der Peterskirche in die uneinnehmbare Festung flüchten, in der sie es bei Bedarf dank üppiger Wasser-, Öl- und Getreidevorräte lang aushielten. Die Verteidigung wurde durch einen gut überschaubaren zweiten Zugang erleichtert, die Engelsbrücke. Auf ihr stürmen heute die touristischen Scharen heran, um die kahlen Zellen der Gefangenen, die imposanten Gemächer der Kirchenchefs oder die mittelalterlich gruseligen Folterkammern zu bewundern. Hier wurde übrigens der Astronom Galileo Galilei dazu gebracht, das heliozentrische Weltbild zu verneinen.

Der Staat der Vatikanstadt mit Petersdom, Petersplatz (Piazza San Petro), Vatikan und Gärten umfasst nur 0,44 km², er verfügt aber über eigene Briefmarken, Druckereien und Werkstätten. Der Sender Radio Vatikan ist nicht für kirchenkritische Themen bekannt, kann also getrost als Propagandasender bezeichnet werden. Die Enklave wird von Rom durch eine Mauer getrennt und von der Schweizer Garde bewacht, deren traditionelle gelb-rot-blaue Uniform der Feder des Universalgenies Michelangelo entsprang.
Zentrum der Christenheit und Ziel der Pilger aus aller Welt - der Petersdom.

Die Vatikanischen Museen sind an Sonn- und Feiertagen geschlossen (Ausnahme ist der letzte Sonntag im Monat). Kommen Sie früh, sonst müssen Sie lang in der Schlange warten mit all den anderen, die auch im Original gesehen haben wollen, was sie später als Postkarten versenden: die Stanzen von Raffael, der unter anderem die philosophische Schule von Athen darstellte, die Pinakothek mit Skulpturen von Leonardo da Vinci, Caravaggio und wieder Raffael, die Sixtinische Kapelle von Michelangelo, in der die Erschaffung Adams und das Jüngste Gericht dargestellt sind sowie das etruskische und ägyptische Museum.

In die adrett gestutzten Vatikanischen Gärten kommen Sie freilich auch, aber nur nach Anmeldung mit einer englisch- oder italienischsprachigen Führung.

Den fünfschiffigen Petersdom überdacht eine gigantische Kuppel. Der prächtige Renaissancebau ist im 16. Jahrhundert dort errichtet worden, wo vor 2000 Jahren der Privatzirkus des Kaisers Nero beheimatet war und wo der Apostel Petrus im Jahr 67 n. Chr. gekreuzigt worden war – kopfüber, das war sein Wunsch, denn er wollte nicht denselben Tod wie Christus sterben. „Auf Dir errichte ich meine Kirche“, soll Jesus dem Apostel, der ihn in der Nacht des Todes verriet und dann bis in den Tod die Treue hielt, noch geweisagt haben. Und tatsächlich: Erst entstand hier um 550 n. Chr. mit der Peterskirche eine 1000 Jahre währendes Gotteshaus.

Im 16ten Jahrhundert machten sich mehrere Bauherren an ein neues Meisterwerk. Nach Bramante ruhte die Arbeit für 20 Jahre, Verzögerung entstand auch durch den frühen Tod des zweiten Architekten, Antonio da Sangallo. Als dritter Baumeister wurde Michelangelo von Papst Paolo III Farnese mit der Fertigstellung der Kathedrale beauftragt. Der 71-jährige probte an einem Modell mit fünf Metern Höhe und vier Metern Durchmesser die Statik der Kuppel. Das Geheimnis: Er baute zwei Kuppeln! Die äußere, mit Blei Abgedeckte schützt vor Kälte und Hitze. Die innere Kuppel bleibt so von Verschiebungen verschont, ihr 10.000 m² Mosaik gerät nicht ins Bröckeln. Ein exakt berechnetes System von Rippenträgern sorgt dafür, dass das Gesamtgewicht der Kuppel nach außen abgeleitet wird. Michelangelo erlebte die Realisierung seines Geniestreiches nicht mehr. Erst 20 Jahre nach seinem Tod wurde unter Giacomo della Porto der letzte Handgriff getätigt. In einem Schlussspurt hatten 800 Arbeiter zwei Jahre lang sowohl tags als auch nachts 100.000 Balken, 1000 Steigeisen und einzeln auf Qualität geprüfte Ziegel in Millionenzahl verarbeitet. 1593 schließlich ertönten die Glocken von Sankt Peter zu seiner feierlichen Einweihung.

Blick auf die Kuppel, links eine Ecke des Baldachins.
Nettes Detail: Den Hochaltar hatte Michelangelo genau über dem Grab des Heiligen Petrus eingeplant. Allein dem Papst ist hier die Wandlung von Wein und Brot in Blut und Fleisch Christi vorbehalten. Überspannt wird der Gabentisch von einem 29 Meter hohen, auf vier Säulen ruhenden Baldachin aus Bronze und Gold. In den allen geläufigen Maßen eines Hauses ausgedrückt, entspricht dies etwa neun Stockwerken! Übrigens: die Bronze war schon damals kostspielig und lag nicht gerade auf der Straße herum. Papst Urbano VIII., der damals die Geschicke der Weltkirche lenkte, ließ sie kurzentschlossen aus dem Pantheon entfernen. Da der forsche Papst ein Barberini war, entstand der Spruch: „Was die Barbaren nicht geschafft haben, schaffen die Barberini.“ Aus der meist besuchten und bekanntesten Pilgerstätte des frühen Christentums wurde die größte Kathedrale der römisch-katholischen Weltreligion. Die Christmette ist spätestens Anfang November ausgebucht – 60.000 Menschen drängen sich dann dicht an dicht.

Die Maße der Kathedrale sind beeindruckend: 187 Meter ist sie lang, die Eingangstore mitgerechnet sogar 218 Meter. Elf Kapellen und 45 Altäre beherbergt sie, die Mosaike des Bodens sind aus Steinen aus aller Welt zusammengesetzt, von über 100 Säulen wird das architektonische Meisterwerk getragen. Kunstwerke wie die Marmorgruppe Pietà von Michelangelo, die ruhige Trauer ausstrahlt, sind zum Vorbild und zur Inspiration für viele Künstler geworden. An den Eingangspforten der Kathedrale erwarten Statuen von Petrus und Paulus die zahlreichen Besucher. Eine Statue des Kaisers Konstantin gehört zu den hervorragendsten Arbeiten von Gian Lorenzo Bernini, der auch für die Gestaltung des Petersplatzes verantwortlich zeichnete. In nur zwölf Jahren (1655-67) stellte er den 320 Meter tiefen Platz fertig, dessen Balustraden von 140 Statuen geschmückt werden. Die halbkreisförmigen Kolonnaden mit je vier Reihen bestehen aus insgesamt 88 Pfeilern und 284 dorischen Säulen. Sie sollen wie weit geöffnete Arme wirken. In deren Umarmung drängen sich Gläubige und Neugierige zu Ansprachen und vor allem zu Ostern, dem höchsten Fest der katholischen Kirche. Zwei Brunnen stehen für die Reinheit, mit der die Kathedrale betreten werden sollte.

Von Fernsehaufnahmen bekannt ist sicher vielen der vierzehn Meter hohe Obelisk, der 37 n. Chr. aus Heliopolis nach Rom gebracht wurde. Er ist einer von insgesamt 13 Obelisken der Stadt, d.h. wenn Sie nach Hause fahren, sind Sie schon fast ein Spezialist. An diesem spitzigen Bauwerk ist interessant, dass er im Zentrum des Zirkus von Nero stand. Um ihn kreiste sozusagen der Wahnsinn eines Herrschers, der erst Rom abfackeln ließ und dann der gerade modern gewordenen Sekte der Christen die Schuld in die Sandalen schob. Er ließ sie reihenweise hinrichten.

Die Spanische Treppe und Santa Trinità dei Monti.
An dem Obelisken vorbei kommt man über eine Treppe zur Trinità die Monti, die im Auftrag von König Ludwig XII. gebaut worden war. Aber bevor wir gehen, drehen wir uns nochmal um und winken. Wer weiß, in den Wintermonaten ist das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche, derzeit Benedikt XVI. aus Oberbayern, sicher im Vatikan. Die heißen Sommermonate verbringt er 24 km südlich von Rom im Castel Gandolfo – aber vielleicht schaut er ja doch? Denn man mag von den Aussagen des über Achtzigjährigen zu Kondomen, der Pius-Bruderschaft und dem Zweiten Vatikanischen Konzil halten, was man will – Respekt für den Versuch, eine zweitausend Jahre alte Weltreligion auf Kurs zu halten, gebührt dem Kapitän mit der 13 Millionen Mann Besatzung doch. So viele Katholiken gibt’s nämlich auf der Welt.

Auf dem Pinicio-Hügel residierte die Medici-Familie in ihrer prachtvollen Villa mit heute zugänglichem Park und dem Museum Borghese. Von hier hatte die Familie Überblick über die Stadt, deren Fäden sie lange Zeit zog. Am Ende des Parks ist die Piazza del Popolo, in deren Mitte ein 24 Meter hoher Obelisk empor ragt. Flaminius hatte ihn aus Ägypten mitgebracht. Ein dritter Obelisk, der Marco Aurelio, bestimmt die Piazza Colonna. Ministerpräsident Silvio Berlusconi sieht ihn vermutlich häufig, denn im Palazzo Chigi sollte der botoxgespritzte Berufspolitiker sein Amt wahrnehmen. Auf der anderen Seite des Platzes ist im Palazzo Montecitorio der Sitz des italienischen Parlamentes.

Ein vierter Obelisk namens Ramses II. auf der Piazza Rotonda wirkt im Vergleich zu seinen Artgenossen etwas mickrig. Nur 6,35 Meter misst er. Der Obelisk ist aber auch noch jung, vielleicht wächst er noch? 1711 wurde er im Auftrag von Papst Clemens XI. errichtet.

Im nahen Pantheon kann man die Baukunst des antiken Roms in nahezu vollkommener Pracht bestaunen. Der Tempelbau aus dem Jahr 17 v. Chr. wurde von Agrippa zu Ehren der in den sieben Nischen dargestellten Götter errichtet. In deren Schatten ließen sich Persönlichkeiten begraben, die sich für besonders hielten und dies auch über ihren Tod hinaus den Besuchern erfolgreich klar machen konnten: die Könige Umberto I., Emanuele I, die Königin Margherita und der Maler Raffael, der maßgeblich Anteil an der Gestaltung des Petersdoms hatte. Übrigens: Die Kuppel des Pantheon, durch deren kreisrunde Öffnung das Sonnen- und Mondlicht einfällt, war eine Art Freiübung für die noch größere des Petersdoms. Raffaels Grab ist in der dritten Nische links.

Elefant mit Obelisk auf dem Piazza della Minerva.
Auf der Piazza St. Maria sopra Minerva erwartet Sie der Obelisk Nummer fünf. Langsam aber sicher werden Sie dank der Vergleichsmöglichkeiten zum Spezialisten! Der von Bernini geschaffene Obelisk aus dem 6. Jahrhundert verdankt seinen Namen einem stämmigen und stemmenden Tier: Ein Elefant müht sich mit dem Obelisken ab. Die Kirche im Hintergrund ist gotisch und aus dem 8. Jahrhundert. Sie wurde auf den Ruinen des antiken Minerva-Tempels errichtet. Ein Blick hinein lohnt, Sie werden bedeutende Kunstwerke entdecken!

Die Piazza Navona, auffallend durch gleich drei friedlich plätschernde Brunnen, wurde auf den Überresten des Stadions des Domitian gebaut. Sie haben es sicher gleich gesehen: Der größte Brunnen, die Fontana die Quattro Fiumi (Brunnen der vier Flüsse), wird von Obelisk Nummer sechs geziert. Es ist ein weltumspannendes Werk: Die Donau symbolisiert Europa, der Ganges bringt Asien näher, die Wasser des Nils stehen für Afrika und der Rio della Plata vereint Nord- und Südamerika mitten in Italien. Im zweiten Brunnen, der Fontana del Moro, ringt ein Schwarzer mit einem Delphin, im Neptunbrunnen, der Fontana del Nettuno, planscht der Meeresgott höchstpersönlich. Gönnen Sie sich eine Pause in einem der vielen Cafés! Ein Espresso doppio oder ein Café Latte, nirgends fühlen sich die Segafredo-Maschinen so zu Hause wie hier in Italien, deshalb schmeckt auch ihr Ergebnis so delizioso…

Auf der Piazza di Campo de’ Fiori hatten zarte Gemüter nichts verloren: Frauen, die auf unmenschliche Art und abenteuerliche Weise als Hexen überführt wurden, erlitten genauso die öffentliche Hinrichtung wie Verbrecher. Heute finden hier Wochenmärkte statt. Gut so.

Eine der Tiberbrücken führt hinüber ins volkstümliche Wohnviertel Travestere, in dem viele Künstler zu Hause sind. Einem von ihnen, dem humorvollen Volksdichter Guiseppe Belli, ist auf dem gleichnamigen Platz ein Denkmal errichtet worden. Hier schmecken der Hauswein, gefüllte Zucchiniblüten, Supplì (mit Mozzarella gefüllte und frittierte Reisklöschen), Artischocken alla Romana (mit Minze und Knoblauch im Ofen gedünstet) oder Spaghetti alla carbonara und zum Nachtisch zum Beispiel ein hausgemachtes Tiramisu plus Espresso besonders gut… Ja ja, teuer ist es. Aber greifen sie nur zu, morgen können Sie ja ganz in der Tradition des antiken Dichters Horaz mit Oliven, Baguette und einem Stück Käse am Rand der Via Appia picknicken und alles Ersparte mit Genuss wieder reinholen. Ein zweites Mal. Buono Appetito!

Der Fontana della Barcaccia.
Vom Hügel führt die monumentale Spanische Treppe (Scalinata di Trinità die Monti) in die Stadt. Hier veranstalteten Prada, Gucci, Dolce&Gabana und andere Modehäuser ähnlichen Kalibers opulent ausgestattete Schaulaufen. Die Prachttreppe markiert den Übergang von Spätbarock in Rokoko und wurde 1723-26 von einem französischen Architekten mit italienischem Namen gebaut: Francesco di Sanctis. An allen Tagen treffen sich hier Touristen und Römer, zum Lesen, Essen, Schwatzen, Ausruhen und, va benissimo, zum Flirten. Vor allem im Frühling, wenn die Festa delle Azalee im Stil des Bacchus, des römischen Gottes des Weines, mit einer fulminanten Blütenpracht die Sinne berauscht. Auf dem Spanischen Platz scheint der Bildhauer Pietro Bernini mit einem halbgeneigten Schiff das Motto der Stadt Paris aufgegriffen zu haben: fluctuat, nec mergitur – das Schiff in der Fontana della Barcaccia mag schwanken, aber sinken wird es nicht.

Seit Jahrhunderten versucht der Meeresgott Neptun seinen Karren aus dem Trevi-Brunnen zu fahren, aber offenbar sind die zwei vorweg gespannten, muskelbepackten Tritonen nicht stark genug.Vor dem Brunnen stehen Touristen Schlange, die – in der Hoffnung auf Glück und ein baldiges Wiedersehen mit der ewigen Stadt – Münzen rückwärts über die Schulter in den Brunnen werfen. Haben Sie‘s auch schon gemacht? Dieser Aberglaube mag das Geldsäckchen der Stadtverwaltung gut füllen, hier landen nämlich die wöchentlich eingesammelten „Spenden“ der Besucher.

„Kindermund tut Wahrheit kund“ ist ein Sprichwort, das jeder Romreisende nach dem Besuch der Kirche Santa Maria in Cosmedin noch um die Boccia della Verità (Mund der Wahrheit) ergänzen kann: Man steckt seine Hand in das steinerne Gesicht mit dem weit geöffneten Schlund und wer zuvor gelogen hat, der bleibt von magischen Kräften gehalten stecken.

Gegenüber der Kirche ist der runde, marmorne Tempel der Vesta, der im Stil der griechischen Klassik auf zwanzig Säulen errichtet wurde. Im Circus Maximus (Circo Massimo) fanden Hinrichtungen, Wagenrennen und Wettkämpfe statt. Der Raub der Sabinerinnen soll sich hier zugetragen haben.
Dieser Artikel ist Teil der Tour "Tour Metropolis"
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