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Dundee

Großbritannien, Dundee
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Lage der Stadt
"Dundee" ist eine Stadt in Schottland am Firth of Tay. Dundee hat 175.000 Einwohner (2005) und ist die viertgrößte Stadt Schottlands. Politisch hat sie den Status einer Unitary Authority.

Geschichte
Blick auf die Stadt vom Dundee Law
Wappen Dundees
Dundee ist als Siedlungsplatz sehr alt, es war schon während der Eisenzeit eine Piktische Siedlung. In seinem Buch "History of the Scottish People" (aus dem Jahr 1527) schreibt der schottische Philosoph Hector Boece (1465-1536), dass der piktische Name der Siedlung "Alec-tum" war, was soviel bedeutet wie "Hübscher Platz".

Im Jahr 1191 erhielt der Ort von König William I. ("William the Lion", 1165-1214) die Stadtrechte ("Royal Burgh"). Sein Bruder "David, Graf von Huntingdon", nannte die Stadt "Donum Dei" ("Geschenk Gottes"), als er dort auf seinem Rückweg vom dritten Kreuzzug einen Schiffbruch in heftigem Sturm überlebte. Zum Dank stiftete er eine Kirche (die spätere "St. Mary Church").

Der heutige Name stammt aus dem Gälischen "Dun Dèagh", Burg am Tay. Der Namensteil "Dun" (Burg, Befestigungsanlage) ist in schottischen Ortsnamen häufig, wie zum Beispiel in Dunfermline oder Dunkeld.

Im Jahr 1303 wurde Dundee von den Engländern unter Edward I. (genannt "Der Hammer der Schotten") zerstört, sämtliche historischen Dokumente, die in der Kirche in Sicherheit gebracht worden waren, wurden vernichtet. Auch während der folgenden Jahrhunderte wurde Dundee immer wieder von den Engländern geplündert.

Von alters her war die Fischerei ein Haupterwerbszweig der Stadt, was dazu führte, dass die "Dundee Whale Fishing Company" 1756 eine der größten Walfangflotten hatte.

Später wurde Dundee vor allem bekannt wegen seiner Jute-Industrie. Diese entwickelte sich im Gefolge dieser Walfänge. Die Walfanggesellschaft lieferte Walöl für die Lampen der Stadt. Im frühen 19. Jahrhundert fand man heraus, dass man Jute, die aus Indien importiert wurde, mit Walöl behandeln und dann zu festen Stoffen verarbeiten konnte, die für vielerlei Produkte, von Säcken bis hin zu Teppichen, verwendet wurden. Dundee entwickelte sich zu einem Weltzentrum der Juteverarbeitung.

Infolgedessen wuchs die Stadt im 19. Jahrhundert innerhalb von nur 50 Jahren von 35.000 auf 130.000 Einwohner. Auch heute gibt es in Dundee noch Textilindustrie, aber nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Nachfrage nach Jute so weit zurück, dass viele Betriebe geschlossen werden mussten.

Seit 1878 ist Dundee Sitz des Bistums Dunkeld der Römisch-Katholischen Kirche. Zwischen 1975 und 1996 war die Stadt Hauptstadt der - inzwischen aufgelösten - Region "Tayside".

Dundee heute
Satellitenbild von Dundee
Blick über den Tay auf die Stadt und "Dundee Law"
"RRS Discovery" und neu gestaltete Hafenpromenade
Auf Grund der wiederholten Verwüstungen ist heute in der Stadt nicht mehr viel von ihrer Geschichte zu sehen. Nur wenige historische Gebäude stehen noch, und nur ein Stadttor, "East Gate", ist noch erhalten. Die Sanierungsprogramme der 60er und 70er Jahre des 20. Jahrhunderts taten ein Übriges.

Heute ist Dundee eine moderne Großstadt, mit Einkaufszentrum und Fußgängerzone, Parkanlagen, und einer reizvollen Promenade am Fluss Tay.

Die Universität Dundee wurde 1881 gegründet, verband sich 1887 mit der Universität St Andrews, ist aber heute wieder selbstständig. Aus dem 1888 gegründeten Dundee Technical Institute ging die University of Abertay Dundee hervor, die sich im Stadtzentrum befindet und Partnerprogramme mir vielen anderen europäischen Hochschulen unterhält. Daneben hat die Stadt mehrere bedeutende Schulen, wie zum Beispiel das "Duncan of Jordanstown College of Art".

Der frühere Hafen von Dundee, Heimat der ehemals großen Walfangflotte, hat seine Bedeutung heute verloren und ist zu großen Teilen einer neuen Nutzung zugeführt, als öffentliche Parkanlagen, für Einkaufs- und Unterhaltungszentren und Sportanlagen. Dort steht noch das Kriegsschiff HMS Unicorn, das 1824 vom Stapel lief und der britischen Marine 144 Jahre lang diente. Am Discovery Point gelegen, ist dort auch das RRS Discovery-Expeditionsschiff von Robert Falcon Scott im Rahmen eines Antarktis-Expeditions-Museums zu besichtigen.

Die Spezialität, die man vor allem mit Dundee verbindet, ist Marmelade. Die Gegend um Dundee eignet sich besonders für den Obstanbau, und in der Stadt gibt es eine nennenswerte Konservenindustrie.

Die Orangenmarmelade wurde in Dundee von der Kaufmannsfrau Janet Keiller "erfunden". Sie kochte Bitterorangen, die aus Spanien geliefert wurden und die niemand essen wollte, mit Zucker ein, bis daraus ein wohlschmeckender Kompott, die berühmte schottische Orangenmarmelade, wurde.

Man spricht in Großbritannien davon, dass Dundee von den drei "J" lebt, "Jute, Jam" (Konfitüre) und "Journalismus". Letzteres spielt auch heute noch eine wichtige Rolle. Im Jahr 2005 feiert das Verlagshaus "DC Thomson & Co." sein hundertjähriges Bestehen. Die Firma veröffentlicht neben einigen bedeutenden Zeitungen, wie "The Sunday Post" und "The Courier" vor allem Comics, Zeitschriften und Kinderliteratur.

Bei Dundee wird der Fluss Tay von einer Eisenbahnbrücke überspannt, die 1887 gebaut wurde. Sie steht ungefähr an der Stelle, an der bereits vorher eine Brücke gestanden hatte. Diese war am 28. Dezember 1879 während eines Sturms zusammengebrochen, während sie gerade von einem Zug überquert wurde. Dabei verloren 75 Menschen ihr Leben. (siehe Firth-of-Tay-Brücke).

Sehenswürdigkeiten
"Caird Hall" und moderne Plastik
Der alte Friedhof "The Howff"
Klimadiagramm von Dundee
*Die höchste Erhebung der Stadt ist der Dundee Law, ein ehemaliger Vulkankegel, der mit 174 Meter Höhe eine gute Aussicht auf Dundee und Umgebung bietet.
*"St. Mary"s Tower" oder "Old Steeple" ist ein 48 Meter hoher ehemaliger Kirchturm, der einzige Teil, der von der vor-reformatorischen St. Mary Church noch erhalten ist. Ein Aufstieg ist möglich.
*Die "City Churches" bieten drei Kirchen in einem Gebäude
*"Dudhope Castle" ist ein Schloss aus dem 16. Jahrhundert, umgeben von dem reizvollen "Dudhope Park".
*Nahe dem Einkaufszentrum "Overgate" liegt "McManus Galleries & Museum", ein neogotischer Bau des englischen Architekten Sir George Gilbert Scott. Sie eröffnete 1867 und wurde 1887 angelegentlich Königin Victorias goldenem Thronjubiläum erweitert. Sie beherbergt in der Hauptsache regionale Kunst- und Kulturgegenstände.
*"Caird Hall" ist ein großes Gebäude mit säulengeschmückter Fassade, das von 1914 bis 1916 an der Südseite des "City Square", des zentralen Platzes der Stadt, gebaut wurde. Der Entwurf stammt von James Thomson (1852 - 1927) und das Gebäude wurde benannt nach dem Stifter "Sir James Caird", einem reichen Jute-Fabrikanten. Im Inneren befindet sich ein Konzertsaal mit 2150 Sitzen (ehemals 3300).
*Mitten im Stadtzentrum findet sich "The Howff", ein alter Friedhof, der im Dezember 1564 durch einen Erlass von "Mary Queen of Scots" (Maria Stuart) entstand. Die Anlage wurde nicht nur als Friedhof benutzt, sondern bis 1778 auch als Treffpunkt der Zünfte. Hier stehen interessante Grabsteine aus dem 16. bis 18. Jahrhundert. Darunter der von James Chalmers, dem Erfinder der Briefmarke.
*Es gibt ein "Golfmuseum", in dem die Geschichte des Golfsports über drei Jahrhunderte gezeigt wird.
*Im Museum "Verdant Works" in einer alten Jutefabrik, einem Ankerpunkt der Europäischen Route der Industriekultur (ERIH), wird die Geschichte der Juteindustrie in Dundee dargestellt.
*Die Kunstgalerie enthält einen der ältesten bekannten Astrolabien von 1555.
*Im Dundee Contemporary Arts werden neben Ausstellungen zeitgenössischer Kunst auch cineastische Filme gezeigt

Sport

Der FC Dundee und Dundee United sind die beiden größten und bekanntesten Fußballclubs der Stadt. Die Stadien beider Teams liegen nur wenige Meter voneinander entfernt.

Städtepartnerschaften

Dundee ist seit 1962 Partnerstadt der deutschen Stadt Würzburg.
Weitere Partnerstädte sind
*Orléans, Frankreich
*Alexandria, Virginia, USA
*Nablus, Westjordanland
*Zadar, Kroatien
*Dubai, Vereinigte Arabische Emirate

Söhne und Töchter der Stadt

* James Chalmers, Erfinder der Briefmarke
* James Bowman Lindsay einer der Erfinder der Glühlampe
* Williamina Fleming, US-amerikanische Astronomin
* George Galloway, britischer Berufspolitiker und Pazifist
* Francis Japp, schottischer Chemiker
* Alison Louise Kennedy, britische Schriftstellerin
* Malcolm Sim Longair, schottischer Astronom
* Liz McColgan, schottische Leichtathletin und Olympionikin
* Kyle Falconer, schottischer Musiker der Band The View
* William Turnbull, britischer Bildhauer
* Kelly Wood, Curlerin


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 08.03.2021 07:23 von den Wikipedia-Autoren.
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