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Dimitrowgrad (Russland)

Russland, Dimitrowgrad
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"Dimitrowgrad" () ist eine Großstadt mit etwa 127.000 Einwohnern (Stand 2007) in der Oblast Uljanowsk in Russland.

Es liegt nördlich der Mündung des Flusses Bolschoi Tscheremschan in den größten Seitenarm des Kuibyschewer Stausees der Wolga, rund 80 km östlich der Gebietshauptstadt Uljanowsk und 119 km nördlich der Metropole Samara. Die nächstgelegene Stadt ist Sengilei am rechten Ufer des Kuibyschewer Stausees, etwa 60 Luftlinienkilometer südwestlich von Dimitrowgrad.

Geschichte
Als Gründungsjahr von Dimitrowgrad gilt 1698, als im Bereich der heutigen Stadt eine erste Siedlung der Tschuwaschen entstand. Diese Siedlung hieß "Melekess" nach dem gleichnamigen Fluss, dessen Name wiederum seinen Ursprung in den Turksprachen hat. In den 1730er-Jahren wurde nahe dem Dorf eine staatliche Spirituosenfabrik aufgebaut, um die herum sich wenig später eine Siedlung von Arbeitern und Händlern bildete. Obwohl die Fabrik 1847 geschlossen wurde, bestand die Ortschaft als ein vom Handel geprägtes Dorf fort und wurde im Jahre 1877 zu einem Possad erklärt, also einer stadtähnlichen Handwerks- und Handelssiedlung. 1919 wurde Melekess zur Stadt und Kreiszentrum erklärt.

Am 15. Juli 1972 verlor die Stadt ihren ursprünglichen Namen und wurde nach dem bulgarischen Kommunisten Georgi Dimitrow, anlässlich dessen 90. Geburtstages, in "Dimitrowgrad" umbenannt.

Wirtschaft und Verkehr
Der Hauptbetrieb der Stadt ist das sechs Kilometer südwestlich von Dimitrowgrad gelegene Forschungsinstitut für Atomreaktoren. Einer der acht Reaktoren versorgt die Stadt mit Fernwärme. Dieser Reaktor ist der einzige seiner Art. Darüber hinaus sind in Dimitrowgrad der Maschinenbau und die Textilindustrie von Bedeutung.

Über eine Landstraße besteht von Dimitrowgrad aus Anbindung an die Metropolen Uljanowsk und Samara und von dort an das russische Fernstraßennetz. Die Stadt verfügt über einen Bahnhof.

Weiterführende Bildungseinrichtungen
*Filiale der Uljanowsker Staatlichen Technischen Universität

Söhne und Töchter der Stadt
*Alexei Katrenko (* 1985), Sommerbiathlet
*Nadeschda Tschastina (* 1982), Biathletin


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 28.03.2017 00:23 von den Wikipedia-Autoren.
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