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Die hässliche Seite der Badeente: Bakterien im Gummispielzeug

Schweiz
28.03.2018
Von unserem dpa-Korrespondenten und Europe Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Zürich (dpa) - In Quietscheentchen aus der Badewanne befindet sich oft ein üppiger Teppich aus Bakterien und Pilzen. In vier von fünf benutzten Spielzeugen hat das Wasserforschungsinstitut Eawag in Dübendorf bei Zürich nun potenziell krankheitserregende Bakterien nachgewiesen. Darunter auch Legionellen oder die als hartnäckige Krankenhauskeime bekannten Stäbchenbakterien Pseudomonas aeruginosa. Zudem fanden sich auf einem Großteil auch diverse Pilze. Zwischen 5 Millionen und 75 Millionen Zellen pro Quadratzentimeter tummeln sich laut der Studie auf den ausgewerteten Plastikflächen.

Die Hauptautorin, Mikrobiologin Lisa Neu der Eawag, hatte gebrauchte und unter Laborbedingungen benutzte Gummientchen untersucht. Besorgte Eltern müssen trotzdem nicht sofort alle Spielzeuge der Kinder aus dem Badezimmer verbannen. «Wir wollen niemandem den Spaß verderben», sagte Andri Bryner, Medienverantwortlicher der Eawag (Eidgenössische Anstalt für Wasserversorgung, Abwasserreinigung und Gewässerschutz). Es gebe Wege, die Kontaminierung zu verhindern. Die effektivste Methode sei, gleich nach dem Kauf der Quietschetiere das Loch am Boden abzukleben. So könne kein Wasser eindringen und das Innenleben bleibe ohne Bakterien. Alternativ könnten die Tiere regelmäßig ausgekocht werden, ähnlich wie es bei Schnullern gemacht wird.

Doch nicht alle Keime würden den Kindern auch tatsächlich schaden. «Das kann die Immunabwehr stärken. Dann ist es positiv», sagt Forscher und Mitautor Frederik Hammes. Bei empfindlichen Jungen und Mädchen könnten die Mikroben aber auch zu Entzündungen an Augen und Ohren führen oder zu Magen-Darm-Infekten.

 

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