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Die DNA des Erfolges?

Deutschland
15.07.2013
Von Tschechien Online    auf Facebook posten  Auf Twitter posten  
Innovationen und Forschung bekommen Vorrang in Tschechien
Mit einem Bestand von 100 Mrd. Euro ausländischer Direktinvestitionen ist die Tschechische Republik einer der attraktivsten Wirtschaftsstandorte in Europa. In den letzten Jahren hat Deutschlands Nachbar erfolgreich das Image einer verlängerten Werkbank abgestreift.
Galerie
Prag - Die Regierung unterstützt vor allem Investitionsvorhaben mit hoher Wertschöpfung und forschungsintensive Projekte. Neben Steuervorteilen winken günstige Finanzierungen und ausreichend Produktionsflächen.
Von der Innovation bis zur Umsetzung: EU macht es möglich.

Allgemeine Fördermaßnahmen

Die Tschechische Republik ist auf dem Weg von einer stark industrialisierten Volkswirtschaft zu einer wissensbasierten Ökonomie. Während das Land in den 90er Jahren besonders wegen seiner günstigen Lohnstückkosten von westlichen Investoren als Fertigungsstandort gewählt wurde, so will es sich in Zukunft mit innovativen Produkten, Dienstleistungen im Forschungs- und Entwicklungssektor und einer höheren Wertschöpfung profilieren. Darauf zielen die staatlichen Förderprogramme ab, die Unternehmen beim Auf- und Ausbau ihrer Geschäfte unterstützen sollen.
 
Die staatliche Wirtschaftsfördergesellschaft CzechInvest ist in der Regel die erste Anlaufstelle für ausländische Investoren. Die Agentur hat zehn Schlüsselbranchen definiert, die wichtig für das Land sind. Sie schaffen entweder viele Arbeitsplätze oder bieten ein großes Forschungspotenzial: Kfz, Luft- und Raumfahrt, Umwelttechnik, IT/Software, Shared Services, Elektronik/Elektrotechnik, Maschinenbau, Lifesciences, Nanotech und grüne Mobilität.

In letzter Zeit kümmert sich CzechInvest vermehrt auch um die bereits im Land aktiven Investoren. Das "AfterCare"-Programm sieht Unterstützung vor bei Expansion und Reinvestitionen, beim Ausbau der Forschungsabteilungen, beim Beantragen und Ausschöpfen von EU-Mitteln, bei der Suche nach Zulieferern (datenbankgestützt) sowie bei der Aus- und Weiterbildung von Mitarbeitern.

Analog zur deutschen Förderbank KfW existiert auch in Tschechien eine staatliche Entwicklungsbank, die Ceskomoravska zarucni a rozvojova banka (CMZRB). Sie hat in den vergangenen 20 Jahren über 13.000 Kreditgarantien für Unternehmen gewährt und 7.300 Darlehen im Gesamtvolumen von fast 20 Mrd. Kc ausgezahlt (780 Mio. Euro, durchschnittlicher Wechselkurs Januar bis Mai 2013: 1 Euro = 25,69 Kc). Die Bank bietet unter anderem kleinen Betrieben bis 50 Mitarbeitern vergünstigte Garantien für Kredite bis 5 Mio. Kc an, die für Investitionen genutzt werden (Programm "Zaruka"). Außerdem verfügt das Finanzinstitut über spezielle Produkte für einzelne Regionen Tschechiens (siehe Abschnitt "Regionale Förderung").

Neben der Förderung großer Investitionen will die tschechische Regierung künftig verstärkt Unternehmensgründungen unterstützen. Mit Mitteln des EU-Programms "Unternehmen und Innovation" der EU wurde Ende 2012 ein Seed Fonds gegründet, der jungen Firmen in der Startphase und in der Expansionsphase Risikokapital zur Verfügung stellen soll (http://www.seedfondmpo.cz). Das Budget bis 2015 beträgt 1,3 Mrd. Kc. Mindestens 30% (in
der Startphase) beziehungsweise 50% (in der Expansionsphase) der nötigen Investitionen müssen von privaten Geldgebern beigesteuert werden.

Junge und innovative Firmen können in den landesweit 13 Businessinkubatoren günstige Büroräume anmieten (http://www.czechinvest.org/inkubatory). Diese Gründerzentren sollen
helfen, wissenschaftliche Forschungsergebnisse schneller in marktfähige Produkte zu transferieren. Sie befinden sich daher meist in der Nähe von technischen Universitäten und können in der Regel bis zu drei Jahre lang angemietet werden. In den Inkubatoren stehen den Mietern oft Laboreinrichtungen, Consultingdienstleistungen und Schulungsräume zur Verfügung.
 
Für kleine, spezialisierte Firmen bieten Industriecluster eine gute Möglichkeit, von Vernetzung, Infrastruktur und einem spezialisierten Fachkräfteangebot zu profitieren. Der Aufbau dieser Branchencluster wird mit EU-Mitteln unterstützt. Derzeit gibt es laut CzechInvest über 60 Cluster in allen Landesteilen. Die Bandbreite ist groß und umfasst unter anderem IT, Nahrungsmittel, Textil, Pharma, Maschinenbau, Baumaterialien, Holzverarbeitung und Medizintechnik. Innerhalb der Clusterverwaltung gibt es in der Regel kompetente Ansprechpartner für Fördermöglichkeiten durch den Staat oder durch EU-Programme (weitere Informationen: http://www.czechinvest.org/en/czech-clusters).

Ein Schwerpunkt der Förderung in Tschechien wird künftig auch auf der Berufsausbildung, der Fort- und Weiterbildung des Personals liegen. Die Kosten für solche Programme sollen besser steuerlich geltend gemacht werden können.

Um die besonders von ausländischen Investoren kritisierten fehlenden Praxiskenntnisse tschechischer Berufseinsteiger zu verbessern, hat die Regierung 2013 das Programm "Stage in Firmen" gestartet. Zielgruppe sind Langzeitarbeitslose, Berufsanfänger oder Arbeitnehmer, die nach langer Pause wieder in den Job zurückkehren wollen. Die Kosten in Höhe von über 30 Mio. Euro in den nächsten zwei Jahren werden aus EU-Fonds und Haushaltsmitteln finanziert. Von dem Geld wird unter anderem ein Mentor vergütet, den die Unternehmen den Praktikanten an die Seite stellen müssen. Dieser erklärt die Arbeit und Firmenphilosophie und verteilt Aufgaben.

Grundsätzlich können sowohl einheimische als auch ausländische Unternehmen, die in Tschechien aktiv sind, Zuschüsse, Steuervergünstigungen oder Förderdarlehen für ihre Projekte aus EU-Fonds in Anspruch nehmen. Das gilt ebenso für die Unterstützung aus EU-Strukturfonds, um die sich deutsche Firmen bewerben können, die in Tschechien eine Tochtergesellschaft haben. Für Unternehmen sind dabei vor allem die acht Operationellen Programme interessant. Die wichtigsten sind "Unternehmen und Innovation", "Umwelt" und "Forschung und Entwicklung für Innovation", deren Fokus auf der Förderung kleiner und mittelständischer Betriebe liegt.

Außerdem gibt es regionale Operationelle Programme (zum Beispiel "Mähren-Schlesien", "Nordost" oder "Zentralmähren"), mit denen das wirtschaftliche Niveau der einzelnen Landesteile angeglichen werden soll. Darüber hinaus fördert die EU in Tschechien Projekte der grenzüberschreitenden, transnationalen und interregionalen Zusammenarbeit (Operationelle Programme "Polen - Tschechische Republik", "Deutschland - Tschechische Republik" usw.)

Die aktuelle Förderperiode läuft seit 2007 bis Ende 2013. Das für Tschechien in diesem Zeitraum vorgesehene Budget der Struktur- und Kohäsionsfonds beträgt 26,7 Mrd. Euro. Anschließend beginnt der neue Förderzeitraum 2014 bis 2020, in dem für Tschechien rund 20,5 Mrd. Euro zur Verfügung stehen sollen.
Passt perfekt zusammen: Tschechien, wo die Teil das große Ganze ergeben.

Steuerbegünstigungen

Um mehr Kapital in innovative Wirtschaftszweige zu lenken, hat Tschechiens Regierung 2012 das Gesetz über die Investitionsanreize (72/2000 Slg.) überarbeitet. Neben Investitionen in die verarbeitende Industrie können nun auch Technologiezentren und Zentren für strategische Dienstleistungen eine Förderung in Form von Steuerbegünstigungen bekommen. Ziel der Novelle ist es, mehr hochqualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen, die regionalen Unterschiede bei der Wirtschaftsentwicklung zu verringern, mehr Produkte mit hohem Mehrwert und Exportpotenzial im Land entstehen zu lassen und Tschechien insgesamt wieder attraktiver für ausländische Investoren zu machen.

Gefördert werden Projekte in allen Landesteilen mit Ausnahme der prosperierenden Hauptstadt Prag. Geltend gemacht werden können die Kosten für langfristige, materielle (Maschinen, Immobilien) und immaterielle Anlagevermögen. In Regionen mit überdurchschnittlich hoher Arbeitslosigkeit bezahlt der Staat einen Zuschuss von 50.000 Kc je geschaffenem Arbeitsplatz.

Neu ist, dass es künftig nicht mehr nur für fünf Jahre, sondern zehn Jahre lang Ermäßigungen auf die Einkommen- beziehungsweise Körperschaftsteuer gibt (Normalsatz aktuell bei 19%). Die Höhe der dafür mindestens zu leistenden Investitionen hängt von der Region und der Art der Beschaffung ab. Außerdem hat Tschechien beschlossen, "strategische Investitionsvorhaben" direkt zu subventionieren, durch die mindestens 500 neue Arbeitsplätze entstehen (in Technologiezentren mindestens 120 Arbeitsplätze).
Vielversprechende Branche: Medizintechnik.


Regionale Förderung, Sonderwirtschaftszonen/Industriezonen

Neben staatlichen und europäischen Hilfsmitteln für die regionale Entwicklung haben auch die tschechischen Gebietskörperschaften eigene Förderprogramme initiiert. In den meisten Bezirken konzentrieren sich diese auf die Entwicklung des Tourismus, auf Denkmalpflege, Umweltschutz, Ausbildung und Kultur. Einige Regionen haben dabei Sonderprojekte auf die Beine gestellt: In Olomouc, Pilsen und Prag liegt ein Schwerpunkt auf der Gesundheitswirtschaft, das Gebiet Vysocina setzt auf IT, Mittelböhmen, Karlovy Vary und wiederum Olomouc investieren in Sicherheitstechnologien.

Darüber hinaus hat die staatliche Entwicklungsbank CMZRB für verschiedene Regionen Tschechiens eigene Förderprogramme aufgelegt. In Mährisch-Schlesien unterstützt sie die Städtebauentwicklung in Gemeinden ab 5.000 Einwohnern mit langfristigen, zinsgünstigen Krediten von bis zu 100 Mio. Kc. Für die Projektfinanzierung können sich neben den Kommunen auch Unternehmen bewerben, wenn sie in folgenden Bereichen investieren: Sanierung von Brownfield-Industriegebieten, Bau und Modernisierung von Wohngebäuden, von Tourismusobjekten sowie Krankenhäusern und anderen sozialen Einrichtungen.

Speziell für Unternehmensgründer in den Bezirken Olomouc und Mährisch-Schlesien hat die CMZRB das Programm Inostart aufgelegt. Es sieht Bankgarantien für Kredite von bis zu 15 Mio. Kc in den ersten drei Jahren nach der Firmengründung vor.

Im Bezirk Südböhmen vergibt die Förderbank an junge Firmen vergünstigte Kredite mit einer Laufzeit von sechs Jahren und einem Festzins von 4% (für Start-ups maximal 500.000 Kc).

 In Tschechien gibt es über 300 Gewerbegebiete, 150 Brownfield-Industrieparks und mehr als 20 Forschungs- und Technologiezentren. Vor allem im Großraum Prag und bei Ostrava existieren elf Zollfreigebiete, in die Waren aus Drittstaaten außerhalb der EU eingeführt oder gelagert werden können, ohne dass Zoll erhoben wird. Außerdem wurden sieben "Strategische Industriezonen" definiert, die jeweils mehr als 200 Hektar bei Greenfield-Projekten oder 100 Hektar bei Brownfield-Projekten groß sind. Diese Zonen sind wichtigen Unternehmen vorbehalten, die besonders viele Arbeitsplätze schaffen oder große Investitionssummen ins Land bringen.

Link zum kompletten Artikel:
http://www.tschechien-online.org/news/20300-nationale-investitionsforderung-tschechische-republik/

 

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