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Deventer

Niederlande, Deventer
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"Deventer" () ist eine Gemeinde der Provinz Overijssel (Niederlande).

Orte
Zur Gemeinde gehört die Stadt gleichen Namens sowie u.a. die Dörfer "Schalkhaar", "Lettele", "Okkenbroek", "Diepenveen", mit einer mittelalterlichen Kirche und "Bathmen".

Lage und Wirtschaft
Winterliches Hochwasser in Deventer
Die Stadt liegt an der Stelle, wo die niederländische Autobahn A1 von Amsterdam nach Hengelo (O) und weiter über die deutsch-niederländische Grenze nach Osnabrück (Europastraße 30) sowie die Eisenbahnlinie Amsterdam-Osnabrück-Berlin die IJssel überqueren. In Deventer gibt es einen kleinen Binnenhafen.

Die Wirtschaft Deventers ist geprägt von der Druck- und Verpackungsindustrie. Produkte aus Deventer sind z.B. Blechdosen und Kunststoffbecher. Weiter gibt es eine Fabrik von Heizkesseln und viele kleinere Industrie- und Handelsunternehmen.
In Deventer stehen einige Fachhochschulen, u.a. für Umwelttechnik. Der Konzern "Dutch Solar" fertigt hier im Auftrag verschiedener Photovoltaik-Unternehmen Solarzellen und Solarmodule.

Geschichte

Die Stadt Deventer, auf deren Grundgebiet schon vor Anfang des 4. Jahrhunderts Germanen lebten, wurde vor dem 8. Jahrhundert gegründet. Der angelsächsische Missionar Lebuin (= "Liafwin" - „lieber Freund“) gründete dort 768 oder 769 eine Kirche. Der Ort an einer kleinen Anhöhe am Fluss IJssel war damals schon ein wichtiger Handelsplatz. Als die Wikinger den Ort 882 zerstörten, wurde Deventer bald wieder aufgebaut und mit Erdwällen befestigt.

Im 9. und 10. Jahrhundert war Deventer vorübergehend Sitz des Utrechter Bischofs. Im 11. Jahrhundert wurde sie eine freie Reichsstadt. Eine Münze von hier aus dem 11. Jahrhundert findet sich im Münzfund von Sandur auf den Färöern. Die Stadt entwickelte sich zu einem wichtigen Knotenpunkt von Handelswegen und schloss sich der deutschen Hanse an. Vor allem der Handel mit Stockfisch aus Skandinavien war bedeutend. Im 15. Jahrhundert fand in der Stadt fünfmal im Jahr ein Jahrmarkt statt. Als im 16. und 17. Jahrhundert die Seewege über Holland immer wichtiger wurden und der Wasserpegel in der Ijssel sank, so dass große Schiffe den Fluss nicht länger benutzen konnten, verlor die Stadt vorübergehend stark an Bedeutung. Im 18. Jahrhundert wurde eine Eisengießerei gegründet, und zwischen 1850 und 1930 wuchs die Industrie stark, um nach 1970 wieder an Wichtigkeit einzubüßen.

In der Zeit Napoléon Bonapartes hatte Deventer stark unter der Besatzung durch französische Truppen zu leiden. Nach 1815 war es bis nach dem 2. Weltkrieg, der Deventer nicht unberührt ließ (die Ijsselbrücke und die Häuser in deren Nähe wurden 1944 und 1945 einige Male von anglo-amerikanischen Flugzeugen bombardiert) eine wichtige Garnisonsstadt. In der ehemaligen Kaserne soll 2007 ein luxuriöses "Shopping Centre" entstehen.

Kulturelle Bedeutung
Deventer, wo schon vor 1500 Bücher gedruckt wurden, war im Spätmittelalter ein Zentrum von Kultur und Wissenschaft von überregionaler Bedeutung. Das "Athenaeum illustre", eine Art Gymnasium, wurde u.a. von Erasmus von Rotterdam besucht. Auch die Gruppe "Brüder vom gemeinsamen Leben" oder "Devotio moderna" um Geert Groote, die viel Einfluss auf Religion und Philosophie hatte, entstand im 15. Jahrhundert in Deventer und im Kloster Windesheim fünf km südlich von Zwolle. Der Maler und Kunstfälscher Han van Meegeren, der von 1930-1945 Fälschungen von Vermeer-Bildern herstellte und verkaufte, wurde in Deventer geboren und ausgebildet. Sein Grab befindet sich auf dem "Algemene Begraafplaats", Raalterweg 29 in dem Dorf Diepenveen, das zu der Gemeinde Deventer gehört.

Die verhältnismäßig starke türkische Minderheit verfügt seit 2003 über eine moderne Moschee, die auch für Integrationsprojekte und kulturelle Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit den autochthonen Einwohnern der Stadt benutzt wird.

Sehenswürdigkeiten
Stadtansicht von Deventer mit der Lebuinuskirche
In der historischen Altstadt fallen drei historische Gebäude besonders auf:
* die Stadtwaage ("Waag") am Marktplatz namens "Brink", 1545 erbaut, 2002 restauriert, jetzt Stadtmuseum;
* die "Große -" oder "Lebuinuskirche", mit hohem Turm, und
* die Bergkirche mit zwei Türmen, die sich im so genannten Bergviertel befindet.
Beide Kirchen stammen aus dem 13. Jahrhundert und haben innen Fresken. Die Bergkirche ist jetzt ein Museum für moderne Kunst.

Sport
Ein bekannter Sportverein der Stadt sind die Profifußballer Go Ahead Eagles, die lange Zeit in der Eredivisie gespielt haben.

Regelmäßige Veranstaltungen
Jährlich findet am letzten Wochenende vor Heiligabend das viel besuchte (2005: 135.000/2006: 200.000) Dickens-Festival (mit Weihnachtsmarkt) statt, wobei Szenen aus den Romanen des englischen Autors von Einwohnern des Bergviertels nachgespielt werden.
An einem Wochenende Anfang Juli wird jedes Jahr ein internationales Stelzenläufer-Theaterfestival gehalten (Deventer op Stelten).
Am ersten Sonntag im August ist das Ufer der Ijssel Kulisse eines großen Büchermarkts.
In Deventer findet freitags und samstags ein großer Markt statt. Der Markt am Samstag auf "De Brink" ist der am meisten besuchte und bietet die größte Auswahl.

Söhne und Töchter der Stadt
* Jacob van Deventer, um 1500 in Deventer geborener Kartograf
* Willem Amsinck, geb. 1542 in Deventer, Tuchhändler, ausgewandert nach Hamburg, Stammvater der hamburgischen Patrizierfamilie Amsinck
* Etty Hillesum, niederländisch-jüdische Frau, die im NS-Regime in Auschwitz starb, siehe ihr Tagebuch und Vermächtnis "Het verstoorde leven" (Titel der deutschen Ausgabe: "Das denkende Herz")
* Harry Decheiver, niederländischer Fußballspieler
* Geert Groote, niederländischer Theologe und Bußprediger
* Wolter Robert van Hoëvell, niederländischer Publizist
* Aegidius Albertinus, barocker Schriftsteller und Übersetzer, Begründer der volkssprachlichen Literatur in Bayern
* Lambertus van Marwijk, niederländischer Fußballspieler und Trainer
* Willem Scholten, niederländischer Politiker
* Jan Pieterszoon Sweelinck, niederländischer Organist und Komponist, 1562-1621
* Johann Adam Reincken, niederländisch-deutscher Organist und Komponist
* Han van Meegeren, niederländischer Maler und Kunstfälscher


Dieser Artikel stammt aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und kann dort bearbeitet werden. Der Text ist unter der Lizenz Creative Commons Attribution/Share Alike verfügbar. Fassung vom 17.10.2018 22:03 von den Wikipedia-Autoren.
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